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PS4 Reviews - Wolfenstein 2: The New ColossusZweifel, Tod, Wiederauferstehung, Waffen, Gewalt und jede Menge Regime Einheiten

Wolfenstein 2: The New Colossus - Zweifel, Tod,  Wiederauferstehung, Waffen, Gewalt und jede Menge Regime Einheiten
21.11.17 01:21 Autor: sebastian.k Captain B.J. Blazkowicz ist zurück und soll die USA vom Regime befreien. Wir sahen uns den Titel an.
Fazit & Wertung
Rund drei Jahre und ein Spin-Off Titel nach Wolfenstein – The New Order ziehen die Entwickler MaschineGames erneut mit Capitan William „B.J.“ Blazkowicz in den Krieg. Doch dieser ist längst kein Krieg mehr, sondern viel mehr ein Widerstand. Im folgenden Artikel präsentiere ich dir also das neue Wolfenstein 2: The New Colossus . Wird es sich lohnen? Was gibt es neues? Und wie wird die Story sein? Alles Fragen auf die ich natürlich eingehen werde. Vorne weg noch der Hinweis, das es keinen Mehrspieler gibt. Wie ich das vor einer gewissen Zeit gelesen hatte, haben die Entwickler den Online-Mehrspieler mit Absicht weggelassen, um sich besser auf das Projekt zu konzentrieren. In meinen Augen eine verständliche Begründung.

Der halbtote Blazkowicz zurück von den Toten

Das Spiel beginnt eigentlich wie gewohnt mit der Auswahl des Speicherplatzes und rund sieben verschiedenen Schwierigkeitsgraden. (Der letzte wird freigeschaltet, sobald das Spiel einmal durchgespielt wurde.) Diese können auch während des Spielens über das Pausemenü verändert werden. Danach folgt ein kurzer Rückblick auf das, was beim Vorgänger alles passierte. Die Schlüsselszene ist natürlich die Befreiung von Set Roth aus der Sicherheitsanlage von General Engel und ihren steigenden Hass auf B.J.. Irgendwann danach kommt es zum Showdown mit Dr. Totenkopf. Mit letzter kraft zündet der Doktor eine Bombe und im Arm hat er Blazkowicz. B.J. wird ziemlich schwer verletzt und liegt regungslos am Boden. Ab hier setzte das neue Spiel ein. Es folgen ein bruchteilhafter Wechsel aus Kindheitserinnerungen von Blazkowicz und seiner liebevollen Mutter, sowie dem rachsüchtigen und strengen Vater. An verschiedenen Erinnerungen kann ich sogar zwischen zwei Handlungsmöglichkeiten wählen, allerdings fügt sich das ganze wieder zu einem festen Strang zusammen. Neben der Kindheitserinnerungen erwacht B.J. gelegentlich aus seinen Träumen und erlebt mit, wie eine Atombombe gezündet wird und wie seine Freunde, sowie seine Frau und ein Teil des Widerstands, um sein Leben kämpfen. Es wechselt zunehmend zwischen seiner Vergangenheit und seinem aktuellen Zustand. Auch Caroline, Führerin des Widerstands und Trägerin einer Maschinenrüstung des mystischen Volks der Da'at-Yichud, zeigt sich an seinem Krankenbett. Irgendwann erwacht B.J. und es herrscht ein unheimlicher Lärm.

Schüsse hallen durch die Flure und er sieht jemanden vom Widerstand, wie er angeschossen wird und sich in die Luke zur Krankenstation niederlässt. B.J. rappelt sich auf und muss im Spiegel erkennen, das Set Roth doch einiges an ihn operieren musste. Total geschwächt wirft er sich in den Rollstuhl und ab hier übernehme ich die Steuerung. Die Umgebung sieht aus wie ein U-Boot und B.J. kann es auch nur erahnen. Tatsächlich konnte der Widerstand, das größte U-Boot des Regimes kapern, die Hammerfaust. Doch General Engel hat das U-Boot gefunden und lässt es nun räumen. Was mir auf Anhieb gefiel ist der Start des Spiels an dem ich mit B.J. im Rollstuhl durch das U-Boot fahren muss und die Regime-Einheiten ausschalte. Die erste Waffe erhält er natürlich von dem angeschossenen Widerständler. Das Ziel ist das erreichen des Kommandoturms. Doch bis dahin war noch etwas Zeit um die Waffen, die Möglichkeiten und diverse Hilfsmittel kennen zu lernen. Eigentlich hat sich nicht viel geändert, denn immer noch liegen an verschiedenen Ecken Erste-Hilfe Kästen zum steigern der Lebensenergie, Rüstungsteile zum aufwerten der Rüstung und natürlich Munition, Handgranaten, Waffen und viele viele Sammelobjekte. (Auf letztere gehe ich aber noch ein.) Auf seinem Weg trifft B.J. den “Wissenschaftler, Doktor... was auch immer“ Set Roth. Dieser erzählt ihm, was es für ein Kampf war ihn zu retten und das sein Körper eigentlich total im Arsch sei. Nieren weg, Beinmuskeln weg und einiges mehr. Es ist eigentlich noch ein Wunder, das der Held noch lebt. Später wird sich noch herausstellen, das Set Roth viel mehr als nur ein Wissenschaftler ist und die Rettung von ihm für das Regime mittlerweile eine große Schmach ist.



Warum diese große Bedeutung, das will aber nicht verraten. Übrigens bekomme auch ich als Spieler die Schmerzen und die Schwäche von William zu spüren. Bis zu einem einschneidenden Erlebnis von Blazkowicz und der daraus resultierende Neuauferstehung, muss ich mich mit einem ständigen Lebensstand von 50% abfinden. Klar kann ich die Lebensenergie bis zu 100% und weiter hinaus auffrischen, doch letztendlich sinkt sie auch wieder auf 50% ab. Wie gesagt, das geht eine ganze Weile so. Neben dem körperlichen Verfall beschäftigt sich B.J. über weite Teile der Geschichte mit dem Tod. Aufgeben? Weiterkämpfen? Seine Kinder nicht aufwachsen sehen? Und was ist mit seiner Mutter geschehen? Im inneren wird William so stark aufgewühlt, das er sich gelegentlich wieder an seine Kindheit erinnert. Zumindest in den ersten Spielstunden ist dies das Hauptthema mit dem sich William beschäftigt. Ich persönlich finde es super, das die Entwickler nicht nur den super starken Kämpfer zeigen, sondern auch einen Mann der über Familie und den Tod nachdenkt. Ganz später wird diese Phase dann etwas abklingen – Um die Universal-Soldier Fans zu beruhigen. Zurück zur anfänglichen Story: Nachdem ich es zum Aufzug schaffte und eine Zwischensequenz seine schwangere Frau und Set gezeigt, erkennt er den Ernst der Lage.

Ein riesiges Flugschiff hält das U-Boot fest und die Truppe von General Engel eilen heran. Als dann noch Caroline von einer Einheit überrascht und K.O. geschlagen wird, appelliert Engel an B.J.s Vernunft. Er geht dem Aufruf nach und stellt sich ihr. Auch wenn die Thematik alles andere als Amüsant ist, schafften es die Entwickler gelegentlich ein paar nette Witze oder lustige Sprüche zu verbauen. Wie zum Beispiel an dieser Stelle, wo B.J. mit seinem Rollstuhl anrollt und die Soldaten ihn Fragen, ob er sie mit dem Rollstuhl überfahren will. Letztendlich führt das alles zu einer Hinrichtung von Caroline hin und der Eingriff von der Tochter (Sigrun) Engels beim Versuch auch Wayt zu töten. (Zu Beginn kann ich in einem Flashback von B.J. aus dem Teil von New Order den zu rettenden Wählen. Dabei erinnerte er sich an die entscheidende Stelle als Dr. Totenkopf zwei Kameraden von William gefangen hielt. Dieser überlebende wird dann auch im neuen Teil seinen festen Platz haben.) Während des Tumultes schafft es William die mysteriöse Maschinenrüstung von Caroline anzuziehen und bekommt somit seine volle Bewegungstärke wieder zurück.

Doch lange Zeit zum ausruhen besteht nicht, denn Engel kann flüchten und B.J. muss versuchen das U-Boot vom Flugschiff zu lösen und die Rettungsboote klar zu machen. Es folgen actionreiche Gefechte, viel Boom Boom und... ja halt Wolfenstein wie es sein soll. Sobald das U-Boot frei ist, wird es auch schnell zum Zuhause des Widerstands. Erst nach sieben oder acht Stunden schaltete sich auch das neue Missionskarten-Feature frei. Damit kann ich auch abseits der Story diverse Nebenmissionen absolvieren. Das Ganze passiert über die große Missionskarte in der Mitte von der Kommandozentrale. Durch gesammelte Enigma-Codes, welche die Kommandanten innerhalb meinen vorherigen Missionen fallen ließen, lassen sich die Standorte der verschiedenen Maschinenkommandanten aufdecken. Ohne diese bedeutenden Kommandanten würde die Entwicklung des Regimes empfindlich gestört werden. Anders als in der Story sind diese Missionen eher kleine Nebenmissionen. Allerdings haben sie es auch verdammt in sich, denn hier lässt das Regime die fiesen Soldaten und Maschinen los. Ein Glück das es ebenfalls mächtige Waffen gibt, wie das Laser-, Hammer- oder Dieselgewehr. Diese Waffen sind richtig groß, übelst effektiv und wenn alles gut läuft, kann man sie an verschiedenen Ecken der Karte aufladen. Die Karten der Nebenmissionen sind übrigens nicht so groß, wie man annehmen würde. Sie orientieren sich dafür aber sehr stark an die der Story. Um nun nicht Gefahr zu laufen, eventuell ungewollt zu Spoilern sage ich mal: Soweit zu der Geschichte und den ersten Minuten. Übrigens hat das Regime mittlerweile komplett Amerika eingenommen, welches nach der Atombombe von Manhattan kapitulieren musste. Allerdings befinden wir uns immer noch im fiktiven Jahr 1961! B.J. lag im übrigen, nach dem Kampf mit Dr. Totenkopf, rund fünf Monate im Koma, Dämmerschlaf... was auch immer. USA ist gefallen, aber der Widerstand wird auferstehen und mit ihm auch der berühmte Terror Billy – William B.J. Blazkowicz.

Nettes Vorteile-System, der Kampfmodus und die Verbesserung der Waffen

Im Gegensatz zum Vorgänger haben MaschineGames das Vorteile-System, mit dem William diverse Verbesserungen in mehreren Punkten erhält, ein wenig überarbeitet. So bekommt B.J. nun nach einer bestimmte Anzahl an Tötungen, mit eine der vorgegeben Tätigkeiten, in dieser auch stufenweise Verbesserungen. Um das etwas genauer zu erläutern: Für eine geringere Abklingzeit der Gesundheitsüberladung um 80% müsste ich nun 80 Kills mit überladener Lebensenergie ausführen. Natürlich fängt das Ganze immer recht klein mit Stufe null an. Je nach dem mit was und wie ich nun die Gegner dahinraffe, bekomme letztendlich Verbesserungen. Insgesamt gibt es 18 Vorteile unterteilt in drei Bereiche: Heimlichkeit (für alle lautlose Kills), Taktik (zu meist der Kampf aus der Deckung oder die Nutzung der Umgebung.) oder auch Chaos. (halt die direkte Konfrontation.) Was ich an diesem System cool finde ist die Tatsache, das ich nicht ständig ins Menü muss, um irgendwelche Fähigkeiten oder Attribute zu verteilen. Ich kann einfache voll durchziehen und so wie ich spiele, verstärken sich auch meine Vorteile. Ein neues Feature kommt mit dem Kampfmodus einher. Ich habe bereits oben, in meiner Erläuterung zur Story, ein einschneidendes Erlebnis für William erwähnt und damit meine ich nicht den Tod von Caroline. Nach diesem Erlebnis hat das Regime zum Teil gewonnen, doch sie haben nicht die Rechnung mit dem Widerstand und den Freunden von William gerechnet. Bei der darauf folgenden "Neuformierung" kann ich als Spieler aus drei speziellen Rüstungsteilen wählen, die Set reparieren kann. Leider gilt dies auch nur für ein Teil, sodass die Wahl in diesem Fall sehr sorgsam vonstatten gehen sollte. Pythongurte, Donnerfäuste oder Schlachtenläufer, das ist die Auswahl und alle drei bringen auf ihre Art diverse Vorteile mit.

Ich entschied mich für die Donnerfäuste. Damit lassen sich Kisten und Gittertore aufbrechen und zwar im Schnelllauf. Außerdem können Gegner weggerammt werden und dank der Kanonenarme können die Wurfbeile auch weiter geworfen werden. Die Pyhtongurte sind dagegen eher für die Stealth-Aktionen. So kann sich B.J. extrem verdünnen und durch kleine Schwächte schlüpfen. Zudem kann er auch lautlos schleichen. Nach der Wahl des Kampfmodus stehen die besonderen Fertigkeiten sofort zur Verfügung. Einzig die unterere Reihe mit Spezialisierungen schalten sich später frei. Auch hier profitiert William dann, von besonderen Fähigkeiten. Besondere Fähigkeiten sind natürlich nichts gegen verbesserte Waffen und dementsprechend liefern sogenannte Upgrade-Kisten die notwendigen Optionen. Im Verlauf der Storyline wird der Protagonist immer mehr Waffen sein eigen nennen und diese schleppt er dann auch mit in die Missionen. Dementsprechend finden sich auch immer mal wieder Upgrade-Kisten für die Waffen. Diese ermöglichen es mir, pro Waffe einen Teil zu verbessern. Interessant ist hierbei, das MaschineGames bei jeder Waffe drei beliebige Verbesserungen verbaut haben. Das bedeutet zum Beispiel, das ich nur beim Sturmgewehr ein Zielfernrohr bekomme. Dafür gibt es wiederum bei der Maschinenpistole einen Schalldämpfer.

Ich musste mir also immer wieder einen Kopf machen, welche Verbesserung nun die bessere ist. Insgesamt kann ich pro Waffengattung drei Teile verbessern und somit dem Regime etwas im Vorteil sein. Für Wolfenstein-Kenner und Profis bietet auch Wolfenstein 2 wieder das Schießen mit zwei Waffen gleichzeitig. Die Entwickler nennen dies Akimbo und sieht sehr spektakulär aus, allerdings muss man damit auch umgehen können. Ich persönlich stehe eher auf das Zielen über Kimme und Korn mit einer Waffen. Zur Auswahl der jeweiligen Waffen kommt im übrigen wieder einmal das Auswahlrad ins Spiel. Einfach die L1 Taste gedrückt halten und eine Waffe auswählen. Zack, packt unser Held die Waffe an. Trotz der Vorteile, dem Kampfmodus und auch den Upgrades für Waffen fühlte sich Wolfenstein 2 immer noch wie ein richtig guter Shooter an, ohne komplizierte Rätsel oder Verteilersystem für Erfahrungspunkte. SO muss das sein! Achja... natürlich brauchen Neulinge keine Angst haben, das man vielleicht ohne Einführung ins Spiel geschickt wird. MaschineGames habe natürlich über dem Pausemenü auch die Tutorials verbaut. Hier werden alle Funktionen bebildert und mit kurzen Text gezeigt. Es bietet im Grunde eigentlich das, was du wissen solltest.
Sammelobjekte und der bedeutende Stellenwert im Spiel

Auch im neuen Wolfenstein Teil haben MaschineGames dafür gesorgt, das ich als Spieler des öfteren die Augen offen halten sollte. Überall in den, ja doch recht linear verlaufenden Karten, befinden sich verschiedene Sammelobjekte. Von Zeitungsartikeln, über Briefe und Postkarten von Soldaten und Familien bis hin zu “aktuellen“ Schallplatten der Besetzungszeit des Regimes. Ich war ziemlich beeindruckt, welch eine Mühe in all den sehr authentischen Texten und den Sounds gelegt wurde. Man kann sich sogar die gefundenen Schallplatten anhören! Gefunden werden können nun also Starkarten, Concept Cards, Max Spielzeug Roboter, Schallplatten, Todeskarten und 150 lesbare Dokumente. Wer akribisch danach suchen möchte, der kann anhand des Pausemenüs unter Sammelbares diese aufrufen und sehen, auf welcher Karte man die einzelnen Objekte noch nicht gefunden hat. An Bord der Hammerfaust wird übrigens auch die Möglichkeit geboten, an einem Gerät die vergangenen Missionen noch einmal zu spielen und so die restlichen Sachen auch nachträglich zu finden. Speziell zu diesem Gerät sei gesagt, das nicht nur die ehemaligen Missionen noch einmal bespielt werden können, sondern die Entwickler verbauten bereits ein Spielmodus mit dem Namen The Freedom Chronicles.

Diese Freiheitschroniken sind zusätzliche DLC-Inhalte, die irgendwann freigeschaltet werden. Zurzeit sind diese aber nicht vorhanden. Der Inhalt dieser Chroniken basiert auf drei Helden, welche ebenfalls versuchten das Regime an der Übernahme der USA zu hindern. Was aus ihnen wurde und was man letztendlich darin machen kann, das verrät der Informationstext zu den DLC-Inhalten leider nicht. Alle Sachen die ich sammle, können in diesem entsprechenden Menü auch angesehen werden, was durchaus ein Vorteil ist. In einem direkten Kampf mit stark bewaffneten Regime Elite-Soldaten würde ich nicht irgend ein Brief lesen. Entsprechend dem Vorgänger sind natürlich alle Dinge mehr oder weniger versteckt und können also auch super übersehen werden. Doch warum sollte man eigentlich überhaupt diese Sachen finden? Im Grunde kannst du höchstens eine Trophäe auf der jeweiligen Konsole oder bei Steam freischalten, aber es gibt auch einen anderen Grund, der von Mensch zu Mensch variiert. Gerade die lesbaren Dinge vertiefen die Atmosphäre und liefern das Hintergrundwissen der vergangenen Zeit während der Regime Besetzung etwas. Sicher darfst du nicht eine Enzyklopädie erwarten, aber die Dokumente verraten viel, auf ihre Weise, was bisher alles passierte und wie sich die USA dem Regime unterwarf. Was ich nun aber mit Mensch zu Mensch meine, ist das es im Grunde Ansichtssache jedes Spielers ist, ob er nun die ganzen Sachen suchen und lesen will oder nicht.

Lerne die Hammerfaust kennen und entdeckte nettes

Das neue Zuhause des Widerstands ist das gekaperte Hammerfaust U-Boot. Das größte U-Boot der Flotte des Regimes. Während der Kanzler (so heißt der Führer) und seine Untertanen ihren Sieg feiern, plant der Widerstand in diesem U-Boot seine nächsten Haupt- und Nebenmissionen. Es wird dich nicht wundern, das in den späteren Missionen der eingeschlafene Widerstand in den Staaten durch die Taten von B.J. Blazkowicz wachgerüttelt wird. Die Chancen stehen allerdings schlecht. Doch das wird natürlich meine Sache als Spieler sein und ich verspreche dir... die Spielzeit der Kampagne ist enorm, packend erzählt und überaus phänomenal gelungen. Doch zu den lobenden Worten komme ich später noch, denn nun geht es um das neue Zuhause. Ich kann mich in diesem U-Boot mit William über viele Sektionen frei bewegen. Von den Unterkünften der wichtigsten Charaktere, mit den man auch sprechen kann, über die Kommandobrücke bis hin zur Forschungsabteilung von Set Roth, der Kantine und der Lounge, bietet diese ruhige Umgebung vieles zu entdecken. Zum Beispiel besitzt Max, ebenfalls ein altbekannter des Widerstands, ein Schwein das William füttern und streicheln kann. Überrascht war ich aber viel mehr über das, was mich in der Lounge erwartete.

Hier steht ein Videospielautomat mit dem original Wolfenstein 3D. Jaja... du wirst dir nun denken: „Alles klar aber wird nur eine abgespeckte Version dessen sein.“ Fehlanzeige! Du kannst an diesem Automat alle Level von Wolfenstein 3D mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden absolvieren. Zusätzlich gibt es auch eine Speicherfunktion, um zu einem späteren Zeitpunkt weiter zu machen. Solche Sachen liebe ich ja förmlich in einem Spiel. Genauso amüsant ist auch die Äußerung von B.J., wonach er die Grafik lobt und wie realitätsnah das sei. Okey... man darf natürlich nicht vergessen, das MaschineGames eine künstliche Geschichte rund um die 1960iger Jahre schaffen mussten. So gesehen wäre es durchaus aktuell gewesen. An dieser Stelle noch einmal wirklich ein Lob für die tolle Inszenierung dieser Zeit. Man merkt es zwar nicht immer, gerade weil das Regime und der Widerstand nun mit Technologien arbeiten, die es ohne den Konflikt vielleicht nie gegeben hätte, aber an vielen Stellen sieht man es doch. Zum Beispiel am ruhigen Ständchen Roswell, was ebenfalls eine Station von B.J.s Reisen sein wird. Oldtimer, Aufmarschparaden, Milchshakes, typische 1960iger Läden und und und. Die Inszenierung ist wirklich super gelungen.

Trotz überzeugender Präsentation hier und da kleinere Fehler

Verdammt!!! 12 Stunden am Stück Wolfenstein 2 und noch kein Ende in Sicht!? In den letzten Tagen hat mich ehrlich gesagt kein Shooter mehr so gefesselt wie dieser. Eine packende Story von Anfang bis Ende, gepaart mit einer einfachen und sehr reaktionsfreudigen Steuerung. Garniert wird das Ganze mit Sammelobjekten, vielen Nebenmissionen und ein Wechselbad der Gefühle, was das Mitleiden von B.J. angeht. Doch komme ich nun zur Zusammenfassung. Auf der Playstation 4 macht der neuste Wolfenstein Titel grafisch eine überaus gute Figur. Ja... gelegentlich tauchen kleinere Grafikfehler (auch größere Pixelfehler am Horizont) auf und die Lippensynchro stimmt auch nur selten, doch sonnst passen die Animationen, die Inszenierung, die Darstellung und die Effekte des Spiels vollkommen. Natürlich darf auch ein außerordentlich stimmiger Sound nicht fehlen. Hintergrundmusik und die deutschen Synchronstimmen harmonieren das ganze Spiel wirklich gut und gefielen mir sogar besser, als noch bei The New Order. Was ich wieder einmal haushoch leben muss, ist die bedrohliche und überhebliche Darstellung des Regimes. Ich meine... es gibt immer wieder Szenen, wo Frau Engel den B.J. richtig an den Eiern hat und sie ihn dicht auf die Pelle rückt. Wie man es von ihr auch nicht anders erwartet, sieht man ihr immer wieder an, wie viel Freude ihr die Folter, sowie das Leiden anderer und ihre Machtstellung bringt. Da bekommt man manchmal echt selbst eine kleine Hassader auf diesen Charakter. Engel ist nur ein perfektes Beispiel, wie viel Mühe die Entwickler in die Darstellung dieser fiesen Person gesteckt haben.

Natürlich gilt diese Perfektion für alle Charaktere in diesem Spiel. An dieser Stelle ein FETTES LOB! Ganz klar kann ich mich in diesem Spiel in die Lage von Blazkowicz versetzten und das wiederum steigert das gute Spielerlebnis. Im Bereich des Gameplays sollte ich noch einmal die kleine Veränderung der Vorteile und des Upgrade-Systems erwähnen. Keine sorge... MaschineGames haben genau die richtigen Änderungen vorgenommen und werden einen nicht mit „Hier musst du dein Level aufstocken und da Attribute verteilen“ nerven. Hier bleibt der Fokus selbstverständlich bei der Story und den wilden Feuergefechten. Da man beim Aufbau der Steuerung doch eher die des Vorgängers übernommen hat, ist auch der Einstieg in die Steuerung selbst extrem einfach. Für alle die, die bisher noch nie ein Wolfenstein Titel gespielt haben, für die gibt es natürlich ein kleines Tutorial mit einer kurzen, aber optimalen, Einführung. Diese kann man jederzeit über den Pausebereich auch ansehen. Mit gewohnten sieben Schwierigkeitsgraden wird garantiert jeder Spieler und Ego-Shooter Fan bis aufs äußerste gefordert werden. Wer sich unschlüssig ist, der kann optimalerweise die Schwierigkeit auch im Pausemenü verändern. Die Entscheidung der Entwickler sich letztendlich ganz auf die Story zu konzentrieren, war letztendlich gar nicht mal verkehrt, denn so bietet uns Wolfenstein 2: The New Colossus ein wahres Feuerwerk und genau das, was andere vergleichbare Titel aktuell nicht bieten können! (Der Satz bezog sich auf die Setzung der Prioritäten der Entwicklung von MaschineGames im Bezug auf einen Online-Mehrspieler.)
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