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Xbox One Reviews - SteepWir sind bereit für die Schneeballschlacht in den Alpen!

Steep - Wir sind bereit für die Schneeballschlacht in den Alpen!
07.12.16 22:22 Autor: sebastian.k Keinen Titel hatten wir in den letzten Wochen so exzessiv beobachtet wie das Extremsportspiel Steep. Demnächst unser Test dazu.
Fazit & Wertung
Steep ... ein Actionsportspiel, welches keiner in diesem Jahr so recht auf dem Zettel hatte. Kein Wunder, denn schließlich erschienen im Herbst FIFA, NHL, Madden und weitere Sportspiele, zusammen mit VR-Technologie. Unsere Redaktion wurde auf diesen Titel erstmals bei der Gamescom 2016 aufmerksam. Richtig begeistert waren wir allerdings erst nach der ersten Closed-Beta Phase zu der wir geladen wurden. Mit einer umwerfenden Grafik, riesiger Spielwelt mit tollem Bergpanoramen und dem Gefühl der Freiheit konnte der Titel bereits in der Entwicklungsphase überzeugen. Nun haben Ubisoft Annecy ihre fertige Version für Computer, Playstation 4 und Xbox One veröffentlicht. Wird ihr erstes Projekt, bei dem sie erstmals Federführend bei einem AAA-Titel waren, ein Hit und unseren Test standhalten?

Das Gefühl der Freiheit in den Bergen

In den letzten Jahren ist die Entwicklung und Nachfrage nach Extremsportspielen, speziell in Richtung Wintersport, fast eingeschlafen. Mal erschien ein Arcade Snowboard Videospiel mit dem typischen Ziel Punkte durch Tricks zu erspielen, doch eine wahre Revolution blieb aus. Die Entwickler um Ubisoft Annacy, welche zu ihrem 20igsten Bestehen des Studios sich erstmals in Eigenregie einem AAA-Titel widmen, wollten das bereits bei den Planungen ändern. Inspiriert und beeinflusst von der nahe gelegenen Bergregion des Studios, wollte das 165 Mann starke Entwicklerteam ein besonderes Spiel hervorbringen. Die Idee: Der Spieler soll sich in diesem Spiel frei entfalten können, ohne Grenzen und ohne zwang. Einfach das machen, was man gerade will und eventuell dieses Spielerlebnis als Kooperativ gemeinsam teilen. So kam es, das STEEP mich bereits in den ersten Spielminuten während der Beta sehr fesselte. Nun... bei der Vollversion sah das auch nicht anders aus. Das glitzern des Schnees, das Wehen des Windes mit kleinen Schneeflocken und in der Ferne das schlagen der Glocke einer Kirche. Ja auch solche Momente lassen sich bei diesem Spiel finden. Du wirst dir aber nun die Frage stellen, was der Titel alles so bietet. Im Grunde ist STEEP eine Mischung aus Extremsport, Erkundung und sozialen Aktivitäten. Die Entwickler haben wirklich sehr sehr viel Herzblut in dieses Projekt gesteckt, sodass sich dies auch in der Präsentation des Spiels widerspiegelt. In mehreren Regionen lassen sich nicht nur Challenges (Mit drei verschiedenen Schwierigkeitsgraden) bewältigen, sondern auch besondere Berggeschichten und kleinere Event-Challenges erleben. Über alle dem steht aber natürlich die totale Freiheit sich überall hin bewegen zu können und das zu machen, worauf man gerade Lust hat.

Zur Fortbewegung steht neben dem einfachen Wandern auch die folgenden vier Sportarten zur Verfügung: Skifahren, Snowboarden, Wingsuit und Paragliding. Auf diesen vier Sportarten bauen auch die vielen vielen Challenges auf. Doch zu diesen gleich mehr, denn STEEP besticht durch seine Einzigartigkeit in dem Genre. Dafür hatten die Entwickler auch fachliche Unterstützung von erfahrenen Extremsportlern und Sportler, die ihre Leistung bereits bei der olympischen Winterspielen unter Beweis stellen konnten. (Zum Beispiel Kevin Rolland) Egal ob Fallanimation, Bewegungsabläufe oder die komplexe Berechnung von verschiedenen Kraftauswirkungen auf den Körper des Sportlers, alles wurde sehr penibel beobachtet und umgesetzt. Letztendlich kannst du den Titel als Simulation betrachten, allerdings mit einer angepassten Steuerung. Die gleiche Genauigkeit gilt übrigens auch für die Soundaufnahmen und die Darstellung der Spielwelt. Für die Soundaufnahmen fuhren die Entwickler direkt hinaus in die Wildnis und nahmen rund 2000 verschiedene Aufnahmen auf. In Kombination mit diversen Studioaufnahmen entstand die perfekte Harmonie von realen Soundeffekten (Egal ob das Knirschen beim Wandern durch den Schnee, die Skier bei der Abfahrt oder das Pfeifen des Windes während des Paraglidings) und harmonischer Musik. (Die Musik passt sich sowohl der aktuellen Situation, als auch den einzelnen Punkten und Regionen der Spielwelt an. Zusätzlich kann ich im Spielmenü bestimmen, welche Musikart ich während der Challenges hören möchte.) Und auch wenn sich mein Artikel bisher wie ein Werbetext liest, so ist es die Tatsache. Bis zu diesem Spiel habe ich noch nie ein so sehr gut umgesetztes Wintersportspiel (Extremsportspiel) gesehen. Naja jedenfalls zum größten Teil „Sehr gut“, denn Fehler gibt es auch bei diesem Spiel. (Darauf komme ich ebenfalls gleich noch.) Nun will ich aber kurz auf die Grafik eingehen. Diese ist auf der Xbox One S wahrlich traumhaft.

Aufgrund meiner Teilnehme bei den PC-Beta Phase kann ich allerdings sagen, das die PC-Version noch ein Stück besser rüber kommt. (Doch bei welchem Titel ist das nicht so.) Neben traumhaften Aussichten bei den Bergspitzen sorgen das glitzern und die Spuren im Schnee, sowie die Schneeverwehungen, Lichteffekte und die umher fliegenden Schneeflocken für die notwendige Authentizität. Den Entwicklern ist es mit aufwendigen Verfahren auch gelungen, selbst umher fliegende Schneebrocken oder Eisstücke überaus authentisch darzustellen. (Zum Beispiel beim abbremsen der Skier oder des Snowboards. Des weiteren flattern auch die Kleidungsstücke und der Bart vom Charakter im Fahrtwind/Wind. Ja... Schnee und Eis kann auch der Bart des Charakters tragen) Trotz dieser sehr aufwendigen Präsentation vermisste ich noch zwei kleine Dinge. Die Bäume bewegen sich bei dem eisigen Wind nicht und der Schnee kann nicht von den Bäumen fallen. (Speziell in meinem Fall, wo sich mir doch gerne die Bäume immer mal in den Weg stellen.) Das wären so grafische Sachen gewesen, bei den ich gesagt hätte: Das ist der Wahnsinn. So bleibt es nur bei einer fast perfekten Präsentation und Darstellung des Sports und der Alpen. Du hast es bereits erfasst, die Entwickler entführen uns in die Panoramen der Alpen. Tatsächlich haben Ubisoft Annecy sich die kompletten Alpen als Vorbild genommen und so kommt es auch, das alle vorhandenen Großgebiete und Gebirge bekannte Namen tragen. (Regionen wie Schweiz oder Tirol sind zum Beispiel vorhanden. Aber auch bekannte Bergnamen wie Mont Blanc oder der Pointe Percee sind enthalten.) Gerade bei diesen Punkten, an denen die Bergnamen auftauchen, gibt es öfter die sogenannten Berggeschichten zu erleben. Was du dort erlebst ist eigentlich breit gefächert. Mal teilst du eine A nach B Fahrt mit einem anderen KI-Charakter (ich folgte diese dann lediglich) oder es gab ein kleines Sonderevent, bei dem ich durch Checkpoints springen und Tricks machen muss. Dabei merkt man, das die Entwickler auf viel Abwechslung wert legten. An anderen Bergpunkten gibt es zum Beispiel überhaupt nichts, sodass dies lediglich ein Schnellreisepunkt sind.
Drop-Zones, die (eigenen) Challenges und alles außerhalb des Wettbewerbs

In der Welt von STEEP kannst du dich, logischerweise, nicht immer nur per Wanderung durch diese fortbewegen. Mit einer Taste gelange ich zum Bergpanorama. Darüber sehe ich die komplette Spielwelt mit allen verfügbaren Challenges, unentdeckte Drop-Zones und auch die Bergpunkte mit den entsprechenden Namen. Per Klick teleportiert mich das Spiel direkt an die gewünschte Stelle. Alle Bereiche außerhalb dieser Punkte können nicht via Teleport angesteuert werden, sondern können nur mit meinen Sportgeräten erreicht werden. Große Alternative ist der Sondertransport mit dem Red Bull Helikopter. Ubisoft Club Mitglieder bekommen 10 Sondertransporte beim einloggen übrigens umsonst! Sonnst muss man etwas „Echtgeld“ zahlen oder darauf warten, das dieses als Belohnung verliehen wird. Soweit also nun der einfache Transport an die verschiedenen Punkte. Nun aber zu den Challenges. Insgesamt gibt es also vier Sportarten bei den ich gegen die Highscore (also via Punkte) oder gegen die Zeit antreten muss. Aus der Sportart und den beiden Zielen gestalteten die Entwickler zum dritten noch die Spielarten. Alle Challenges werden demnach zusätzlich mit einen von sechs Spielarten versehen. Dabei gibt es Explorer, Freerider, Bone Collector, Freestyler, Extreme Rider und Pro Rider. Diese sechs Spielarten sind allerdings auch ein Teil des umfangreichen Erfahrungssystems des Spiels. Keine Sorge, du musst keine Attribute verteilen. Je nach abgeschlossenen Challenges bekomme ich eine gewisse Zahl an Erfahrungspunkten direkt auf mein Spielerprofil gutgeschrieben (Dabei werden nicht nur neue Bergpunkte freigeschaltet, sondern auch Ausrüstungen/Kleidung) und auf die absolvierte Spielart.

Steige ich in einer Spielart einen Rang auf, so eröffnet es mir die Möglichkeit ein besonderes Event dieser Spielart zu besuchen. Doch die ersten Schritte in der Welt von STEEP sind recht bescheiden und beginnen mit einem Tutorial, getarnt als Training. Via Funkübertragung begleitet mich ein Medienpartner bei den ersten Schritten. Die Einführung ist übrigens sehr gut gelungen und lässt auch keine Fragen offen. Ich musste schnell feststellen, das es ohne die Entdeckung von neuen Drop-Zones keine Challenges oder Bergpunkte gibt. Eigentlich soll der Spieler diese mit dem Fernglas aus der Ferne suchen und bei einer Sichtung auf unter 1000 Meter herangehen, um diese Zone mit dem Fernglas zu freizuschalten. Doch im Verlauf der ersten Challenges führen die meisten Wege direkt an diese Drop-Zones vorbei, sodass diese im Bergpanorama (Also die Spielweltübersicht) als graue Zonen angezeigt werden. Nun heißt es noch in die Nähe der Zone zu kommen und diese zu scannen. Natürlich kann man auch direkt in diese hinreisen und somit freischalten.

Aber ACHTUNG! Ein direkter Transport in diese unentdeckte Zone ist nicht möglich. Wurde eine Drop-Zone freigeschaltet, so kommen neue Bergpunkte und Challenges zum Vorschein. Nicht selten auch kleinere Events. Übrigens gibt es keine Meisterschafts-Events. (Im Sinne von Hier Lauf 1 absolvieren, dort Lauf 2 und da wiederum der dritte Lauf) Die erste Beschreibung die mir der Titel über das Bergpanorama liefert ist sowohl die Schwierigkeit, die Spielart, Sportart, die Ideallinie, Top 3 Platzierten, Resultate meiner Freunde, sowie die Punkte oder Zeiten für Bronze, Silber oder Gold mit den jeweiligen Preisen. Natürlich gelten diese Preise nur für die Top Drei Plätze. Nun kommt aber das, was mich wirklich begeisterte. So dokumentiert das Spiel seit dem Start einer Challenge oder einem Punkt auf der Karte, alle meine Bewegungen. Jederzeit kann ich diese einsehen und via Wiederholung erneut betrachten. Auch außerhalb der Bergpanoramaübersicht kann die gewählte Linie angezeigt werden lassen. Noch besser ist diese Funktion aber bei den Challenges direkt. So besteht die Möglichkeit nicht nur die Streckenlinie von der Goldmedallien-KI abzurufen, sondern auch jene von anderen Spielern. Unterteilt wird diese Auswahlmöglichkeit zwischen Meiner Bestleistung, 1. des Tages, 1. dieser Woche und 1. Aller Zeiten.

Somit habe ich also die Streckenlinien der Top Fahrer immer parat und kann mir ansehen, wie diese die Challenge gemeistert haben. Was mir noch fehlte, war die Möglichkeit die Streckenlinie eines Freundes anzeigen zu lassen, denn das geht leider nicht. Die Anzeige der Streckenlinien oder auch Ghosts ist aber nur ein nettes Feature. Ein weiteres ist das spontane Anlegen und Teilen von neuen Challenges. Dank der ständigen Aufzeichnung von meinen Bewegungen kann man auch gleichzeitig spontan Challanges erstellen. Einfach nach dem Ritt die Ziele und Spielart auswählen und speichern. Dank meiner Spur erledigt das Spiel von selbst eventuelle Ausschmückungen für die jeweilige Challenge. Die Strecke kann dann öffentlich oder privat für Freunde geteilt und gespeichert werden. Auch dieses Feature ist eine sehr tolle Idee. Von dem Wettbewerb zu dem, was man abseits dieser vielen Aktivitäten noch machen kann. Solang ich nicht durch das Tor einer Challenge oder bei einem Bergpunkt die Aufgabe mit A aktiviere, bleibt mir meine Fortbewegung in der Alpenwelt vollkommen frei. Ich kann Wandern, mit dem Paraglider von einer Bergspitze zur nächsten segeln oder mit dem Snowboard waghalsige Hänge herunter sausen. Es gibt bei diesem Spiel keine Grenzen. Wie oben bereits erwähnt, gibt es auch die Berggeschichten, welche nur an den Bergpunkten zu finden sind. (Diese Geschichten bilden sowohl mal philosophische Reisen, mal diverse Präsentationsvorführungen für "meinen Ruf" oder auch einfache Abenteuertouren mit einem KI-Charakter.) Vor allem diese sorgen dafür, das sich die Tageszeit schlagartig ändert. Doch es wäre von mir töricht zu behaupten, das sich die Tageszeit nur hier ändern ließe. Jede Challenge besitzt eine vorgegebene Zeit. Ja selbst außerhalb in der freien Bewegung kann ich den Sonnenstand verändern. Somit ist nicht jedes Abenteuer gleich, egal ob im Wettbewerb oder beim freien Umherirren.

Ausrüstungscheck und Abenteuer mit Freunden

STEEP ermöglicht als erstes Spiel seines Genres, das Treffen von anderen Spielern oder sogar Freunden. Überall in der Spielwelt, egal ob nun beim freien umherwandern oder während der Challenges, begegne ich andere Spieler. Eventuell auch beim absolvieren der selben Challenge. Das Spiel soll in erster Linie die Spieler unter sich etwas mehr zusammen bringen, nicht nur durch das Teilen von Challenges und den Wettkampf von Zeiten und Punktezahlen. Zusammen etwas unternehmen, auch das steht weit oben. Sobald ein Spieler in meiner Nähe ist, blendet das Spiel mir einen kleinen Hinweis ein, dass ich mit diesem Spieler eine Gruppe bilden kann. Insgesamt kann eine Gruppe sich aus vier Spielern formieren. (Mit mir inbegriffen) Während ich selbst auch Freunde direkt im Spielmenü über den Punkt "Social" einladen kann, geht das ganze innerhalb der Spielwelt mit einem Tasten klick. Doch was bringt es nun mit anderen Spielern oder Freunden sich in eine Gruppe zu begeben? Im Grunde nicht viel besonders. Die Übersicht wird besser und der andere Spieler bekommt sofort über den Beitritt des anderen bei einer Challenge darüber Bescheid. Somit können alle Gruppenmitglieder sich zeitgleich an einer Challenge messen. Aber auch das freie Bewegen wird interessanter. Wie fassten die Entwickler dieses Thema am besten auf: „Sie können zum Beispiel ihren Wingsuit benutzen, um unter dem Paraglider eines anderen Spielers herzufliegen, während ein anderer mit seinem Ski über beide hinweg springt und dabei ungeahnte Tricks zeigt.“

Solch eine tolle Inszenierung ist wirklich Möglich und man weiß dies erst richtig zu Schätzen, wenn man es selbst einmal ausprobiert hat. (Einfach der Wahnsinn, denn dank der Streckenaufzeichnung kann dieses Zusammenspiel als Wiederholung noch einmal abgerufen werden.) Übrigens muss man dafür nicht unbedingt in einer Gruppe sein, es reichen auch eine gute Positionen in der Spielwelt zu haben, wo sich zwei Sportarten kreuzen. Wingsuit und Snowboarden zu Beispiel. Während ich also mit dem Suit sehr dicht über den Hang herunter sauste, fuhren gerade drei andere Spieler mit Skier und Snowboards unter mir hindurch. Ja... das ist wahrlich STEEP! Gehe ich weiterhin auf die Ausrüstung und Kleidung ein. Bei so vielen Spielern die man begegnen kann, reicht es nicht aus einen Charakter mit ein paar Klamotten bereitzustellen. Der Titel bietet rund Acht verschiedene Charaktere mit einer ausgewogenen Frau/Mann Verteilung. Unter den Spielmenüpunkt „Athlet“ darf ich nicht nur einen entsprechenden wählen, sondern auch gleich seine komplette Ausrüstung. Als erstes lassen sich eine Vielzahl an Lackierungen und Aufmachungen meiner Sportgeräte kaufen und/oder festlegen. (Einige bekommt man als Belohnung auch geschenkt.) Danach folgen die Geräte, welche fast alle (Mit Ausnahme der GoPro Kameras, den Farbpulver und der Taschenlampe) nur für eine authentische Optik sorgen. Danach geht es zur Bekleidung.

Diese ist sehr vielfältig und bietet eine sehr breite Palette an Auswahlmöglichkeiten. Am Ende gibt es noch die Kostüme, welche sich spontan in der Spielwelt anlegen lassen, ohne das ich nun meine komplette Bekleidung ändern muss. Was diese Kostüme angeht, so muss ich ehrlich sagen das alle einfach nur bekloppt schön aussehen. Skurril und garantiert auffallend, allerdings auch etwas teuer. Ja... fast alle Objekte müssen in STEEP gekauft werden, doch wer viel spart und noch mehr Challenges absolviert, der wird mit Geld kaum Probleme haben. Schließlich lassen sich nicht alle Challenges und Berggeschichten auf Anhieb absolvieren. Ein STEEP-Spieler muss sich somit in klaren sein, eine Herausforderung mehrmals starten zu müssen. Mal kam ich zu dicht an einen Baum, dort stürzte ich und hier... naja. Ein Glück das es einen Zurücksetzten-Knopf gibt, womit ich sofort und ohne Ladezeit an den Startpunkt zurückgesetzt werden kann. (Die wegfallende Ladezeit ist übrigens ein weiteres fettes Plus, denn wer will für das Zurücksetzen schon warten wollen?!)
Darf ich vorstellen? RedBull, The North Face, GoPro und weitere Lizenzpartner

Extremsport ohne RedBull? Wintersport ohne entsprechende Winterbekleidung von The North Face und spektakuläre Aufnahmen ohne eine GoPro?! Now Way! Diese drei Produkthersteller sind aber nicht nur die einzigen, denn gerade im Bezug auf Kleidung und Ausrüstung konnten die Entwickler viele "für Wintersportler" bekannte Marken an Land ziehen. Allerdings solltest du nun nicht denken, das wirklich alles mit Markennamen versehen wurde, denn durchaus gibt es auch einige Basic Ausrüstungsobjekte oder Kleidungsstücke. Ich würde es eher als ausgewogen Mischung beschreiben. Die drei oben genannten werden jedoch durch ihre "besondere" Verwendung etwas mehr hervorgehoben. Warum? Die GoPro soll nicht nur die packenden Bilder aus der Ego-Perspektive liefern, sondern kann auch unter Geräte angebracht werden. Außerdem gibt es einen Wingsuit, einen Fallschirm und einen Paraglider mit der entsprechenden Aufmachung. Apropos Ego-Perspektive.

Das Spiel verfügt außerhalb der Wiederholung über zwei Kameraperspektiven. Einmal die Third-Person Ansicht, welche sich auch gelegentlich dynamisch hinterher bewegt und zum anderen die Ego-Perspektive. Letztere vermittelt wohl die besten Eindrücke aus dem Spiel, jedoch verliert man als Spieler immer wieder etwas die Übersicht. Doch nun zurück zum Thema, denn mit RedBull wirken vor allem die Challenges und die besonderen Challenge-Events viel authentischer. Außerdem gibt es nach dem teleportieren/transportieren an einen anderen Punkt zufällig eingeblendete Szenen bei denen mein Sportler aus dem Hubschrauber springt. Diese kurzen Szenen werden spontan eingeblendet und unterscheiden sich zwischen herausspringen, aussteigen oder auch aussteigen und Red Bull Drink schlürfen. Als letztes hat man noch einen ganz großen Sportbekleidungshersteller (vor allem in Richtung Winterbekleidung) an Land gezogen und zwar The North Face. Allerdings sind die vorhandenen Hosen und die Mütze nur für Ubisoft Club Mitglied beziehbar. Gut aussehen tun diese allerdings immer. Das der Titel wirklich viele ausrüstbare Sachen besitzt, hatte ich ja bereits oben erwähnt.

Gut aber nicht gut genug

Nach rund 25-30 euphorischen Stunden stellte sich bei mir eine leichte Ernüchterung ein. Vor allem, nachdem sich nach und nach immer mehr Fehler und Unstimmigkeiten aufdeckten. Bei kurzem Spielzeiten von unter ein bis zwei Stunden fallen diesen nicht ins Gewicht, doch wenn man länger am Stück spielt tauchen sie früher oder später auf. Den Beginn macht die kuriose Kollisionsabfrage. Sicher kann der Sportler stürzen, allerdings muss dafür der Ausdauerbalken auf Null stehen. Dieser Balken erscheint übrigens auch erst dann, wenn mein Charakter eine kritische Landung hinlegt, einen Objekt streift oder er stürzt. Das Spiel unterscheidet beim Sturz gleich zwei Arten. Einmal den normalen Sturz, wo der Sportler wieder aufsteht und den K.O. Sturz bei dem ich mich zurücksetzten lassen muss. (Der Sportler wird nach solch einem Sturz nicht vor Ort wieder aufstehen. Besitzt allerdings nach dem Zurücksetzen einen gewissen Humor und äußert sich dazu.) Was ich nun bemängle ist eigentlich die Kollisionsabfrage beim Streifen von Objekten. Teilweise gab es bei meinem Test auch direkte Kollisionen mit Bäumen, wo der Sportler nicht mal stürzte sondern nur abprubt gebremst wurde. Weiter geht es mit gelegentlichen Grafik- und Soundfehlern. Allerdings tauchten die innerhalb von 30 Spielstunden ein oder zwei mal auf, weshalb dies als "sehr selten" eingestuft werden sollte.

Trotzdem tauchen sie auf und sind manchmal nicht ohne einen Neustart des Spiels zu beheben. (Die Grafikfehler verschwanden zumeist nach einem Positionswechsel durch das Bergpanorama, doch das Soundproblem erforderte einen wirklichen Neustart.) Trotz einer, doch sehr detaillierten Spielwelt und Charakteren, kommt der Titel auf der Xbox One bei vielen Objekten zugleich öfters ins stolpern. Ein gelegentlicher Einbruch der Bildrate tauchte allerdings auch wirklich nur bei der Darstellung von vielen Objekten und Effekten im selben Zeitraum auf. Als Beispiel: Drei andere KI-Sportler in Front beim durchfahren eines Waldabschnitts während eines Sonnenuntergangs mit umherfliegenden Schneeflocken von den Skiern. Ja für eine perfekte Präsentation braucht es mehr als nur wundervolle Bergpanoramen. Abgesehen von der Präsentation muckte auch gelegentlich die Steuerung. So wird das Skifahren zur Nervenprobe, da das Rückwärtsfahren für das Spielsystem den gleichen Stellenwert besitzt wie das normale Vorwärtsfahren. Ohne einen richtigen Sprung konnte ich selten aus dieser Rückwärtsfahrt herauskommen. An dieser Stelle heißt es nur: Abbremsen, stehen bleiben und dann erneut antreten. Übrigens kann der Sportler sich bei der Rückwärtsfahrt nicht hinhocken um Geschwindigkeit aufzubauen. Die Katastrophe mit den Skiern kann allerdings nur noch getoppt werden, wenn der Sportler nach dem Spawn (also nachdem ich mich an den Start habe zurücksetzten lassen) auch in die verkehrte Richtung zeigt. Sorry... aber welcher Spieler will denn eine Challenge mit der Rückwärtsfahrt beginnen?!

Und wo ich gerade bei Spawns bin, ja auch hier gibt alle Jubeljahre mal ein Problem. Der lustigste war die Platzierung meines Sportlers in einer Felswand. Hey! Jetzt mal ehrlich! Was soll das? Die Challenge war gelaufen und ich musste mich extra an einen anderen Punkt teleportieren lassen. Wie oben bereits erwähnt, tauchen diese Fehler öfter mal bei sehr langen Spielsitzungen auf oder wurden jedenfalls bei uns auffällig. Erstmals in meiner jahrelangen Zeit als Redakteur musste ich mich mit einem weiteren, sehr interessanten Fehler, beschäftigen. Trotz das mein Level und meine Skills auf meinem Profil gespeichert sind und durch einer permanenten Internetverbindung synchronisiert werden, speicherte der Titel nicht meine ausgewählten Kleidungsstücke und Ausrüstungsobjekte für den Sportler. Das heißt: Jedes mal wenn ich das Spiel startete waren meine Zuteilung für den Sportler futsch und ich musste diesem alle Sachen neu zuteilen. In mehreren Gesprächen mit anderen Zockerkollegen wurde aber bekannt, das dieser Fehler nicht bei allen auftritt oder auftrat. Trotzdem wird es unsere Wertung negativ beeinflussen, weil es mich nach und nach immer weiter nervte immer wieder neue Kleidungsstücke und Objekte dem Sportler zuzuteilen. Als letztes möchte ich noch auf etwas wichtiges hinweisen. STEEP benötigt eine permanente Internetverbindung und kann auch nicht offline bespielt werden. Im digitalen Zeitalter ist das durchaus üblich, aber blickt man zu Forza Horizon 3, so kann man da auch alles absolvieren OHNE eine Internetverbindung zu besitzen. Warum haben Ubisoft Annacy dies nicht auch bei STEEP so gemacht? Bei einem Internetausfall oder einer getrennten Verbindung steht bei diesem Titel einfach nur, das die Verbindung getrennt wurde und ich diese wieder herstellen soll. Das Spiel wird dann komplett pausiert und sehe nur noch diese Meldung. Tolle Sache...
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