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PC Reviews - theHunter: Call of the WildIck glaub ick steh im Wald

theHunter: Call of the Wild - Ick glaub ick steh im Wald
04.03.17 17:29 Autor: sebastian.k Die Wildnis ruft und das nicht zu knapp. Kann die, über mehrere Jahre gereifte, Jagdsimulation überzeugen oder ist sie was für die Tonne?
Fazit & Wertung
Die Jagdsimulation TheHunter gibt es bereits seit 2009. Darauf folgten fast jährlich immer neue Versionen bis man sich letztendlich auf ein Online Free-To-Play Jagdspiel konzentrierte mit dem Titel TheHunter Classic. Ausgestattet mit einem Payment-System für die Erweiterung von Tieren, Waffen und Arealen arbeiteten die selben Entwickler nach und nach an Updates und einer fehlerfreien Präsentation. Die zuständigen Entwickler für die früheren Spiele, als auch für theHunter: Call of the Wild , sind sowohl Avalanche Studios als auch Expansive Worlds. Die Avalanche Studios kamen allerdings erst 2014 beim Release des Remake zu diesem Projekt. Für jeden Spieler der sich nun Fragt; „Moment... Avalanche Studios kenne ich doch.“, dem sei gesagt, das dass schwedische Entwicklerteam bereits an sehr erfolgreichen Titeln wir die Just Cause Reihe und Mad Max gearbeitet hatten, beziehungsweise Federführend waren. Doch warum sollte man sich nun eigentlich das neue TheHunter holen, wenn es doch eine kostenlose Free-To-Play Version als Classic Variante mit einem gewissen Payment-System gibt? Nun... in Call of the Wild erwarten dich zwei riesige Areale die sowohl Mitteleuropa, als auch Nordamerika, nachempfunden sind. Wie groß? Von Süd nach Nord (Luftlinie) mit einem normalen Gang rund 170 Minuten. Abgesehen davon, bietet TheHunter: Call of the Wild eine komplett überarbeitete und neuzeitliche Grafik. Doch Simulationen sind meistens immer sehr komplex und es gab in der Vergangenheit nur sehr wenige Spiele, die während meines Testes überaus gut abschneiden konnten. Wie dir bereits aufgefallen ist, ließ unsere Review etwas auf sich warten was mitunter an diversen Fehlern, Problemen und das suchen von Fehlern innerhalb des Spiels zu tun hatte. Welche das sind und was den Titel dennoch so anziehend macht, das erfährst du in den folgenden Zeilen.

Schnapp deine Waffe, den Kompass und ab ins Jagdfieber

TheHunter: Call of the Wild ist eine reine Jagdsimulation, worin es darum geht verschiedene Tiere abzuschießen. Einfacher lässt sich die Tätigkeit im Spiel nicht beschreiben. Dabei lag es an mir selbst, ob ich zuerst die Missionen und Nebenmissionen absolvieren oder mich vielleicht doch erst in der großen Spielwelt umsehen will. Dabei hat die Spielwelt alleine sehr viel zu bieten. Glanzstück des Spiels ist die atemberaubende Grafik. Zuständig für diese überaus gelungene und stimmungsvolle Darstellungen beider Spielwelten sind die Jungs von Avalanche Studios. Mit dynamischen Wettereffekten wie Regen, Gewitter, Sonne, Bewölkung und einer Tag/Nacht Zirkulation sorgt das Spiel für sehr sehr viel Tiefgang. Abhängig von diesen Faktoren lässt es sich auch einfacher oder schwieriger Jagen. Zum Beispiel durch den Einfluss der Windrichtung. Stehe ich genau im Wind zu einem Tier, so kann es mich wittern und rennt davon. Die Entwickler schreckten auch nicht davor zurück mit zusätzlichen Effekten zu arbeiten, wie das fallen von Laub im Wind und das herab fallen von Geäst beim durchstreifen von Sträuchern oder unteren Ästen eines Baumes. Beide Spielwelten konnten mich bedingungslos in ihren Bann ziehen. Dabei haben die Entwickler genau auf die Gegebenheiten der jeweilig nachempfundenen Gebiete geachtet. In Layton Lake District, welches Nordamerika nachempfunden ist, findet man viele Nadelwälder in Kombination mit großen Uhrbäumen oder riesigen Planes. Dagegen erwarten mich in Jagdrevier Hirschfelden, mit seinem mitteleuropäischen Design, für uns bekannte Laubbäume, Pflanzen und Tiere. Ja auch die Tiere wurden den Zonen entsprechend zugeteilt. So treffe ich vor allem in Layton Lake District auf Bären und Elche, während in Jagdrevier Hirschfelden meistens Füchse, Hirsche oder auch Wisents die Umgebung unsicher machen. Dank verschiedener Spieleffekte ist die Spielgrafik ein wahrer Genuss und wird im Laufe von vielen Spielstunden nie wirklich langweilig. Doch nicht nur die Spielwelt selbst kann glänzen, sondern auch die Details der Tiere und Umgebungsobjekte. Wie ich noch zu kommen werde, bieten die Tiere zum größten Teil reale Verhaltensmuster.

Diese wären vielleicht vollkommener, wären da nicht lästige Bugs oder auch verschiedene Spawnfehler. (In der Redaktion bekam die Bezeichnung Re(h)spawn eine neue Bedeutung, als bei einem Koop-Spiel wir auf einen Wiedereinstiegspunkt für Tiere stießen und dort 21 Rehe standen, beziehungsweise im Kreis liefen.) Im Bezug dessen hat der Titel öfter einmal gewisse Aussetzer. Beim Thema Grafik hapert es auch etwas mit der Darstellung von Wasser und Land. Gerade in der Nähe von Ufern sieht man sehr unsaubere Übergänge von Wasserpflanzen. Das Jagdabenteuer beginnt für mich an einem Außenposten. Diese Außenposten sind bei beiden Spielwelten großflächig verteilt und dienen als Wiedereinstiegspunkt. Doch bevor man diese nutzen kann, müssen sich aktiviert werden. Das bedeutet hinlaufen und aktivieren. Erst danach ist eine Schnellreise zwischen verschiedenen Gebieten möglich. Bei diesen Außenposten besteht nun die Möglichkeit im Laden neue Waffen, Ausrüstungsgegenstände und Munition zu kaufen. Auch Verbrauchsmaterialien wie Erste-Hilfe Kasten oder Locksprays können hier für Geld gekauft werden. Das Geld verdient man sich natürlich durch das Abschießen von Tieren. Nach dem zweiten Patch haben die Entwickler nun die Preise und auch die Belohnung für Tiere etwas umstrukturiert. (Teilweise zum Gunsten der Spieler.) Demnach gibt es für kleine und flinke Tiere wie den Fuchs mehr Geld, als für Rehe oder andere Wildtiere dieser Gattung. Da das Spiel eine recht langsame Tag/Nach Zirkulation besitzt, besteht die Möglichkeit bei Außenposten auch für eine gewisse Zeit zu schlafen. Natürlich gegen Bares versteht sich. Die wichtigsten Hilfsmittel in diesem Spiel sind das Smartphone, der Feldstecher, die Übersichtskarte und der Kompass am unteren Bildrand.

Für gewöhnlich treffe ich überall auf wilde Tiere. Entweder schrecke ich diese durch meine lauten Laufbewegungen auf, sodass sie mit einen Warnruf reagieren, oder ich gehe einem Brunftschrei nach. Generell empfiehlt es sich die Umgebung immer mal wieder genauer zu überprüfen. Finden lassen sich besondere Orte, Plätze zur Errichtung von Hochständen und spezielle Stellen, wo Tiere zu bestimmten Zeiten einkehren. Das Spiel unterscheidet hier zwischen Futter-, Ruhe und Trinkplätze. Beim auffinden dieser Plätze zeigt mir das Spiel an, welche Tiere hier her kommen und vor allem Wann sie meistens anzutreffen sind. Diese Uhrzeit ist übrigens nur ein Richtwert, denn nicht immer suchen die Tiere auch diese Orte auf. Mit den Charakter-Verbesserungen meines Jägers können die Angaben sogar noch verfeinert werden. Wie zum Beispiel durch die Anzahl der Tiere, die dieses Gebiet aktuell aufsuchen. Hatte ich erst einmal ein paar solcher Platze gefunden, konnte ich mir schon einen kleinen Jagdplan erstellen und hoffen dort auch welche zu finden. Übrigens kann ich auch auf "gut Glück" handeln und einfach mal mit der Lockpfeife oder dem Lockspray versuchen spontan entsprechende Tierarten anzulocken. Meistens reagieren diese darauf und kommen an meine Position.

Verhalten der Tiere, die Jagd von verwundeten Tieren und die Treffer-Analyse mit Wertung

Das meiste zu diesem Thema habe ich oben bereits vorweg genommen. Die Tiere in diesem Spiel reagieren von Tierart zu Tierart anders. Wisents zählen zum Beispiel zu den schwierigsten Tieren die man in Call of the Wild nur jagen kann. (Zumindest im Spielgebiet von Mitteleuropa.) Diese haben nicht nur einen ausgesprochenen guten Geruchssinn, sondern sie hören auch gut, weshalb man sie leicht verschrecken kann. Zusätzlich sind diese Tiere sehr kräftig, wobei es entweder eine Waffe der höheren Klassen oder mehrere Treffer benötigt, um solch ein großes Tier zu töten. Hilfe bei den Fragen; welches Tier welche Eigenschaften besitzt und wie man es am besten Jagd, liefert der Kodex. Dieser teilt sich das Spielmenü (Pausemenü) mit der Übersichtskarte, dem Inventar, Spieleinstellungen, der Missionsliste, Fähigkeiten und Vorteilen. Ich möchte hier auch bereits erwähnen, das es im Spiel keine Möglichkeit gibt direkt ins Hauptmenü zurückzukehren. Es bleibt einem nur das komplette beenden des Spiels. (Zum Beispiel würde man gerne ins Hauptmenü zurückkehren, um spontan mit einem Freund im Kooperativ zuspielen.) Für die Programmierung des Spiels selbst, war das Entwicklerteam um Expansive Worlds zuständig. Ich weiß nicht wer da seine Hausaufgaben nicht gemacht hat, doch ein Spiel mit solchen unkomfortablen Menüführungen zu versehen ist schon eine harte Nummer. Ob zu zweit oder alleine, das Jagen an sich macht tierischen Spaß. Vorausgesetzt eines der Bugs oder Crashes kommt einen nicht dazwischen. Habe ich ein Tier ausgemacht, so hilft hier nur das heranpirschen. Es gibt im Spiel die Laufbewegungen Rennen, schleichen oder gehen. Jedes dieser Bewegungen verursacht unterschiedlich viel Lärm.

Als Anhaltspunkt wie laut ich gerade bin, bietet der Titel am unteren rechten Rand eine Lautstärkeanzeige an. War diese beim Start noch verbugt, so haben die Entwickler mittlerweile diese optimiert und etwas erweitert. Weitere Funktionen für die Pirsch sind Ducken und das Liegen. Eigentlich alle wichtigen Komponenten für ein gutes Jagdspiel. Doch nein... zusätzlich muss ich während meiner Pirsch darauf achten, worauf ich mich bewege. Gestrüpp, Hecken und Laub sorgen für zusätzliche Lärmeinflüsse auf die ich aufpassen muss. Doch wie reagiert nun so ein Tier im Spiel, sollte ich zu laut sein? Für gewöhnlich mit einer Flucht und zwar in einem schnellen Tempo. Da würde selbst der beste Shooter-Spieler keine Chance bei haben. Zu alledem muss man berücksichtigen, das jedes Tier seine Lieblingsumgebung besitzt. Damhirsche und Rehe findet man im Spiel sehr oft in den Laubwäldern oder auch Bereichen mit einer Teilbewaldung. Die Wisents bevorzugen öfters frei Wiesen (auch in Kombination mit Bergen) und Gebiete mit wenig Bäumen. Du siehst, man muss sich schon etwas mit dem Kodex des Spiels beschäftigen um richtig erfolgreich zu sein.


Hauseigenes Panorama aus dem Spiel.


Übrigens besitzt jedes Gebiet der beiden Spielwelten seine eigene Population an Tieren. Zum Beispiel fand ich die Wisents nicht direkt im ersten Gebiet, sondern erst ein bis zwei Gebiete weiter Richtung Westen. Somit muss ich als Jäger immer etwas planen. Hatte ich schon erwähnt, das man alle Strecken zu Fuß abläuft? Die Schnellreise funktioniert bei diesem Titel nur von Außenposten zu Außenposten, sodass alles anderem Wege zu Fuß absolviert werden müssen. Ich hätte mir da ein Fahrrad oder ein Quad gewünscht, womit man entlang der Forstwege zu den einzelnen Gebieten kommt. So musste ich öfters 5-10 Minuten Laufweg einrechnen. Besonders nervig empfand ich es, als ich neue Gebiete und Orte erkunden wollte. Doch zurück zur Jagd selbst. Neben der Pirsch ermöglicht es das Spiel mit verschiedenen Lockmitteln auch, Tiere anzulocken. Hochstände oder Tarnzelte sind gute Mittel um nicht gesehen und auch nicht dem Witterungsbereich von Tieren ausgesetzt zu werden. Lauern oder Pirschen, für was wirst du dich entscheiden?
Was wäre aber ein Jagdspiel ohne Waffen? TheHunter: Call of the Wild besitzt verschiedene Waffengattungen und Munitionsarten. Jede hat spezielle Eigenschaften die bei der Jagd auf bestimmte Tiere berücksichtigt werden sollte. Vorausgesetzt man will nicht das Tier mit einer Verletzung 30-50 Minuten durch die Spielwelt jagen. Die meisten Erfahrungs- und Trophäenpunkte gibt es für einen tödlich Treffer ohne groß den Körper des Tieres durchlöchert zu haben. Je gezielter der Treffer ist, desto mehr gibt es. Die Entwickler haben sich bei den Waffen auf die gängigsten Gewehre, Flinten, Pistolen und Bögen bezogen. Mit unter gibt es ein Magnum Gewehr mit den wohl stärksten Kaliber überhaupt oder auch die normalen Ranger .243 Gewehre. Zusätzlich dürfen diese mit einer kleinen Anzahl an Zielfernrohren bestückt ausgestattet werden. Natürlich erlaubt es das Spiel alle Tiere mit allen Gewehren zu jagen und sicherlich kann man mit dem Standard Gewehr Ranger .243 auch einen Bären erlegen, allerdings benötigt es eine hohe Präzision und mehrere Schüsse. Einfacher ist dies dann mit besseren Waffen.

Im Verlauf des Spiels sammelte ich so immer mehr nützliche Ausrüstungsgegenstände, was mir die Jagd etwas erleichterte. Selbstverständlich stehen von beginn an nicht gleich alle Waffen zur Verfügung. In Kombination mit Erfahrungspunkten für den Charakter (Level-Stufen), als auch für die jeweilige Waffengattung, werden nach und nach immer mehr Waffen freigeschaltet. Diese muss ich dann letztendlich nur noch kaufen. Die Entwickler preisen bei diesem Titel auch die simulierte Ballistik an. Eine gute Ballistik der Kugeln kann ich allerdings nur bei dem Schießen mit Pfeil und Bogen bestätigten. Je weiter das Tier entfernt war, um so höher musste ich zielen. Wahrlich keine einfache Sache, denn direkte Hilfen hierfür gibt es nicht. (Anspielung auf Zielhilfen oder HUD Einbeldungen) Wer jedoch mit Pfeil und Bogen umgehen kann (es gibt leider nur einen Bogen mit drei verschiedenen Pfeilarten), der kann einige Bonuspunkte einheimsen. Übrigens sollte man ja meinen, das die Jagd mit Pfeil und Bogen lautlos sei, doch im Spiel wird beim abschießen eines Pfeils die Umgebung, wie beim Schuss mit einer Waffe auch, als "Belastet" eingefärbt.

Die als "Belastet" (von dunkel Lila bis Pink aufwärts) eingefärbten Gebiete auf der Karte zeigen mir an, wie stark die Tiere innerhalb dieser markierten Zone gejagt wurden und wie sehr die Tiere dieses nun meiden werden. Im Fokus steht hier hinter natürlich die Jagdbelastung durch Schüsse. Den Bogen als eine Schusswaffe mit einzubeziehen empfand ich als etwas übertrieben. Außerdem sollte es für den Spieler doch eine gewisse Motivation sein mit Pfeil und Bogen zu arbeiten. Dadurch das die Zone so oder so eingefärbt wird, hatte das Jagen mit dem Bogen für mich kaum noch Bewandtnis. Doch ich schweife ab, denn nach einem erfolgreichen Treffer wird das Tier, sollte es nicht tot am Boden liegen, direkt flüchten. Mein Charakter besitzt seit dem Start des Spiels die Möglichkeit die Spuren der Tiere zu lesen. Das gilt auch für Blutspuren. Je nachdem wie ich unter Fähigkeiten und Vorteile meine Erfahrungspunkte verteilt habe, erscheinen zusätzliche Informationen wie Lebensenergie, Art des Treffers oder ein Routen-Tracking von Spur zur Spur.

An dieser Stelle ergeben sich für mich zwei Möglichkeiten: Das Tier hetzen und hoffen das es verblutet oder der Spur einfach und entspannt hinterher schleichen. Nach einer gewissen Distanz verringert sich das Tempo des Tieres und wird es wird langsam zu seinen alltäglichen Tätigkeiten übergehen. Natürlich passiert es auch, das dass Tier vielleicht 100 Meter später verendet am Boden liegt. So oder so machen gerade diese realistisch wirkenden Elemente Spaß. Nervig kann es nur werden, wenn man einen Hirsch rund 30-50 Minuten verfolgt und dieser immer noch 0%-25% Lebensenergie besitzt. Oft muss ich mir da dann die Frage stellen, ob es sich wirklich lohnt dieses Tier weiterhin zu verfolgen. Schließlich kommt man beim Laufen immer wieder an anderen Tieren vorbei. Im Grunde treibt einen die Gier nach Erfahrungs- und Trophäenpunkten, sowie Geld an. Finde ich nun das tote Tier, so muss ich die Trophäe annehmen. Es öffnet sich ein Übersichtsbildschirm mit verschiedenen Daten. Darunter Details zum Tier, Schussweite, Wertungsboni und Punkte. Natürlich will man auch wissen, wo das Tier von mir nun getroffen wurde. Eine Grafik in der Mitte und ein detaillierter Verlauf auf der rechten Seite gibt Aufschluss darüber, wann ich das Tier wo getroffen habe und wie viele dieser Treffer zum Sterben des Tieres beigetragen haben.

Im Kooperativ können in der Liste auch mehrere Spieler auftauchen, solange diese ebenfalls das Tier getroffen haben. Am Ende klicke ich auf "Annehmen" und schon steht der Abschuss in meiner Chronik. Zu jagen gibt es im Spiel aktuell nur 12 verschiedene Tierarten. Im Gegensatz zum Free-To-Play Titel und Vorgänger ist das weitaus weniger. (Im Vergleich werben die Entwickler bei TheHunter Classic mit 29 verschiedenen Tierarten. Darunter auch Waldkaninchen, Europäisches Kaninchen, Schneeschuh-Hase und Fasan, die bei Call of the Wild nicht dabei sind. Allerdings darf man nicht vergessen, das für die volle Anzahl an Tieren bei dem Free-To-Play Titel auch eine zeitliche Lizenz gekauft werden muss.) Wo ich gerade über Kaninchen und Hasen schreibe. Diese können zwar getötet werden, zählen aber nicht in der Trophäenwertung. Sie dienen, wie die einzelnen Vögel auch, nur als Zierde der Natur.

Je mehr Erfahrung, desto Besser – Haupt- und Nebenmissionen sorgen für Abwechslung

Jeder Abschuss, jedes Sammelobjekt und jeder Ort den ich aufdecke, beschert mir Erfahrungspunkte. Von Stufe zu Stufe schalten sich für meinen Charakter neuer Fähigkeiten frei die in Pirscher und Lauerjäger unterteilt wurden. Diese Fähigkeiten sorgen dafür, das ich sowohl die Spuren besser lesen kann, nicht sofort bei der Pirsch entdeckt werde oder sogar das Wetter besser vorhersagen kann. Der Unterschied zwischen den beiden besteht halt darin, das Pirschen das heranschleichen ist, während man beim Lauern vor allem mit Lockmitteln die Tiere anlockt. Letztere Methode empfehle ich für Spieler mit Pfeil und Bogen. Dementsprechend können alle verfügbaren Fähigkeiten ihre Vorteile haben. Abgesehen von den Fähigkeiten fließen die Erfahrungspunkte meines Charakters noch in den Bereich Vorteile. Die Vorteilspunkte liefern passive Verbesserungen für den Umgang mit allen Waffen. Dementsprechend gibt es gleich vier Talentbäume. (Unterteilt in Gewehre, Flinten, Pistolen und Bogen) Ähnlich wie bei den Fähigkeiten, sorgen diese Punkte für eine gewisse Erleichterung bei der Jagd, womit ich keinesfalls sagen will, das dass Spiel immer leicht ist. Manche Tiere können durchaus zurückschlagen und auf Angriffsstellung gehen. Bären und Wisents sind da die Paradebeispiele dafür, das solche Konfrontationen schmerzhaft enden können. Aber auch hohe Stürze führen durchaus zum Tode. Tritt dies ein, so steige ich beim letzten Außenposten wieder ein. Bereits nach dem ersten Start des Spiels werde ich mit einem Auftraggeber konfrontiert.

Natürlich geht es um eine kleine Einführung, doch später gibt es sowohl Hauptaufgaben, als auch Nebenaufgaben. Diese belohnen einen mit Erfahrungspunkten und Geld. In erster Linie geht es bei den Hauptaufgaben darum, verschiedene Tiere abzuschießen und nach fiktiven Personen zu sehen, beziehungsweise denen bei ihren Problemen zu helfen. Die Nebenaufgaben bieten im, Gegenzug zu den aufwendigen Hauptaufgaben, kleinere Aktionen. Fotografiere einen Damhirsch mit höheren Trophäenranking, jage ein Tier bei Nacht und so weiter. Es gibt keinen besonderen Story-Modus und keine besondere Geschichte, sodass beide Missionselemente etwas beiläufig wirken. Wer nun denkt, er könne mit Freunden online im Kooperativ die Missionen gemeinsam lösen, der irrt etwas. Für den Mehrspieler gibt es eine sehr oberflächliche Highscorejagd und Herausforderungen, die nicht der Rede wert sind. Ebenfalls nur im alleinigen Spiel oder als Admin einer Sitzung, funktionieren die Aktivierungen von besonderen Orten, Aussichtspunkten und die Errichtung von Hochständen. Wo ich das gerade so erwähne, bleibe ich schon einmal beim Mehrspieler. Also insgesamt könnten acht Spieler pro Sitzung teilnehmen. Hierbei handelt es sich nicht um dedizierter Server, sondern eher um Sub-Server (Sitzungen) die von jedem Spieler eröffnet werden können.

Sitzungsoptionen sind sowohl der Name, als auch die Spielwelt und Art der Sitzung. (Öffentlich, Privat oder Freunde) Als Spieler, der nur irgendwo beitreten will, bleibt meistens nur die Auswahl eines Spiels aus der Sitzungsliste. In unzähligen Probeläufen vermisste ich etwas die Freunde-Funktion, so wurde mein Kollege selten gefunden und wir mussten mit der Einladung über Steam arbeiten. Während der Sitzung im Spiel haben die Teilnehmer lediglich die Möglichkeit sich mit Punkten untereinander zu messen. Der Admin kann zusätzlich noch spezielle Herausforderungen festlegen, die das ganze interessanter gestalten sollen. Leider verfügt der Titel weder über eine Voice- noch über einen Textchat. Kommunikation wird also mit fremden Spielern sehr schwierig. Insgesamt gestaltet sich der Mehrspieler, mit seinen gelegentlichen Fehlern und Unstimmigkeiten, nicht immer als der Spaßbringer. Es fehlt hier und da an Features, an Fehlerfreiheit und Vollendung von verschiedenen Prozessen. (Dieser Satz könnte auch zum ganzen Spiel passen.)
Abenteuer-Feeling dank besonderen Orten und Sammelobjekten

Rund 128 Quadratkilometer an Spielwelt bietet dieser Titel. Platz genug für verschiedene Orte, die nicht selten zu kleinen Abenteuerreisen einladen. In jeder der beiden Spielwelten finden sich besondere Orte, dann Plätze für Hochsitze oder Biwaks, Gedenksteine und Aussichtspunkte. Beim auffinden aller gibt es immer eine gewisse Anzahl an Erfahrungspunkten. Hochsitze und Biwaks müssen allerdings für kleines Geld errichtet werden, dafür ist dort das Lauern auf Tiere möglich. Beim Lauern vermisste ich eine gewisse Zeitverschiebungsfunktion. Man muss also fast in Echtzeit darauf warten, das ein Tier vorbei läuft. Vorausgesetzt die Lockmittel wirken nicht nach ein bis zwei Minuten. Trotzdem... Die Aussichtspunkte sorgen zudem dafür, das ein Teil der Karte mit eben diesen Punkten aufgedeckt wird. Im Zusammenhang mit der sehr gelungenen Grafik sorgen diese Punkte meistens auch für einen überwältigenden Eindruck der Spielwelt. Manchmal gerät das Jagen dabei etwas in den Hintergrund. Getoppt wird das ganze noch mit besonderen Sammelobjekten, die überall in beiden Spielwelten verteilt wurden. Beim auffinden bringen sie eine gute Anzahl an Erfahrungspunkten und einen Eintrag in den Kodex. Teilweise handelt es sich dabei um ganz verschiedene Sachen wie Helme und DogTags aus dem zweiten Weltkrieg. Der Kodex aktualisiert sich übrigens ständig, sobald ich etwas neues gefunden habe. In ruhigen Minuten schmökerte ich gerne darin und informierte mich über die virtuellen Gegenden und Orte. Wirklich eine tolle Sache.

Kleine Update-Geschichte – Eine Lange Liste an Bugs, fehlenden Features und Crashes

Ich beobachtete bereits seit Release des Spiels die Entwicklung, sowie das Update-Verhalten der Entwickler und kann berichten, das diese fast wöchentlich ein Update nach dem anderen veröffentlichen. Kürzlich erschien das Update 1.2 und somit auch einige Fixes und Überarbeitungen am Gameplay. Einzelne Elemente wurden verbessert oder einfach überarbeitet. Im neusten wurden die Preise und die Belohnungen neu angepasst. Auch die Steam-Trophäen wurden nun freigeschaltet und nachträglich gutgeschrieben. Alles genaue kann man ja in den Notes bei Steam nachlesen. Trotz dieser Updates haben die Entwickler es nicht geschafft, wesentliche Fehler aus dem Spiel zu entfernen. Aktuell gibt es im Diskussionsbereich bei Steam rund 1020 Bug Meldungen. Und auch unsere Redaktion hatte mit diversen, teilweise schwerwiegenden, Problemen zu kämpfen. Ich habe mich oft gefragt; Wie es sein kann, das die Entwickler trotz sieben Jahren Live-Erfahrung (wie es in der Beschreibung heißt) ein Spiel veröffentlichten, welches so viele Fehler beinhaltet und für Probleme sorgt. Verstehe mich nicht falsch! Steuerung, Atmosphäre, Umfang, Grafik und auch das Gameplay sind absolut super gelungen und spornten mich immer wieder zu einem erneuten Spielen des Titels an, trotz Crashes und nervigen Bugs. Doch als zahlender Kunde kann man sich das doch schon einmal fragen.

Ich beschreibe es mal mit den Worten eines Kollegen aus der Redaktion:
Zitat:
Statt den Titel so früh zu veröffentlichen, hätte man mehr Zeit für eine ausgereifte Version und ausgiebige Beta-Tests nehmen sollen.


Stattdessen kommen sich mittlerweile die meisten Spieler wie Beta-Tester vor. Umständliche Menüführung mit Anzeigefehlern, Tiere laufen sich immer noch mal an Bäumen oder Steinen fest, die Zielfernrohrfunktion wird durch vorherige Nutzung des Bogens komplett verstellt und so weiter. Klar haben die bisherigen Updates die Liste an Bugs und Fehlern etwas verkleinert, aber von einem fertigen Status ist der Titel leider noch etwas entfernt. Am lästigsten empfand ich allerdings die Spielcrashes. Plötzlich friert das Spiel ein und ich muss über den Task-Manager diesen zwanghaft beenden. Zum Glück bleibt alles erreichte bis zum Absturzpunkt erhalten, doch nervig ist es schon. Nach genauer Recherche und vielen Tests innerhalb der Redaktion musste ich feststellen, das es keine nennenswerten Gründe dafür gibt. (System ist aktuell und bereinigt – Anforderungen werden weit darüber hinaus erfüllt!)

Kurios bei dem ganzen: Beim Kollegen funktionierte das Spiel (Bis zum neuen Update 1.2, wo es ihn ebenfalls einmal erwischte.) - Bei meinem Rechner nicht. Das unterstreicht auch die Aussagen einiger Spieler, welche ebenfalls darunter leiden. Es gibt aber auch Spieler, die haben diese Crashes nicht. Natürlich probierte ich diverse Hilfestellungen (siehe unseren Guide) und auch andere Tipps von Spielern aus, ohne Erfolg. Ich hoffe für die Zukunft das Avalanche Studios und Expansive Worlds da noch etwas nachlegen und diesen hartnäckigen Fehler finden werden. Solche Abstürze mindern natürlich ungemein den Spielspaß. Des weiteren schlagen sich in unserem Test folgenden Punkte negativ nieder: Es gibt keine „Empfohlenen“ Grafikeinstellungen oder einen Warnhinweis, es gibt keine Möglichkeit aus dem Spiel ins Hauptmenü zu kommen, Grafikinterface von Laden/Waffen und dem Inventar verschieben sich öfters ineinander, Placements von Gebäuden wirken etwas flüchtig (Objekte/Gebäude schweben zum Teil in der Luft) und ein paar Dinge mehr. Betrachtet man das ganze aus der Sicht der Spieler, bei denen keine Crashes auftauchten, so ist es natürlich möglich mit den Bugs und verschiedenen Fehlern zu leben. Sie schränken im Endeffekt dem Spieler nur sehr selten stark im Spielfluss ein. Ich möchte noch einmal betonen, das die Spielcrashes nicht immer bei allen Spielern auftraten. Die Menge der Spieler die dies meldeten ist zwar groß, allerdings sind es nicht alle Spieler!
Fazit & Wertung

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