NHL 18

Xbox One Reviews - NHL 18Eine Auffrischung in Eishockey gefällig?!

NHL 18 - Eine Auffrischung in Eishockey gefällig?!
15.10.17 23:30 Autor: sebastian.k Auch in diesem Jahr darf ich dir wieder das neuste NHL aus dem Hause von Electronic Arts vorstellen.
Fazit & Wertung
In diesen Tagen startet die NHL in die neue Saison und passend dazu veröffentlichte EA Sports ihre 18ner Version des bekannten Sportspiels. Enthalten sind natürlich die vollen Lizenzen aller Mannschaften, Spieler, Logos, Stadien und und und. Halt das volle Eishockey-Paket, welches uns bereits seit Jahren bekannt ist. In meiner Review stelle ich dir die neuste Version vor und gehe sowohl auf die Neuerungen als auch die Elemente ein, welche den Titel bereits im letzten Jahr glänzen ließ.

Neue Modi und übersichtliches Menü

Beginne ich diesen Artikel mit dem, was es neues in NHL 18 gibt. Zuerst kommen die neuen Spielmodi Champions Hockey League und NHL Threes. Sie ergänzen in meinen Augen bestens die bereits vorhandene Palette an Ultimate Hockey Team, Draft Champions, Franchise-Modus, Be a Pro Karriere, EA Sports Hockey League, Online-Versus, Saison Modus, Playoff-Modus, Training-Modus, Shootout-Modus und natürlich das Jetzt Spielen. Auf alle werde ich nun mehr oder weniger kurz eingehen. Doch beginnen möchte ich mit diesen beiden neuen Modi. Bei der Champions Hockey League dreht es sich um den höchsten Europapokal-Wettbewerb für Eishockeyklubs. Somit dürfte es dich nicht wundern, das auch Deutsche Clubs darin vertreten sind. Diesen Wettbewerb gibt es übrigens erst seit 2014. Dagegen hebt sich NHL Threes etwas vom sterilen Eishockeyspiel ab. In diesem NHL Modus spiele ich ein 3vs3 auf einem kleineren Feld und ohne große Regeln. Lediglich gröbere Verstöße im Bereich des Tores werden mit einem Penalty Shoot bestraft. Das Ziel ist natürlich wie immer – Tore schießen. Interessant ist der Aufbau dieses Modus, denn hier treten nur die besten Spieler aller in NHL 18 vorhandenen Teams an. Neben den vier Spielern auf dem Eis (Torwart mitgezählt) können zudem noch zwei Wechselspieler genutzt werden. Ein Reihenwechsel, wie beim richtigen und viel strengeren Eishockey, gibt es nicht. Getoppt wird das Ganze noch einmal mit Circuit-Modus (Die Reise mit einem einfachen Team durch die USA), einen Online-Mehrspieler und selbstverständlich das Schnelle Spiel – Ja alles für Threes. Das Spielprinzip selbst erinnerte mich übrigens immer wieder etwas an Fifa-Street. Lockere Atmosphäre, pompöse Präsentation abseits des Spielfeldes und … ja etwas besonders.

Von den ersten Spielstunden an wurde dieser Modus eines meiner Favoriten-Modi in NHL 18. Ebenfalls neu ist das komplette Hauptmenü und die verschiedenen Anzeigen in dem Pausemenü. Während es in diesen Pausemenü selbst nur dezente Optimierungen gab, erfolgte beim Hauptmenü ein richtiger Kahlschlag. Vom erstmaligen Start weg, gibt es sogar eine kleine Einführung bei der ich vier, von mir favorisierte, Spielmodi aussuchen sollte. Diese werden mir auch direkt beim Starten des Spiels immer angezeigt. Drücke ich nun den Dualstick nach unten, so öffnet sich die komplette Übersicht des Hauptmenüs als steriler großer Block. Was mir erst auf dem zweiten Blick auffiel ist die Tatsache, das es nun viele Buttons im Kastenformat gibt, welche aber von oben nach unten in den entsprechenden Kategorien eingeteilt wurden. (Siehe Screenshot.) Nachdem ich viele NHL Titel testen durfte, gefällt mir diese einfache und ja schon sehr rustikale Darstellung des Menüs sehr. Weiter geht es mit ein paar Optimierungen die nicht jeder sofort sieht. Zum einen merkte ich, das die Entwickler die KI und vor allem ihre Reaktion auf mein Spielverhalten viel mehr verfeinert haben. Über all die Jahren, in denen ich NHL Spiele zocke, habe ich eine typische Einstell-Prozedur entwickelt. Somit spiele ich mit festen Einstellungen – sowohl über die normalen Einstellungen als auch mit dem Handicaps.

Meistens war das Spielerlebnis für mich recht gemütlich, sodass auch kleinere Fehler von mir nicht sofort bestraft wurden. Doch bei NHL 18 schoben mir die Entwickler einen Riegel davor. Auch Gegner mit einer fast gleichen durchschnittlichen Teamwartung, wie bei mein Team, sind nun eine Herausforderung. Ich möchte an dieser Stelle aber keine Anfänger oder Neulinge vergraulen, denn bei den Einstellungen gibt es durchaus viele Möglichkeiten sich die KI so anzupassen, wie man es will. Für alle die es nicht kennen: Die Spielschwierigkeit und weitere Elemente rund ums Gameplay können bei den Titeln aus dem Hause EA Sports nicht nur über die normalen Einstellungen verstellt werden. Auch sogenannte Handicap-Einstellungen sind für mich , als auch der KI, möglich. Zum Beispiel lass doch einfach die KI mal mit 20 Punkten weniger Antritt kämpfen. Du wirst merken, das die Gegner langsamer in den Sprint gehen. Über mehreren Parametern darf ich in das Gameplay und die KI-Einstellungen eingreifen. Natürlich ist das für Fans der Sportspiele von EA nichts neues, für mich allerdings immer wieder ein dickes "positives" Plus!

Das Ende der sterilen Tutorials ist nah! Trainingslager, Trainings Modus und Trainerhinweise
Abgesehen vom besseren reagieren der KI und einem allgemeinen angenehmeren Spielgefühl hat man ein richtiges Trainingslager implantiert. Zusammen mit dem Team Kanada lernt man aus einer Kombination von Videos und Praxiseinheiten viele wichtige Lektionen. Egal ob Abwehr, Angriff, Steuerung oder Tipps von den Profis selbst, das Trainingslager hat wirklich einiges zu bieten. Dementsprechend umfangreich gestaltet sich das Ganze dann letztendlich auch aber Hey! Solch eine erstklassige Einführung habe ich bisher noch bei keinem Sportspiel gesehen. Als kleine Ergänzung zu den Lektionen innerhalb des Trainingslagers bietet das Spiel noch ein separates Menü, in dem vor allem videotechnisch viele Situationen erläutert werden. Zum Beispiel die Regeln des Abseits oder des Icings. Aber auch Situationen wie die Strafen für das Beinstellen oder das richtige Abschirmen beim Bully werden gut erläutert. Abgesehen vom Trainingslager und den Tipps gibt es selbstverständlich noch den Training-Modus, in dem ich mit einem Team meiner Wahl verschiedene Ausgangssituationen und Abläufe trainieren kann. Ideal für das richtige Kennenlernen des Spiels und das Gewöhnen an die sehr gute Bewegungsphysik der Spieler. Für NHL-Veteranen bietet dieser Trainings-Modus Bereich auch noch eine Übersicht über alle neuen Dinge in NHL 18, selbstverständlich in Form von einzelnen Videos. Wie bei allen letzteren Titeln der Reihe bietet auch die neue Version während und auch zwischen den Dritteln ein Trainer-Feedback.

Um mir zu sagen, was ich letztendlich besser machen kann, registriert das Spiel alle meine Aktionen und teilt diese in Angriff, Abwehr und Teamplay ein. Lob und Kritik werden so gleichermaßen fast in Echtzeit angezeigt. Anders als wie bei den Vorgängern gibt es nun bei gravierenden Schwächen einen direkten Link zum entsprechenden Tutorialvideo. Was ich super finde ist die Tatsache, das ich bei diesen Videos keiner langen Ladezeit oder irgendwelchen PopUp Wahnsinn ausgesetzt werde. (Die Videos werden nicht von Youtube oder anderen Plattformen abgerufen, sondern sind Bestandteil des Spiels selbst und somit rasch abrufbar!) Es öffnet sich nur ein Fenster mit dem Video zum entsprechenden Vorschlag. Recht zügig kann dann auch wieder ins Spiel gewechselt werden. Die Trainerhinweise bekommst du im übrigen bei jedem Match angezeigt, obwohl dieses Feature einzig im Modus “Be a Pro“ eine elementare Rolle bekommt. Im Allgemeinen darf ich verkünden, das die Einführung in NHL 18 die beste ist, welche ich jemals bei einem Sportspiel gesehen habe. Um das alles abzurunden ist das komplette Spiel selbstverständlich auch in Deutsch. (Nein das war nicht immer so, denn die NHL Titel waren noch bis vor zwei Jahren komplett in Englisch!)
Einfach spielen

In diesem Abschnitt gehe ich kurz auf die einfachen Einzelspielermodi ein, die dir NHL 18 so bietet. Doch zuerst noch der Hinweis, das EA auch in diesen Modi immer wieder auf eine neue Möglichkeit des Offline-Mehrspielers hinweist. So gibt es nun den Offline-Kooperativ Modus. Die Entwickler nennen das auch das Sofaspiel und dieser ermöglicht es bis zu drei weitere lokale Xbox One Controller zuzuschalten. Der erste Controller wird dann natürlich zum Kapitän ernannt und kann als einziger die Teameinstellungen und die Vorbereitungen zum Match treffen. Das neue NHL bietet auch in diesem Jahr wieder eine große Fülle an Spielmöglichkeiten. Den Start macht natürlich das “Jetzt Spielen“, in dem rasch ein Team und der Wunschgegner ausgesucht werden, man weitere Matcheinstellungen vornimmt und danach einfach zockt. 16 Ligen rund um den Erdball stehen dir dabei zur Auswahl. Darunter sind natürlich die NHL, die AHL, die ECHL oder auch die deutsche DEL. Von Skandinavien bis in die USA gibt es eine große Anzahl an Ligen mit ihren Mannschaften und ganz wichtig: komplett lizenziert! Weiterhin fällt unter dem Einzelspieler natürlich der Franchise- und Be a Pro Modus. Diese beiden werde ich aber noch etwas ausführlicher erläutern, denn auch hier gibt es kleine Veränderungen. Weiter geht es mit den Playoff-Modus und Champions Hockey League. Beide sind sozusagen Turnier-Spielmodi mit dem einzigen Unterschied, das die Regeln und die Mannschaften bei der Champions Hockey League festgesetzt sind.

Im Playoff-Modus darf ich dagegen den Stanley Cup auf meine eigene Art austragen. Das bedeutet sowohl meine eigenen Regeln als auch eine eigene Auswahl an Teams. Auch eine Kombination aus den Teams der 13 Ligen ist hier möglich. Der Shootout-Modus ist das typische (in Fußballsprache auch genannt) Elfmeterschießen in dem sich ein Feldspieler und der Torwart gegenüber stehen. Ein idealer Zeitvertreib oder auch eine gute Traininsmöglichkeit für den Ernstfall. Als letztes führe ich noch den neuen NHL Three Modus auf. Ja... auch dieser besitzt zwei eigene Spielmodi die in diese Kategorie passen. Der erste Spielmodus ist eine Reise durch die USA von Region zu Region mit einer, anfangs sehr schwachen, kleinen Mannschaft. Je nach Leistung und Schwierigkeitsgrad bekomme ich von Spiel zu Spiel Logos, Helden, Maskottchen, Arenen und Trikots geschenkt. Damit kann ich meine bestehende Mannschaft aufstocken. Ach... und ja du hast richtig gelesen auch die tollen Maskottchen der NHL haben ihren Auftritt in diesem Modus. Während sich bei diesem Three Abenteuer alles nur um die Nordamerika-Region dreht, kann ich beim freien Spiel dieses Three Modus auf alle Mannschaften der 13 vorhandenen Ligen zugreifen.

Einzig die Arenen muss ich mir freispielen. Was diesen neuen Modus noch recht interessant macht sind die zwei Möglichkeiten die Spielzeit anzugeben. Innerhalb der angesprochenen NHL Three Reise wird diese Auswahlmöglichkeit durch eine Kopf oder Zahl Entscheidung freigeschaltet. Im freien Spiel darf ich natürlich immer die Rahmenbedingungen festlegen. Im entsprechenden Menüpunkt lässt sich dann das Spielende nach Toren oder Ablauf der Zeit bestimmen. Und wer es noch recht würzig mag, der kann auch den Moneypuck zuschalten. Hierbei kann der Puck bei einem schon einmal die doppelte Anzahl an Tore bescheren oder dem Gegner drei Abziehen und mir einen gutschreiben. Dieser Moneypuck ergänzt das Action-Spielerlebnis auf dem Eis ungemein, denn keiner will durch einen Multiplikator verlieren. Zum Abschluss dieses Abschnitts noch die Anmerkung, das mir dieser NHL Three Modus überaus gut gefiel. Nicht nur weil darin schnell und hart gespielt wird, sondern auch die pompöse Präsentation und die Maskottchen fanden meine Begeisterung. Es ist die allgemeine Atmosphäre die einfach stimmt.

Mach es im großen Führungsstil – Die Karriere Modi

In diesem Abschnitt gehe ich auf die beiden Karriere Modi “Be a Pro“ und den “Franchise-Modus“ ein. Wie bekannt sein sollte ist der “Be a Pro“ Modus die Spielerkarriere. Zuerst erstelle ich einen Spieler mit allem drum und dran. Während bei der Online-Variante des Be a Pro viele Dinge freigeschaltet werden müssen, kann ich Einzelspieler auf alle Ausrüstungsgegenstände zugreifen. Die Individualisierungsmöglichkeiten des eigenen Spielers ist bei NHL 18 extrem umfangreich. So gibt es über 200 verschiedene Gesichert und noch mehr Ausrüstungsgegenstände. (Egal ob Schlittschuhe, Helme, Hosen oder den Hockeyschläger. Viele Dinge können auch mit der eigenen Farbwahl aufgewertet werden.) Das Ziel meines jungen Spielers ist natürlich der Stammplatz in einer der favorisierten Teams. Um unnötige Euphorie zu bremsen, es gibt keine richtige Story wie bei FIFA 17 und FIFA 18. Hier geht es wirklich nur darum, sich an die Hinweise und Kritiken des Trainers zu orientieren und seinen eigenen Weg zu gehen. Neu ist beim “Be a Pro“ allerdings das Startszenario. Nachdem der Spieler steht, kann ich meinen Einstieg wählen. Traditionell gab es bisher immer die Möglichkeit sich ein Wunschteam auszusuchen und sich dann vom zweiten Team ins erste hoch zu kämpfen. Nun bietet NHL mir gleich drei Möglichkeiten.

Zum einen der normale Draft wie bei allen NHL Spielen auch, dann die Teilnahme am Memorial Cup bei dem auch Scouts sitzen und zu guter Letzt der einfache Start in einem der Talent-Teams. Sowohl beim Memorial Cup als auch bei den Talent-Teams zählen natürlich Resultat und eine durchschnittliche gute Leistung, um in eines der Top Teams der NHL gewählt zu werden. Im Verlauf meiner Karriere wird mein Spieler natürlich über die Trainingseinheiten und die damit verbundenen Erfahrungspunkte nicht drumherum kommen. Die Erfahrungspunkte gibt es eigentlich immer, egal ob mein Team gewinnt oder verliert. Allerdings ist die Punktezahl bei einem Gewinn deutlich höher. Im Grunde werden mit diesen Erfahrungspunkten Attribute wie Schuss, Puckbeherrschung, Physis und weitere verbessert. Auch das wöchentliche Training, welches ein passives Feature ist, (als du spielst keine Trainingseinheiten selbst spielen, sondern das Spiel simuliert diese von alleine) bringt eine gewisse Anzahl an Punkten. Die einzige Auswahlmöglichkeit beim Punkt Training ist der eigentliche Trainingsplan. Ich suche einfach aus einigen Übungen aus und bestimme somit, was mein Spieler in der simulierten Woche trainieren soll. Wer sich keinen Kopf darüber machen will, der kann das ganze natürlich auch automatisieren. Bevor ich nun auf den Trainer und seinen Einfluss auf mich eingehe, noch eine kleine Erwähnung zu einer weiteren Person, die mich ständig begleitet und zwar ist das mein Manager. Dieser arrangiert fast immer alles, was für einen Vertragswechsel oder für Drafts notwendig ist.

Er gibt mir auch ein paar Hinweise auf mein zukünftiges Verhalten. Der weitere Verlauf aus den Drafts heraus sieht dann wie folgt aus: Als neuer werde ich natürlich nicht sofort einen Stammplatz bekommen und so muss ich meine Pflichten auf der gewählten Position erfüllen, als auch Tore schießen. Egal welche Position ich übernehme, den meisten Trainern ist es wichtig sowohl in der offensive Tore zu schießen, als auch in der defensive sehr präsent zu sein. Beherrscht man dies einmal perfekt, so sind bei den Trainer-Feedbacks fast immer die B-Wertungen garantiert. Natürlich steht mir das Trainer-Feedback fast zu jeder Zeit zur Verfügung. Egal ob zur Halbzeit oder beim Warten auf einen Einsatz. Jeder der den Sport verfolgt wird wissen, das beim Eishockey kein einziger Spieler (außer dem Torwart) die volle Spielzeit auf dem Eis verbringt. Nach einer bestimmten Zeit müssen die Reihen gewechselt werden. Bin ich auf dem Eis, so gibt mir das Spiel nach knapp einer Minute einen kurzen Hinweis und wenn zugeschaltet, werden Pfeile zur Bank angezeigt. Alternativ reicht auch ein Tastendruck auf B. (Beim Xbox Controller) Dann läuft mein Spieler automatisch zur Bank. Bleibe ich zu lange auf dem Eis ohne einen Wechsel, so kann das schnell Minuspunkte nach sich ziehen.

Die Wartezeit zum nächsten Einsatz kann dann sowohl am Spielfeldrand in Echtzeit abgesessen oder direkt mit der Simulation vorgespult werden. Und genau bei diesem Fenster taucht auch das Trainer-Feedback wieder auf. Neu kommt jetzt hier hinzu, das bei verschiedenen Phasen des Spiels auch XP-Boni auf einen warten. Zum Beispiel wenn der aktuelle Spielstand bei einem unentschieden steht und ich im letzten Drittel für die Schlussphase aufs Eis komme, ja dann gibt es den “Hol sie dir“ XP-Bonus. Treffe ich dann noch das Tor, so gibt es nicht nur eine sehr gute Wertung, sondern auch gleich eine ordentliche Anzahl an Erfahrungspunkten. Um meine Fortschritte im Bezug auf meine Leistungen zu erkennen, haben EA nun auch ein Verlaufsdiagramm unter Spielerleistungen implantiert. Hier sehe ich nun die gesamte Wertung des vergangenen Spiels als auch die Wertungen der vorherigen Spiele. In meiner Spielzeit war mir aufgefallen das die Entwickler vor allem bei der Trainerbewertung ein paar Dinge verbessert haben. Eine extrem große Veränderung im Gegensatz zum Vorgänger gibt es allerdings nicht.

Weiter geht es zum Franchise-Modus mit weiteren Ergänzungen in verschiedenen Bereichen. Im Franchise-Modus übernehme ich die Rolle eines General Managers und widme mich neben den eigentlichen Matches auch dem Tagesgeschäft meines Vereins. Dazu gehören selbstverständlich Vertragsverlängerungen, Drafts, Moralgespräche mit Spieler, Trainingsplan und nun auch die Werbeabteilung. Als hätte EA meine Kritik von der letzten Review ernst genommen, gestaltet sich gerade das Werbemanagement und die Wartung der Arena als umfangreicher den je. Zum Beispiel können einzelne Anlagen wie Imbissbuden, Toiletten oder Parkplätze repariert oder aufgewertet werden. Natürlich alles auf Kosten meines verfügbaren Budgets. Zusätzlich geht es natürlich darum Fanartikel einzukaufen, die Preise festzulegen und zu dem noch spezielle Aktionsabende während der Matches zu organisieren.

Das Ziel hierbei ist natürlich klar: Mehr Fans gewinnen. Um den Haushalt richtig zu managen besteht selbstverständlich die Möglichkeit den Etat so einzuteilen, wie ich es für richtig halte. Soviel nun zu einer neuen Sache in NHL 18, doch es gibt noch mehr. Die Entwickler haben zu dem die komplette Übersicht überarbeitet und neu angepasst. Das Ergebnis ist eine einfachere und verständliche Struktur der Menüführung. Aber auch die Darstellung einzelner Zahlen, wie zum Beispiel bei der Vertragsübersicht jedes Spielers, wurden leicht optimiert. Von den neuen Features noch zu ein paar Einzelheiten des Spielmodus selbst. Zu Beginn einer neuen Karriere bietet das Spiel nun verschiedene Automatisierungen, Hilfen und Einstellungen an. Natürlich beziehen sich alle auf das Gameplay selbst. So kann ich zum Beispiel die Moralgespräche oder die Finanzen der KI überlassen. Bei den Gameplay-Einstellungen fallen allerdings Sachen wie GM Kündbar oder Eigentümer-Modus an. All das kann ich beim Start der neuen Karriere frei bestimmen. Es gehört mit eine zu den Stärken des Spiels, das jeder sich sein Spielerlebnis so einstellen kann, wie er es möchte. Nun... es gibt noch eine weitere Neuerung im Startbereich und zwar die Bestimmung, wie ich in den Franchise-Modus einsteigen möchte. Zur Auswahl steht der klassische Einstieg mit der Vorsaison, Expansion Draft 31 und Expansion Draft 32.

Bei letzteren beiden Handelt es sich um gravierende Spielerverhandlungen, welche noch vor der Saisonvorbereitung vorgenommen werden. Innerhalb dieses Drafts darf ich nur eine bestimmte Anzahl an Spielern sichern und muss bei den anderen hoffen, das sie am Ende bleiben. Im Gegenzug kann ich natürlich auch bei anderen Teams den ihre Spieler abwerben. Das Prinzip dieses Modus leuchtete mir allerdings selbst nach dem dritten Neustart nicht so ganz ein. (Erwähnen wollte ich es trotzdem einmal.) Sonnst erwartet dich in diesem Franchise-Modus eigentlich eine recht einfache Darstellung und Präsentation. Ich meine nicht damit, das der Modus langweilig ist, viel mehr ist die Präsentation recht steril. Es gibt keine Interviews oder animierte Sequenzen, sondern man ist immer etwas steril im Hauptmenü unterwegs und erledigt seine Sachen. Natürlich ist die GM Karriere besser und umfangreicher als noch bei NHL 17, aber einen besonderen Aufhänger bietet mir der Titel hier nicht. Am Ende noch der Hinweis, das man bei beiden Karriere Modi nur die Teams aus der NHL, die Talent-Teams oder des Event Memorial Cup wählen kann. Im Franchise-Modus gibt es darüber hinaus den Vor- oder auch Nachteil, das ich gleich zwei Teams managen muss. Zum einen die eigentliche Hauptmannschaft in der NHL zum anderen das, ich sage mal, Jugendteam in der AHL.
Auch Online weiterhin die stärkste Präsenz bei gewohnten Umfang

Mit Hockey Ultimate Team, EA Sports Hockey League und Draft Champions bietet auch NHL 18 die selben Online-Feature wie seine Vorgänger. Allerdings wurden alle drei Online-Spielmodi noch einmal um ein kleines Stück verbessert. Beginne ich mit Draft Champions, wo ich zuerst einen paar normale Spielerkarten bekomme und dann noch über 12 Runden immer einen aus vier Star-Karten wählen kann. Steht mein Team fest, so muss ich mich mit diesem dann auch behaupten. Der Lohn für das Spielen im Draft Champions-Modus wird mir auf das Hockey Ultimate Team gutgeschrieben. Ja... neu ist das beide Modi mehr oder weniger eine gewisse Verbindung haben. Zum Beispiel wird aus dem HUT auch die Mannschaft übernommen – Also Logo, Trikots und so weiter. Zu beginn von Draft Champions kann ich allerdings nun wählen, ob ich offline oder online spielen möchte. Danach folgt ein Thema und erst danach geht es an die Drafts. Das Thema bestimmt eigentlich die Karten und auch die gegnerischen Teams. (außer beim Online-Spiel.) Die Themen können sowohl saisonal sein, wie aktuell Halloween, als auch Standard wie Veteranen, Teams der Ostküste oder Jungstar. Draft Champions bietet viel ohne großes Drumherum. Deutlich anstrengender und vor allem umfangreicher ist natürlich das Hockey Ultimate Team.

Es ist das Flaggschiff aller EA Sports Spiele und erfreut sich noch immer größerer Beliebtheit. Zu Beginn eines neuen Teams gebe ich Kürzel und Name ein. Logo, Trikot und Stadion werden meinen gewählten Lieblingsteam entnommen. Danach folgt das Öffnen der Spielerkarten... Ach es ist fast wie früher in der Kindheit mit den Fußballkarten nur halt in digitaler Form. Der HUT (Die offizielle Kurzform für Hockey Ultimate Team) bietet eine gewisse Menge an Hilfen und Tipps für einen optimalen Einstieg. Somit kann also auch ein blutiger Anfänger rasch ins Spiel gehen. Wie bei dem Vorgänger auch, ist mir die Möglichkeit gegeben sowohl gegen die KI als auch gegen reale Spieler spielen. Die Struktur des HUT Menüs ist auch diesmal wieder klar in Online und Offline aufgeteilt. HUT kannst du sowohl in einer Art Saison oder als Freundschaftsspiel gegen die KI spielen. Solltest du noch eine größere Herausforderung suchen, so nehme das Team der Woche – Aber Vorsicht! Dieses Team ist das Beste was es gibt. Ein letzter Modus, welcher es ermöglicht gegen die KI zu spielen, ist die HUT-Herausforderung. Über mehreren Kategorien kann ich Sterne und zugleich auch Münzen sammeln.

Die Herausforderungen sind voreingestellte Spiele bei denen ich spezielle Ziele erreichen muss. Zum Beispiel kann das eine Voreinstellung von 2 Minuten Spielzeit bei Profi gegen die NHL All-Stars sein. Die Ziele geben vor das Spiel zu gewinnen, 15 Checks zu machen und noch 2 Minuten Offensiv zu arbeiten. Über 150 verschiedene Herausforderungen warteten auf mich. Zusätzlich kommen noch die saisonalen Herausforderungen hinzu. Übrigens solltest es dich nicht wundern, wenn dich das Spiel vor jedem Match nach einem Offline oder Online-Koop Spiel fragt. Trotz das ich mich in einem Einzelspielermodus befinde, besteht immer die Möglichkeit mit anderen gemeinsam zu spielen. An dieser Stelle taucht auch, das von mir bereits angesprochene, Sofaspiel mit bis zu drei weiteren lokalen Xbox One Controllern wieder auf. Richtige HUT Fans werden sich sicherlich für die Einzelspielerecke nicht interessieren, deshalb nun der Online-Abschnitt. Hier spaltet EA zwischen zwei Saisons. Zum einen die Ultimate Team Saisons, welche vorgegebene Spieltage besitzen und bei denen man sich in einer Rangliste hocharbeitet.

Die Online-Saisons sind dagegen eher spontaner. Anklicken und gegen einen, dank automatischen Filter, Spieler mit gleicher Stärke um wichtige Punkte spielen. Das Ziel ist natürlich der Aufstieg in die nächste Division. Was HUT noch zu bieten hat sind natürlich die Menüpunkte für die Reihenbearbeitung, den Shop, Objekt-Übersicht (Ja es gibt auch Verbrauchsobjekte und Vertragskarten.), sowie natürlich den Marktplatz. Bei letzterem kann ich im Auktionshaus Karten zur Aktion freigeben oder bei anderen Versteigerungen mitmischen. Um etwas zu kaufen benötige ich natürlich Geld! EA hat es auch hier wieder so gehalten einmal die Ingame-Währung Münzen (Gelb) und die Premium-Münzen (Grün) zu nutzen.

Natürlich sind die Premium-Münzen höherwertig als die ollen gelben, doch dafür musst du auch echtes Geld hinlegen. In meiner Spielzeit kristallisierte sich heraus, das man nicht immer unbedingt Geld investieren muss. Wer wirklich ein Hardcore-Spieler ist, der kann sich einiges (auch dank dem Auktionshaus und ein bisschen Glück) ein tolles Team mit den gelben Münzen zusammenkaufen. Selbstverständlich ist der Weg etwas länger. Als letztes gehe ich in die Onlinevariante des Be a Pro ein, die sogenannte EA Sports Hockey League. Wie bereits bekannt sein sollte, erstelle ich auch hier einen Spieler und starte eine neue Karriere. In dieser besonderen Liga kann ich nicht gegen die KI spielen, sondern werde zusammen mit anderen Spielern ein Team formieren und wiederum gegen andere Spieler antreten. Ich finde es an dieser Stelle gut, das EA es jedem Spieler selbst überlässt, ob er einen eigenen Club gründen, einen bestehenden beitreten oder alleine durch das “Drop-In“ Feld in ein zufälliges Match/Team gepackt werden möchte.

Dank dem bekannten Trainer-Feedback bekomme ich in den Pausen und nach dem Spiel eine direkte Auflistung meiner guten Taten, als auch dem woran ich noch arbeiten muss. Glaube mir... es ist nicht wirklich einfach. Selbstverständlich bekommt mein Spieler von Spiel zu Spiel und je nach dem Verhalten im Spiel auch Erfahrungspunkte. Bei diesen haben die Entwickler nun auf Stufen und Auszeichnungen gesetzt. Am Anfang steht natürlich alles auf 0 und die ersten Ziele wie 20 Checks, Pässe, Zweikämpfe oder Dekes sind schnell erreicht. Doch je höher die Stufe in den entsprechenden Tätigkeiten ansteigt, um so mehr muss ich dafür kämpfen. Wenn das kein Grund für genügend Spielmotivation ist!? Abgesehen von den drei erläuterten Spielmodi gibt es noch einen unverbindlichen Spielmodus und das ist der Online-Versus. In diesem kannst du spontan auf die Suche nach einem Gegner gehen und in einem 1vs1 dich mit ihm messen. Zusätzlich hält dieser Modus auch ein Online-Kooperativ bereit. Der einzige Unterschied zu den drei obigen ist halt, das man keine Ligaverpflichtungen oder ähnliches hat.

Arcade, Simulation oder doch eher Hardcore? - Alles was du willst!
Aus dem Wunsch der Community heraus und vielleicht auch von der Tatsache her, das es deutlich besser ist gleich drei verschiedene Steuerungsarten anzubieten, fragt mich das Spiel direkt beim erstmaligen Start nach einem dieser drei. Neben den beiden anspruchsvollen Steuerungen via Sticks, gibt es auch wieder die Arcade-Steuerung, welche nur eine Handvolltasten und das Steuerkreuz berücksichtigt. Ich erinnere noch einmal kurz daran, das diese Steuerungsart zum Jubiläum der NHL-Videospielserie erschien. Wer hätte gedacht das diese Steuerung einmal zum Repertoire der weiteren NHL Spiele gehören würde? Die Unterschiede zwischen den einzelnen Steuerungsarten liegt vor allem am Anteil der zugeschalteten Tasten. Während ich bei der Acrade-Steuerung nur ein paar wenige Knöpfe bedienen muss, wird es mit der sogenannten Skill Stick Steuerungen schon etwas anspruchsvoller. Zum Beispiel wird der rechte Stick für das Schwung holen (ich ziehe den Stick nach hinten) und den Schwungschuss (sofort danach nach vorne drücken) genutzt. Entgegen den für anspruchsvolle Spieler festgelegten Skill Stick bietet NHL noch eine vereinfachte Version, wo es nur reicht den Stick nach oben zu drücken damit der selbe Schuss ausgeführt wird.

Was ich mit dem Beispiel eigentlich erläutern wollte, ist das man durch die drei Steuerungsarten ebenfalls sein Spielerlebnis wieder frei bestimmen kann. Selbstverständlich lassen diese Einstellungen noch einmal individualisieren und auch im Hauptmenü nachträglich regulieren. Des weiteren bietet NHL wieder verschiedene HUD Anzeigen, sowie eine Pfeilanzeige beim Passen, ein Tor-Overlay für den Verdeckungsbereich des Torhüters oder auch die Zielanzeige. Wer es wirklich Hardcore mag, der kann diese Hilfen selbstverständlich auch komplett abschalten um das richtige Hardcore-Feeling zu bekommen. Im Grunde bietet NHL 18 die selben tollen Einstellungsmöglichkeiten wie seine Vorgänger auch. Es besitzt eine große Anzahl an verschiedenen Kameraperspektiven, sieben Schwierigkeitsgrade, umfangreiche Gameplay-Einstellungen und natürlich auch eines der wohl umfangreichsten Tutorials überhaupt. Wie bereits beim Abschnitt zuvor beschrieben, gefällt mir diese schier unendliche Möglichkeit an Einstellungen.Wo ich nun bei einem kurzem Resume bin, hier ein paar Worte zum Rest. Grafisch hat sich eigentlich nicht viel bei NHL 18 geändert. Weiterhin profitiert das Spiel von lebhaften Zuschauereinblendungen, tollen Animationen der Spieler sowie der Umwelt.

Zudem kommen noch die realen Bewegungen und die überzeugende Physik hinzu. (Auf mehreren Ebenen gut gelungen.) Das der Fokus einer pompösen Präsentation, mit anfänglichen Kommentatoren (dies sind die altbekannten um Mike Emrick und Eddi Olczyk), welche eine kleine Analyse abliefern, oder der Kameraschwenk des Stadions selbstverständlich bei der NHL und AHL liegt, sollte jedem klar sein. Die anderen Ligen werden dagegen etwas dezenter präsentiert. Leider bleibt das hohe Grafikniveau nicht ohne Fehler. Gelegentlich bewegen sich die Spieler beim Einlauf in die Katakomben oder bei gewissen Vorkommnissen etwas künstlich versetzt. Doch im Anbetracht des Ganzen sind dies nur kleinere Schönheitsfehler bei einer sonnst doch recht guten Präsentation. Eine besondere Erwähnung sollte hier auch das neue Hauptmenü im rustikalen Stil bekommen. Es ist einfach, übersichtlich und wirkt deutlich aufgeräumter als bei seinen Vorgängern.

Zudem muss man nicht unbedingt zig Seiten verschieben, um an den gewünschten Modus zu gelangen. Komme ich zum Sound. Abgesehen davon das die Kommentatoren sich gerne mal wieder wiederholen und ich dabei bei einem altbekannten Problem eines Sportspiels angelangt bin, gibt es auch beim Sound normalerweise keine große Beanstandungen. Der Soundtrack ist rockig, die Atmosphäre und Soundeffekte sind perfekt. Es gibt in dem Punkt wirklich nur die Kommentatoren, die eine kleine Schwachstelle bilden. Auf die Steuerung bin ich bereits eingegangen und auch auf die vielen Einstellungsmöglichkeiten. Blicke ich rasch zum Einzel- und Mehrspieler. Beide bieten reichlich Abwechslung und wurden sinnvoll optimiert. Und sollte sich nun auch die Frage nach der Netzverbindung und der Konnektivität stellen, so kann ich wie immer nur sagen: Einfach nur vorbildlich.
Fazit & Wertung

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