Digimon World - Next Order

PS4 Reviews - Digimon World - Next OrderDigimon goes next level

Digimon World - Next Order - Digimon goes next level
22.02.17 21:27 Autor: sebastian.k Zurzeit hatte der Titel einen sehr guten Einstieg in den Spielemarkt, doch liegt das wirklich an den neuen Features und ist dies auch berechtigt?
Fazit & Wertung
Es ist etwas mehr als über ein Jahr her, wo ich dir Digimon Story: Cybersleuth vorgestellt habe. Bis vor kurzem war auch dies das letzte Spiel um die digitalen Monster, doch nun brachte Bandai Namco mit Digimon World - Next Order ein noch vielversprechenderes Spiel auf den Markt. Angepriesen wird Next Order mit dem aktiven Bedienen von gleich zwei Digimon als Partner. Was aber nicht direkt bekannt wurde, ist die Tatsache das dieser neue Titel viel mehr Spielspaß entfaltet, als der Titel vom letzten Jahr. Vielleicht liegt es nun letztendlich daran, das es sich um ein anderes Entwicklerteam handelt, das sich Digimon World angenommen hatte. B.B. Studio ist ein japanisches Entwicklerteam, welches seit 2011 verschiedene Videospiele erstellt hat. Darunter auch diverse Spiele zur Gundam Serie und Super Robort Wars. Das Studio wird deshalb nicht auf den Covers genannt, weil es direkt bei Bandai Namco unter Vertrag steht. Theoretisch als hauseigenes Entwicklerteam. Doch was hat das mit dem Spiel zu tun? Dies ist das erste Digimon Spiel aus dem B.B. Studio und damit also ein Debüt. Zum Titel selbst muss ich noch erwähnen, das es wahrlich nicht das erste Digimon World ist. 1999 erschien aus dem Hause Flying Tiger Development und Namco Bandai für die Playstation 1 bereits Digimon World mit sehr ähnlichen Spielmechaniken und Features, als wie beim neuen Digimon World – Next Order. (Release vom ersten Digimon World in Europa war erst 2001) Damals gab es allerdings keine so hochgesteckte Grafik. (War ja auch von der Hardware nicht möglich) In den späteren Jahren erfolgten vor allem für die Mobilen Konsolen immer wieder diverse Digimon World Ableger, allerdings mit kaum nennenswerten Erfolgen. Die Frage, welche sich einem nun auftun kann ist natürlich: Kann das alte Gameplay mit einem neuzeitlichen Gewand überzeugen und hat das „versteckte“ Entwicklerteam um B.B. Studio eine ordentliche Arbeit abgeliefert?

Zurück in die digitale Welt

Die eigentliche Geschichte von Digimon World – Next Order ist relativ einfach. Der jeweilige Hauptcharakter (Zu Beginn habe ich die Auswahlmöglichkeit zwischen Shiki und Takuto – Alternativ kann auch ein individueller Name eingetragen werden.) steckt sich nach sieben Jahren das Digidevice an, eine Art Armbanduhr aus der digitalen Welt. Plötzlich fällt mein Charakter in ein tiefes Loch und landet direkt in einer digitalen Zwischendimension. Bevor sich der Charakter überhaupt zurecht finden kann, sieht er in der Ferne zwei vertraute Digimon. Naja... jedenfalls ist das Gefühl vertraut, denn durch die Reise in die digitale Welt scheint der Charakter kaum noch irgendwas über das Ganze zu wissen. Ich laufe nun den beiden Figuren entgegen. Es handelt sich um zwei Digimon, welche mit meinem Hauptcharakter vor einigen Jahren eng zusammen gearbeitet haben. Digimon sind, wie der Name schon deuten lässt, digitale Monster und laufen für gewöhnlich wie ein guter Freund oder Partner mit einem mit. (Anders als wie bei Pokemon, wo die Taschenmonster in Pokebälle gesperrt werden.) Nach einem kurzen Dialog im typischen Visual Novel Stil taucht ein anderes, fremdes Digimon, auf und greift die drei an. (Mit Visual Novels bezeichnet man in unseren Breiten sowohl die japanischen Abenteuer Spiele als auch die Erzählung in Print-Form. Übersetzt heißt dies soviel wie Bildroman) Ganz im alten Pflichtbewusstsein verfallen, gehen beide Digimon in den Kampf und beschützen somit meinen, ja fast ahnungslosen, Charakter. Die Entwickler haben diesen Zeitpunkt für eine kleine Einführung in die Steuerung und das Gameplay gewählt. Die beiden Digimon sind welche mit der höchst möglichen Stärke und zählen eigentlich auch zur Elite. Während des packenden Kampfes werden mir die neuen Steuerungsbefehle erklärt.

In diesem Titel ist es erstmals möglich mit gleich zwei Digimon gleichzeitig zu reisen sowie auch zu kämpfen. Ich als Trainer, Zähmer oder großer Bruder habe die Aufgabe die Digimon anzufeuern, wofür ich dann Befehlspunkte bekomme. Diese sind dazu da, das ich einem Digimon einen Angriff oder eine Aktion aufzwingen kann. Dafür öffnet sich ein Kreismenü, wo die speziellen Angriffe aufgeführt werden. Im Spiel unterscheidet man generell zwischen TP und MP. Die TP ist die Lebensenergie, während die MP für gewisse Angriffsaktionen steht. Während des Kampfes besteht nun die Möglichkeit mit genügend Befehlszauber die speziellen Angriffe abzurufen. Der Kampf zwischen Digimon allgemein kann übrigens nicht von mir gesteuert werden. Lediglich durch das Nutzen von diversen Verbrauchsmaterialien wie Heilungsdisketten, MP Disketten oder spezielle Module kann ich meine Digimon im Kampf passiv helfen. Mittlerweile ist das Duell entschieden und das übergroße, sowie auch sehr starke, Digimon liegt am Boden. Doch die beiden verbündeten wurden ebenfalls schwer verwundet. Plötzlich verändert sich die Spielwelt und alle Landen in einem Dorf mit dem Namen Floatien, wo sie bereits von einem alten wuscheligen Herrn empfangen werden. Nachdem mein Charakter alles erklärt, erzählt das Stadtälteste das dieses monströse Digimon nicht das einzige sei und überall in der Welt diese Wesen ihr Unwesen treiben. Teilweise verwüsten diese auch ganze Städte, so wie auch das, in den ich nun gelandet bin. Als wäre das nicht traurig genug, wurden die ursprünglichen Bewohner der Stadt verscheucht. Die Neubevölkerung wird unter anderem eines meiner Aufgaben sein. Zusätzlich schockiert meinen Charakter die Nachricht, das es aktuell keinen Weg zurück in die Realität gibt und dieser somit in der digitalen Welt gefangen ist.

Doch der Stadtälteste verspricht ihn zu helfen so gut es geht, jedoch ist auch die digitale Welt am Rande des Kollaps. Die beiden verbündeten Digimon werden vom Ältesten auf Basic zurück gesetzt, da sie theoretisch schon fast das Zeitliche gesegnet hätten. An dieser Stelle bekomme ich die Auswahl aus einer gewissen Anzahl an Digimon-Eiern. Jedes beinhaltet ein anderes Digimon. Nach dieser Auswahl schlüpfen sie und ich besitzt sehr harmlos aussehende Digimon. Der Älteste erläutert am Anfang alle wichtigen Schritte. Im späteren Verlauf, wenn die Digimon gut trainiert und ich auch gut ausgerüstet bin, gelange ich an viele schöne Kartenabschnitte die zwar nicht immer Groß, aber dafür schön designt wurden. Dabei handelt es sich um keine direkte Open-World, sondern viel mehr um mehrere fest vorgegebene Ebenen, welche miteinander verbunden sind. (Inklusive kurzer Ladezeit beim Wechsel von einer Karte auf die andere.) Wird mein Charakter einen Weg finden das Ende der digitalen Welt aufzuhalten und wird er auch wieder in die reale Welt zurückkehren können? Ich sage nur soviel: Mein Charakter wird nicht der einzige Betroffene sein und die Geschichte nimmt nach einem schleppenden Anfang rasch an Fahrt auf. Sicherlich wirkt die Story an ein paar Ecken etwas zu einfach und anspruchslos, doch das ändert sich mit zunehmender Spielzeit.
Pflege und trainiere deine Digimon

Die erste Spielebene an der ich gelange ist eine einfache kleine Landschaft mit grünen Gras, Hügeln und einem Wasserlauf. Bestückt werden alle Karten sowohl mit feindlichen Digimon als auch mit welchen, die etwas erklären oder einen Nebenquest bereithalten. Zusätzlich finden sich immer wieder Items, Verbrauchsmaterialien, Toiletten oder Kaufautomaten. (Bei diesen bekomme ich auch Verbrauchsmaterialien.) Im späteren Spielverlauf ist es mir auch möglich zu handeln und somit die gefundenen Items auch zu verkaufen. Geld ist hier manchmal auch notwendig, denn die Energie-Discs bringen nur läppische 500 TP für jedes Digimon. Sind beide Digimon erst einmal bei einer TP Zahl von mehr als 7000, so wirken 500 TP wie eine Fliege auf der Windschutzscheibe. Ein Feature, welches ebenfalls erst später freigeschaltet wird, ist die Verarbeitung von verschiedenen Sammelobjekten. Auf jeder Karte können meine Digimon auch gewisse Vorkommen an Ressourcen entdecken. Egal ob nun Materialien von Bäumen, dem Erdreich, Wasser oder anderen Quellen. Überall lassen sich diverse Ressourcen zu Tage fördern. Während Items eher zur speziellen Versorgung meiner Digimon dienen (auch als Nahrungsergänzung), sorgen die Ressourcen dafür das die Stadt Floatien weiter ausgebaut werden kann.

Nachdem ich mehr Einwohner zurückgeholt habe, kann der Ausbau von einzelnen Häusern also beginnen. Dafür werden dann letztendlich diese Ressourcen benötigt. Das Spiel entwickelt sich nach einer gewissen Zeit zu einem Aufbau- und Action-Rollenspiel. Um kurz noch beim Thema Ressourcen und Items zu bleiben. Natürlich hat das Sammeln von Ressourcen und Items eine gewisse Traggrenze. Alternativ können auch meine beiden Digimon eine zusätzliche Menge tragen, allerdings nur wenn sie auch gut trainiert wurden. Genau das ist nun auch die passende Überleitung. Bereits seit dem Start mit den kleinen Digimon gibt es in Floatien das Gebäude fürs Training. Gerade am Anfang musste ich vor allem sehr auf die Pflege und das Training der Digimon achten. Doch wie sieht das Training eigentlich aus? Digimon World – Next Order ist umfangreicher als denken mag. Für eine Trainingssession kann ich jeden einzelnen der beiden auf das entsprechende Trainingsprogramm setzten. Darunter fallen Punkte wie TP, MP, Stärke, Weisheit und Ausdauer. Die Trainingsdauer liegt meistens zwischen 2-3 virtuellen Spielstunden. Danach stoppe ich noch das Bonus-Gewinnspiel und kassiere die Belohnung, soweit ich ein Bonus-Icon getroffen habe. Am Ende der Trainingssession werden alle Werte mit den Verbesserungen angezeigt.

Letztendlich liegt es an mir als Spieler, wo ich die Prioritäten des Trainings setzte. Fakt ist allerdings, das auch die Digimon nach zwei oder drei Trainingssessions erschöpft sind oder Hunger haben. Launen, Hinweise, Hunger, Toilettewunsch und Müdigkeit zeigen die digitalen Monster direkt als Sprechblase und als kleine Grafik am unteren Bildrand an. Es ist ein Schlüsselelement des Spiels sich um seine Digimon so gut wie möglich zu kümmern. Dabei ist es wichtig einen guten Draht zu diesen zu haben, sonnst fangen sie an ihren eigenen Willen durchzusetzen oder sich gegen meine Anweisungen zu sträuben. Im Kampf kann dies sehr verheerende Folgen haben. Soweit sollte es aber nicht kommen. Übrigens versorgt einem die Stadtgemeinschaft täglich mit Fleisch, TP- und MP Discs, sowie weiteren netten Dingen. Zusammengefasst muss ich die Digimon füttern wenn sie Hunger haben, eine Toilette aufsuchen wenn sie mal müssen und sie trainieren für den weiteren Vorstoß in andere Level. Was die Stärke der Gegner angeht, so sind diese auf die einzelnen Level/Ebenen gebunden. So kann es vorkommen das ich von einer Ebene mit Level 5 Monstern in eine mit Level 10 gestolpert bin.

Ich persönlich empfand diese Pflege-Geschichte als recht interessant und originell, obwohl es das bereits vor einigen Jahren auf der Playstation 1 schon einmal gab. Zu guter Letzt möchte ich noch darauf hinweisen, das dass Spiel über eine virtuelle Zeit im 24 Stunden Zeitraum verfügt und sich die Digimon auch danach richten. Jedoch wurde mir schnell klar, das alle Digimon in diesem Titel sehr verschieden sind. Einer kann ab 22 Uhr schlafen, der andere erst gegen 01 Uhr. Es ist dabei immer Ratsam eine optimale Lösung zu finden. Viel einfacher gestaltet sich dies beim Essen. Hatten sich meine Digimon erst einmal zwei bis drei mal Weiterentwickelt (als auch von der Gestalt her), so entwickeln sie auch Lieblingsspeisen. Zwar kann ich beide Digimon dazu zwingen das selbe zu essen, doch ihre Laune würde sich unterschiedlich heben. Verabreiche ich denen aber ihr Lieblingsessen, so steigt die Laune enorm an. Sicherlich klingt dieses Spielelement nicht wirklich einfach und man muss sich da schon etwas rein arbeiten, doch unterm Strich macht das Ganze schon einen netten Eindruck. Was mir nicht gefiel ist der Zwang beide Digimon gleichzeitig zu behandeln. Abgesehen von den Trainingssessions und den Schlafzeiten werden alle anderen Dinge gleichzeitig bei beiden angewandt/verabreicht.

Kampf in einer freien Welt und der Talentbaum des Zähmers

Nachdem ich nun auf das Training und die Pflege der kleinen digitalen Monster eingegangen bin, folgt der eigentliche Kampf. Innerhalb der Ebenen kann ich mich im Grunde frei bewegen. Dabei sehe ich Questgeber und andere "wilde" Digimon bereits von weiten. Nicht alle wilden Digimon sind angriffslustig und springen sofort auf einen Los. Einige lassen sich sogar bitten oder forderten mich im Zusammenhang mit einem Quest heraus. Die Kämpfe an sich finden sofort in einem abgesteckten Bereich statt. Unbeteiligte Digimon ziehen sich dabei dann auch aus diesem Bereich zurück. Wie bereits erwähnt, habe ich keinen direkten Zugriff auf die Taten meiner Digimon. Lediglich mit Hilfe der Befehlspunkte kann ich dem jeweiligen Digimon die Ausführung von verschiedenen Angriffen zurufen. Neben der passiven Hilfe durch Verbrauchsmaterialien darf ich zusätzlich die Taktik festlegen. In diesem Fenster bestimme ich das Ziel und das Verhaltensmuster meines Digimons. Unter dem letzten Punkt meine ich die Optionen: Schwache Nutzung des MP, ausgeglichene Nutzung der MP und volle Nutzung der MP. Abhängig von der Eingabe meiner Taktik wird auch das Digimon dementsprechend handeln. In der Praxis funktionierte das wunderbar und es war teilweise sehr entspannend zu sehen, wie gut die eigenen Digimon auch gegen stärkere Gegner ankommen. Na gut... das kommt natürlich auch darauf an, gegen welchen Typ von Digimon meine Begleiter antreten müssen. Ähnlich wie bei den Pokemon gibt es auch im Digimon-Universum verschiedene Monster, die verschiedene Fähigkeiten besitzen und gegen gewisse Angriffe Immun sein können.

Das gleiche gilt natürlich auch für meine eigenen Digimon. Sollte ein Kampf mal nicht so laufen wie ich es mir gedacht habe, so kann ich immer noch Fliehen. Es kostet mir zwar ein paar Beziehungspunkte zu meinen Digimon und deren Laune, doch das ist am Ende besser als zu viel zu verlieren. Eine Alternative zur Flucht ist selbstverständlich das Laden des letzten Spielstandes. Gespeichert werden kann eigentlich überall, außer im Kampf selbst. Nach einer bestimmten Anzahl an Kämpfen kommt es vor, das mein Charakter seine beiden Digimon zu einem "Gespräch" heran holt. In diesem Part, der sich Kommunikation nennt, kann ich meine digitalen Begleiter Loben, Ausschimpfen oder Ignorieren. Dieses Kommunikationselement taucht auch bei kleineren Vorkommnissen auf. Zum Beispiel dann, wenn ein Digimon sein Essen nicht anrühren will. Je nach dem wie ich kommuniziere reagieren auch die Digimon auf mich mit sinkender oder steigender Laune und Bindung. Mir fiel des öfteren auch auf, das ein Machtwort nicht immer zu negativen Ergebnissen führen muss. In meinem Text ging es nun überwiegend um die Digimon, doch was ist eigentlich mit meinem Charakter selbst, dem Protagonisten des Spiels? Ja auch dieser bekommt natürlich auch Erfahrungspunkte, wenn auch nur im Kampf mit Digimon oder beim Erfüllen von Quests. Aus diesen Punkten ergehen dann die Fähigkeitspunkte für den Zähmer. (Also meinem Charakter) Der Talentbaum für meinen Charakter gestaltet sich dabei sehr vielseitig und umfangreich. Unterteilt in den Punkten Einfach, Trainer, Überlebender und Kommandeur verbessern die Fähigkeiten verschiedene Aktionen. Von einer Verbesserung der Abbauart bis hin zum Übernachten im Freien und den Umgang mit den Digimon, geben die Fähigkeiten einige „Erleichterungen“ her. Unumgänglich sind diese Zähmer-Fähigkeiten weiß Gott nicht und so vermischt sich auch dieses Gameplay-Element sehr schön mit dem gesamten Spiel. Unterstreichen tut dieser positive Eindruck auch die vorhandene Enzyklopädie und das Tutorial als Nachschlagewerk. Beide sind sehr umfangreich und erläutern die wichtigsten Sachen. Die Enzyklopädie ergänzt sich im Laufe der Story natürlich immer mehr, sodass ich öfters hinein schaute.

Weggefährten und dein Einfluss auf die Umgebung

In der gesamten Spielwelt gibt es überall Digimon und Personen, welche Nebenquests für mich parat halten. Ob ich sie absolviere oder links liegen lasse, bleibt mir überlassen. Dies gilt auch für die Weggefährten, welche ich etwas später treffen werde. Dabei handelt es sich um andere Zähmer, welche ebenfalls in diese digitale Welt verschlungen wurden. Natürlich wollen auch diese gerne wieder zurück und so hilft der eine dem anderen. In wie weit ich denen helfe, bleibt mir überlassen. Fakt ist jedoch; das sich das Spiel ab diesem Punkt breit auseinander fächert. Je mehr ich den anderen Helfe, um so mehr Informationen und Hilfestellungen bekomme ich. Lasse ich es sein, so kann es eher vorkommen, das sich der Spielverlauf leicht ändert. Es gibt im Grunde also immer zwei Seiten einer Medaille, was mir persönlich wiederum sehr gefiel.
Spezielle Items durch Online-Herausforderungen und Währung

Bei Digimon World – Next Order solltest du nun keinen großen Mehrspieler erwarten, jedoch bekomme ich über die Dimensionsbox die Möglichkeit auf diverse Online-Features zu zugreifen. Hierfür gibt es sogar eine eigene Währung! In diesem Bereich kann ich mein erspieltes Mehrspielergeld gegen spezielle Verbrauchsmaterialien einzutauschen und mir die Rangliste der gewerteten Spiele ansehen. Die Antwort auf die Frage: Ob es überhaupt einen Mehrspieler gibt, beantworte ich mal mit einem mageren JA. Die von mir angelegten Digimon, mit denen ich auch im Abenteuer kämpfe, können in Digiboxen transferiert werden. Dabei werden sowohl der Name, Typ und auch die Werte des Digimon einbezogen. Das Spiel weist mich dabei darauf hin, das spätere Digitationen (Also die Weiterentwicklung eines Digimon) nach dem Eintrag in den Mehrspieler, nicht mehr berücksichtigt werden. Liegt die Registrierkartei vor, so kann ich über Starte Kampf mich mit anderen Spielern messen. Allerdings passiert dies über ein sehr sehr einfaches Interface und ohne eine Möglichkeit taktisch dort einzugreifen zu können. (Siehe Screenshot) Anhand der Werte und des Typs meines Digiom entscheidet sich letztendlich, wer den Kampf gewinnt.

Bei einem erfolgreichen Match winken dann Boni, spezielle Items und Mehrspieler Geld. Was ich nach mehreren Runden immer noch nicht ganz begriffen hatte war, ab wann es die Ranglisten-Spiele gibt. In der Rangliste selbst werden nämlich bis heute keine Spieler aufgeführt und ein direktes Spiel für die Rangliste konnte ich leider auch nicht finden. Schade eigentlich, aber nicht zu ändern. Generell solltest du diese Online-Herausforderung oder Online-Feature nicht sehr ernst nehmen. Es ist sowohl oberflächlich als auch sehr sehr einfach strukturiert. Am Ende dieses Punkte noch etwas zu den Tages-Herausforderungen. Jeden neuen Tag gibt es für mich eine Tagesaufgabe. Meistens bezieht sich diese auf: Besiege 10 Digimon von folgender Sorte oder ähnliches. Habe ich das geschafft, so winkt eine große Anzahl an Mehrspieler Geld. Die Herausforderung ist durchaus ein Ansporn auch abseits der Routen sich einmal umzusehen. Trotz der genauen Nennung des Ziels muss ich diese Digimon erst einmal finden. Wie bereits erwähnt, ist das ganze Online-Gedöns eher nur eine "Sahnehäubchen" auf ein sonnst sehr tolles Aufbau- und Rollenspiel im Digimon Gewand.

Übersicht:
Zum Abschluss die schnelle Übersicht. Grafisch bietet der Titel eigentlich das, was man von solch einem Spiel erwartet. Insgesamt recht einfach gehalten mit ein paar netten Effekten. Die Spielwelt variiert sehr schön zwischen mehreren einzelne Levelabschnitte (Ebenen) unterbrochen mit kleineren Ladezeiten. Vor allem die Szenerien dieser einzelnen Ebenen haben es mir angetan. Weiterhin gefiel mir das Tutorial, die vielen Informationen und die übersichtlichen Menüs. Übrigens kann man in den Systemeinstellungen zwischen englischer oder original japanischer Sprache wählen. Der Untertitel ist dagegen, wie die Menüs auch, komplett in Deutsch. Weiter komme ich zum Sound. Viele Sprachpassagen durch Aktionen meines Charakters besitzen lediglich nur zwei oder drei Tonspuren. Direkte Dialoge werden dagegen komplett geführt. Interessant ist auch, das meine Digimon nie direkt sprechen, sondern nur diverse Geräusche machen. Andere Digimon im Spiel können komischerweise Sprechen. Was den Soundtrack betrifft, so gibt es ebenfalls meistens nur eines pro Ebene.

Ich, der auf etwas Abwechslung steht, bin da etwas enttäuscht. Weiter geht es mit der sehr einfachen Steuerung. Es gibt wirklich nur wenige Tasten die ich für das Spiel beherrschen musste. Dies gilt auch für die Spielmechanik selbst, obwohl man im Allgemeinen zuerst glauben könnte, zwei Digimon müssten mehr Arbeit machen. Die Entwickler haben es bei diesem Titel jedoch geschafft, das ich als Spieler nicht überfordert werde. Bei den Kämpfen führt diese leichte Steuerung allerdings auch dazu, das die meisten Auseinandersetzungen etwas passiv ausfallen. Am Ende geht es noch auf den Singleplayer. Die Story ist recht nett und kann je nach Vorgehen auch etwas variieren. Aufgebauscht wird die Spielzeit noch durch die Möglichkeit die Stadt Floatien aufzubauen und sich um die eigenen Digimon zu kümmern. (Das volle Paket!) Mit einem Mix aus alten Elementen im neuen Gewand und so manchen neuen Ideen, haben die Entwickler ein tolles Digimon World Spiel geschaffen. Und nebenher möchte ich erwähnen, das dieser Titel mir mehr gefällt als Digimon Story: Cyber Sleuth.
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