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Xbox One Reviews - Sniper Elite 4DER Anwärter auf den Titel - Das beste Scharfschützen-Spiel 2017

Sniper Elite 4 - DER Anwärter auf den Titel - Das beste Scharfschützen-Spiel 2017
13.02.17 19:03 Autor: sebastian.k Pünktlich zum Release des Titels haben wir für dich den ausführlichen Test mit allem, was du über Sniper Elite 4 wissen musst.
Fazit & Wertung
Das in Oxford (England) ansässige Entwicklerteam um Rebellion gibt es ja bereits seit 1992 und konnte über all die Jahre einige Titel veröffentlichen, die mal mehr und dann wieder weniger erfolgreich waren. Zu dem erfolgreichsten Spiel aus dem Hause, innerhalb der Anfangsjahre, gehörte Alien vs Predator. Darüber hinaus versuchte man sich an diversen Spielen zu Filmen, Serien oder auch gar allerhand an Genres. Wer sich die Liste der produzierten Spiele ansieht, der wird erkennen das viele Titel für die Handle-Geräte erschienen, trotz großer Titelnamen. Zum Beispiel: Medal of Honor: Underground (Ego-Shooter, Game-Boy-Advance-Umsetzung), Mission: Impossible (Actionspiel, Game Boy Color) und Harry Potter and the Order of the Phoenix (Action-Adventure, PlayStation-Portable-Umsetzung). 2005 wurde der Name der Entwickler vor allem durch ein Spiel geprägt und dieses lautete Sniper Elite: Berlin 1945. Das Gameplay und die besonderen Features dieses Titels waren damals natürlich eine absolute Neuheit und sollten auch in den darauffolgenden Teilen nie an Interesse verlieren. Es stellte sich mit Sniper Elite eine recht erfolgreiche Spielreihe aus dem Hause Rebellion ein und zu verdanken hatte man das vor allem der spektakulären Kill-Cam. Hierbei verflogt die Kamera, bei einem kritischen oder tödlichen Treffer am Feind, die Kugel bis zum Einschlag im Körper. Durchaus sorgte dies bei den Medien für etwas Unverständnis. Wer braucht schon so eine übertriebene Brutalität?! Durch die immer bessere Grafik wurde diese Animation und der Effekt im Allgemeinen immer mehr verbessert und detailgetreuer. Ich selbst erfuhr von Sniper Elite allerdings erst etwas Später und zwar als die Trilogie zu Sniper Elite: Zombie Army erschien. Um so heißer war ich ab dem Punkt auf die kommenden Teile von Sniper Elite. Ohne nun den direkten Vorgänger (Sniper Elite 3) gespielt zu haben, gehe ich in den Test zu Sniper Elite 4. (Im Hinterkopf habe ich aber natürlich Sniper Elite V2 und natürlich Sniper Elite: Zombie Army.)

Eine Geheimwaffe, eine britische Kommandoeinheit und ganz Italien als Schlachtfeld

Italien 1943 – Der britische Geheimdienst folgt Gerüchten die besagen, das die Deutschen eine Geheimwaffe entwickeln und auch bereits testen. Geschickt wird die Kommandoeinheit und Agent Karl Fairburne, der wohl beste Sniper-Schütze der britischen Armee. Bereits bei seiner Anreise auf einem kleinen Boot muss er feststellen, das es sich bei der Geheimwaffe um ferngesteuerte Langstreckenrakete handelt. Die erste Mission, die ich bestreiten muss, spielt auf einer Insel in der nähe vom italienischen Festland. Sein Ziel: Die Insel von den Nazioffizieren und der führenden Kraft hinter den Tests beseitigen. Seine Gegner? Viele viele deutsche Einheiten, bewaffnet mit den verschiedensten Waffen. Klingt nach einer Herausforderung nech? Durchaus wurde ich in den darauf folgenden neun Missionen immer mehr auf die Probe gestellt. (Insgesamt gibt es 10 Missionen) Zum einen liegt dies an den variierenden Umgebungen, welche mal eng mit vielen Häusern, dann wieder etwas freier mit einem großen Schussfeld, ausfallen können. Was ich sehr an dem Spiel schätze ist die Größe der Karten. Alle Level sind ordentlich groß und haben ihre eigenen Nebenmissionen. Zusätzlich werden im Spielverlauf immer mehr neue Gegnerarten hinzukommen. Zum Beispiel der Späher, welcher Artilleriefeuer durch eine Leuchtkugel anfordert oder auch ein Truppentransporter mit Geschützturm. Rebellion sind mit dem vierten Teil der Sniper Elite Reihe auch viel mehr auf einen Shooter eingegangen, der sowohl ein taktisches als auch ein Stealth Gameplay Elemente besitzt.

Statt wildem geballer sind nun Hinterhalte, Lockfunktionen und Schüsse aus dem Verborgenen wichtiger geworden. Das spürte ich auch bei den direkten Feuergefechten mit Gegnern. Karl kann wahrlich nicht viel einstecken. So oder so werden nun der Feldstecher und das Scharfschützengewehr immer wichtiger. Mit dem Feldstecher kann ich alle Feinde und besonderen Objekte im Sichtfeld markieren. Damit habe ich immer eine optimale Übersicht, auch ohne den Feldstecher im Anschlag. Sniper Elite 4 lies bei mir eigentlich keine Wünsche offen. Es gibt eine ordentliche Anzahl an Scharfschützengewehre, sekundär Waffen, als auch Pistolen und Hilfsmittel. Vor einer Mission kann ich Karl in einem entsprechenden Menü ausrüsten. Dank Scharfschützenmünzen, die ich durch Levelaufstiege meines Spielerlevels verliehen bekomme, können andere Waffen freigeschaltet werden. Doch zu dem System komme ich noch. Zuerst auf ein Feature, welches die Sniper Elite Reihe überhaupt so bekannt gemacht hat. Die Rede ist natürlich von der Kill-Cam. Zu Beginn der Kampagne werde ich gefragt, ob die Kill-Cam eingeschaltet werden soll. Welch eine Frage!? Das ist doch das coolste am Spiel! Sicherlich streiten sich die Spieler und Medien, ob solch eine brutale Darstellung wirklich notwendig ist. Ich stehe dem fast immer sehr offen gegenüber. Für alle die die Kill-Cam nicht kennen eine kurze Erläuterung: Bei einem kritischen Treffer via Scharfschützengewehr verfolgt die Kamera im Zeitlupeneffekt die Kugel bis zum Einschlag im Körper. Im Gegensatz zu den Vorgängern gibt es nun noch mehr Details der Organe und noch mehr Details bei den Fallanimationen. (Mittlerweile werden auch Treffer auf verschiedene Regionen des Körpers mit Erfahrungspunkten belohnt. Darunter Hodentreffer, Kopfschuss, Schultertreffer, Nierentreffer, Herztreffer und so weiter.) Übrigens schaltet sich die Kill-Cam auch beim Auslösen von Sprängfallen und ähnliche Objekten zu. Ja selbst beim treffen von explosiven Gegenständen wird umgeschaltet.

Die Häufigkeit der Kill-Cam kann auch in den Optionen noch weiter angepasst werden. Nun aber zurück zum eigentlichen Thema. Die Szenerien der einzelnen Level sind Rebellion außerordentlich gut gelungen und bieten viel Platz für viele taktische Vorgehen. Wie der Lauch-Trailer bereits schon verkünden ließ: „Timing is Everything“. Doch es ist nicht nur dieses, denn die Umgebung bietet so viele weitere alternativen die deutschen Einheiten auszuschalten, dass man selbst nach mehrmaligen bespielen der einzelnen Level keinen Eindruck bekommt, es würde langweilig werden. Blicke ich noch kurz zur Story selbst. Nach der zweiten Mission hilft Karl den Partisanen und somit italienischen Widerstand. Doch anders als wie man es erwarten würde, reist Karl nun quer durch Italien um diverse Ziele zu infiltrieren, zu zerstören und verschiedene Vorfälle zu begradigen. Auch das Ausschalten von ranghöheren Nazis gehört dazu. Das Grundziel des ganzen ist die Beseitigung der Person, welcher nicht nur Hitler nahe steht, sondern auch für dieses (Lenkrakten-) Projekt verantwortlich ist. Doch um an diesen Mann heranzukommen braucht es schon viele Leichen, viele Orte und noch mehr Munition für Karl. Damit ich als Spieler nicht unbedingt ohne eine Lagebesprechung in den Kampf gehe, haben Rebellion noch eine Vorkarte verbaut. In diesem kleinen Areal kann ich mit verschiedenen Personen sprechen und mir somit alle notwendigen Informationen zu den Haupt- und Nebenzielen geben lassen. Nebenziele müssen übrigens nicht absolviert werden, wenn man es nicht möchte. Allerdings bringen sie die notwendigen Erfahrungspunkte für neue Waffen und Gadgets. Die Story wird also nicht wie ein Film erzählt, sondern eher wie mehrere Episoden hintereinander. Trotz dieser groben Lücken zwischen den Missionen ist die allgemeine Erzählung gelungen. Achja... und bevor ich es vergesse: Egal ob selbst erstellte Mehrspieler-Partie oder Einzel-Überleben Modus, das Spiel stellt immer nur so viele Karten zur Verfügung, wie ich sie auch in der Kampagne bereits absolviert hatte.

Lass dich nicht finden!

Karl ist natürlich nicht Rambo und daher hält er auch nicht vielen Kugeln stand. Seine Spezialität ist da eher der Kill aus dem Gebüsch, aus dem Schatten oder während lauter Umgebungsgeräusche. Tarnung ist halt fast alles bei diesem Spiel, doch nicht immer läuft alles nach Plan. Schüsse, welche nicht durch andere Einflüsse überdeckt werden, können von den nahegelegenen Einheiten gehört werden. Das bedeutet dann, sie gehen diesem nach und kommen mir recht nahe. Insgesamt gibt es zwei Stufen der "Fahndung" die die KI besitzt. Zum einen Status Gelb bei der die KI Geräuschen nachgeht oder die Umgebung absucht. Der zweite Status ist dann Rot. Meistens wird dieser dann eingeläutet, wenn ich definitiv Entdeckt wurde. Meine Position wird dann von den Einheiten markiert und nicht selten bricht dann die Hölle los. Wilde Feuergefechte oder direkt heran stampfende Soldaten sind die Folge. Abhängig davon, welche Einheiten noch vertreten sind, können Späher auch Artilleriefeuer auf meine Position schicken oder feindliche Scharfschütze eröffnen das Feuer. Funker und ranghöhere Offiziere besitzen sogar die Möglichkeit eine große Anzahl an Reserveeinheiten zu mobilisieren. Manchmal hilft es dann, sich weiter zurück zu ziehen und aus einer neuen Distanz abzuwarten. Durchaus lassen die Soldaten nach einer gewissen Zeit von einem ab, bleiben allerdings weiterhin wachsam. Je nach Schwierigkeitsgrad kann das ganze sehr hässlich für Karl werden. Auf die Spitze treibt es Rebellion übrigens mit Schnellwagenpanzern, eingegrabene Panther-Türme oder auch Kettentransportfahrzeuge mit MGs. Spätestens hier hilft kein Harakiri mehr, sondern ein ruhiges und taktisches vorgehen. Das Ganze macht halt die Missionen noch anspruchsvoller, als sie eh schon sind. Mein Tipp: Kundschafte soweit es geht die Umgebung aus, suche dir die beste Position und sei auf alles vorbereitet. Zudem ist es niemals verkehrt seinen Rücken mit Tretminen oder Stolperdrähten zu stärken.
Erneutes Spielen lohnt sich – Herausforderungen erst nach der Kampagne

Wie bereits erwähnt, bietet jede einzelne Karte immer mehrere Wege die Gegner zu eliminieren und die Ziele zu absolvieren. Im Fokus stehen während der Kampagne immer die Haupteinsatzziele, als auch die Nebenaufgaben. Trotzdem überhäuft Rebellion mich als Spieler mit vielen Sammelobjekten wie Briefe in die Heimat oder Verschiedene Dokumente. Alle auffindbaren Dokumente liefern weitere Informationen zu den Umständen in Italien und der geheimen Waffe. Finden lassen sich diese manchmal an verschiedenen Orten oder direkt bei den Leichen der einzelnen Soldaten. Achja... und wie es bei Sniper Elite auch immer so war, es gibt selbstverständlich für alles Erfahrungspunkte. Abgeschlossene Nebenaufgaben, Auszeichnungen für spezielle Aktionen oder auch die gesammelten Sachen wirken sich auf die Erfahrungspunktezahl aus. Nicht zu vergessen auch die Kills und Kill-Kombinationen. Auf der ersten Karte wurde mir zum Beispiel die Kombination Lärm von Flugzeugen und den ungedämpften Schuss aus dem Scharfschützengewehr näher gebracht. Immer wenn Flugzeuge über meine Postion donnerten, schaltete ich von den Ultraschallkugeln (diese sind beim Abschießen nicht hörbar) auf die normalen Kugeln um. Durch die Lautstärke der Maschinen geht mein Schuss unter. Dies bewahrt mich nicht nur vor einem gelben Alarmstatus, sondern es gibt auch ordentlich Punkte. Habe ich den Level einmal abgeschlossen, so kann ich diesen im Spielmenü immer wieder als Mission neu auswählen. Zusätzlich schalten sich fünf Herausforderungen frei, welche beim erstmaligen Spielen nicht vorhanden sind.

Somit gibt es noch einmal ein paar Stunden Spielspaß extra. Was die Länge der einzelnen Missionen angeht, so muss ich sagen das es vom Spieler selbst abhängig ist. Ich wollte immer beim ersten Durchlauf so viele Briefe, Dokumente und Sachen finden, wie möglich. Dabei hatte ich meistens eine Spielzeit von 1,5 bis 2,5 Stunden pro Karte. Auch wer meint, er müsse dies nicht sammeln, der wird die Spielzeit pro Level nicht unter 35-70 Minuten meistern können. Hierfür sind es in vielen Kartenabschnitten zu viele Gegner mit einer guten Trefferquote. (Im Test spielte ich überwiegend auf Normal.) Aufgrund des taktischen Gameplays werden Spieler mit einer gewissen Schießwut durchaus etwas ausgebremst. Mir persönlich gefällt das doch recht einfache Taktik-Gehabe im neuen Sniper Elite. Übrigens: Mit einer Pfeife und Steinen dürfen Gegner nun auch gelockt werden. Das ganze hat schon etwas von HITMAN, wobei ich mit Sniper Elite 4 viel mehr Spaß hatte, als mit dem Square Enix Titel.

Der Schießstand und der Einzel-Überleben Modus – Alleine gegen Gegnerwellen

Abseits der Kampagne gibt es noch zwei weitere Spielmodi, mit der ich mir die Zeit vertreiben kann. (Offline versteht sich.) Zum einen der Schießstand. Dieser ermöglicht es mir nicht nur alle im Spiel vorhandenen Waffen auszuprobieren, sondern es bietet auch eine Art von Herausforderung. Bei den Gewehren, Mps und Pistolen kann ich direkt auf Punktejagd gehen und unter Umständen auch ein paar Orden kassieren. Jeder Treffer eines Bereichs am Körper wird mit verschiedenen Punkten bewertet und ergibt so auch die eigentliche Highscore. Gleichzeitig bekam ich für die anderen Gewehre ein gewisse Gefühl. Da es auf dem Schießstand auch keine Zeitlimitierung gibt, abgesehen von der Punkteherausforderung, haben Anfänger an dieser Stelle sehr sehr viel Zeit und Platz alles auszuprobieren. Komme ich nun zu einem Spielmodus, der letztendlich vielleicht doch was für die erfahrenen Spieler ist. Die Rede ist vom Einzel-Überleben Modus. Hier geht es darum, das ich einen Kommandoposten halten und verteidigen muss. Von Welle zu Welle kommen dann immer mehr deutsche Soldaten auf mich zu.

Das einzige Mittel gegen diese Invasion ist natürlich die pure Waffengewalt und zwar über das Gewehr hinaus. Zusätzlich können auch wieder Tretminen, Stolperfallen und Bouncing Battys installiert werden. Das hält mir meistens gut den Rücken frei, da die KI teilweise sehr clever mitdenkt und verschiedene Laufrouten wählt. Nach einer gewissen Zeit wird der Kommandoposten verlagert, sodass ich am nächsten Ort wieder Verteidigungsmaßnahmen ergreifen muss. Zwischen den Wellen habe ich meistens 20-30 Sekunden Zeit um die toten Gegner zu plündern und neue Fallen aufzustellen. In meinen Augen fast unmöglich und sehr knapp bemessen. Doch der Modus soll ja schließlich eine Herausforderung bergen. Bei der Schwierigkeit greift das Spiel auf vier bekannte Schwierigkeitsstufen zurück. (Auf die ich noch eingehen werde) Im Laufe meines Test erfreute mich auch die Tatsache, das alle Upgrades von Waffen und auch die Erfahrungspunkte, sowie Auszeichnungen, auf meinem Spielerkonto gutgeschrieben werden. Teilweise war die Anzahl an Punkten und Auszeichnungen um ein riesen Stück größer, als wie in einer Mehrspielerpartie. Der Überleben-Modus an sich wird auch im Menüpunkt Kooperativ aufgeführt, wo ich dann mit drei weiteren Mitstreitern in den Kampf ziehe. (Zum Mehrspieler aber gleich mehr.)

Vier Schwierigkeitsgrade und Anpassungen der Physik

Sniper Elite 4 verfügt nicht nur im Bereich des Optionen Menüs über allerhand einstellbaren Features. (Darunter Spieloptionen wie Röntgen, Gefahr-Kamera, MP-Anzeigetafel, Zielhilfe und Kill-Cam Einstellungen. Zusätzlich lassen sich Anzeige, Audio und die Steuerung optimieren.) In Bezug auf die Schwierigkeit fuhren Rebellion ebenfalls eine große Palette auf. Im Grunde gibt es gleich vier Schwierigkeitsstufen, welche ich immer vor dem Start einer Mission festlegen kann. Diese sind Leicht, Normal, Schwer und Hardcore. Neben der Reaktion und Stärke von Gegnern, regeln die Schwierigkeitsgrade auch diverse Hilfen und physikalische Einstellungen. Sichtbar wird der Umfang dieser Einstellungen allerdings erst, wenn man die fünfte Schwierigkeit aussucht. Betitelt ist sie mit “Angepasst“ und baut auf die von mir festgelegten Parameter auf. Die “Angepasst“-Stufe kann ich im entsprechenden Bearbeitungsmenü vollständig an meine Vorlieben anpassen. Zuerst die KI: Aggression, Empfindlichkeit, Fähigkeiten und Härte können in dem Punkt angepasst werden.

Im zweiten Bereich geht es um die Taktik. Dort fallen Sachen wie Waffenstreuung, authentische Schalldämpfer, Spielerhärte, HUD und automatisches Heilen drunter. Der wohl aufregendste und schlagkräftigste Punkt heißt Waffen. Hier kann ich den Eigenbeschuss, die Schwerkraft, Einflüsse von Wind, Munitions Häufigkeit, Zielfernrohr-Abweichung und Ladestreifen/Magazin einstellen. Warum liste ich das ganze eigentlich nun hier so auf? Mit dieser Auflistung möchte ich unterstreichen, wie sehr Rebellion aus Sniper Elite eine richtige Simulation erschaffen hat. In Anbetracht der individuellen Anpassungsmöglichkeit der Schwierigkeit sieht man erst, was sich hinter den einzelnen Schwierigkeitsstufen verbirgt. Es sind im Grunde die selben Parameter, nur halt der zu erwartenden Schwierigkeit angepasst. Insgesamt muss ich bei Sniper Elite 4 sagen, das mir die KI bereits auf Normal sehr gefallen hat. Es gab im Verlauf des Spiels nie wirklich peinliche KI-Aussetzer, die ich vielleicht erwähnen müsste. Über meine Pleite bei der höchsten Schwierigkeitsstufe möchte ich da lieber nicht reden, denn hier zeigt sich erst wer wirklich ein Sniper Elite ist.
Upgrade-Ziele als Ansporn für ein abnormales Spielverhalten

Ich hatte bereits erwähnt, das dass Spiel mir verschiedene Erfahrungspunkte für verschiedene Kill-Arten gutschreibt. Im Zusammenhang dessen koppelten die Entwickler diverse Ziele mit den Upgrades meiner Waffen. Pro Waffe, egal ob Scharfschützengewehr, MP oder Pistole, gibt es drei mögliche Upgrade-Arten. Bei der Springfield (die typische Startwaffe) sind es ein verbesserter Zoom, mehr Schaden und verringerter Rückstoß. Für jedes dieser drei Upgrades gibt es ein Ziel, das wie folgt ausfallen könnte. 20 übertönte Kills, 40 Schultertreffer, 50 Kills und so weiter. Rebellion haben die komplette Palette an “Zielen“ durchstöbert, um es mir als Spieler nicht wirklich einfach zu machen. Zudem sind alle Upgrade-Ziele nicht sofort freizuschalten. Die Ziele wurden bewusst so hoch gesetzt, das man meistens erst nach zwei oder drei Missionen dieses Upgrade freigeschaltet. Habe ich alle drei Upgrades in meinem Besitz, so bekomme ich eine spezielle Lackierung. Natürlich bringen Rebellion in den folgenden (kostenpflichtigen) DLCs neue Skins und Waffen ins Spiel. Die entsprechenden Upgrades gelten allerdings nicht für Gadgets wie Sprengstoff, Tellerminen und ähnliches. Wie bereits erwähnt, kann ich nur durch Scharfschützenmünzen neue Waffen kaufen. Diese Münzen werden mir pro Levelaufstieg meines Charakterprofils gutgeschrieben. Zudem gibt es für Karl auch eine Art Talentbaum, der wiederum in fünfer Level Schritten erweitert wird. Pro erreichten Slot darf ich eines aus jeweils zwei Fähigkeiten aussuchen. Zum Beispiel zwischen Maximaler Herzfrequenz oder schnelle Erholung nach hoher Herzfrequenz. Es sind also eher passive Fähigkeiten die das Leben als Sniper unter Umständen viel leichter machen. Vorausgesetzt man wählt die richtige Fähigkeit. So oder so gefiel mir auch dieses Feature. Gerade weil der Umfang des Talentbaumes relativ einfach und übersichtlich ist.

Der große Tummelplatz für alle Online-Spieler (Online-Mehrspieler und Kooperativ im Fokus.)

In Hinsicht auf den Einzelspieler haben Rebellion wirklich eine tolle Arbeit geleistet. Von den großen Karten mit vielen Zielen, Nebenaufgaben und auch Herausforderungen über den Einzel-Überleben Modus bis zum Schießstand ist wirklich für jedem Einzelspieler-Liebhaber etwas dabei. Doch Rebellion wollten sich sicherlich damit nicht zufrieden geben und spendieren wieder einmal diverse Kooperativ-Features, als auch einen kleinen Online-Mehrspieler mit verschiedenen Modi. Zuerst gehe ich aber auf den Kooperativ Modus ein. Hier kann ich mit Freunden oder Fremden zum Beispiel die Missionen aus der Kampagne bespielen. Dabei können leider nur insgesamt zwei Scharfschützen zusammen ins Gefecht ziehen. Um solch ein Kooperativ zu starten kann ich schnell und einfach eines beitreten oder selbst eines erstellen. Damit im Match nicht eine Vielzahl an Karls umher irren, bestimmt jeder Spieler vor dem Start noch einen Charakter oder bekommt einen zugeteilt. Das Spiel greift dabei auf die Charaktere zurück, die ich innerhalb der Kampagne kennengelernt habe. Durch DLCs wird die Anzahl später auch noch erweitert. Die gleiche Palette an Charakteren wird übrigens auch für den Online-Mehrspieler genutzt, sodass man seinen Spielcharakter nicht individuell gestalten kann. Ob dies nun ein Kriterium für eine negative Wertung ist möchte ich verneinen. Wer die Vorgänger von Sniper Elite kennt, der wird wissen das man bisher immer so verfahren hat. Weiter geht es mit dem Überleben-Modus im Kooperativ. Mit drei weiteren Spielern kann ich verschiedene Karten aus der Kampagne oder auch welche, die denen angelehnt sind, bespielen. Der Verlauf ist hierbei dem des Einzel-Überleben Modus gleich. (Nur Zusammen mit anderen macht es viel mehr Spaß!)

Als letzten Modus gibt es noch die Überwachungsmission. Bei diesem agieren Scharfschütze und Agent getrennt von einander. Das bedeutet aber nicht, das sich die Spieler nicht sehen. Während der Scharfschütze auf einer eigenen Ebene (meistens auf Bergen, Anhöhen oder Häusern) herumläuft und Gegner ausschaltet - ist der Agent die ausführenden Persönlichkeit. Das bedeutet der Agent absolviert letztendlich die einzelnen Missionsaufgaben, samt Nebenziele. Dabei orientiert sich das Spiel an die Missionen aus der Kampagne. Achja... Der Agent ist natürlich nicht mit einem Scharfschützengewehr ausgestattet, sondern nur mit leichten Waffen und Fallen. Plus dem, was dieser bei den toten Gegnern so findet. Ehrlich gesagt wurde dieser Spielmodus zunehmen einer meiner Lieblingsmodi im Spiel. Jeder muss sich auf den anderen verlassen und ist auch vom anderen abhängig. Zum Beispiel habe ich meistens die Gegner für meinen Scharfschützen markiert, sodass dieser die bösen Jungs schnell ins Visier nehmen konnte. Stirbt einer von beiden, so ist das Spiel gelaufen. Dank einer sehr gelungenen Kontrollpunktzuteilung (dies gilt für das gesamte Spiel), ist das Sterben nicht ganz so schlimm. Trotz Kontrollpunkte konnte ich in der Kampagne auch jederzeit manuell Speichern, außer direkt in Gefechten. In allen meinen Matches gestaltet sich der Kooperativ-Modus als der wohl beste, obwohl diese bei den vorherigen auch nie schlecht waren. Dies gilt ebenfalls für den Verbindungsaufbau und Datenaustausch. Komme ich nun zum Online-Mehrspieler. Er beinhaltet rund sechs Spielmodi – darunter Deathmatch, Team-Deathmatch, Team König der Entfernung (Hier gewinnt das Team mit den weitesten Kills), König der Entfernung als Free-For-All, Kein Überqueren (Team-Deathmatch - Nur mit einem Niemandsland als Grenze. Rein Theoretisch kannst du das als Grabenkrieg ansehen.) und Kontrolle. (Im Grunde ist dies eine Art des bekannten HQ Modus, wo ein Funkgerät von einem Team erobert und dem anderen verteidigt werden muss.) Wem alles egal ist, für den gibt es auch den Punkt "Schnelles Spiel". Dann schmeißt mich das Spiel ganz einfach ins nächste Match. Natürlich greift das Spiel auch hier auf Karten der Kampagne, sowie auf abgeänderte Varianten dieser, zurück. Tut das dem Spielspaß schaden?! Natürlich nicht!

Allerdings hätte ich mir ein paar mehr Karten gewünscht, doch dafür gibt es eine breite Palette an Online-Features, wie du es bereits gelesen hast. Lustigerweise habe ich im Bereich des Online-Mehrspieler keinen bevorzugten Modus, da Team-Deathmatch mich gleichermaßen begeistern konnte wie auch Kontrolle. Mit den richtigen Mitspielern ist alles viel spaßiger. Doch was ist eigentlich mit Teamkiller oder Cheater? Der Sitzungsleiter hat die Möglichkeit den Spieler aus seiner Sitzung zu kicken. Da es sich bei allen Mehrspieler-Modi (Egal ob nun Kooperativ oder Online-Mehrspieler) eher um Subchannels auf einem großen Server handelt, gibt es nur eingeschränkte Eingriffsmöglichkeiten. Entsprechend meines letzten Satzes ist ein Dedicated Server selbstverständlich auszuschließen. Zum Abschluss möchte ich noch erläutern, das ich sowohl im Kooperativ, als auch im Online-Mehrspieler die Sitzungen auch selbst erstellen konnte. Neben Charakter und Schwierigkeitsgrad (auch als Voreinstellung eingetragen) darf die Karte, Spielname und die Option für ein Privates Spiel nicht fehlen. Danach geht es direkt in die Lobby. Zu meinem erstaunen gibt es in jeder Lobby einen Text-Chat. Einen verbauten Voice-Chat gibt es allerdings nicht. In meinen vielen Matches gestaltet sich der Online-Mehrspieler auch recht konstant und schnell. Lediglich bei Spielern mit einem schwachen Ping kann es nerven, wenn diese über den Bildschirm springen.

Grafik, Sound, Steuerung und Gameplay in der Übersicht

Wie bereits bekannt, führe ich hier wiedereinmal unsere Wartungskriterien auf. Starten möchte ich dabei natürlich mit der Grafik. Bis auf kleinere zackige Kantendarstellungen an Bäumen, Mauern und feinen Objekten blieb meine Liste an Negativen recht kurz. Rebellion präsentieren uns hier ein sehr fast fehlerfreies und grafisch tolles Spiel. Ab und an gibt es auf der Xbox One allerdings doch sehr kleine Bildrateneinbrüche bei zu vielen Effekten und Gegnern. Lustigerweise beeinträchtigt dies den Spielspaß nicht. Fördern tut den Spielspaß dagegen die verbesserte Kill-Cam mit mehr Details als bei den Vorgängern. Abgesehen davon gelang den Entwicklern auch eine tolle Szenerie bei allen Missionen. Es gab für mich wirklich keine einzige Missionskarte, die mich nicht begeistern konnte. Und da bin ich auch schon beim Gameplay, welches mit mehr Stealth- und mehr taktischen Elementen noch überzeugender Auftritt als wie bei den Vorgängern. Die Möglichkeit eine Missionskarte mehrmals auf verschiedene Arten bespielen zu können ist für mich ein dickes Plus. Und auch wenn ich eine Karte schon drei mal gespielt habe, ich fand immer noch ein paar Ecken, wo ich mich verbessern kann. Eine überzeugende KI (abhängig natürlich auch vom Schwierigkeitsgrad) und das miteinbeziehen von Objekten innerhalb der Karte sind Dinge, die das Gameplay ordentlich abrunden.

Gepaart mit der Kill-Cam und den typischen WW2 Waffen ist Sniper Elite 4 das wohl kompletteste Sniper Elite seit dem Start der Serie. Komme ich zum Soundtrack. Passend, stimmig und manchmal auch einfach Sniper Elite. Letzteres bezieht sich auf die Musik beim Hauptmenü, welche auf die bekannte Sniper Elite Theme-Musik basiert. Doch nicht nur die musikalische Untermalung lässt sich sehen, nein auch die Sounds selbst. Egal ob Sprache oder Effekte - alles ist fast ausnahmslos perfekt. Wer übrigens mal den Untertitel eingeschaltet hat, der wird sehen, das sich das gesprochene vom textlichen öfters unterscheidet. Auch hier sehe ich es als Grauzone so etwas zu kritisieren. Extrem Vorbildlich finde ich die Ladezeiten des Spiels. Trotz Konsolenversion (wir hatten ein Exemplar für die Xbox One (S)), beträgt die Ladezeit nicht mehr als 10-20 Sekunden. Auch der Verbindungsaufbau zu anderen Spielern und dessen Matches verläuft für gewöhnlich recht schnell mit unter 30 Sekunden. Die Steuerung und Physik des Spiels ist so ordentlich, wie ich es bisher von Sniper Elite kenne. Die "Anpassung" der Schwierigkeit ist zusätzlich eine tolle Sache für alle die, die nur einzelne Elemente verändern wollen. Generell ist die Steuerung auf der Xbox One recht direkt und sauber. Natürlich verbaute man auch einige Punkte die ein nachjustieren ermöglichen.

Außerdem ist die Tastenbelegung solide und ordentlich angeordnet. Eine passende Einführung ins Spiel bietet das Tutorial. Bei Stellen an dem der Titel mir anzeigt, das es eine Tutorial-Notiz vorhanden ist, einfach auf die Menütaste drücken und schon öffnet sich diese Notiz. Da Zeit bekanntlich Geld ist, haben Rebellion sich auch bei diesen Einführungstexten, in Form eines Feldhandbuchs, sehr kurz gehalten. Soviel zur Steuerung. Im Bezug auf die Physik bleibt nur zu sagen, das sie wieder einmal perfekt ist und dank der „Anpassung“ sieht man erst, was das Spiel an physikalischen Einflüssen zeigen kann. Bereit für die richtige Sniper-Herausforderung?! Zum Schluss fasse ich die Kampagne, den Kooperativ-Modus und den Online-Mehrspieler einmal zusammen. 10 Missionen, eine gewisse Anzahl an kleineren Karten für den Online-Mehrspieler und viele viele Features. Alles in allem bietet Sniper Elite 4 für sein Geld extrem viel und so schnell sollte auch keine Langweile aufkommen.
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