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PC Reviews - Landwirtschafts-Simulator 17Bauer trifft Frau - Auf neue Objekte, Tiere und überarbeitetes Gameplay

Landwirtschafts-Simulator 17 - Bauer trifft Frau - Auf neue Objekte, Tiere und überarbeitetes Gameplay
04.12.16 20:42 Autor: sebastian.k Nach zwei Jahren Stillstand erschien nun von Gigant Software die nächste Version der bekannten und gut verkauften Simulation. Wir schauten rein!
Fazit & Wertung
Rund zwei Jahre haben Simulation-Fans auf den Landwirtschafts-Simulator 17 gewartet. (Jedenfalls auf eine neue PC-Version) Auch ich freute mich über den Release, allerdings hatte ich auch so meine bedenken nach dem man mir auf der Gamescom nur Informationen aber keine Bilder lieferte. Um so größer war die Überraschung beim erstmaligen spielen des Titels. Nun nach etwas mehr als einem Monat nach dem Release präsentieren wir dir unseren Test zum Spiel mit allem was du wissen musst. Außerdem gehe ich am Ende noch auf die Frage ein, was den Titel so besonders macht, das dieser seit Wochen das führende Spiel in den PC-Videogames Verkaufscharts ist.

Neue Karte, neue Fahrzeuge und neue Features - Das alles ist neu

Ich habe lange überlegt wie man ein Titel wie den Landwirtschafts-Simulator, welcher über die letzten Jahre gereift ist, neu präsentieren kann. Im Grunde kann ich nicht viel neues Erzählen, außer die neuen Inhalte und Features. Ich beantworte an dieser Stelle gleich erst einmal die wichtigste Frage: Was kann man im Titel alles machen? Wie bereits bei dem Vorgänger geht es darum das Sagen über ein Bauernhof zu übernehmen und mit den entsprechenden Arbeitsgeräten die Felder zu bestellen, zu pflegen und zu ernten. Nicht vergessen den Ertrag zu Lagern und zu verkaufen. Wie bereits bei allen vorherigen Teilen glänzt auch die 17ner Version durch seine authentische Darstellungen des Bauernlebens, samt Fahrzeuge und entsprechenden Geräten. Natürlich darf ich nicht vergessen zu erwähnen, das alle Sachen in diesem Spiel lizenziert sind. Neben den typischen Aufgaben auf dem Acker bietet die 17ner Version auch wieder diverse Tätigkeiten abseits der monotonen Ackerbaus. Darunter fällt auch die Tierzucht, welche um eine Tierart erweitert wurde. Durch verschiedene Maschinen darf ich natürlich auch wieder Gras zu Silage und Stroh zu Heu machen. Diese Sachen könne wiederum an die Biogasanlage oder dem Heulager verkauft werden. Eine weiteres Aufgabenfeld wartet auf dich mit der Forstwirtschaft. Bäume fällen, zurecht schneiden und Abtransporten. Später folgt dann die Neubepflanzung. Wie bereits erwähnt, erzähle ich hier nichts neues, denn das Gameplay, der Umfang und die komplette Präsentation hat sich nur geringfügig verändert. Allerdings sorgen die Überarbeitungen und verschiedene Verbesserungen dafür, das die 17ner Version noch besser ist. Doch was gibt es nun insgesamt zu bestaunen? Im Fokus stehen natürlich die beiden verfügbaren Spielwelten. Neben den bekannten Sosnovka mit osteuropäischen Hauch, gesellt sich nun Goldcrest Valley zum Titel. Diese neue Karte vermittelt den Stil einer nordamerikanischen Umgebung.

Leider haben Giants Software nur diese beiden Karten ins Spiel implantiert. Schade eigentlich, denn die Karte mit dem typisch Mittleren-Westen-Stil der USA aus dem LWS 15 gefiel mir sehr. Trotzdem... Beide Karten haben ihre eigenen Besonderheiten und ihr eigenes interessantes Layout. Erstmals in einem Landwirtschafts-Simulator bietet die neue Karte Goldcrest Vally auch die Möglichkeit mit zwei staatlichen Zügen Bäume oder Schüttgüter (also meine Ernte) direkt zu den diversen Abladestellen zu transportieren. Für den Transport per Zug fallen übrigens keine Kosten an. Dafür ist man bei diesen an festen Haltestellen gebunden. Auch wurden nicht alle möglichen Abladestellen, welche meine Produkte durch das abkippen mir abkaufen, mit der Eisenbahnlinie verknüpft. Letztendlich muss ich also für andere Abladestellen immer noch mit einem Trecker oder Lastwagen und dem Anhänger diese ansteuern. Im großen und ganzen ist die neue Karte gar nicht mal so schlecht, denn sie vermittelt eine Umgebung die es so noch nicht gab. Die Aufmachung der gesamten Karte ist recht detailliert und liebevoll in Szene gesetzt, auch wenn es keine direkten geografischen Informationen zur neuen Karte gibt. Schätzt man das ganze anhand der detaillierten Gebäude und dem kompletten Leveldesign ein, so könnte jeder von einer kleinen Region zwischen Kanada und USA ausgehen. Übrigens könnten die beiden verwendeten Karten gar nicht unterschiedlich sein. Die osteuropäische Umgebung, welche vor knapp einem Jahr als Addon für den Landwirtschafts-Simulator 15 erschien, sorgt mit seinem kommunistischen Hauch, den teilweise leicht heruntergekommenen Gebäuden und Straßennetz, sowie der Geografie, für eine interessante Spielwelt. Dagegen bietet die neue Spielwelt ein ganz anderes Bild. Lieblich, Ländlich und doch irgendwo zwischen Bergen und Wäldern beheimatet, eine ganz typisch nordamerikanische Umgebung. Neben der neuen Möglichkeit mit der staatlichen Eisenbahn meine Güter zu transportieren, bietet die neue Karte auch eine bessere Verteilung der Tierzuchtpunkte. Schafe, Kühe, Hühner und nun auch Schweine können durch richtiges Futter (Futtermischung bei Kühen) und Behandlung herangezogen und später auch verkauft werden.

Eine individuelle Platzierung entsprechender Gebäude ist leider möglich. Schade, denn wie bei den Vorgängern auch können wieder sekundäre Einnahmequellen gebaut werden. Ich spreche hier von einem Bienenstock, einer Windkraftanlage, Solaranlagen, Hallen oder Bäume selbst. (Ideale Lösung wenn man jetzt nicht eine Ewigkeit auf das Wachstum der gepflanzten Bäume warten möchte.) Gehe ich aber kurz noch einmal auf die Tierzucht ein. Neben der neuen Tierart haben die Entwickler auch die Hühner aus der Kauffunktion herausgenommen. Der Hof produziert also automatisch regelmäßig eine gewisse Zahl an Eiern. Die anderen drei Tierarten müssen allerdings nun viel mehr gepflegt werden. Es reicht nicht mehr aus den Tieren Futter hinzustellen oder es für diese anzufertigen/abzumischen, sondern ihre Fressstelle muss öfter mal gereinigt werden. Die Sauberkeit wird nun in der Bilanz von Bestand, Produktivität und Reproduktionsrate berücksichtigt. Was mir dabei sehr gefiel ist die neue Anzeige was die Statistik angeht. Wie auf dem Screenshots zu sehen, werden die benötigten Sachen und notwendigen Daten angezeigt. Um Tiere zu kaufen kann ich einmal direkt im Bereich des Stalls der jeweiligen Tierart diese kaufen oder direkt vom Tierhändler mit einem entsprechenden Anhänger abholen. Letztere Option ist die etwas günstigere Variante, da das Anliefern der Tiere bei der Pflegestelle (Also dem entsprechenden Stall) extra kostet. Von den Tieren zu den neuen Feldfrüchten und das leicht überarbeitete Gameplay. Insgesamt gibt es nun 10 verschiedene Feldfrüchte zum Anbau, Pflege und Ernte. Neben den bekannten Basics kamen Sonnenblumen, Erbsen, Ölrettich und Pappeln hinzu. Neue Sorten bedeuten nicht nur besondere Einkünfte, sondern auch verschiedene Saat und Ernte Maschinen. Und auch wenn die neuen Feldfrüchte viel mehr Arbeit machen und von den Einkünften nicht viel Profit bringen, so sehen die Felder viel farbenfroher und authentischer aus.

Wie bereits erwähnt haben Giants Software beim Punkt Gameplay im Rahmen des Ackerbaus auch kleinere Veränderungen vorgenommen. Dabei liegt der Änderungsfokus vor allem auf den Umgang mit den Äckern. Das Spiel reagiert nun viel strenger auf gepflügte oder gegrubbte Felder, sowie auf die Häufigkeit beim Düngen. Insgesamt besteht die Möglichkeit die Felder drei mal zu düngen und somit den Ertrag zu erhöhen. (Je nach Einstellung der Gameplay-Parameter im Spielmenü kann das Spiel auf einmal oder dreimal Düngen reagieren.) Worauf die Felder allerdings nicht reagieren, sind die Wettereinflüsse. Klar nimmt der Ertrag bei Hagel ab und ich kann während Regen oder Hagel nichts ernten, aber bis auf diese Punkte gibt es keine großen beeinflussbaren Faktoren. Für alle Neulinge und Interessenten: Die bestellten Äcker besitzen verschiedene Reifestadien, sowohl auf dem Feld als auch im Spielmenü bei der Feldübersicht. Es beseht natürlich die Möglichkeit, das die Felder verfaulen wenn man sie nicht zeitnah abgeerntet hat oder diese von Unkraut befallen sind. Was gibt es noch neues? Neben neuen Maschinen und Arbeitsgeräten haben die Entwickler auch bei der Grafikengine und den Details kleine Verbesserungen vorgenommen. Das Spiel läuft dabei extrem flüssig und liefert einen optimalen Detailgrad. Natürlich sieht das ganze nicht so aus wie bei Gears of War 4 oder Battlefield 1, um das Ganze von der Grafik her etwas zu übertreiben, aber für einen Simulator ist die Grafik mehr als nur gut. Das "GUT" bezieht sich dabei aber nicht nur auf die Umgebung, sondern auch die Schmutzdetails, die Reifenwulst (Je nach Gewicht der Ladung verformen sich die Reifen), Tiere (samt Animation) und Effekte wie Sägespäne die authentischer durch die Luft fliegen, Pollen oder Blätter die von Bäumen fallen oder sogar der Boden, welcher beim Pflügen aufgewühlt wird. Giants Software haben das, was bereits schon gut war noch mehr verbessert.

Allerdings tauchen gelegentlich nach dem Umpflügen des Ackers ein paar kleine Textur/Clipping Fehler auf. Doch dies ist durchaus zu verzeihen bei den tollen Verbesserungen. Eine weitere Neuerung ist der Kauf und der Transport von Saatgut und Düngermittel. Ja du ließt genau... Ab sofort muss man sich selbst um diese Dinge kümmern. Vorbei ist die Zeit an der ich mit dem entsprechenden Gerät an einen Lagerpunkt vorfahre und dort bequem das Saatgut oder den Dünger auflade. Verpackt in Packs und auf Stahlpaletten verstaut, können diese beiden elementaren Sachen direkt beim Shop gekauft werden. Wie ich diese "Säcke" dann letztendlich auf den Hof bekomme, bleibt mir überlassen. Anders sieht das ganze bei der Einstellung von Helfern aus. Natürlich kann ich die verschiedenen Prozesse auf den Feldern auch Helfern überlassen. Einfach mit den angebauten Gerät an die Kante des Feldes fahren und dann H drücken. Den Rest übernimmt der Helfer. Doch während dieser die Saat ausbringt oder düngt verliert der Aufbewahrungsbehälter des Geräts kein einziges Korn. Stattdessen wird mir das ganze mit dem Arbeitslohn verrechnet. Ein Grund mehr nun auf die Tätigkeiten des Helfers zu achten. Im Grunde ist die Idee mit der Besorgung von Saatgut und Dünger keine schlechte Idee und spiegelt die authentische Darstellung der Tätigkeit wieder, andererseits muss ich als Spieler nun genauer aufpassen und planen. Wie bei den Vorgängern regeln die am Anfang festgelegten Schwierigkeitsgrade lediglich das Startkapital und die Höhe des Kredits. Letztere muss ich natürlich im Laufe der Zeit abbezahlen. Weiterhin haben die Entwickler dem Spiel noch ein paar kleinere Features spendiert, sowie die Missionen mit mehr Hintergrund versehen. Doch dazu gleich mehr.

Ab jetzt nimmt der Bauer / die Bäuerin alles in die Hand

Nachdem ich nun einige Neuerungen aufgezählt habe, zu zwei entscheidenden. Zum einen bietet der Landwirtschafts-Simulator 17 die Auswahlmöglichkeit zwischen Bauer oder Bäuerin. Laut dem Publisher war es wohl der Communitywunsch das es diese Auswahlmöglichkeit geben soll. Unabhängig davon wie wichtig diese Neuerung ist, bietet das weibliche Abbild durchaus eine kleine Abwechslung. Ein weiteres neues Feature, was ich übrigens viel sinnvoller finde, ist die Möglichkeit kleine Gegenstände aufzuheben und zu werfen. Gerade bei der Forstarbeit blieben immer wieder kleinere Äste übrig, welche bisher nie wirklich gut verladen werden konnten. Dies ist nun mit der „Greiffunktion“ aus der Welt geschafft. Außerdem nahmen sich die Entwickler die Freiheit heraus, einen Basketballplatz in der nahe gelegenen Stadt anzulegen, um dort ein paar Körbe zu werfen. Klingt lustig? Ist es auch. Selbstverständlich lassen sich auch andere Dinge greifen allerdings kann ich damit wahrlich nichts sinnvolles anstellen. Ein weiterer Ausbau dieses Features wäre für die Zukunft sehr wünschenswert.
Neues Spielmenü mit mehr Übersicht und umfangreichen Nachschlagewerk

Im neuen Landwirtschafts-Simulator 17 erwartet dich nun auch ein überarbeitetes und benutzerfreundlicheres Spielmenü. Im Gegensatz zum Vorgänger gibt es nun keine zwei Menüs mehr zum aufrufen, sondern nur noch dieses eine. Dafür gibt es neun verschiedene Menüpunkte, wo nicht nur die Übersicht für alle Felder (gesäte Felder, Zustand, Reifegrad, Düngerstärke, Besitztum), Entladestellen und Tierzuchtpunkte aufgezeichnet sind, sondern auch Allgemeine und Spiel Einstellungen. Du wirst dich sicherlich Fragen, worin sich diese beiden Punkte unterscheiden. In den Allgemeinen Einstellungen kann ich Dinge wie Modus für Farbenblinde, Hilfefenster, Lautstärke, Maßeinheiten und Kameraeinstellungen verändern. Dagegen finde ich unter dem anderem Spritverbrauch, Verkehr, Automatischer Motorstart, Zeitskalierung, Pflanzenwachstum und diverse Kaufoptionen. Beide zusammen bieten eine weitaus bereitete Palette an individuellen Einstellungsmöglichkeiten als noch die 15ner Version. (Und bereits die 15ner galt als sehr Benutzerfreundlich von den Einstellungen her!) Ich als Spieler konnte so fast grenzen frei mein Spiel nach meinen Vorlieben erstellen. Selbstverständlich dürfen diese Menüs jederzeit aufgerufen und die Einstellungen verändert werden. Weiterhin befindet sich in diesem neuen Spielmenü eine Übersicht für die Verkaufspreise (Diese Preise der einzelnen Abladestellen verändern sich nun fast stündlich und gehen nach Angebot/Nachfrage), Tierstatistik und die Fahrzeugübersicht. Letztere ist ein ganz neues Element, in dem die Fahrzeuge nun auch altern können. Zwar bekommen sie keine Defekte und bleiben nicht liegen, aber sie altern und werden dadurch im Unterhalt teuer. Zu Beginn eines neuen Spiel stehen zum Beispiel Fahrzeuge und Geräte mit einem Alter von mehr als 70 Tagen auf dem Hof. Dies treibt selbstverständlich die Unterhalts- und Wartungskosten ungemein in die Höhe.

Wo ich gerade auch bei Fahrzeugen bin: Diese können nun auch gemietet werden! Vorbei ist die Zeit, das ich ein Fahrzeug oder Geräte für nur einen begrenzten Zeitraum kaufen musste. Mit der Mietung eines Arbeitsgerätes zahle ich pro Tag einen Bruchteil dessen, was ich als Kaufpreis zahlen müsste. Bin ich fertig mit dem Fahrzeug oder Gerät, so gebe ich dieses einfach über das Menü des Shops - Unterpunkt Garage - wieder zurück. Dies ist wahrlich sehr sehr sinnvoll, auch wenn ich kaum darauf zurückgreife. (Gewohnheit...) Sollte ich mich nun doch für einen Kauf entscheiden, so gibt es endlich auch die Möglichkeit mein Fahrzeug zu individualisieren. Das beschränkt sich auf verschiedene Motorstärken, Lackierung und Zusatzausstattung wie Doppelbereifung oder Zusatzgewichte an den Rädern. Natürlich gibt es diese Extras nur gegen Aufpreis, doch unterm Strich lohnt sich solch ein Upgrade. Leider ist der Umfang dieser Extras relativ klein, weshalb sich meine Begeisterung in Grenzen hielt. Als letztes noch zu einem neuen Spielmenüpunkt der mich wirklich begeisterte. Es handelt sich dabei um den Punkt HILFE. Dieser listet in verschiedenen Unterpunkten sachlich alle Elemente, Gerätschaften und Vorgänge auf, bei denen der Spieler eine Frage haben könnte. Mit Bildern und verständlichen kurzen Texten führt das Nachschlagewerk (Ich nenne es so, da es fast genau wie ein solches aufgebaut wurde.) den Spieler einfach an die Materie heran. Außerdem hält dieser Bereich auch noch ein paar Spieltipps für den Anfänger oder Laien bereit. Trotz dieses Spielmenüs gibt es aber selbstverständlich über das Hauptmenü ein ausgedehntes Tutorial mit mehreren Abschnitten zum Üben.

Standard Missionen mit Auswirkungen

Zugegeben... Die Missionen waren im Landwirtschafts-Simulator bisher immer eher "schnarch" langweilig und brachten einem nicht sonderlich vorwärts. Dies hat sich nun etwas geändert, denn von meiner Hilfe hängt der Zuspruch der anderen Bauern, sowie der Kaufpreis seines Ackers, ab. Die Missionen bieten nun durchweg etwas mehr als sonnst. So steht das Abernten und Abtransportieren in Kombination, viel mehr im Fokus als noch bei den Vorgängern. Außerdem stellen die Bauern selbst auch eigene Fahrzeuge zur Verfügung, sodass ich mein Geräte erst gar nicht benötigte. Ausnahmen bestätigen die Regeln. Meine Hilfe bei anderen zahlt sich zudem beim Preis des entsprechenden Landes aus. So kann ich teilweise mit 25% bis 50% Rabatt rechnen, sollte ich das Feld nach der abgeschlossenen Mission kaufen. Da alle Felder innerhalb der Spielwelt mitwachsen, entwickelt sich so auch eine Art dynamische Reihenfolge von Missionen. Das Missions-Pinwand von einst ist Vergangenheit. Icons am Feldrad zeigen mir sowohl auf der Karte, als auch direkt am Feld selbst, das hier etwas zu machen ist. In die Ecke der "Missionen" stecke ich auch immer gerne mal die "Großanfrage" der Abladestellen. Wie bereits beim Vorgänger auch, gibt es bei verschiedenen Abladestellen von Zeit zur Zeit eine größere Anfrage nach einer Feld- oder Wurzelfrucht. Das ist auch eine der Gründe, warum ich meine geernteten Sachen immer gleich ins Silo oder auf ein Abladefeld bringe. Bei einer größeren Anfrage nach Feld- und Wurzelfrüchten werden die entladenen Erträge ordentlich belohnt. Dabei zahlen diese Entladestellen gerne mal das doppelte an den Preis, den die anderen sonnst zahlen. Die Sorge das dass Spiel einen nicht Bescheid gibt, solltest du nicht haben, denn man wird mit einem PopUp Fenster direkt darüber informiert.
Gewaltiger Mod-Support - Entwickler und Community erweitern das Spiel
Auf der Hülle der PC-Version wird angepriesen, das man sich aus der Community erstellte Mods herunterladen kann. Gut... Das gab es bereits schon beim vorherigen Teil, doch so ausgereift wie im Landwirtschafts-Simulator 17 war es noch nie. Der Titel verfügt nun im Hauptmenü über einen eigenen Menüpunkt und greift dabei sofort auf die offizielle Moddatenbank der Entwickler. Bereits wenige Tage nach dem Release haben die Entwickler selbst eine große Anzahl an Mods veröffentlicht. Neben dem IRunner Pack (Welcher noch beim Vorgänger als DLC gekauft werden musste und das Spiel um Abrollcontainer ergänzt.) und neuen Fahrzeugen/Geräten, gibt es auch 4Real Module zum herunterladen. Was diese tun? Auf über vier Modulen sorgen diese für noch mehr Realität. Von Fruchtzerstörung bis hin zum realen Feedback der Bodenbeschaffenheit vertiefen diese vier Mods das Spielerlebnis. Das 4Real Module 01 Fruchtzerstörung ist das wohl realste, denn in Echt zerstört der Bauer auch durch das überfahren seiner Feldfrüchte beim Düngen einen gewissen Teil seiner Erträge. Mit dieser Mod wird genau das direkt berücksichtigt und umgesetzt. Ich frage mich an der Stelle nur warum die Entwickler dies nicht gleich fest für alle Plattformen ins Spiel implantiert haben. Mittlerweile quillt das Angebot an offiziellen Community und Entwickler Mods im entsprechenden Menü über. Neben immer neueren Fahrzeugen und Geräten gibt es auch hilfreiche GPS-Abfahrsysteme (speziell im Bezug auf die Helfer) und weitere nützliche Gadgets und auch neue Karten.

Das eigene Mod-Menü besitzt neben der Auflistung der Installierten Mods auch eine Filterfunktion, eine Downloadanzeige und weitere nette Features, damit das suchen und installieren von Mods nicht zur Nervenprobe wird. (Anbei sei angemerkt, das unser Test nach den ersten fünf Spielstunden mit Mods fortgeführt wurde. Darunter auch die 4Real Module, weshalb es bei den abgebildeten Screenshots zu leichten Abweichungen kommen kann.) Weiterhin besteht auch die Möglichkeit Mods von außerhalb der Community, über die bekannten Quellen aus Landwirtschafts-Simulator 15 und Älter zu beziehen. An der Installation der Mods außerhalb dieses extra Menüs hat sich nichts geändert. Trotzdem empfehlen die Entwickler doch das offizielle Mod-System zu nutzen, um eventuelle Schäden durch nicht geprüfte Mitglieder oder dritte auszuschließen. Vor dem Start oder Laden eines Spiels fragt der Titel übrigens auch, welche Mods zugeschaltet werden sollen. Somit kann ich meinem aktuellen Speicherstand auch neue Mods zuteilen oder bisherige herausnehmen. Der Support der Entwickler und der Community ist bei diesem Spiel über die Jahre so gewachsen und perfekt, das dies allein schon ein Plus von mir bekommt. Übrigens sind alle Mods vollkommen kostenlos! Updates werden übrigens über das Autorun-Fenster angezeigt, beziehungsweise gemeldet. Thema Radio! Dies ist ebenfalls ein frisches Feature und verdient durchaus an dieser Stelle eine Erwähnung.

Leider gibt es diese Möglichkeit lediglich bei der PC-Version und benötigt zur Einrichtung ein paar Minuten. Neben einem kleinen vorbereiteten Soundtrack, zum sofortigen abspielen, bietet der Titel auch die Möglichkeit seine eigenen MP3s abspielen zu lassen. Allerdings muss hierfür noch ein Ordner und eine Verknüpfung erstellt werden. Alles wird in den entsprechenden Bereichen mit Anleitungstexten als TXT-Dateien erklärt. Wer doch lieber auf ein reales Radio zurückgreifen möchte, der kann dies ebenfalls tun. Doch der Verbau eines Livestreams ist etwas schwieriger. Aber auch hierfür gibt es eine offizielle Anleitung. Wichtig ist zu wissen, das sowohl eigene Musik als auch Livestreams, abgespielt werden können. Zum Abschluss des Abschnitts noch eine kleine Überraschung, denn die Entwickler haben dem Spiel auch den Giants Editor beigelegt. Damit hat jeder Spieler auch offiziell die Möglichkeit gleich eigene Karten, Objekte und die vorhandenen Elemente des Spiels zu bearbeiten. Allerdings sollte man davon erst Gebrauch machen, wenn man sich in der Community in die Materie EDITOR gut eingelesen hat. In der Verpackung des Spiels enthalten ist zudem eine kleine Tastenübersicht des Editors, sowie ein kleines Artbook.

Mit Freunden durchaus eine Wucht

Natürlich ist der Landwirtschafts-Simulator 17 nicht nur auf einen Einzelspieler bezogen, sondern kann auch wieder im Kooperativ mit Freunden oder anderen Spielern gespielt werden. Insgesamt steht mir die Möglichkeit frei eine Partie zu erstellen, wobei ich dann einen neuen oder bestehenden Speicherstand anlege/nutze oder bei anderen Spielern beitrete. Im letzten Fall muss ich dann noch einen neuen Charakter anlegen. Danach folgt die Auswahl eines Servers und schon bin ich in der Partieübersicht. Dank verschiedene Filter kann ich mir aus einer beachtlichen Liste von Partien eine heraussuchen. Ich war überrascht das allein auf dem zweiten Deutschlandserver am Abend über 350 Partien vorhanden waren. Natürlich dürfen diese auch mit Mods und hinzugefügten Karten aus der Community betrieben werden. Allerdings kann ein Spieler ohne Mods dann nicht daran teilnehmen. Die maximale Anzahl an Spieler pro Partie beträgt übrigens 16. Ich suchte mir einen Standard-Spiel mit anderen Bauern und gelang ohne große Wartezeit in dieses Spiel. Interessanterweise kann nun der Host selbst die eingehenden Spieler, welche in seine Partie einsteigen wollen, freischalten.

Lehnt er den Beitritt ab, so lande ich wieder im Mehrspielermenü. Generell besitzt der Host die Möglichkeit andere zu Kicken oder zu Bannen. Zur Kommunizierung zwischen den Spielern steht ein normaler Text-Chat bereit. Einen Voice-Chat gibt es leider noch nicht. Dafür liefert das Spiel eine konstante und flüssige Übertragung. Mir fehlten allerdings noch ein paar Features, wie zum Beispiel auf der Übersichtskarte Ziele markieren oder ein ähnliches Feature, welches die Kommunikation zwischen den Spielern und die entsprechende Aufteilung der Aufgaben auch fast ohne Worte beschreibt. Doch dies ist nicht ausschlaggebend, denn der Mehrspieler sorgt zurzeit für eine sehr gute Konstante und kann sich durchaus sehen lassen. Übrigens wird der Spielstand beim beenden auch gespeichert, wie halt beim Einzelspieler auch. Somit wird nicht beim jeden Speichern nach einem Speicherplatz gefragt, sondern das Spiel speichert immer auf dem ausgewählten Platz. Dies gilt auch für den Mehrspieler. Für Besitzer der Vorgänger erzähle ich allerdings nichts neues, denn zu 90% gab es das alles schon beim Vorgänger.

KI-Helfer immer noch mit gewissen Schwächen

Zugegeben... ich war auf der Gamescom 16, bei der Präsentation der neuen Features, nicht sonderlich davon überzeugt das Giants Software mich noch weiter begeistern können. Bis zu diesem Punkt empfand ich bereits den Landwirtschafts-Simulator 15 als überaus gelungen, doch die 17ner Version setzt tatsächlich noch eine Nummer drauf. Allerdings ist auch die neue Version nicht vor Fehler geschützt. Neben gelegentlichen Clipping und Texturfehlern während der Feldarbeiten, gestaltete sich vor allem die Helfer-KI als kleiner Rückschritt. Bei manchen Feldern fahren diese ordentlich die Bahn rauf und runter, bei anderen scheint es Probleme zu geben, so dass diese mal abrupt abbiegen und am Rand stehen bleiben. Außerdem arbeiten die Helfer mit einigen Geräten, zum Beispiel mit dem doppelseitigen Pflug, nicht sauber genug. Gerade an den Stellen, wo diese die Flugseite gewechselt haben bleiben immer und immer wieder freie Felder offen, sodass ich noch einmal selbst drüber fahren musste. Außerdem fehlt mir immer noch ein Transport-Feature, welches Giants Software beim Landwirtschafts-Simulator 16 Version veröffentlicht hatten. Die 16ner erschien lediglich für die mobilen Geräte wie auch die Playstation Vita. (Dort konnte ich die Helfer mit einem beladenen Anhänger direkt zum leer machen zu einer Ladestelle schicken. Der beauftragte fuhr dann eigenständig dort hin und kippte das.)

Weiterhin bemängele ich an diesem Spiel diverse Animationen der Tiere, welche zwar ganz nett sind aber auch umfangreicher hätten sein können. Das gleiche gilt für den Umfang. Nach den beiden tollen Karten der Vorgänger, diese einfach wegzulassen und sich wieder nur auf "zwei" neue zu beschränken fand ich nicht sonderlich toll. Unabhängig davon fehlte mir ein gewisser Einfluss des Wetters auf die Ernte. Dank ein paar gelungenen Mods sorgen zwar die Fahrzeuge für realen Schaden auf den Feldern aber das Wetter selbst hat kaum Einflüsse. Außerdem gestaltet sich auch die Darstellung des Himmels relativ statisch. (Das gilt auch für den Tag/Nachtwechsel) Mir fehlen auch hier weiterhin ein paar Effekte, um bei der Grafik komplett zu überzeugen. Wo ich gerade noch bei der grafischen Darstellung bin; die Fahrzeuge besitzen auch im neuen Landwirtschafts-Simulator 17 kein Schadensmodell oder direkten spürbaren Schäden. Lediglich durch das Altern werden die Unterhaltskosten erhöht. Dementsprechend verzichtete man auf Kollisionen mit Personen, die wie Geister durch das Fahrzeug huschen. Strafen für Rüpelhaftes fahren oder für Kollisionen mit anderen Autofahrern sind auch nicht enthalten. Theoretisch habe ich das bereits beim Vorgänger schon bemängelt und ob diese Sachen jemals berücksichtigt werden, das steht in den Sternen. Was ich zudem ebenfalls noch vermisse ist eine gewisse Konkurrenz, denn wiedereinmal bin ich der alleinige aktive Bauer im Spiel. Trotz dieser Negative wurde die Liste der von mir aufgestellten Minuspunkte doch etwas kleiner. Kein Wunder, schließlich haben Giants Software bei der 17ner Version der bekannten Simulation viele tolle Features hinzugefügt und bestehende Elemente relativ gut überarbeitet. Definitiv ist die lange Führung in den PC Videospiele Verkaufscharts von Deutschland nur gerechtfertigt.
Fazit & Wertung

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