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Artikel - Call of Duty: Black Ops 2

XBOX 360 Reviews - Call of Duty: Black Ops 2 Alle Jahre wieder kommt das DUTYkind

Call of Duty: Black Ops 2 - Alle Jahre wieder kommt das DUTYkind
26.11.12 05:07 Autor: marcus.b Nach Modern Warfare 3 von Infinity Ward ist aktuell Entwickler Treyarch wieder an der Reihe den Ego-Shooter-Fans ihr alljährliches Call of Duty auf den Bildschirm zu zaubern. Mit Black Ops 2 halten nun auch diverse Ausflüge in die nahe Zukunft, inklusive neuer Waffen und Technologien, ihren Einzug ins Call of Duty-Universum. Ein gewagter Schritt für das Franchise, welches bisher fest im WW2- und Gegenwarts-Szenario verwurzelt war?
Wie bereits beim Vorgänger, setzt Treyarch auch bei Call of Duty: Black Ops 2 auf ein Einzelspieler-Abenteuer, das sich mehrerer Epochen und Generationen bedient. Jenes stieß aber bekanntlich schon vor 2 Jahren bei vielen auf wenig Gegenliebe, da es doch etwas konfus und unübersichtlich wirkte. Dies scheint zum Teil jedoch beim Entwicklerteam angekommen zu sein. Das neue Szenario kommt daher etwas kompakter daher und sollte somit einige Spieler mehr abholen. Dennoch lässt es sich Treyarch nicht nehmen, uns Story-technisch wie gehabt rund um den Globus zu jagen.

Dabei verschlägt es uns abwechselnd in die 80er Jahre sowie in die nahe Zukunft des Jahres 2025. Die Ausflüge in erst benannte Epoche können trotz erstmaliger Reiteinlagen in der Call of Duty-Geschichte jedoch nicht wirklich fesseln, dafür ist jenes Szenario schon zu oft durchgekaut worden. Interessanter und spannender sieht es da schon bei den Missionen in der Zukunft aus. Die dort eingebauten neuen Features wie fern steuerbare Drohnen, Claw-Roboter und fast unsichtbar machende Tarnanzüge, sorgen da schon für mehr Abwechslung. Leider kommen jene Features etwas zu kurz, was aber der recht kurzen Gesamt-Spielzeit der Einzelspieler-Kampagne geschuldet ist, die bei mageren 6 Stunden liegt.


Die Geschichte rund um den Bösewicht Raul Menendez ist jedoch durchaus spannend inszeniert und kann zudem eine passable deutsche Synchronisation vorweisen. Die in Black Ops 2 jetzt eingebauten Entscheidungen, die den Spielverlauf beeinflussen, stehen dem Shooter ebenfalls sehr gut zu Gesicht.

Ob man den in der Story verfügbaren, optionalen Taktik-Modus namens Eingreiftruppe auch beim nächsten Call of Duty-Titel aus dem Hause Treyarch bringen muss, sollte das Entwicklerteam hingegen vielleicht nochmals überdenken. Auf Konsole bereitet dieser von der Steuerung her jedenfalls keinerlei Freude und lädt daher kaum für längere Kampfeinsätze ein.
Einige bereits schon verlautende negative Stimmen, was die Grafik von Black Ops 2 anbelangt, kann ich jedoch nicht nachvollziehen. Gegenüber dem Vorgänger, wurde hier doch schon versucht, einiges mehr aus der Engine heraus zu kitzeln. Wer mehr erwartet, muss wohl oder übel den Launch der nächsten Konsolen-Generationen abwarten.


Wenn man nach Gründen für die zu kurz geratene Spielzeit sucht, wird man recht schnell beim Zombie-Modus fündig, der diesmal um einiges umfangreicher ausgefallen ist. Jener beinhaltet jetzt nicht nur den puren Überlebenskampf, sondern kommt obendrein nun sogar mit einer kleinen Kampagne namens Tranzit daher. In Tranzit müssen verschiedene Orte besucht werden, um gewisse Gegenstände zu finden und diese dann an einer Werkbank zusammen zuschrauben. Hat man die Geheimnisse eines Ortes gelüftet, fährt man via Bus zur nächsten Haltestelle.

Natürlich kann man jenes Erlebnis, wie gewohnt, entweder allein, im Koop-Splitscreen oder mit anderen Online-Spielern durchstehen. Leider hält sich der Spielspaß dabei zunehmend in Grenzen, da der Schwierigkeitsgrad hier eindeutig zu hoch angesetzt ist und so besonders Einsteigern recht schnell die Motivation rauben wird. Die reinen Überlebens-Karten, bei denen es gilt, immer stärker werdende Zombie-Wellen abzuwehren, sind zudem auch nur auf mickrige drei Maps beschränkt. Als nette Dreingabe neben Single-und Multiplayer, aber ein durchaus gelungener Part. Positiv sollte vielleicht auch erwähnt werden, dass man es diesmal nicht mit “Nazi-Zombies” (Black Ops I) sondern mit “normalen Untoten” zu tun hat.


Das eigentliche Herzstück von Black Ops 2 ist aber wieder der Mehrspieler. Nicht wenige Spieler legen sich den Ego-Shooter nur allein wegen diesem Part zu. Da jener sich bereits schon beim Vorgänger bestens bewährt hat, hat das Entwicklerteam natürlich auch nur Änderungen vorgenommen, die sich nicht wirklich auf das bekannte Spielprinzip des Multiplayers auswirken. Abgesehen von den 14 neuen Karten (ohne Nuketown 2025) und dem ein oder anderen abgewandelten Spielmodi, stechen vor allen das neue "Nimm-10" Zuteilungssystem und die geänderte Punkte statt Abschüsse Belohnung hervor.

Ersteres ist schnell erklärt und sorgt mit wenigen Mitteln dafür, dass jeder unkompliziert seine individuelle Klasse erstellen und anpassen kann. Dabei ist ganz einfach nur darauf zu achten, dass sich im Inventar eines jeden Spielers immer nur 10 Objekte befinden dürfen. So kann man als Spieler beispielsweise eine Waffe mit 9 sogenannten Perks (Extras), eine Waffe mit fünf Aufsätzen und 4 Perks oder 2 Waffen, 3 unterschiedliche Granaten, 3 Perks und 2 Aufsätze als Ausrüstung erstellen.


Mit dem ebenfalls brandneuen Belohnungssystem dürfte Treyarch für mehr Freude und Motivation bei den teamorientierten Multiplayer-Fans sorgen, da sich jenes jetzt nicht mehr nur an den Abschüssen der einzelnen Spieler orientiert, sondern auch Aktionen belohnt, die dem Team zum Sieg verhelfen. So wird nun zum Beispiel auch das Flagge erobern, das Beschützen des Teams oder die Verteidigung eines Ziels mit den entsprechenden Punkten abgerechnet.

Bei der Gestaltung der neuen Mehrspielerkarten bleibt man jedoch seinen bisherigen Konzept treu, was uns somit abermals sehr verwinkelte und verschachtelte Maps beschert. Da sich das komplette Portfolio am Singleplayer orientiert, befinden sich somit neben der Standard-Karte a la zerstörtes Dorf im Krisengebiet auch einige modernere Schauplätze wie zum Beispiel ein Kreuzfahrtschiff, Nachtclub oder Schnellzug-Bahnhof im Mappool wieder. Weiteres Kartenmaterial wird bekanntlich wieder per kostenpflichtigen DLC nachgeschoben.

Kostenlos ist hingegen der ehemals gebührenpflichtige Elite-Service, der Spieler unter anderem die Möglichkeit gibt, ihre Leistungen in Call of Duty: Black Ops II in umfangreichen Statistiken einzusehen sowie einen Clan zu eröffnen bzw. einem existierenden beizutreten. Sieht man sich das Komplett-Paket des Mehrspielerparts an, das noch einiges mehr zu bieten hat, wird Black Ops 2 in Kürze ganz klar abermals die Spitze der Xbox-Live-Charts für sich beanspruchen.
Erfahre hier, wie der Titel in unserer Wertung abgeschlossen hat.

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Call of Duty: Black Ops 2
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Release13.11.2012 GenreEgo-Shooter SpielmodSP MP Coop Enginekeine Infos Entwickler Treyarch Publisher Activision
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