Star Wars Battlefront 2

PC Reviews - Star Wars: Battlefront 2Bombastische Grafik und schnelles Gameplay, doch die Dunkle Macht ist nah

Star Wars: Battlefront 2 - Bombastische Grafik und schnelles Gameplay, doch die Dunkle Macht ist nah
16.11.17 19:27 Autor: sebastian.k Wird sich der Erfolg von Star Wars Battlefront auch beim zweiten Teil einstellen? Und wie sieht es mit der Lootboxen Diskussion aus?
Fazit & Wertung
Zwei Jahre sind nun vergangen, seitdem Star Wars: Battlefront erschien. Mittlerweile hat der Titel einige Rabattschlachten überstanden und befindet sich im Rahmen des EA Access oder Origin Access zur freien Verfügung. Doch bereits einige Wochen nach dem Release des ersten Teils war Electronic Arts und DICE klar, das ein zweiter Teil her musst. Wollte man zuvor nur mit den klassischen Teilen zu tun haben und sich auch nicht mit Raumkämpfen befassen, so mussten die Entwickler letztendlich auf die Community hören. Sie waren es letztendlich, die sowohl einen Mix aus alt und neu haben wollten, als auch die vermissten Raumschlachten. Auf der vergangenen Gamescom 2017 konnte ich mir bereits bei den Raumschlachten einen gewissen Eindruck übers neue Gameplay machen und auch die Open-Multiplayer Beta ließ ich nicht aus. Trotz der langen Vorfreude das der zweite Teil am Freitag den 17.11. erscheint, wird der Titel noch vor der Vorspielberichtigung für Vorbesteller von sehr düsteren Wolken überschattet. Es fallen Wörter wie Pay-to-Win und Lootboxen. Ja... diese Diskussion ist bereits seit der Open-Multiplayer Beta entbrannt und verärgert zum Teil die Community immer noch. (Mittlerweile haben DICE ja auf den großen Ärger und die teilweisen Boykottaufrufe reagiert und die kaufbare Währung Kristalle deaktiviert.) Sicherlich werde ich am Ende des Artikels, speziell zu den Lootboxen und die Preise, einen entsprechenden Abschnitt bieten. Vollkommen untergegangen ist die Tatsache, das dass neue Star Wars Spiel auch erstmals eine Story besitzt, mit eigener Storyline und Charakteren. In meinem Test werfe ich einen Blick auf den Mehrspieler, auf die Solo-Kampange und natürlich auf das veränderte Gameplay. Wird die Macht mit mir sein?!

Es war einmal eine weitere Star Wars Geschichte

Zeitlich platziert zwischen der Vernichtung des Todessterns und irgendwo in der Zukunft, da setzt DICE mit der ersten Battlefront Kampagne an. Genauer gesagt beginnt eigentlich alles mit der Befreiung von Iden Versio aus den Fängen der Rebellen. Sie ist der Hauptcharakter, um den es sich am meisten in dieser Kampagne dreht. Zusammen mit ihrem kleinen Droiden schafft sie es fast immer aus einer misslichen Lage herauszukommen. Die kleine Maschine hilft mir natürlich auch bei prekären Situationen mit Features wie ein Schild, Umgebungsscanner oder einen Elektroshock für die Gegner. Nach der Flucht vom Rebellen Raumschiff wird sie und ihre Spezialeinheit, der Inferno-Trupp, nach Endor geschickt. Dort müssen sie zusehen, wie der Todesstern 2 erneut zerstört wird. Im Verlauf der rund 12 verschiedenen Kapitel erzählt die Geschichte nicht nur die Story des Trupps, sondern sie springt parallel auch immer mal zu anderen Charakteren – ja auch der Hellen Seite der Macht. So spiele ich Luke Skywalker und treffe auf einem Planten den Inferno-Trupp Techniker Del. Bei dieser Begegnung wird das erste mal deutlich, das Del doch gewisse Zweifel gegen die kommende Operation Asche hegt. Davon wird Luke Skywalker natürlich noch nichts erfahren, er suchte ein anderes Artefakt in dieser Mission. Was mir am meisten gefiel an dieser Kampagne, war der Wechsel zwischen den Charakteren, ohne das die Storyline an sich gestört wird.

Natürlich spiele ich immer wieder mal nicht Versio, sondern andere Helden aber die Gesamtsituation verläuft nach einem festen Strang. Obwohl ich in der einen Mission also Luke Skywalker spiele, rennt Del ihn über den weg, weil beide fast die gleiche Aufgabe hatten. Im allgemeinen musst du also keine Angst haben, größere Storylücken erleben zu müssen. Alle Szenen und der komplette Spielverlauf greift ineinander. Vor allem bei diesem Teil haben sich DICE echt sehr viel mühe gegeben und gepaart mit der tollen Grafik, sowie der passenden Hintergrundmusik kommt ein richtiges Star Wars Feeling auf. Was ich etwas schade fand, waren fehlende Rätsel oder Sammelobjekte. Sicher kann Iden an verschiedenen Stellen mit ihrem Roboter Kisten hacken und bekommt neue Sternenkarten, doch letztendlich war es das auch schon. Übrigens finde ich das Sternenkarten-Feature als etwas übertrieben. Iden ist so bereits schon stark, also warum noch Sternenkarten? Auch die Größe der einzelnen Missionskarten empfand ich als etwas klein und zu schnell durchgespielt. Ein längerer Handlungsstrang wäre sicherlich eine tolle Sache gewesen. Iden und ihre Truppe wird zwischen den verschiedenen Infanterie-Aufgaben des öfteren auch in Raumschlachten verwickelt. An dieser Stelle gibt es gleich mehrere verschiedene Ziele, die nicht selten spontan eingeschoben werden. Gerade diese Raumschlachten lockern die Kampagne ungemein auf. Bevor ich diesen Abschnitt beende noch ein Hinweis: Auch wenn die Story zuerst wie eine volle imperiale Story erscheint, so wird sie später doch noch eine Wendung nehmen. Sonnst gibt es noch zu sagen, das dieser Modus mit drei Schwierigkeitsgraden, Speicherpunkten und Belohnungen für die Karriere auf dich wartet.

Darf es etwas Arcade sein?

Star Wars Battlefront 2 bietet über die frische Kampagne hinweg auch einen Spielmodus für nebenher. Ich meine dabei den Arcade Modus. Unter diesem Menüpunkt verbirgt sich sowohl Kampfszenarien, als auch Eigenes-Acrade Spiel und das Tutorial. Die Entwickler haben es sich nicht nehmen lassen, das Tutorial, als auch die Kampfszenarien, etwas den besonderen Epochen der Star Wars Geschichte nachzuempfinden. Mit Darth Maul kannst du zum Beispiel den Republik Palast auf Naboo stürmen und die Palastwachen dahin metzeln. Auf Yavin 4 verteidigt man dagegen mit Luke Skywalker die Invasion des Imperiums. Auf acht Begegnungen pro Helle und Dunkle Seite kann ich nach und nach einige bedeutende Stationen erneut erleben oder gar verdrehen. Die Herausforderung bei den Kampfszenarien ist aber nicht nur alle Szenarien zu absolvieren, sondern viel mehr diese auf alle drei Schwierigkeitsgrade zu meistern. Hierfür griffen die Entwickler wieder auf die Sternwertung zurück. Mit dem ersten Stern werden zum Beispiel noch die Fähigkeiten erlaubt und die KI schwächer eingestellt. Das kann beim zweiten Stern schon etwas anders sein. Weniger Lebensenergie mit stärkeren Gegnern und so weiter. Beim letzten Stern werden dann die Fähigkeiten gestrichen, die Energie von mir verkürzt und auch die Verstärkungsmenge reduziert. Eine wahre Herausforderung!

Die Kampfszenarien sind übrigens die beste Möglichkeit, um alle Helden mal genauer kennen zu lernen und auch die normalen Kampfklassen zu testen. Springe ich von den Kampfszenarien zum Eigenen-Arcade Spiel. In diesem Modus kann ich mir mein eigenes Arcade-Match anlegen und nach meinen Settings bespielen. Es stehen an sich zwei Spielarten zur (Ansturm oder Teamkampf) Verfügung und eine Menge an einstellbaren Elementen für das Gameplay. Mit diesem Modus liefern DICE auch den Einzelspielerfans die Möglichkeit ein eigenes, vielleicht auch längeres, Spielerlebnis zu ermöglichen. Als letztes kommt das Tutorial, welches in meinen Augen zwar super inszeniert wurde, aber eigentlich nur das wirklich notwendigste präsentiert. Die Ausgangslage ist wie folgt: Ich spiele im Tutorial die Neue Ordnung und muss die Rebellen daran hindern die neue Starkkiller Basis zu zerstören. Vom Start weg gibt es ein Ziel und immer wieder kleinere PopUp Fenster die mir die einzelnen Anzeigen und Elemente erläutern. Die Texte sind recht kurz und oberflächlich gehalten. Ein genaues Nachschlagewerk findet man übrigens nicht, sondern es bleibt einzig bei dem recht einfachen und oberflächlichen Tutorial.
Volles Online-Mehrspieler Paket mit allen bekannten Modi

DICE und Electronic Arts behandeln im Mehrspieler eigentlich alle wichtigen Stationen aller Star Wars Epochen. Egal ob es der Kampf auf Naboo, die Klonkriege auf Kamino oder sogar die Konfrontation auf dem Starkiller Basis ist, Battlefront 2 versetzt dich kunterbunt durch alle Epochen der Geschichte. Dementsprechend breit gefächert sind auch die Helden und Einheiten. Ich glaube, noch nie haben EA und DICE bei einem Star Wars Spiel so viele Einheiten und Helden verbaut wie bei diesem. Doch was sind die elementaren Bauteile des Spiels und wie läuft das ganze ab? Im Grunde geht es darum natürlich Kampfpunkte zu sammeln. Ich suche mir eine von vier Truppen (Klassen) aus und ziehe direkt in die Schlacht. Unterteilt in Angriff, Spezialist, Schwer und Offizier besitzt jede Klasse ihre eigenen Waffengattungen, Fähigkeiten und Stärken. Eine eigenständige Auswahl und Kombination an Waffen und Ausrüstungen wurde übrigens entfernt. Stattdessen werden die Waffen der entsprechenden Klasse nach der Anzahl an Kills freigeschaltet. (Die Kills, die ich mit jeweils einer Klasse ausgeführt habe.) Durch Abschüsse, Assistenzabschüsse und erledigen von Missionszielen gibt es Kampfpunkte. Diese werden aber nur so lange gutgeschrieben, wie das Match läuft. Für diese Kampfpunkte lassen sich beim nächsten Respawn besondere Einheiten oder auch Helden freikaufen. (Und nur bis zum nächsten Tod) Welche Helden verfügbar sind ist dabei von zwei Dingen abhängig. Zum einen, ob das Match diese überhaupt zulässt und zum anderen ob nicht schon ein Spieler mit diesem umher irrt. Dieses neue Spielsystem gilt für fast alle Spielmodi im Mehrspieler. (Außer Helden vs Schurken) Bereits auf der vergangenen Gamescom konnte ich dieses bei der Raumschlacht-Mehrspieler Beta betrachten und war sehr begeistert davon.

Nichts mehr vom nervigen suchen nach irgendwelchen Münzen, wonach dann auch nur ein Held das Schlachtfeld betritt. (Bei den Luftkämpfen war es genau das selbe.) Mit der Veränderung des Gameplays verloren aber auch die Helden etwas an Stärke. Sowohl die Raumschiffe, als auch die Schlachtfeld-Helden und Schurken besitzen zwar noch starke Waffen und Fähigkeiten, aber sie wirken im Gegensatz zum Vorgänger nicht mehr übermächtig. Zusätzlich zu den Kampfpunkten kassiert jede Truppe/Klasse, mit der ich Spiele, Erfahrungspunkte. Neben meinem Spielerlevel besitzt der Titel nun auch ein eigenes Levelsystem für die jeweilige Klasse mit entsprechenden Vorteilen. Ab Level fünf schaltet sich zum Beispiel ein weiteres Sternenkartenfeld frei. (Jene die momentan für ziemlichen Diskussionsstoff sorgten.) Thema Fähigkeiten! Wie beim Vorgänger auch, gibt es neben der primären Waffe auch drei Fähigkeiten die per Tastendruck aufgerufen werden können. Sie variieren natürlich von Klasse zu Klasse stark und können mit Sternenkarten aufgewertet werden. Ja ja... diese Sternenkarten sind in meinen Augen schon etwas der Balance-Killer schlechthin. Doch zu diesen komme ich im folgenden Abschnitt noch. Jedenfalls kann man diese Fähigkeiten nach belieben aktivieren, allerdings muss ich für die nächste Nutzung etwas warten. Ähnlich sieht es auch bei den Raumschlachten aus. Für gewöhnlich gibt es auf beiden Seiten Jäger, Abfangjäger und Bomber. Für jede Situation genau die richtige Lösung. Naja... jedenfalls wenn alle zusammen arbeiten. Die Jäger sind die Stärksten im Kampf 1vs1. Die Abfangjäger sind schnell, wendig und ebenfalls stark, können allerdings nur wenig Treffer einstecken. Bomber besitzen keine schnellen Laser als Hauptwaffen, dafür aber eine gute Anzahl an Raketen und Fähigkeiten. Auch in diesem Modus gibt es die angesprochenen Kampfpunkte.

Was man damit dann freikaufen kann? Natürlich die Helden/Schurken Raumschiffe selbst, wie Joda, Ray und Chewbacca, Darth Maul, Luke Skywalker und weitere. Wie bereits erwähnt gilt der Bestand aber nur so lange, bis ich sterbe. Insgesamt bietet das neue Star Wars 14 Helden/Schurken aus allen Star Wars Filmen, sowie neun Heldenraumschiffe. Zusätzlich darfst du dich über 11 Schauplätze wie Hoth. Tatooine, Starkiller Basis, Yavin 4, Todesstern 2, Kamino oder Naboo freuen. Natürlich solltest du nun nicht glauben, das jeder Schauplatz nur eine Karte besitzt. In Star Wars: Battlefront 2 besitzt jeder Schauplatz gleich mehrere Karten. So gibt es eine separate Karte für den Galaktischen Angriff (in dem sich 40 Spieler messen) und ein paar kleinere für das Gefecht, Helden vs. Schurken oder Angriff. Ich bin ehrlich gesagt ziemlich beeindruckt darüber, welch eine Menge an Abwechslung im Mehrspieler nun herrscht und das beste daran ist, das DICE und EA ja alle kommenden DLC-Inhalte kostenlos veröffentlichen wollen. Nun wird es aber Zeit sich einmal die Mehrspielermodi genauer anzusehen. Im Gegensatz zum Vorgänger haben DICE die Anzahl der Mehrspielermodi stark verringert. So gibt es nur noch rund fünf Modi. Beginnen tue ich mit dem größten Spielmodus, dem Galaktischen Angriff mit einer Spieleranzahl von 40. Dies sind die inszenierten Matches bei dem es nach und nach immer neue Missionsziele gibt. In mehreren Phasen wird so der Angriff vorangetrieben oder im Keim erstickt. (Das gleiche gilt auch für die Verteidigung.) Bekannt für diesen Modus sind die schier unendlich großen Karten mit weitläufigen Umgebungen. Sie bieten so viel Platz, das sogar Luftkämpfe ausgetragen werden können und man mit den Kampfläufern AT-AT ordentlich einer Route entlang läuft. Ein Match dauert hier nicht selten mehr als 10-20 Minuten und bringt eine gewisse Anzahl an Credits und Erfahrungspunkten ein.

Das gute an diesem Modus ist die breite Auswahl an kaufbaren Extras wie Helden, Raumschiffen, Fahrzeugen oder Spezialeinheiten. Bei keinem anderen Modus konnte ich so viele Kampfpunkte ausgeben wie hier. Der zweite Modus, einer der sein Debut feiert, ist der Sternenjäger-Angriff. Hier nimmst du in einem Raumschiff der hellen oder dunklen Seite platz und kämpfst dich durch die Reihen der anderen. Ähnlich wie beim Galaktischen Angriff werden auch in diesem Modus nach und nach neue Einsatzziele aufgezeigt, die man alleine oder als Team erfüllen muss. Der neue Modus mit viel Fliegerei gefiel mir bereits auf Anhieb und wurde rasch zu meinem absoluten Liebling. Es ist wahrlich ein super Gefühl im Cockpit eines X-Wing durch die Trümmerteile vom Todesstern zu rauschen. Eine gewisse spielerische Tiefe wird nicht zuletzt durch die bombastische Grafik und den typischen Star Wars Sound erzeugt. (Dies gilt aber für das gesamte Star Wars: Battlefront 2.) Mit nur acht Spielern geht es mit Helden und Schurken weiter. Diesen Modus gab es bereits beim Vorgänger und ermöglicht es mir, je nach Seitenzuteilung, auf der Hellen oder Dunklen Seite der Macht zu spielen. Die Auswahl der Helden/Schurken ist hier frei und du bekommst auch keine Kampfpunkte. Im Laufe der Matches wird auf beiden Seiten jeweils ein Charakter als Ziel markiert. Wird der dann ausgeschaltet, so gibt es einen Abzug bei der Verstärkung. Wie der Name schon sagt, spiele ich in diesem Modus nur die bekannten Charaktere. Truppen, Fahrzeuge oder Raumschiffe suchst du also vergebens. In Anbetracht der großen Auswahl an Mehrspielermodi sollte dies aber kein Nachteil sein.

Viel mehr empfand ich diesen Modus als gute Abwechslung. Der nächste Modus ist der Angriff. In diesem Modus ziehe ich mit 15 weiteren Spielern in diverse Szenarien mit Einsatzzielen in den Kampf. Im Gegensatz zum großen Galaktischen Angriff sind diese Karten viel kleiner, allerdings nicht ärmer an Action. Leider empfand ich bei diesem Modus, wie auch beim kommenden Gefecht-Modus, die Rotation des Spawns etwas sehr chaotisch. Nicht selten wurde ich von Hinten her überrascht, weil diese Gegner gerade dort wieder in Spiel einstiegen. Wie du dir denken kannst, bietet dieser Modus auch wieder die vier bekannten Klassen (Truppen) und die kaufbaren besonderen Charaktere via Kampfpunkte. Der letzte Mehrspielermodus heißt Gefecht und könnte eigentlich locker als Team-Deathmatch ausgehängt werden. Einfach auf eine kleine Karte mit der Wahl meiner Truppe durchstarten und ohne große Ziele die Gegner eliminieren. Selbst im neuen Star Wars finde ich, sollte so ein Modus garantiert nicht fehlen. Insgesamt können an diesem Modus rund 20 Spieler pro Match teilnehmen. Ein besonderes Feature, welches ich bisher noch nicht angesprochen habe, ist der Team-Bonus. Beim Wiedereinstieg ins Spiel muss ja eine gewisse Wartezeit abgesessen werden und dabei sehe ich des öfteren die Auswahl der anderen drei bis vier Spieler. Erst später kam ich dahinter, das die angezeigten Spieler bis zum nächsten Tod meine “Squad“-Mitglieder sind und die Zusammenarbeit mit ihnen einen Punkte Bonus hervorbringt. Im Grunde gefiel mir die Idee des Squads, allerdings hätten die Entwickler dazu auch einen kleinen Hinweis platzieren können. In Hinblick auf den kompletten Mehrspieler muss ich zwar sagen, das er deutlich kleiner an Spielmodi geworden ist, dafür jedoch einen größeren Umfang bietet.

Deine Karriere – Belohnungen und mehr
Sicherlich könnte man diese Lootboxen Geschichte eigentlich mit diesem Abschnitt kombinieren, schließlich ist es möglich mit den Boxen auch Charaktere freischalten und diverse Verbesserungen bekommen. Doch in diesem Abschnitt soll es viel mehr um die veränderte Grundstruktur gehen. Wie bereits beim Vorgänger auch, loggt das Spiel meine Credits, die Erfahrungspunkte für Waffen und meinen Spielerlevel, sowie die erspielten Sternenkarten und Helden/Heldenraumschiffe. Nicht zu vergessen auch die entsprechenden Zusammenstellungen der Karten innerhalb der Slots. Beim SW Battlefront 2 nährten sich die Entwickler etwas dem, was Battelfield 1 bereits seit einiger Zeit besitzt. Ein Erfahrungspunkte-System für die jeweilige Klasse. Um so länger und besser ich mit einer Klasse spiele, um so mehr Level steige ich mit der auf. Dementsprechend schalten sich nach und nach immer mehr Kartenslots frei. (Bis zu maximal drei.) Zudem werden neue Waffen bei 50, 100 und weiteren vorgegeben Kills freigeschaltet. Ein individualisieren der Waffen und Ausrüstungskombinationen, wie beim Vorgänger, ist nicht mehr möglich. Allerdings lassen sich die freigespielten Waffen noch mit zwei von insgesamt drei Mods verbessern. Diese Mods findet man ebenfalls in den Lootboxen. Ich persönlich finde die neue Lösung recht gut, denn so kann sich keiner diverse grundlegende Vorteile erkaufen. Wie ein Kollege in der Redaktion mir neulich klarmachte: "Es werden die Spieler belohnt, die letztendlich sich lange mit dem Spiel beschäftigen." Die Ausrüstungssternenkarten von einst, konnte man ja schließlich auch Kaufen und somit hatten Neulinge oder Gelegenheitsspieler recht schnell die Möglichkeit sich zu Über-Powern.

Mindestens in dieser Hinsicht hat mein Kollege etwas recht und ist den Entwickler hoch anzurechnen. Während meiner Spielzeit kommen natürlich nicht nur aufstiege der Ränge meines Profils vor, sondern ich meistere passiv auch Meilensteine und zeitlich begrenzte Herausforderungen. Im Bereich Karriere kann ich meinen Fortschritt bei den Meilensteinen ansehen und die aktuellen zeitlich begrenzten Herausforderungen prüfen. In insgesamt sechs Bereichen ist es für mich Möglich verschiedene Vorgaben für Meilensteine zu erfüllen. Wer den Titel viel spielt, der sollte nicht so stark auf diesen Bereich blicken, denn viele Meilensteine schalten sich im einfachen Spielverlauf frei. Interessanter sind dagegen die zeitlich beschränkten Herausforderungen. Sie bringen zwar nun nicht extrem viel mehr Belohnungen, aber immer hin ein wenig mehr als die normalen Meilensteine. Doch was könnten das für Belohnungen sein? Im Grunde sind es sehr kleine Beträge an Credits. Aber auch Herstellerteile können durchaus enthalten sein. Thema Sternenkarten: Zwar sind diese Karten nicht mehr direkt die tragenden Pfeiler des Ausrüstungsmenüs, dafür aber die des Gameplay vom Mehrspielers. Vorher hat man Sternenkarten gekauft und verschiedene Bonuswaffen, Hilfsmittel und weiteres bekommen. Dies ist nun etwas anders, denn die Sternenkarten bringen in erster Linie passive Verbesserungen. (in erster Linie!) Aufgeteilt werden ihre Arten in Boost-Karten und Fähigkeitskarten. Der Unterschied zwischen beiden ist eigentlich recht einfach. Die Boost-Karten liefern die passiven Verbesserungen wie stärkere Panzerung, mehr Schaden oder auch kürzere Kühlungszeit bei den Blastern. Die Fähigkeiten orientieren sich dagegen an zusätzlichen Handgranaten, Wurfmienen und anderen Sachen, die nicht selten gegen die vorhandenen Fähigkeiten der jeweiligen Truppe/Klasse ausgetauscht wird.

Im Grunde musst du dir vorstellen, das jeder Trupp (also jede Klasse) und jeder Raumjäger (oder Bomber) über sogenannte Slots verfügt. Je erfolgreicher ich mit einer Klasse bin, um so höher steige ich im entsprechenden Level. Ab Level 5 schaltet sich meistens ein weiterer Slot frei. Bis zu insgesamt drei Slots werden am Ende für jeweils einen Trupp oder eine Raumschiffgattung frei. Interessant hierbei ist das Detail, das die Sternenkarten nicht wahllos auf alle Klassen oder Raumschiffe übertragbar sind, sondern es gibt explizit diese eine Sternenkarte für den einen Trupp! Natürlich wird im Spiel eine breite Palette an verschiedenen Sternenkarten für jeden Trupp zur Verfügung stehen, man muss nur halt etwas Glück bei den Lootboxen haben oder genügend Herstellerteile besitzen. Ja... mit den Herstellerteilen lassen sich nun also nicht nur die Sternenkarten verbessern, sondern auch herstellen. (Für ein Upgrade müssen jedoch bestimmte Bedienungen erfüllt werden.) Diese Herstellerteile werden sowohl durch die passiven Herausforderungen als auch der Tages Lootbox und den generellen Lootboxen verschenkt. Ich persönlich sehe das mit dem Aufwerten etwas kritisch. Im folgenden Abschnitt, in dem ich mich zur aktuellen Lootboxen und Kristall Situation äußere, werde ich noch darauf eingehen, das die Boxen nicht nur die Sternenkarten enthalten, sondern auch direkt freischaltbare Helden, sowie Teile, Credits und Emotionen. Letztere sind speziell für die einzelnen Klassen und Helden programmiert worden und gibt es somit auch nur für die jeweilige Person. (Also Truppe oder Helden.)
Lootboxen, kaufbare Kristalle und die endlose Diskussion

(Wichtiger Hinweis: Diese Zeilen wurden einen Tag vor dem Abschalten der Mikrotransaktionen im Spiel verfasst. Aufgrund das der Text die genauen Umstände beleuchtet und zum größten Teil objektiv geführt wird, haben wir uns erlaubt diesen Absatz bestehen zu lassen.)
Was für endlose Diskussionen musste ich in den letzten Tagen mit Videospielfreunden und der Redaktion führen. Ist der Kauf von Lootboxen durch Kristalle ein Segen? Brauch man diese wirklich? Wie viel Einfluss hat der Kauf von Kristallen wirklich? Zugegeben... es ist ein Thema der die Star Wars Fans und die Videospiel-Community ordentlich angeheizt hat und zwar bereits seit dem Start des Vorbestellerzugangs. Doch welches Feature ist nun der eigentliche Übeltäter? Ich persönlich bin der Meinung, das die Lootboxen selbst nicht das Problem sind. Ja... selbst die Konkurrenz von Blizzard verwendet welche, allerdings ist der Inhalt eine vollkommen andere Natur! Ich selbst sehe es viel kritischer das die Sternenkarten als passive Effekte ziemlich stark sind. 50% mehr Schaden... Hallo?! Und der, der noch keine zwei Slots hat, darf sich dann als Kanonenfutter über den Haufen ballern lassen? Sicherlich gab es in unserer Redaktion auch die Gegenantwort: „Ja... aber genau für solche Verbesserungen gibt es auch die entsprechende Gegenkarte.“ Sicher... aber wie gehabt, darf man nur drei Slots belegen, beziehungsweise die zwei müssen noch freigespielt werden. Im Grunde empfinde ich es als unfair, das man mit diesen Karten einen enormen Vorteil besitzt. Nicht zu vergessen: Pro Runde kassiert ein mittel guter Spieler rund 100-300 Credits. Um die Thematik etwas weiter auszubreiten erfolgt nun eine kleine Übersicht zu den Lootboxen. Diese Boxen werfen nach dem Kauf, durch ein Zufallsprinzip, verschiedene Sternenkarten aus. Insgesamt gibt es drei Lootbox-Arten. DICE haben hierbei die Boxenarten in die für Truppen, die für Helden und für Raumjäger aufgeteilt.

Das bedeutet: Kaufst du eine Lootbox für die Truppen, bekommst du auch nur Sternenkarten und Extras für die vier Truppen/Klassen. Kaufst du eine Box für die Helden ist der Inhalt logischerweise nur für Helden gedacht. Die Creditpreise schwanken vom niedrigsten bei 2200 Credits für die Heldenboxen und 4000 für die Truppen. Was letztendlich in dieser gekauften Box drin sein wird, das bleibt dem Zufall überlassen. Sicherlich wirst du in den letzten Wochen auch die Wortkombination „Pay-to-Win“ gelesen haben. Im Bezug dessen, muss man etwas genauer hinsehen, ab wann wirklich “Pay-to-Win“ eintritt oder eintreten würde. Während man bei kleineren Transaktionen wie 4,99€ oder 9,99€ nur eine kleine Anzahl an Kristallen und somit recht wenig Lootboxen kaufen kann, wird die Bedeutung der Wortkombination erst bei höheren Beträgen deutlich schwerer. Ich spreche hier von Werten von 19,99€, wo es 2100 Kristalle oder sogar 39,99€ mit 4400 Kristallen gibt. Erst ab dieser Höhe rentiert sich eventuell auch der Kauf der Lootboxen im Verhältnis zum mühsamen verdienen von Credits. Anbei: Die Kristalle sind die Sonderwährung für die man halt alternativ Lootboxen kaufen KONNTE. (Übrigens bekommst du immer noch eine kleine Anzahl an Kristallen beim erreichen von Meilensteine.) Um die Dimensionen der Preise von den Lootboxen noch einmal zu untermalen: Truppenkisten kosten rund 200 Kristalle oder 4000 Credits. Boxen für Helden (die Boxen mit dem niedrigsten Preis) kosten nur 110 Kristalle oder 2200 Credtis. Wie oben bereits erwähnt, hat dieser Abschnitt nur einen informellen Wert (aufgrund der großen Diskussion) und soll etwas die Hintergründe zu den vielen kritischen Stimmen im Internet beleuchten. Da die Entwickler sich ja kurzfristig dazu entschlossen hatten, die Mikrotransaktionen ABZUSCHALTEN, um speziell dieses Feature zu überdenken, solltest du nun diesen Abschnitt wirklich als reine Information betrachten.

Detaillierter Blich auf positives und negatives

Das neue Star Wars: Battlefront 2 ist im Grunde gar nicht mal so schlecht und mit all seinen Veränderungen sogar besser als sein Vorgänger. Beginnen tue ich mit der Grafik. Es ist schon fast unheimlich, was DICE aus der doch recht alten, Frostbite Engine noch alles herauskitzeln. Die Vorteile bei dieser Engine liegen dabei auf der Hand. So kommen auch Spieler mit vergleichsweise schwächeren Rechnern in den Genuss der Star Wars Pracht. Ultra-Fanatiker dürfen sich über tolle Effekte, umherfliegende Laser alla Star Wars, zauberhaften Schauplätzen und detailreichen Einheiten, sowie Helden freuen. Dabei dominieren vor allem die Kleinigkeiten wie auf Naboo das Laub von den Bäumen, welches durch die Straßen fegt oder die Regentropfen, welche auf Kamino auf die Helden einprasselt. Auch die Präsentation der Kampagne kann grafisch voll und ganz überzeugen. In insgesamt 12 Kapiteln geht es um Commander Versio und ihren imperialen Inferno-Trupp. Naja... sein wir ehrlich, nicht so zu 100%. Zwischendurch wird die Storyline immer wieder etwas durch andere spielbare Charaktere verschoben. Ich persönlich finde ja, das dieser Wechsel recht frisch wirkt. Was ich leider etwas bemängle ist der störende Ladeprozess während des Videos beim erstmaligen Start der Kampagne. Im späteren Verlauf lässt die Störung dann nach. Weiterhin empfand ich die Karten der einzelnen Abschnitte als etwas klein und recht schnell absolviert. Zudem konnte mich die Geschichte an sich nicht so fesseln, wie zum Beispiel ein SW Force Unleashed. Für richtige Shooter-Spieler sind auch die drei vorhandenen Schwierigkeitsgraden keine wirkliche Herausforderung. Von alten Schauplätzen wie Yavin 4 über Naboo bis hin zu den imperial besetzten Planeten, die bisher nirgendwo in einem Spiel auftauchten, sind recht viele Spielorte dabei. Achja... und auch Raumschlachten fehlen da natürlich auch nicht.

Im großen und ganzen eine mittelmäßige Kampagne. Nicht zuletzt ist das auch die Schuld der vielen zu einfachen Ziele. Weiter geht es mit dem Sound und die Star Wars Atmosphäre. Bereits beim Vorgänger sehr gelobt, geht auch der Siegeszug bei der Fortsetzung weiter. Die passende Musikeinspielung in den richtigen Momenten untermalen sowohl beim Mehrspieler als auch in der Kampagne das Gefühl einen Star Wars Film zusehen. Unterstrichen wird alles mit den richtigen Sounds und den rufen der Soldaten, beziehungsweise die Ansage zu den nächsten Zielen. Das einzige was ich an dieser Stelle bemängle, ist das wiederholen einer Tonspur, welcher jeder Held besitzt. Egal ob Joda, Rey oder Darth Vader... sie alle besitzen nur einen bestimmten Satz, sobald sie das Spielfeld betreten. Das empfand ich dann doch recht schwach. Zudem fielen mir in verschiedenen Situationen auf, das die Entwickler bei Kylo Ren´s Stimme mit der einer Frau vertauscht haben. Ich staunte nicht schlecht als bei der nächsten Anweisung das Bild von Kylo auftauchte aber eine Frauenstimme erklang. Bei der Kampagne dagegen gefielen mir die sehr authentischen Dialoge und die gesamte Klangwelt. Als nächstes geht es zu Steuerung. Gut... diese ist altbewährt und hat sich im Gegensatz zum ersten Teil nicht geändert. Während der Kampf als Bodeneinheit mit den selben Steuerungselementen versehen wurde, wie beim Vorgänger, bekamen die Raumschiffe ein paar kleinere Verbesserungen. Die Steuerung der Raumjäger wirkt nun direkter und vor allem genauer. DICE haben auch den doppelten Tastendruck für eine Seitwärtsrolle oder Rückwärtsrolle entfernt. Dafür kann man nun mit den Tasten das Raumschiff entsprechend seitlich neigen. Nun zum allgemeinen Umfang. Der Online-Mehrspieler wurde zwar auf eine gewisse Zahl reduziert ist aber nicht sonderlich uninteressanter geworden. Es gibt einfache Gefechte, den Helden Versus Modus und nicht zu vergessen die großen Schlachten am Boden und im Weltraum. Abseits der Online-Matches gibt es noch einen netten Arcade-Modus und eine recht schöne Story-Kampagne.
Fazit & Wertung

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