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PC Reviews - Out of the Park Baseball 18Geringfügige Verbesserungen ohne große Revolution

Out of the Park Baseball 18 - Geringfügige Verbesserungen ohne große Revolution
07.05.17 22:47 Autor: sebastian.k Auch in diesem Jahr gibt es wieder einmal eine neue Version des Baseballmanagers. Was ist neu und was haben die Entwickler verbessert?
Fazit & Wertung
Out of the Park Development haben vor einigen Wochen die 2018ner Version ihres, in den USA sehr erfolgreichen, Baseball Managers Out of the Park Baseball 18 für Steam und als Standalone Version über die Webseite veröffentlicht. Die Entwickler haben auch in diesem Jahr sich wieder die offiziellen Lizenzen der MLB schnappen können, was für uns Spieler mehr Realismus bedeutet. Wie du bereits mitbekommen hast, begleiten wir die Jungs von Out of the Park bereits schon ein paar Jahre und ähnlich wie bei einem guten Wein, reiften sowohl der Baseball-, als auch Eishockey-Manager, ordentlich heran. In der neuen Version gibt es ein paar neue Features und endlich auch eine verbesserte Darstellung des Spiels mit 3D Optik. In wie fern der Titel besser ist und warum meine Wenigkeit bereits von Anfang an etwas enttäuscht war, das erfährst du in den folgenden Zeilen.

Gewohnt großes Angebot an Spielmodi – Garniert mit dem neuen Challenge Modus

Zugegeben, die Benutzeroberfläche des Spiels hat sich kaum verändert. Kein Wunder, den der Titel feiert in den Staaten einen recht großen Erfolg. In unserer Kultur ist Baseball nicht wirklich angekommen, sodass die Entwickler in unseren Bereiten es auch schwer haben Fuß zu fassen. Nun was erwartet dich für den stolzen Preis von 36,99€? (Preis stammt von Steam) Insgesamt haben die Entwickler nur wenig neues Verbaut und sind überwiegend bei alten positiven, als auch negativen, Sachen geblieben. Dazu zählt auch die kleine Auswahl an 11 Baseballligen. Lediglich die große MLB (wofür die Entwickler auch offizielle Lizenzen besitzen) und ein paar ebenfalls große Ligen der Welt sind noch vertreten. Doch beginne ich den Artikel erst einmal mit den Spielmodi. Wie bereits im letzten Jahr, kann ich eine New Standard Season (eine komplette Saison mit den neusten Datenbanksätzen aus 2017), ein Quickstart Game (Schnelles Spiel mit vorgegebenen Einstellungen und Teams), Historical Game und eine Historical Exhibation starten. Wie gewohnt gehe ich nun auf jeden der Spielmodi etwas ein. Das New Standard Game ist die normale Karriere bei der ich eine Mannschaft meiner Wahl leiten kann. Zu beginn lege ich meinen Namen, Herkunft und weitere Informationen fest. Danach kommen die Spieleinstellungen. Will ich als nur als Manager oder doch als General Manager arbeiten. Der Unterschied zwischen den beiden besteht im erweiterten Tätigkeitsbereich. So ist der GM auch für Free Agents, die eigenen Nachwuchsteams und das ganze Finanzwesen zuständig. Als Manager selbst kümmere ich mich lediglich um die spezifischen Sachen des Teams wie LineUp (Aufstellung), Strategie und was noch alles zu einem Trainerposten gehört.

Was ich bei diesem Titel auch in diesem Jahr als Positiv anhefte sind die vielen vielen Erklärungstexte. Zu jeder Option, zu jeder Einstellung und zu jedem Parameter erklärt mir das Spiel kurz, was es bewirkt. Ein Tutorial gibt es übrigens direkt im Spiel nicht, sondern nur über die offizielle Homepage. Alternativ verbauten die Entwickler am unteren Rand des Hauptmenüs diverse Links zu einer Anleitung und zu Tutorial-Videos. Übrigens ist eine Anmeldung bei der offiziellen Webseite keine Pflicht. Allerdings verzichte ich als Spieler dann auf ein aufzeichnen der errungenen Trophäen und Scores in der Datenbank der offiziellen Out of the Park Baseball 18 Webseite. Was hätte ich nun von einer Anmeldung bei der Seite? Nun laut den Entwicklern kann man sich mit seiner GM oder dem Manager Score auf einer virtuellen Tabelle eintragen lassen. Dank einer Scoreliste kann ich mich somit mit anderen messen. Dies sehe ich allerdings nicht als Mehrspieler an, weshalb eine Wertung für diesen Punkt weg fällt. Achja... die Trophäen welche über Steam erspielt werden, bleiben natürlich bei dem Steam-Account. Doch zurück zum Erstellen eines neuen Profils. Ebenfalls Neu und direkt bei der Auswahl des Spielmodus eingeblendet, kommt der Challenge Modus daher. Dieser scheint auf den ersten Blick eine Hardcore-Ergänzung zum Spiel zu sein. Schnell stellte ich fest, das der Name hier Programm ist. So werden die Auswahlmöglichkeiten für viele Spieleinstellungen direkt am Anfang abgeschaltet.

Außerdem reagiert das ganze Spiel viel extremer auf Veränderungen, im Gegensatz zur normalen Saison. Ob dieser Modus das Spiel interessanter macht? Definitiv. Allerdings werden einem beim aktivieren dieses Modus am Start auch die Hände gebunden. Vorteil: Man kommt nicht in die Versuchung den Commissioner Modus und die „Kann nicht gefeuert werden“ Funktion einzuschalten. (Zur Erläuterung: Der Commissioner Modus erlaubt es mir noch während der Saison verschiedene Datenbankänderungen vorzunehmen.) Weiter geht es mit der History Season in der ich eines der legendären Baseballteams von 1871 bis 2016 leiten kann. Die Features dafür sind übrigens dem der normalen Karriere gleich, weshalb ich hier nun nicht direkt ins Detail gehen werde. Bereits bei den vorherigen Reviews habe ich diesen Modus immer wieder gelobt, auch wenn die Entwickler sich nur auf die amerikanische Baseballgeschichte konzentrierten. Dafür scheinen alle Daten, Teams und Namen korrekt zu sein. Weiterhin gehe ich auf das Schnelle Spiel (Quickstart Game) ein, welches ebenfalls die selben Gameplay-Elemente beinhaltet wie die anderen Modi auch. Der feine Unterschied liegt hier allerdings darin, das ich den Trainerposten nur für ein Spiel übernehme. Teams, Spielregeln, Einstellungen und Match-Zusammenstellung legt das Spiel von alleine fest. Neu im Spiel hinzugekommen ist der Modus Historical Exhibation. Er löste eigentlich den normalen Exhibations Modus ab, welcher noch im letzten Jahr verbaut war.

Im Exhibations Modus spiele ich wahlweise eine komplette oder mehrfach hintereinander folgende Saisons. Im Gegensatz zur Historical Season lässt sich im Exhibation Modus so einiges einstellen. Ich darf meine gewünschte Baseball-Ära und die Teams aus den entsprechenden Jahren wählen. Außerdem bestimme, ob original historische Transfairs von Spielern innerhalb meiner Season ausgeführt werden dürfen. Natürlich darf ich auch einige Spieleinstellungen vornehmen, die in der Historical Season nicht möglich sind. Historisch korrekt ist dieser Titel definitiv. Im Vergleich zum letztjährigen Exhibations Modus gibt es im neuen Historical Exhibation Modus nur historische Teams. Leider bietet mir der Modus nicht die gewünschte Freiheit Teams aus 1890 gegen welche aus 1950 antreten zu lassen. Viel mehr teilten die Entwickler die Jahrzehnte in diverse Baseball-Äras ein. Somit können wenigstens gewählte Teams aus 1995 gegen welche aus 1998 antreten. Als letztes bietet Out of the Park Baseball 18 wieder die Individuelle Saison (New Custom Game) in der ich alles nach meinen Regeln und Zuteilungen erstellen und bespielen kann. Vom Umfang her lässt dieser Titel momentan wirklich kaum noch wünsche offen. Achja... und die Datenbanksätze können natürlich auch noch direkt bearbeitet werden.
"Mensch ärger dich nicht" Figuren treffen auf Baseball

In den vergangenen Reviews bemängelte ich immer wieder die Spielgrafik während der Matches. Auch in dieser 18ner Version gibt es wieder die Möglichkeit sein aktuelles Match in drei verschiedene Sichtweisen zu betrachten. Wie auf den Screenshots zu sehen bietet der Titel einmal den einfachen Webcast, dann den Broadcast mit textlichen Kommentaren zum Spiel und zuletzt die überarbeitete 3D View. Überarbeitet im Sinne von, es bewegen sich endlich mal Figuren auf dem Spielfeld und man kann den Ball ordentlich verfolgen. Allerdings lässt der Detailgrad auch weiterhin etwas zu wünschen übrig. Für detailverliebte oder grafikverwöhnte Spieler ist die 3D View natürlich immer noch nicht das Wahre. Ich persönlich empfinde allerdings diese neue 3D View, trotz der Aufmachung wie bei den Figuren von "Mensch ärger dich nicht", als sehr sinnvoll. So werden manche Spielabläufe, Situationen und Möglichkeiten besser aufgezeigt. Für den Manager ist es bekanntlich wichtig zu sehen, wie sich das Spiel entwickelt und mit der überarbeiteten 3D View ist dies nun endlich auch möglich. Selbstverständlich kann eine solche Darstellung nicht mit der Grafik eines der letzten Fußballmanager von Electronic Arts mithalten, es erfüllt allerdings seinen Zweck. Wie bei den Vorgängern auch, bleibt mir die Freiheit die Spielgeschwindigkeit frei zu bestimmen. Springe ich nur von Inning zu Innig oder direkt weiter zur Halbzeit oder noch weiter zum Ende des Spiels? Die Wahl liegt bei mir. Gewohnt positiv gestaltet sich in den drei Ansichten auch die Anzeige für verschiedene Parameter und die Möglichkeit immer taktisch eingreifen zu können. Übrigens hat man die Option den Co-Trainer für diverse Hilfestellungen bei LineUp und Strategie zu befragen, innerhalb des Spiels, weggenommen. Dies muss ich direkt vor dem Start des Matches machen. Soundtechnisch hat sich in der Spielansicht leider kaum etwas geändert. Weiterhin gibt es nur Reaktionen von den Zuschauerrängen. Ein gewisses Baseball-Feeling bleibt also auf der Strecke. Wer keinen Wert auf Übertragungen via Broadcast, Webcast oder 3D View steht, der kann jedes Match natürlich auch simulieren lassen.

Fixpunkt wieder nur auf den amerikanischen Markt gerichtet – Die üblichen Negativen

Nun... abgesehen von dem Standpunkt das Baseball in unseren Breiten eher eine geringe Fan-Gemeinschaft besitzt, so ist Out of the Park Baseball 18 ein guter Baseball-Manager von dem es keinen zweiten gibt. Leider haben die Entwickler auch in der 18ner Version wieder nur recht wenig neue Features verbaut, die eventuell mit einem Update hätten nachgereicht werden können. Trotzdem lässt dieser Titel von den Möglichkeiten und der Spielmechanik her kaum Wünsche übrig. Von Jahr zu Jahr gibt es immer wieder kleinere neue Features und so kann der Titel in diesem Jahr mit der überarbeiteten 3D View etwas glänzen. Doch es gibt auch diverse Negative auf die ich nun eingehen möchte. Zum einen bietet der Titel wieder keine Multi-Language. Das bedeutet, das der Titel komplett auf Englisch ist. Sowohl in der Standalone Version von der offiziellen Webseite als auch die Steam Version. Weiterhin haben die Entwickler keine richtigen Spielerbilder von der MLB verwendet (trotz Lizenz). Ob das ein Plus oder Minus ist muss dabei jeder selbst entscheiden, denn ohne richtige Bilder der Spieler bleibt auch die gesamte Präsentation gleich. (Spielerbilder werden so nur 1:1 den originalen nachempfunden, allerdings unter Verwendung der Spielgrafik.)

Etwas überflüssig finde ich unter den neuen Features auch die Registrationsmöglichkeit für die Webseite, um seine Scores und Trophäen zu zeigen. Zusätzlich kommt noch der Facebook und Twitter-Support hinzu, mit dem ich meine spielerischen Errungenschaften mit meinen Freunden teilen kann. Dafür muss man seine Account-Daten eingeben und schon kann ich bei besonderen Nachrichten innerhalb des Spiels dieses bei Facebook bequem teilen. (Zum Beispiel wenn ich eine News bekomme mit der Nachricht das mich ein anderer Verein haben möchte.) Sauer stieß mir auch in diesem Jahr die kleine Anzahl an Baseballligen auf. Es gibt nur noch 11 verschiedene Ligen in den ich meine GM oder Manager Tätigkeiten nachgehen kann. Schade eigentlich... gerade die große Datenbank war eines mit der großen Pluspunkte bei diesem Titel. Übrigens ist die italienische Baseballliga die einzige europäische in diesem Spiel. Viel besser und umfangreicher finde ich die Historical Modi mit den ganzen historischen US-Mannschaften und Spielern. Was übrigens bei Out of the Park Baseball 18 weiterhin vorbildlich ist, sind die Menüpunkte, die Spielmechanik als Managerspiel, die große Datenbank an historischen Teams und Transfairs, sowie die Anordnung des Arbeitsplatzes. Letzteres hatte wieder einmal nur ein ganz leichtes Facelift bekommen. Ich persönlich begrüße dieses kleine Facelift, denn somit empfindet man als Spieler den Arbeitsplatz als noch angenehmer.
Fazit & Wertung

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