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PS4 Reviews - Fallout 4Ein Meisterwerk wie es im Buche steht

Fallout 4 - Ein Meisterwerk wie es im Buche steht
20.11.15 14:07 Autor: sebastian.k Nach langen warten haben Bethesda Softworks endlich einen neuen Fallout Titel auf den Markt gebracht. Ob er den Vorgänger schlagen kann?
Fazit & Wertung
Fünf Jahre nach dem letzten Titel und vier Jahre der reinen Entwicklung veröffentlichten nun Bethesda Softworks den neusten Fallout 4 Titel. Gerade die jüngere Generation kann sich hier wieder über einen Highlight-Titel mit spektakulärer Grafik, schier unendlich große Spielwelt und auch vielen vielen Möglichkeiten freuen. Da wundert es keinen das der Titel durchaus ein Kassenschlager werden könnte, denn diese Titelreihe hat über die letzten 18 Jahre (des Bestehens) ordentlich an Fans gewonnen. Bevor ich nun mit dem eigentlichen Artikel beginne, gehe ich kurz auf die Geschichte des Titels ein.

Der erste Fallout Titel erschien 1997 für den Computer und kam aus dem Hause Black Isle Studios. Durchaus war Fallout damals kein 3D-Actionspiel mit Rollenspielelementen wie heute, sondern eher ein Strategie-Action Spiel mit isometrischer Ansicht. Dennoch wurde der Titel als Post-Nuclear Role-Playing Game betitelt. Trotz der eingeschränkten Grafik konnte der Titel bereits damals viele Elemente vorweisen, die weiteren Fallout-Teilen den bekannten zusätzlichen Erfolg ebnete. Und wer nun glaubt, das Fallout erst in den letzten Jahren sich richtig gut verkaufte, der hat die Verkaufszahlen von früher nicht gesehen. Kaum zu glauben, aber schon damals konnte das Spiel mit der Survival-Thematik in einer Post-Apokalyptischen Zeit bei einem breiten Spektrum an Spielern begeistern. Es folgte 1998 der zweite Teil. Eine neue Geschichte in der Post-Apokalypse und ein paar Verbesserungen folgten, aber einen Sprung zur 3D Technologie gab es noch nicht. Darauf folgten zwei Spin-Off Teile mit den Namen Fallout Tactics: Brotherhood of Steel und Fallout: Brotherhood of Steel. Diese hatten aber kaum einen Erfolg zu vermelden. Erst mit Fallout 3 gelang Bethesda Game Studios (Seit 2004 mit der Entwicklung betreut) im Jahre 2008 der Sprung in das dreidimensionale Zeitalter. Am Umfang, Spielprinzip und auch Gameplay hatte sich auch hier recht wenig geändert, was wiederum aber die Fans sehr erfreute. Ein paar Jahre darauf folgte dann Fallout New Vegas. Weiterhin spielt der Titel in einer Post-Apokalyptischen Zeit nach einem atomaren Fallout. Die Reise des neuen Protagonisten führte in die sandige Gegend um Las Vegas. Leider entwickelten Bethesda Game Studios die Grafik-Engine damals nicht direkt weiter, sodass es zu einer gewissen Enttäuschungen kam. Du siehst, Fallout war schon seit dem ersten Teil ein besonderer Titel mit einem noch nicht mal so fernen Szenario. Fallout 4 ist nun der erste Teil, an dem die Grafik einen gewissen Realitätsgrad an kratzt. Ob die anderen Elemente des Titels immer noch dem entsprechen, wie bei den Vorgängern, das beantworte ich dir in diesem Artikel.


Vault 111 die einzige Lösung
Das Fallout 4 auch wieder in einer Post-Apokalyptischen Welt spielt, war uns allen klar. Doch mit welch einem Umfang? Der Titel beginnt eigentlich damit, wie mein Charakter die Umstände erklärt. Die Menschheit hat einen enormen Wohlstand durch die Atomenergie gewonnen. Der Titel setzt im Jahr 2077 an, wo mein Charakter sich im Spiegel betrachtet. Lustigerweise haben die Entwickler gar nicht versucht unseren heutigen Standard ins Licht zu rücken, sondern man nahm eher die angenehmen sechziger Jahr für Fahrzeuge, Ausstattung und alles weitere in der Spielwelt. An dieser Stelle, an der sich mein Charakter im Spiegel betrachtet, kann ich nun das Aussehen meines Protagonisten festlegen. Neben groben Gesichtseinstellungen dürfen auch bestimmte Partien selbst individuell angepasst werden. Jede fertige Partie wird, auch wie im echten Leben, vom Charakter oder seiner Frau kommentiert. Letztendlich stelle ich noch die Körperdaten ein und schon geht es weiter. In den ersten Spielminuten geistere ich lediglich durch das eigene Heim. Kurz nach den kleinen Sohn in die Wiege gucken, dann noch mit dem hauseigenen Roboter sprechen und einen Vertreter an der Tür begrüßen. Bei all den Tätigkeiten bemerke ich nicht, was sich aktuell im Fernsehgerät abspielt. Im Gespräch mit dem Vertreter komme ich in ein Dialog, worin es darum geht meine Familie für das Vault 111 Projekt zu begeistern. Am Ende schafft die Person es sogar, mich zu überzeugen. Für das Abschließen seines Protokolls muss ich lediglich noch die Attributpunkte vergeben. Es sind die typischen (Fans von Fallout kennen natürlich alle, denn hier hat sich nichts geändert.)
Attribute wie Stärke, Intelligenz, Ausdauer, Charisma, Wahrnehmung, Geschicklichkeit und Glück sind auch dieses mal wieder dabei.

Die Entwickler haben passend zu diesen Attributen auch nette Klassikclips (Im Grunde liefert das fiktive Vault-Tec alle Informationen, was das Überleben angeht.) erstellt, welche die einzelnen Attribute auf einfache, aber doch lustige weise, genauer erläutern. Oft tauchen diese kleinen Clips vor dem erscheinen des Startbildschirms auf. Alle Attribute ergeben übrigens das Wort: S.P.E.C.I.A.L. (Allerdings nur, wenn man die Attribute bei ihrem englischen Namen nennt. So kommt es das die Aussage: "Wissen sie was sie SPECIAL macht?!?" eine große Bedeutung in diesem Titel.) Danach ist die Diskussion vorbei und ich werde direkt vom Hausroboter ins Kinderzimmer bestellt. Sohnemann plärrt und der Hausdiener weiß nicht weiter. Das Szenario kann nicht dramatischer folgen. Nach einer kleinen idyllischen Darstellung von Familienliebe, wird mein Charakter erneut vom Roboter in die Stube gerufen. Im Fernseher läuft eine Berichterstattung das überall auf der Welt atomare Explosionen stattfinden.


Nach kurzem Dialog folgt auch der Alarm. Nun heißt es zum naheliegenden Bunker laufen. Überall befinden sich Menschen, die nicht wissen wohin. Ich selbst, mit Frau und Kind im Anhang, eilen hoch zum Vault 111. Während ich mich dorthin bewege kann ich am Rande Menschen beobachten, wie sie ihr hab und gut schnappen und versuchen sich zu Retten. Am Tor werde ich analysiert und gelange dann mit meiner Familie auf die Plattform des Vault. In diesem Moment explodiert in der Ferne eine Atombombe. Noch gerade so schafft es der Fahrstuhl meinen Charakter nach unten zu schaffen. Es folgt eine kurzen Führung ehe ich mit meinem Charakter und seiner Frau in Behältnisse steige, wo sie für längere Zeit eingefroren werden. Doch die Thematik "Einfrieren" stand eigentlich nicht in der Vereinbarung! Mein Charakter wacht dann schließe auf, als das System kurzzeitig unterbrochen wird und irgendwelche Männern seine Frau erschießen und den kleinen Säugling stehlen. Danach gibt es wieder einen Kälteschock. Erst nach einem grundlegenden Systemausfall des Vault 111 taut meinen Charakter auf. Er muss schnell feststellen das 210 Jahre (Man befindet sich dann im Jahre 2287) vergangen sind und er der einzige überlebende im Vault 111 ist. Bereits hier sammle ich die ersten Objekte auf und kämpfe gegen übergroße Küchenschaben. Für alle Bewegungen gibt es eine kurze grafische Einführung. An diversen Terminals kann ich mir dann Log-Datein ansehen, die die Umstände etwas beschreiben. An diesen Terminals können allgemein zum Beispiel auch Holo-Bänder, welche ich auf meinen Streifzügen finden kann, abspielen. Ebenfalls dürfen sich auch wieder Hobby-Hacker daran machen, die Sicherheitssysteme verschiedener Terminals zu knacken. Doch warum sollte man das tun? Nicht selten bleiben Türen und Gitter verschlossen, sobald ich nicht das notwendige Passwort finde. Bei einem Erfolg kann ich zusätzlich Roboter oder Kampfrüstungen freischalten. Allerdings muss ich bei den eigenständigen Robotern um Vorsicht bitten, denn ein Systemdefekt oder ein verkehrter Befehl über das Terminal sorgt schnell dafür, das man einen Feind mehr hat. Ziemlich am Ende der ersten Schritte finde ich dann den Pip-Boy, der bekannte Armcomputer. Hiermit sehe ich auch endlich meine kompletten Daten, die Umgebungskarte, als auch das, was ich mit mir trage.


Viele Gefahren in einer neuen Welt
Nachdem mein Charakter aus dem Vault 111 fliehen konnte, geht es direkt in seine alte Heimat und seinem alten Haus. Dort finde ich den Hausroboter, welcher mich gleich begrüßt. Auch Fallout 4 baut wieder darauf auf, das man sich wieder durch Dialoge Freunde oder auch Feinde machen kann. Dabei sind die Antworten immer festen Aussagen zugeteilt. Zustimmend, Ablehnend, Egal-Einstellung oder feindlich gesinnt. Je nach dem wie ich meinem Gegenüber entgegentrete, verändert sich mein Verhältnis zu den unzähligen Leuten, welche ich begegne. Ob ein Dialog erfolgreich geführt wird, hängt dann zusätzlich auch von den eigenen Attributen ab. Charisma und Glück können unter anderem für einen gewissen Erfolg sorgen. Leider haben gerade bei den entschiedenen Quests die Aussagen nicht immer soviel Gewicht, wie man es vermuten würde. Das ging beim Vorgänger schon besser. Wer Fallout New Vegas bereits sein eigen nennen kann, der wird wissen, das die Attribute auf fast alles Einfluss haben können. Nicht zuletzt können auch einzelne Fähigkeiten (Talente) gefördert werden. Durch erfolgreiche Quests und Kämpfe bekomme ich natürlich auch wieder Erfahrungspunkte, verbunden mit Aufstiege des Charakterlevels. Diese bescheren mir dann immer wieder einen Attributpunkt, den ich dann im Vault-Tec meiner bekannten sieben Attribute oder neuen Fähigkeiten zukommen lassen kann. Die Fähigkeiten werden in der Vault-Tec Grafik unter den Grundattributen aufgeführt und ermöglichen es mir viele verschiedene Fertigkeiten anzueignen. Zu beginn ist das ganze eigentlich einerlei, doch nach den ersten Spielstunden stellte ich fest, auf welchen Fokus ich meine Verteilung legen muss, um meine persönlichen Ziele zu erreichen.


Diese können bei Fallout durchaus unterschiedlich ausfallen. Das Grundziel ist natürlich die Suche nach dem entführten Sohn. Doch bereits in der ersten "etwas belebten" Stadt lerne ich Leute kennen, die meine Hilfe brauchen. Je nach dem wie weit ich mich auf diese einlasse, gibt es immer mehr Aufgaben und Ziele. Im späteren Abschnitt beschreibe ich noch die Modifikationsmöglichkeiten, sowie das Craften und erstellen von neuen Siedlungen. Von den Fähigkeiten nun aber zur eigentlichen Umwelt. Durchaus werde ich nicht immer auf freundliche Leute oder harmlose Wesen treffen. Mit eine der größten Gefahren sind die Raiders. Wilde Räuber die alles und jeden Angreifen und dessen Hab und Gut klauen. Sie unterjochen und terrorisieren fast das gesamte Commonwealth. Zusätzlichen machen Ghule und andere Wesen die Welt von Fallout 4 extrem gefährlich. So werden Wanderschaften durchs Land und die Besichtigung verlassener Anlagen nie besonders langweilig. Übrigens war mir beim Test aufgefallen, das feindliche Wesen und Raider nach einer gewissen Zeit in abgeschlossenen Gebieten erneut auftauchen können. Fabrikanlagen, verlassene Ortschaften oder Gebäude sind, solange ich keine Werkbank finde, nie ganz sicher. Sicher konnte ich auch nicht vor den verschiedenen Wetterkapriolen sein. Mal gab es Regen, Sonne, Bewölkung, Nebel, Gewitter und auch Strahlungsgewitter. Letztere sorgen bei Blitzeinschlägen immer für leichte Strahlungsabgabe. Ich muss ehrlich sagen, das dass ganze in Kombination mit der Tag/Nach Zirkulation und der passenden Soundeffekte eine tiefe, sowie düstere Atmosphäre generiert. Vor allem die Strahlungsgewitter sind extrem unheimlich, nicht zuletzt durch die sehr gruselige Soundkulisse.


Erledige Gegner auf verschiedene Arten
Entlang der vielen Plätze im Reich des Commonwealth (So nennt sich die komplette Spielwelt.) finde ich immer wieder Skelette und Überbleibsel der vergangenen Zivilisationen. Das töten von feindlich gesinnten Wesen oder Menschen ist bei Fallout 4 so sicher, wie das Amen in der Kirche. Deshalb gestaltet sich eine optimale Verteilung der Attributpunkte als sehr wichtig. Damit ich wirklich alles im Blick habe, hilft mir der Pip-Boy. (Der digitale Armcomputer.) Für Fans von Fallout schreibe ich hier nichts neues, denn der Pip-Boy kann genau das, was seine Vorgänger auch konnten. Neben meinen Attributen und den erlernbaren Fähigkeiten zeigt mir das Gerät meine aktuellen Aufgaben, mein Inventar (Samt Schrott, Ausrüstung, Hilfsmittel, besonderen Objekten und
Waffen), diverse Statistiken, aktive Radiosender in der Umgebung, abspielen von Holo-Bändern und Videospielen (Kleine Minispiele.), sowie die komplette Karte über das Commonwealth. (Zu beginn ist die Karte allerdings leer. Doch mit dem durchstreifen des Landes und finden neuer Orte wird die Karte immer weiter ergänzt. Bereits besuchte Orte können mit der Schnellreise auch über nur einen Klick bereist werden.)
Im Grunde ist der Pip-Boy das wichtigste Gerät, natürlich neben Waffen, um in dieser feindlichen Umgebung zu überleben.

Theoretisch gibt es bei Fallout nur fünf Parameter auf die ich achten muss. Lebensenergie, Ausdauer, Ladung meines Inventars, Strahlung und beim schleichen auch die Auffälligkeit. Habe ich einen Vault-Tec Panzeranzug, so muss hier zusätzlich auf die Energie der Fusionskerne und die Panzerung achten. Netter weise haben die Entwickler für diese Panzeranzüge in vielen Städten spezielle Werkstätten platziert. (Je nach Fähigkeiten kann ich später auch eigene Werkbänke für den Panzeranzug, Laborstationen, Kochstellen, Rüstungen- und Waffen anfertigen.) Bleibe ich gleich beim Panzeranzug, denn dieser hält nicht nur gut was aus, nein ich kann sogar noch mehr Dinge tragen und Strahlung widerstehen. Allerdings kommt man in den ersten Spielstunden recht gut ohne diesen Anzug aus. Dank verschiedener Zutaten und einer Laborstation oder Kochstelle besteht immer die Möglichkeit für eine bestimmte Zeit Schadens- und Strahlungsresistenzen herzustellen und dann mit der Aufnahme zu aktivieren. (Anmerkung: Fusionskerne sind nicht einfach zu finden, gerade in den ersten Spielstunden. Daher sollte man damit sehr gut haushalten.) Komme ich aber zum eigentlichen Kampf. Natürlich kann ich ganz normal mit Schlagwaffen, Pistolen, Gewehren und Maschinenpistolen bis hin zur Mini-Gun wahllos durch die Gegend ballern und in Echtzeit die Gegner auslöschen.


Doch die Fallout-Reihe ist für eine besondere Funktion bekannt und die nennt sich V.A.T.S. und ermöglicht es mir in Zeitlupe Trefferzonen auszuwählen und diese automatisch angreifen zu lassen. Damit das V.A.T.S. überhaupt funktioniert, benötige ich allerdings Ausdauer, denn unbegrenzt ist das Zielsystem für kritische Treffer nicht. Eine ordentliche Anzahl an Attributpunkten auf Wahrnehmung und Ausdauer können mir mehr Zeit und eine erhöhte Treffsicherheit bringen. Beim anvisieren zeigt mir das Spiel an, zu wie viel Prozent ein kritischer (aktuell) Treffer möglich ist. Dies ist Abhängig von den Attributen und der Entfernung. Durchaus ist das V.A.T.S. sehr nützlich und kann in heiklen Situationen überaus hilfreich sein. Die nächste Art der Kriegsführung ist der Kampf aus dem Hinterhalt. Bestimme ich die Fähigkeiten auf Schleichen und stampfe nicht unbedingt laut durch die Gegend, besteht immer die Möglichkeit Gegner aus dem Hinterhalt mit einem 2fachen Bonus auszuschalten. Für gewöhnlich sorgt somit der Kill aus dem Hinterhalt für einen One-Shot Kill. Das gilt natürlich auch für das lautlose töten, nachdem ich mich heran schlich und mit einer Schlagwaffe zu schlug. Zum Schluss gibt es dann noch diverse Hilfen durch weitere Personen. In erster Linie hilft mir mein neuer Begleiter Dogmeat, ein süßer Schäferhund der durchaus was gegen Feinde hat und mir Gegenstände apportieren kann. Natürlich kann Dogmeat auch Gegner erspähen und Gegenstände suchen. Das KI-Verhalten des Hundes ist manchmal etwas ungestüm, auch wenn ich ihn jederzeit Befehligen kann. Durchaus eine sinnvolle Erweiterung, aber manchmal doch recht nervig. Nachdem ich die "Minuteman" halbwegs wieder aufgebaut hatte, konnte ich auch diese Bürgerwehr bei Problemen zur Hilfe rufen. Außerdem bieten sich durchaus auch andere Charaktere (als Beispiel auch mein Hausroboter.) sich als Begleithilfe an. Alle meine Begleiter können natürlich auch getötet werden. Ein Glück das ich diese ebenfalls schnell mit einem entsprechenden Hilfsmittel behandeln kann. Ein letzter Punkt in diesem Bereich ist die tolle Menüführung der favorisierten Waffen im Spiel. So kann ich über den Pip-Boy meine Lieblingswaffen und Hilfsmittel auf die Steuerkreuztasten des Pads legen. Bis zu drei Slots in jeder Richtung warten auf eine Belegung. Super bequem und auch super hilfreich.


Baue das Commonwealth neu auf und nutze die Werkbänke
Die Reise durch das Commonwealth, das erledigen von Quests und die Wegfindung der eigentlichen Grundgeschichte ist bei Fallout 4 nun durch den Aufbau verschiedener Dörfer, Städte oder auch einzelnen Farmen erweitert wurden. Das man bei Fallout generell fast alles verwerten oder verkaufen kann sollte jedem Spieler klar sein. Doch bisher war es meistens so, das man schier unnütze Sachen wie Kaffeebecher oder Telefone einfach so liegen lies. In Fallout 4 wird solch eine Nachlässigkeit bestraft, denn beim Bau von neuen Siedlungen ist wirklich jedes Recycelte Teil wichtig. Mit dem Baumenü werde ich das erste mal in Sanctuary konfrontiert, das Dorf in dem mein Charakter einmal gewohnt hat. Um solche Gegenden überhaupt bearbeiten und erweitern zu können benötigt es eine normale Werkbank. Ist diese im Ort vorhanden, so kann ich auch durch das Touchpad des PS4 Controllers dieses Baumenü aufrufen. Entlang eines abgesteckten Gebietes ist es mir nun möglich fast alle Überreste der Vorzeit zu verwerten und für neue Bauprojekte zu verwenden. Bethesda Softworks haben hier wahrlich eine ganz geniale Sache entwickelt. Ich kann alte vorhandene Häuser mit neuen Dächern ausstatten, komplett eigene Häuser bauen, Betten herstellen und muss zudem für die Grundversorgung sorgen. Betten, Essen, Wasser, Schutz und Energie sind die wichtigsten Parameter für eine gesunde Stadt. Eine spezielle Anzeige im Baumenü zeigt mir die Parameter für Essen, Wasser, Energie, Leute (Anzahl der vorhandenen Personen.), Schutz und Moral, sowie die Größe des Ortes an. Befindet sich alles im grünen Bereich, so könnte dieser Ort gut wachsen. Einen richtigen Bewohner-Schub bekommt das ganze übrigens dann, wenn eine Funkantenne steht und ein Signal gesendet wird. Interessanterweise beeinflusst das auch die Moderation der beiden einzigen Radiostationen im Land. Bauen kann ich über die Werkbank eigentlich fast alles. Mauern, Türen, Gebäude aus Holz oder Metall, elektrische Geräte, Verteidigungseinrichtungen, Dekoration und vieles mehr, vorausgesetzt ich habe die Fähigkeiten und Materialien dafür.


Gerade bei elektrischen Geräten hatte ich zumeist das Problem, das mein Kupfervorrat nicht ausreichte. Somit war gezwungen auf weitere Abenteuerreisen zu gehen. (Übrigens müssen auch Stromleitungen vom Generator zu den einzelnen Verbrauchern gelegt werden. Das kostet wiederum viel Kupfer.) Steht die erste Stadt mit guten Werten, kann ich alternativ noch weitere Städte wieder aufbauen oder anderen Leuten mit ihren Bauernhäusern helfen. Einziges Negativ an dieser Stelle ist, das der Titel teilweise nicht alles erklärt oder viel zu spät damit herausrückt. Über das Baumenü der Werkbank kann ich außerdem den einzelnen Personen im Ort aufgaben zuteilen. Einfach die Person anklicken und dann die gewünschte Position markieren. Via Pip-Boy kann ich übrigens die Parameter jedes "gesicherten Ortes" ebenfalls betrachten und auch überwachen. Stehen die ersten Städte, so können auch einzelne Handelsrouten angelegt werden. Die angegeben Orte können dann ihre Versorgungsgüter von alleine austauschen. Ich muss ehrlich sagen, das die Entwickler den Umfang von Fallout 4 auf ein ganz neues Level gebracht haben und ich durchweg begeistert war. Übrigens können die gesammelten Rohstoffe und Materialien, welche ich in einem Ort verwertet habe, nicht für andere Orte verwendet werden. Das bedeutet die Baumaterialien werden in erster Linie in die vorhandene Werkbank des Ortes abgelegt. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, das die Orte nicht immer ganz sicher sind. Denn erreichen die Ort erst einmal einen gewissen Stand (Auch von der Bekanntheit her.), so werden diese öfter mal angegriffen. Automatische Geschütze regeln das ganze für gewöhnlich sehr gut alleine.


Verbessere mit den anderen Werkbänken deine Waffen
Baumaterialien ist das richtige Thema, denn wie bei den Vorgängern auch durfte ich auch meine Waffen und Rüstungsgegenstände modifizieren. Ähnlich wie bei dem craften für die Siedlungen, darf ich meine Waffen und Ausrüstungen (Dank spezieller Werkbänke) modifizieren oder zerlegen. Die Grundfähigkeiten reichen für gewöhnlich locker aus, um seine Waffen auf ein hohes Level zu bringen. Die kräftigsten Veränderungen kann man aber natürlich nur durch spezielle Fähigkeiten im Talentbaum erreichen. (Übrigens: Waffenfreak und Wissenschaft bringen gute Verbesserungen mit sich.) Doch auch hier benötige ich Teile, die ich ebenfalls finde oder aus anderen Waffen verwenden kann. Bei all dem Baukram musste ich jedoch auch aufpassen meine Baumaterialien nicht mit den für die Waffen zu verwenden. (Beispiel das Klebeband. Als solches für Waffenumbau notwendig. Beim zerlegen ergibt dieses Klebeband aber Klebstoff, was ich wiederum als Baumaterial verwenden kann.) Natürlich könnte ich auch hier in die Tiefe gehen, doch ich würde mit der Review nie ein Ende finden. Abseits der eigenen Modifikation besteht natürlich immer die Möglichkeit mit verschiedenen Materialien, Waffen und Ausrüstungsgegenständen zu handeln. Vorausgesetzt man findet überhaupt einen Händler, denn diese traf ich relativ selten. Handeln, verwerten, bauen und modifizieren wird nun in Fallout 4 noch größer geschrieben als es bei Fallout New Vegas der Fall war.


Ein bombastisches Erlebnis
Fallout 4 übertraf bei weiten dem, womit ich eigentlich gerechnet hatte. Vor allem die Grafik und der Sound sind den Entwicklern sehr gut gelungen. Leider leidet der Titel auf der Playstation 4 etwas an Bildrateneinbrüchen bei zu vielen Details. Trotzdem ist die Szenerie so wie man es von einem Fallout-Titel erwartet, durchgängig gut. Der Titel verfügt über die ständige Möglichkeit zu Speichern (Außer im Kampf versteht sich.) und besitzt mehrere Schwierigkeitsgrade. Somit ist Fallout 4 nicht nur ein Titel für Veteranen, sondern kann auch den Anfängern anvertraut werden. Aufgrund der vielen Nebenquests und der unzähligen Möglichkeiten Freunde und Feinde zu finden, tritt leider die Grundgeschichte (Die Suche nach dem Sohn meines Charakters.) etwas in den Hintergrund. Allerdings muss ich dazu erwähnen, das es am Spieler selbst liegt, wie er alles Handhaben will. Da die Entscheidungsfreiheit am Ende beim Spieler liegt, schreibt jeder seine eigene kleine Geschichte. Das Gameplay hat sich im Grunde so gut wie nicht geändert. Dennoch gibt einzelne Verbesserungen die diesen Titel komplettieren. Die Steuerung wurde ebenfalls etwas vereinfacht und ermöglicht, dank der Favoriten, ein noch schnelles Zugreifen von Waffen und Hilfsmitteln. Es fiel mir wirklich schwer bei diesem Titel etwas negatives zu finden. Außer ein paar kleineren Grafikproblemen beim Baumenü, Frame-Einbrüche durch zu viele Details und umständliche oder fehlende Erklärungen sind die einzig großen negativen Punkte, welche ich dem Titel anlasten kann. Achja... Fallout 4 besitzt KEINEN Mehrspieler. Doch in Anbetracht der Geschichte und des enormen Umfangs geht dies aber locker durch. Am Ende des Artikels gehe ich auf ein sehr nützliches Tool ein, welches man in Kombination mit dem eigenen Smartphone und der Fallout 4 Pip-Boy App nutzen kann. Zwar wurde diese App eigentlich für die Pip-Boy Edition erstellt (Worin ja auch eine 1:1 Nachbildung des Geräts enthalten ist und man sein Smartphone hinein packen kann.), aber auch ohne das 1:1 Gerät kann man diese App wunderbar nutzen. Doch was ist so gut an dieser App? Mit ihr kann ich, nach einem Verbindungsaufbau zum PC oder Konsole, alle Funktionen vom Pip-Boy nutzen (wie im Spiel auch) und das in Echtzeit. Allerdings müssen sich das Smartphone und die jeweilige Konsole (oder auch Computer) im selben Netzwerk befinden um erkannt zu werden. Mit dieser App umgehe ich das ständige aufrufen des virtuellen Pip-Boy. In meinen Augen wohl eines der besten Companion Apps für ein Spiel was ich bisher gesehen habe.

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