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PC Reviews - Hunting SimulatorDie lustige Jagd ist eröffnet

Hunting Simulator - Die lustige Jagd ist eröffnet
21.07.17 22:07 Autor: sebastian.k Dieser Titel soll einiges mehr bieten, als die Konkurrenz. Die Frage ist nun.... Tut es das auch?! Wir hatten den neusten Simulator im Test.
Fazit & Wertung
Neopica brachten ihren neusten Titel Hunting Simulator recht überraschend auf den Videospiele Markt. Ich meine das im Sinne, das man diesen Titel lediglich im Frühjahr mit einem Trailer angekündigt und nun rasch veröffentlicht hatte. Ebenfalls in diesem Jahr feierte ja bereits eine andere "Hunter" Simulation ihren Release und scheiterte an der Fehlerfreiheit. Dieses Spiel zeigte wieder einmal, das eine überragende Grafik nicht alles ist. Die ersten Screenshots und Meinungen innerhalb der Steam-Community brachte bereits vor den ersten Spielstunden des Hunting Simulator eine gewisse Ernüchterung. Doch trotzdem ging ich mit einer gewissen Vorfreude und Euphorie in den langen Test des Titels. In dieser Review beleuchte ich alle deine spielerischen Möglichkeiten und vor allem was Hunting Simulator, trotz schlechten Reviews bei Steam, dennoch etwas besonders macht. (Vergleiche zur Konkurrenz werde ich mir eventuell nicht verkneifen können.)

Überraschung, Überraschung – Viele Locations mit eigener Vegetation und Tiervielfalt

Was erwartet man eigentlich als Fan von Simulationsspielen mit einem gewissen Anspruch? Bei mir ist es meistens so, das vor allem die Steuerung, das Gameplay und der Umfang stimmen müssen. Sicher... der eine oder andere erwartet nun bestimmt eine Grafik, wie sie bei der Konkurrenz zu finden ist, doch dafür muss man auch bei dem genannten Titel gewisse Abstriche machen. Es sei mir verziehen, das ich im laufenden Text des öfteren einen gewissen Vergleich mit anderen "gleichen" Simulationen ziehe. (Vor allem dem, der in diesem Jahr erschien) Dabei bin ich der Meinung, das man nur so die Stärken und Schwächen solcher Spiele optimal aufzeigen kann. Was mich bei Hunting Simulator direkt im Hauptmenü überraschte, war die strickte Unterteilung von Spielmodi.

Der Titel kommt mit einem Mehrspieler, eine Kampagne und auch ein Freies Jagen daher. Sicherlich kannst du dir nun auch denken, das man beim Hunting Simulator nicht unbedingt damit rechnen kann, eine extrem große Spielwelt zu bereisen, wie bei der Konkurrenz von Avalanche Studios und astragon Entertainment GmbH. Dieses Jagdspiel bietet mir viel lieber ein recht großes, aber abgegrenztes, Areal mit einer Vielzahl an Tieren. Bei den Kampagnen werden diese großen Areale sogar noch einmal etwas verkleinert. Warum die Entwickler sich dafür entschieden haben ist mir ein Rätsel, allerdings vereinfacht das die Jagd nicht sonderlich. Warum? Abhängig von der Spielschwierigkeit, welche ich von Leicht über Normal bis hin zu Schwer auswählen kann, machen es einem natürlich die nett gestalteten Umgebungen, Wetterverhältnisse und auch die Tageszeit nie wirklich einfach eine bestimmte Tierart zu jagen. (Mehr folgt gleich in einem separaten Abschnitt zusammen mit der Beschreibung der Ballistik des Projektils)

Wie du auf den Screenshots sehen kannst, haben Neopica dafür gesorgt, das mir als Spieler eine Vielzahl an Orten rund um den Erdball für das Jagen zur Verfügung steht. Egal ob in der Wüste, in den Alpen, in der Arktis oder sogar in den schottischen Highlands beim legendären See Loch-Ness. Doch bereits an dieser Stelle wird es etwas kurios, jedenfalls für die Spieler, die noch keine 10 Spielstunden absolviert haben. So bietet die Kampagne mehr Orte als im Mehrspieler. Den Grund dafür fand ich erst etwas später heraus. Der Hunting Simulator bietet insgesamt 37 verschiedene Tierarten zum Jagen an. Neben den realen Einstufungen von Tiergrößen (Klein-, Mittel- und Großwild) gibt es auch noch Vögel zu jagen. Und genau hier kommt die etwas größere Anzahl an Orten innerhalb der Kampagne zum Tragen. Enten und Gänse werden nämlich auf speziellen Karten gejagt, wie zum Beispiel am schottischen See Loch-Ness.

Leider bieten diese Karten kaum richtig Bewegungsfreiheit. Viel mehr warte ich an einem kleinen Abschnitt bis ein Schwarm Gänse oder Enten vorbei fliegt oder in Reichweite meiner Schrotflinte kommt. Teilweise kam ich mir vor, wie bei einer Schießbude an der Kirmes. In regelmäßigen Abständen kommen die Tiere angeflogen. Schieße ich zu früh, so drehen sie um. Doch lange muss ich nicht auf weiteres Kanonenfutter warten, denn keine 10 Sekunden später fliegt der nächste Schwarm heran. Mit Lockpfeifen, für jede Art gibt es zwei Stück, kann ich sogar das Flugverhalten dieser etwas beeinflussen. Bei einer Pfeife gebe ich ein Laut, der zum Beispiel die Tiere veranlasst zu landen. Mit der anderen Pfeife animiere ich die Tiere dazu, über mich hinweg zu fliegen. Trotz des guten Gameplays störte mich, das ich nur in einem engen Bereich am See verweilen kann und die Tiere in unterschiedlichen Abständen heran folgen.

Die Ziele fielen übrigens genauso einfach aus. Beanspruche 20 Krickenten oder 10 Gänse.... Das bedeutet dann auch, das dass Spiel nur diese eine Art in die Spielwelt schickt. (Also es werden nur die Tierarten in die entsprechende Welt gespawnt, die auch angegeben werden.) Die Entwickler hätten sich bei diesem "Modus/Karten" etwas mehr mühe geben können. Ganz anders sieht das bei den normalen Jagdkarten aus. Hier erwarten einen eine wirklich ordentliche Anzahl an Tieren, abhängig natürlich von der Region selbst. Eine erste Übersicht, was mich an Tieren in der Region erwartet, bietet mir dabei die Missionsübersicht. An dieser Stelle wird sowohl das Wetter, die vorhanden Tiere, die explizieren Ziele als auch die Sekundärziele aufgezeigt. Ergänzt wird das ganze mit einem kurzen Beschreibungstext und einer Bestenliste. Letztere zeigt mir die Highscore aller (Online-)Jäger, meiner Freunde oder nur meine eigenen Punkte an. Diese Bestenliste ist auch ein toller Anreiz sich nicht mit jedem Ziel zufrieden zu geben, jedes Sekundärziel zu erfüllen und auch die Blitzmissionen wahrzunehmen.

Blitzmissionen sind kleine Nebenquests die während meiner Jagd auftauchen. Fast genauso als würde einem im Supermarkt einfallen, noch schnell Milch zu kaufen, auch wenn es nicht auf dem Einkaufszettel steht. Auch diese Missionen geben Punkte. Alle Jagdmissionen (insgesamt bietet der Titel 111 Missionen) unterliegen einer festen Jagdzeit die von den Entwicklern festgelegt wurden. Das betrifft auch die Tageszeit und das Wetter selbst. Meistens habe ich nur fünf bis acht Stunden Zeit, eine gewisse Tierart abzuschießen. Achja... die Missionsziele variieren natürlich immer wieder zwischen Aufgaben wie: Beanspruche einen Wolfen, Beanspruche drei Elche... naja... es sind halt typische und dennoch simple Jagd-Aufgaben. Doch zurück zu den Regionen, denn ich sprach von einer netten Vegetation und einer großen Vielfalt an Orten. Neopica haben sich wirklich mühe gemacht die verschiedenen Regionen/Orte/Locations so gut wie möglich nach zu empfinden. Schade das man trotz der verwendeten Unreal Engine nicht viel mehr aus der Grafik gemacht hat. Ja es gibt viele Blumen, es gibt Wiesen und auch sehr gut detaillierte Tiere. (Diese besitzen übrigens noch eine Zusatzoption damit noch schärfere Felltexturen eingeblendet werden können.) Ein Plus bekommt der Titel durchaus für die tollen Effekte, die tolle und detaillierte Darstellung aller Tiere (ja selbst die Schmetterlinge, Fische und Libellen sehen super aus.) und die gut nachempfundenen und designten Orte. Allerdings fehlt dem Titel bei den anderen grafischen Dingen etwas mehr Leben und die entsprechenden Details. In der Ferne reduziert der Titel automatisch die Details, sowie auch die Anzahl der Objekte.

Manchmal reduziert das Spiel die Details in der Ferne so gravierend runter, das die Karte über Weiten recht leer aussieht. Erst auf 200 Meter nehmen die Details wieder zu. (Das passiert auch trotz der angegeben vollen Sichtweite unter Optionen) Die Tiere kann man manchmal auch von viel weiter her sehen und dank der reduzierten Details sogar beachtlich gut identifizieren. Zusätzlich laste ich dem Spiel eine mangelnde Vielfalt an (teils matschigen) Texturen und teilweise grobe Animationen bei allen Lebewesen an. Gerade bei den Vögeln und ihren Fluganimationen haben sich die Entwickler einiges gespart. Übrigens können auch auf der normalen Jagd bei Wildtieren, Vögel wie Fasane oder Truthähne gejagt werden. Die von mir aufgezählten Negative sind letztendlich auch die Punkte, die dem Titel grafisch etwas das Genick brechen. Mit der Konkurrenz kann der Titel in diesem Punkt garantiert nicht mithalten. Achja... in allen Regionen vom Hunting Simulator gibt es auch keine besonderen Orte oder Plätze zu erkunden. Das zwingt den Spieler letztendlich dazu, sich eigentlich fast stumpf auf die Jagd nach den geforderten Tieren zu machen.
Einfach bleibt einfach Einfach

Ich habe nun bereits einiges über die Orte und deren Bestückung geschrieben, doch auf andere Elemente des Spiels bin ich bisher natürlich noch nicht eingegangen. Da wäre zum Beispiel das große Waffen- und Ausrüstungsarsenal des Spiels. Von verschiedenen Gewehren bis hin zu vier Flinten, einem Bogen und einiges an Hilfsmitteln bietet Hunting Simulator die wichtigsten Utensilien für eine erfolgreiche Jagd. Besonders gut finde ich, das die Entwickler die Waffen den drei Größen der Wildtiere zugeordnet haben. Die entsprechenden Icons leuchten dann bei der Auswahl auf. Man sollte bei diesem Spiel durchaus darauf achten, welche Waffen mitgeschleppt werden. Im Gegensatz zur Konkurrenz gibt es zwei feste Waffenslots, vier für Hilfsmittel und eines für die Optik. (Zum Beispiel für Nachtsichtgerät, Drohne oder auch diverse Entfernungsmesser und Ferngläser) Die Vergrößerung der Zielfernrohre besitzen ebenfalls eigene Slots.

Ich lehne mich einmal aus dem Fenster und würde sagen, das die gesamte Menüführung des Spiels extrem einfach und unkompliziert gestaltet wurde. Wer nun denkt: „Ja gut... ich habe ein falsches Kaliber mitgenommen, kann aber trotzdem noch weiter Tiere abschießen.“ der wird spätestens beim Versuch die Kadaver einzusammeln scheitern. Das Spiel lehnt sich gerade bei dem Punkt "Regeln" sehr weit aus dem Fenster. (Mehr als die Konkurrenz.) Zum Beispiel werden nicht aufgesammelte Kadaver von Tieren mit 150 Punkten Strafe geahndet. Getötete Tiere mit falschen Kaliber können sogar erst gar nicht aufgesammelt werden. (Wer bei Steam die Kritiken mit „Unsterbliche Hasen“ zu hauf ließt, der sollte bedenken, das dies auch auf ein falsches Kaliber zurückzuführen ist.) Die meisten Punkte sammelte ich übrigens bei schweren und großen Tieren, sowie einen Treffer direkt ins Gehirn, Herz oder Lunge. Das Spiel wertet dabei ein Herztreffer höher als beim Gehirn. Treffer in den Magen geben übrigens 100 Punkte abzug. Da ich gerade schon bei den Regeln bin, hier nun die Unterschiede zwischen den drei Schwierigkeitsgraden.

Diese legen lediglich die HUD, die Munitionsmenge, die Menge an Tieren und Fährten dieser fest. Je schwieriger, desto weniger Hilfen, Tiere und Munition hat man in den Missionen. Die Ballistik selbst wird durch die Schwierigkeitsgraden nicht beeinträchtigt. Als weitere kleine Hilfe kann ich noch kleine Tipps während des Spielens anzeigen lassen. Diese eigenen sich ideal für Einsteiger. Und auch genau für die gibt es unter Extras sogar eine eigene Einführung, sowie einen Schießstand-Modus. Beide Modi bieten einen tollen Einstieg ins Spiel. Simulationen und HUD sind natürlich immer so eine Sache – mal stören sie und mal wieder nicht. Interessant finde ich, das die Entwickler sowohl den richtigen Mix zwischen der Anzeigemenge und Hilfen (Abhängig von den Schwierigkeitsgraden) als auch sehr gelungene Anzeigen selbst programmiert haben. Ein gutes Beispiel für eine wirklich tolle Anzeige ist die für die Auffälligkeit. Ein Tier kann mich im Grunde auf drei Arten wahrnehmen: Mit den Augen, dem Gehör und durch den Geruch. Wie es sich für eine anständige Simulation gehört, besitzt jedes Tier seine "teils bekannten" Eigenschaften, die ich als virtueller Jäger auch kennen sollte. (… um eventuell mit Hilfsmitteln eine Witterung von mir zu verringern oder zu unterbinden.) Natürlich spielt auch das Wetter und die Windrichtung da eine Rolle.

Tiere die ich bereits mit dem Zielfernrohr oder mit dem Feldstecher entdeckt habe, werden dann markiert und für eine kurze Zeit mit einer HUD versehen. (Bei der Einstellung Schwer fällt dies natürlich komplett weg.) Diese HUD zeigt mir dann genau an, wie stark mich das anvisierte Tier mit welchen Sinnen, wahrnimmt. Aber auch nicht anvisierte Tiere werden durch eine Kreis-HUD angezeigt, sofern ich langsam von ihnen Wahrgenommen werde. In den Screenshots siehst du diese Markierung als weiße Kreisansätze. Nach vielen Spielstunden ist mir diese HUD sehr ans Herz gewachsen und gefiel mir deutlich besser, als bei der Konkurrenz. Generell erweckte der Titel den Eindruck viele komplexe Abläufe, Missionen und Elemente stark zu vereinfachen. Dies kann und wird auch nur eine bestimmte Anzahl an Spieler gefallen. Für die, die immer noch auf eine wahrlich perfekte Simulation warten, wird es wohl immer noch nicht die Erfüllung sein, auch wenn der Titel sich an vielen Stellen als solches zu Präsentieren weiß. Zum Schluss dieses Absatzes noch ein kleiner Hinweis am Rande: Jeder Spieler kann unter Optionen – Gameplay sogar aus sechs verschiedenen Charakteren wählen. Individuelles ankleiden oder ein XP-System gibt es jedoch trotzdem nicht.

Flugbahnkrümmung der Kugel und der feste Freischaltwahn

Ich habe sie bereits oben erwähnt, bin aber nicht direkt auf sie eingegangen. Die Rede ist dabei von der Ballistik, also die Flugbahn der Kugeln, als auch den Freischaltwahn des Spiels. Trotz das sich das Spiel als recht einfach und oberflächlich präsentiert, so bietet es einem eine überzeugende Ballistik der Kugel. Je weiter das Tier entfernt ist, um so höher musst du zielen. Außerdem besitzen alle Waffen ihre eigenen effektiven Schussweiten. Sehr positiv nahm ich auch auf, das die Veränderung des Schwierigkeitsgrades keine Auswirkungen auf die Kugelphysik hat. Wahrlich ist dieses Feature mit eines der besseren Dinge an diesem Titel. Einen zusätzlich positiven Eindruck macht bei diesem Spiel auch die Kugelverfolgung bei kritischen Treffern. DA erinnert man sich immer gerne an Shooter Spiele die ebenfalls diese besondere Trefferansicht bieten. Wer so etwas nicht mag, der kann das in den Optionen auch abschalten.

Gelobt habe ich bereits auch die große Anzahl an verschiedenen Waffen, Ausrüstungsgegenständen und Regionen die der Hunting Simulator bietet. Allerdings hat das Ganze auch eine Schattenseite, denn die Entwickler haben sich dazu entschieden gehabt, alles durch ein Freischalt-Feature zu beschränken. Die Beschränkung gilt lediglich für die Kampagne und die Freie Jagd. Durch das absolvieren immer weiterer Missionen innerhalb der Kampagne werden auch Regionen, Waffen und Ausrüstungen freigeschaltet. Dabei solltest du jedoch nicht erwarten, das sich bei jeder Mission etwas freischaltet. Neopica orientieren sich dabei an sogenannte "Schlüssel-Missionen" oder der Anzahl der abgeschlossenen Aufgaben. Sicherlich wird dieses Freischalt-Feature nicht jedem Spieler zusagen, weshalb ich es auch hier separat erwähne! Im Mehrspieler spielt das übrigens keine Rolle, denn da ist alles freigeschaltet und auswählbar.
Vögel bringen keinen Segen – Teilweise kurioses Verhalten der Tiere

Kugelverfolgung, Tropfen auf dem Gewehr... grafisch kann der Titel ja wirklich bei den Effekten punkten und auch die Details der Tiere, wissen zu überzeugen. Doch mit einem extrem realen Verhalten solltest du allerdings nicht rechnen. Das kurioseste was ich in diesem Spiel immer wieder erleben musste ist die Tatsache, das die Tiere nach meinen Schüssen, bereits nach gut drei bis fünf Minuten wieder im gleichen Gebiet sind. Bei der Konkurrenz bleiben die Tiere eine längere Zeit dem Jagdgebiet fern. Das gilt auch für Fasane und Truthähne, welche übrigens sehr lustig aussehen wenn sie davon fliegen. Wer sehr gut ist, kann sogar aus der Ferne ihre Flugbahn beobachten oder sie abschießen. Allerdings dürfen keine Bäume oder Berge dazwischen liegen. Während das Spiel bei den Punkten "Verhalten bei Witterung und Sichtung", sehr gut arbeitet, irritierte mich meistens die rasche Rückkehr der Tiere. Es dauerte keine fünf Minuten ehe die Tiere wieder zurück getrottet kamen. Wie einfach die Entwickler es sich bei den Animationen machten, sah ich am besten wenn ich ein Tier verwundet hatte.

Klar kann nicht jeder Treffer das Tier sofort töten, sodass es eventuell noch ein gutes Stück läuft. (Vor allem bei Lungentreffer) Doch es kam auch schon vor, das sie verwundet wurden und mit stark verlangsamten Tempo davon laufen. Sind die Tiere stark verwundet, so schaffte ich es fast immer sie einzuholen und dann den Gnadenstoß zu geben. Dabei betrachtete ich recht häufig die Animation der Tiere und musste feststellen, das die Entwickler hier extrem sparten. Jedes Tier besitzt allen Anschein nach nur eine Animation für eine starke Verwundung. Eine Abwechslung oder gar eine Berücksichtigung der Trefferzone bietet Hunting Simulator leider nicht. Um das Thema Tierverhalten nun endlich abzuschließen sein noch erwähnt, das Tiere, die in Real Life mit Sicherheit einen angreifen würden, bei diesem Spiel alle flüchten. Nehmen wir mal den Braunbären. Ein wirklich interessantes Tier und benötigt bei ein paar dilettanten Schüssen durchaus locker drei Kugeln bis er zu Boden geht. Statt aber aggressiv zu werden, läuft der Teddy einfach weg. Bei der Konkurrenz hat man das anders gelöst, denn da können sich die Tiere auch rächen, beziehungsweise angreifen.

Freie Jagd und der Mehrspieler

Wie bereits erwähnt, halten beide Spielmodi eine kleinere Kartenanzahl bereit, als wie in der Kampagne. Das hat aber nicht wirklich was zu bedeuten, denn auf Enten oder Gänse im Mehrspieler zu schießen ist nun wirklich nicht interessant. Jedenfalls kann ich mich bei beiden Spielmodi nun endlich den großen Arealen, ohne verkleinerte Gebiete, vollkommen frei widmen. Na gut... viel zu erkunden gibt es eigentlich nicht. (Also keine besonderen Bauwerke oder ähnliches.) Die reine Natur und ihre Tiere... Im Rahmen der Freien Jagd kann ich mir eine von meinen frei gespielten Arealen aussuchen und ganz ohne direkte Ziele auf die Jagd gehen. Natürlich kann ich auch bei den Waffen und den Hilfsmitteln nur diese aussuchen, die ich in der Kampagne freigeschaltet habe. Bevor es in die Wildnis geht muss ich nur noch festlegen, wie lange ich dort bleiben will. Das Spiel gibt dabei 12 oder 24 Stunden vor. Nach Ablauf der Zeit, werden die Punkte zusammengezählt und hochgeladen. Eigentlich entsteht hier dann eine Region abhängige Highescore. Übrigens werden auch an dieser Stelle weiterhin die Jagd-Regeln aus der Kampagne angewandt. Da ich mit 20 Kugeln sicherlich keine 24 Stunden auskommen würde, haben die Entwickler auf den verschiedenen Karten Vorratszelte errichtet - an denen ich dann meine Ausrüstung und die Munition auffüllen kann. Ziemlich freizügig geht es nun im Mehrspieler weiter. Hier hat man mir als Spieler die vollkommene Waffen- und Ausrüstungsfreiheit gegeben. Die in der Kampagne und der Freien Jagd verwendeten Sperren werden dort also aufhoben. Jeder teilnehmender Spieler in meiner Sitzung kann dort auf wirklich alle Waffen und Ausrüstungen zugreifen.

Neben einem Spiel beitritt bietet mir das Spiel natürlich auch die Möglichkeit eine eigene Sitzung zu eröffnen. Neben den bekannten Einstellungsmöglichkeiten vom Jagdgebiet zu den Missionen selbst, kann der Host auch bestimmen, ob ein 30 Sekunden Timer genutzt werden soll. Die freie Auswahl dieses Features finde ich in dem Sinne recht gut, als das jeder Spielleiter selbst bestimmen kann, ob man überhaupt mit festen Zeiten arbeiten möchte. Der Rest des Mehrspielers ist einfach erklärt. Je nach angegebenen Ziel müssen alle Teilnehmer der Sitzung zusammen dieses erreichen. Insgesamt kann eine Sitzung mit vier Spielern ausgetragen werden. (Mich mit eingeschlossen.) In der Praxis sah das ganze recht nett aus. Jedoch fallen die extrem einfachen Animationen der Personen da noch stärker auf, als aus der Ego-Perspektive oder eine der beiden Third-Person Ansichten. (Ja diese gibt es bei dem Spiel auch.) Zudem war es für mich recht schwierig lange Partien zu bestreiten, da es nicht unbedingt viele Sitzungen bereitstehen. (Wenn kaum jemand spielt, werden auch keine Sitzungen für ein Kooperativ Match vorhanden sein.) Im Grunde ist der Kooperativ keine schlechte Idee, jedoch fehlt es an Spielern und etwas mehr... naja vielleicht auch besseren Zielen, als die abgegriffenen aus der Kampagne.
Fazit & Wertung

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