Dakar Desert Rally im Test - Ein würdiges neues Dakar-Spiel?

Nach ein paar Jahren folgt ein neues Spiel zur berühmtesten Rally der Welt. Was dich erwartet, das zeige ich dir hier.
Erfahre hier, wie der Titel in unserer Wertung abgeschlossen hat.
Saber Porto bringen gut vier Jahre nach DAKAR 18 ein neues Dakar Spiel auf den Markt. Besonderheiten sind unteranderem die lizenzierten Fahrzeuge aus den letzten drei Dakars aus fünf Klassen. Weiterhin ist Dakar Desert Rally viel einfacher als die Simulation von 2018. Doch was macht diesen Titel so einfach und vor allem, was fehlt an diesem Spiel noch?

Willkommen in Saudi-Arabien

Wenn ich die Rally Dakar erwähne, werde ich heutzutage öfters mal gefragt, ob sie noch so gefahren wird, wie früher. Um das zu beantworten, muss man leider etwas ausholen. Von der ersten Dakar im Jahre 1979 bis 2007 war das in der Tat so. Bis 1991 wurde sie sogar noch original von Paris nach Dakar gefahren. Kleine Änderungen in Bezug auf Start- und Zielwechsel, sowie wechselnde Zwischenstopps mit einbezogen. In den Jahren danach war mindestens der Startort (also Paris) oder der Zielort (Dakar) immer gleich. 2008 fand die Dakar aus Sicherheitsgründen nicht statt. Die Veranstalter waren ab da gezwungen, andere Austragungsorte zu finden. Von 2009 bis 2017 wurde sie in Argentinien ausgetragen. 2018 und 2019 ging es nach Peru. Seit 2020 findet nun die Rally Dakar in Saudi-Arabien statt und genau darauf haben sich die Entwickler bezogen. Für uns Spieler bedeutet das rund 12 verschiedene Events mit knapp 61 Etappen und vielen vielen Kilometern.

Natürlich haben die Entwickler versucht, das reale Saudi-Arabien schön ins virtuelle umzusetzen – Was ihn meiner Meinung nach auf dem ersten Blick recht gut gelungen ist. Einen Vergleich mit Dakar 18 zu starten ist etwas fatal, denn der war mehr auf Simulation ausgelegt. Weiterhin waren die Etappen deutlich länger als bei Desert Rally. Jedoch muss keiner Angst haben, dass die Etappen nun zu kurz sind. Für das Train Odyssey Rally Event habe ich bei 3 Etappen und 278 Kilometern Strecke mit der Fahrzeugklasse Trucks rund 28 Minuten gebraucht. Es zieht sich also trotzdem noch etwas. Was Dakar 18 von diesem hier auch unterscheidet, sind die etwas fragwürdigen Features, wie zum Beispiel das absteigen. In Dakar Desert Rally ist alles etwas einfacher und vor allem klarer aufgebaut. Sicher ist dieser Titel keine Simulation und erst recht nicht auf Hardcore aufgebaut. Zurück zum Thema “Willkommen in Saudi-Arabien“. Im Fokus stehen die Regionen im Nordwesten und Norden des Landes. Egal ob Events am Roten Meer, weiter östlich im Landesinneren bei den Wüstenarealen, in der Nähe von Tabuk oder im nordöstlichen Gebirge rund um den Jebel al Lawz.

Die Entwickler haben alle Regionen recht schön nachempfunden und auf eine sehr anständige Kartengröße angesetzt. Die jeweilige Karte der Etappe, geht einige Kilometer über die eigentliche Route hinaus. Also genügend Platz, um sich ordentlich zu verfahren. Auch empfand ich die Streckenverläufe als äußerst interessant. Manchmal kommt man an einem Wegpunkt vorbei und denkt: Hier war ich doch beim letzten Event irgendwo rechts abgebogen. Und nun fährt man in einer anderen Richtung (in einem Fahrzeug einer anderen Klasse.) Das soll nicht bedeuten, dass man gänzlich alleine unterwegs ist. Entlang der Etappe treffe ich immer wieder auf verschiedene andere Teilnehmer mit unterschiedlichen Klassen. Wie anfangs schon erwähnt, sind die Etappen nun nicht übermäßig lang und könnten teilweise denen der WRC Spiele ähneln. Einen Vergleich zu Dakar 18 solltest du aber vermeiden. Wo ich gerade noch munter bei der Spielwelt war: Die Entwickler werben ja mit einem dynamischen Wettersystem, samt Tag- und Nachtrennen.

Tatsächlich bietet das Spiel Schneestürme, Sandstürme und richtige Unwetter. Und wer jetzt sagt: „Moment mal! Saudi-Arabien kann doch kein Schnee haben.“ Der irrt sich. Durchaus gibt es in der nordöstlichen Bergregion Schnee und auch Schneetreiben. (Dementsprechend nur in den höheren Lagen) Ob man später diesen Schnee und den Blizzard auf die anderen Events aktivieren sollte, das bleibt jedem selbst überlassen. Es ist jedenfalls fakt, dass es ein dynamisches Wettersystem gibt. (Auch während der Etappen kann es von leichten Regenschauern zu einem heftigen Unwetter wechseln.) Seit dem Update 1.4 ist es mittlerweile möglich, das Wetter und die Tageszeit zu jedem Spielmodus, Event und Etappe selbst zu bestimmen. Dies ging vorher leider nur sehr eingeschränkt. Bei Wetter stellt sich natürlich auch immer die Frage, in wie weit der nasse Boden einen Einfluss auf die Fahrphysik hat. Nach meiner Erfahrung nach nur zu einem geringen Teil. Allerdings spürt man dafür sehr deutlich die Bodenbeschaffenheit! Tiefer Sand, Schotter, Asphalt, Geröll… Das alles wird recht gut simuliert.

Die komplette Fahrzeugpalette der Dakar 2020, 2021 und 2022

In diesem Titel warten auf dich fünf Fahrzeugklassen (mehr als 150 Fahrzeuge insgesamt) mit denen du durch Saudi-Arabien donnern kannst. Autos, Trucks, Motorrad, Quads und SAVs. Dakar Desert Rally ist ein lizenziertes Videospiel und beinhaltet dementsprechend alle notwendigen Lizenzen für alle Fahrzeuge aller Fahrzeugklassen aus den Jahren 2020, 2021 und 2022. Werbeaufkleber und original Namen der Teams, sowie auch Piloten inklusive. Ja selbst die Fahrer kann man bei der Siegerehrung mehr oder weniger gut erkennen. Beim Podium hätte die Grafik etwas besser sein können, aber Carlo Sainz Sr. kann man schon erkennen. Im Rahmen des Vorverkaufs gab es bei den Autos auch den Audi RS Q E-Tron freizuschalten. Ob diese Fahrzeuge bald noch für alle spätentschlossenen folgen werde, kann ich nicht sagen. Aber es gibt da noch ein Klassik-Pack mit einem Peugeot 405 T16 und einem DAF FAV 95 Truck aus den 90ignern. Dieses klassischen Pack ist echt eine wahre Bereicherung. Nicht nur, dass beide Fahrzeuge recht stark sind, sondern sie sehen super aus. Dies gilt aber für alle Fahrzeuge des Spiels. Alle können ein Schadensmodell vorweisen, was bis zu einer gewissen Menge an Einzelteilen zerlegt werden kann. Auch das Schadensfeedback am Fahrzeug selbst, ist recht überzeugend gelungen. Manche Schäden spürt man sofort, andere kommen erst im Verlauf der Weiterfahrt. Weitere Schäden wiederum, werden bis zum Service auch keine Probleme machen.

Doch wenn ein Motorausfall droht und die Leistung stätig fällt, dann muss man noch auf der Strecke einen kleinen Stop einlegen und die notwendigen Teile reparieren. In der Praxis funktioniert das sehr gut: Aber Achtung! Jedes Teil was repariert wird, bringt mir Strafminuten und kostet auch Dakar-Punkte. Die Entwickler haben bei der Reparatur auf der Strecke auf eine spezielle Animation verzichtet. Viel mehr werden die neuen Teile einfach angesetzt und fertig ist. Was ich überaus gut finde, sind die sichtbaren Veränderungen in Bezug auf Tuning der Aufhängung und der Reifen. Du siehst richtig beim Verstellen der Werte, wie das Fahrzeug abgesenkt oder angehoben wird. Auch beim Reifendruck sacken die Reifen ab oder blähen sich mehr auf. Das Spiel bietet aber noch mehr Optionen für das Tunen des Fahrzeugs. (Ich hätte ja den Begriff “Setup“ gewählt) So kann die Bremsbalance, Übersetzung, Differenzial und noch mehr, festgelegt werden. In wie fern jeder Spieler das nutzen wird ist fraglich, denn schließlich hat man kein Shakedown, wo ich ein bisschen experimentieren könnte. Übrigens bietet das Spiel, über die Garage, jederzeit die Möglichkeit an, jedes Fahrzeug im genausten zu begutachten. Sei es mit eingeschalteten Lichtern, offenen Türen oder mit laufenden Motor. An dieser Stelle wird noch einmal die grafische Perfektion des Spiels deutlich. Alle Fahrzeuge sehen von den Details überaus gut aus und wirken sehr realistisch. Auch das Cockpit und die ganzen animierten Gegenstände, wie zum Beispiel das Schutznetz am Fenster. Oder das vibrieren des Schaltknaufs. Einfach sehr überzeugend und lobenswert!

Schadensmodelle und Service – Wie Dakar-Punkte das Spiel bestimmen

Wie im vorherigen Abschnitt schon erwähnt, besitzen alle Fahrzeuge ein recht gutes Schadensmodell. Nicht nur äußerlich, sondern auch was die Beeinflussung am Fahrzeug durch Schäden selbst angeht. Überaus lobenswert das Ganze. Doch was passiert nur, wenn mein Fahrzeug beschädigt wird? Solange es keine gravierenden Schäden sind, kann man noch versuchen ans Ziel zu kommen. Alles was man auf der Strecke anwendet: Also eine Reparatur oder gar das Zurücksetzen des Fahrzeugs, gibt Strafzeiten. Keine Angst, auch die KI kassiert im Verlauf der Etappen immer wieder ordentlich viel an Strafzeiten. Schaffe ich es zum Service oder gar ins Ziel, dann kann ich über das Service-Menü alle einzelnen Teile des Fahrzeugs reparieren lassen.

Die Entwickler haben, der übersichthalber, auch ganze Bauteilstränge aufgeführt, sodass ich nur auf einen Button klicken muss, um die gesamten Bauteile zu ersetzten. (Karosserie, Antrieb…) Reparaturen kosten immer Dakar-Punkte. Diese bekommt man für das absolvieren von Etappen und Events. (Neben Erfahrungspunkten) DP ist die ultimative Zahlungsmethode. Damit kann ich sowohl Reparaturen bezahlen als auch neue Fahrzeuge kaufen. Kleiner Hinweis an alle Besitzer des Spiels: Beim Kauf von neuen Fahrzeugen, zeigt euch das Spiel nur jene an, die ihr für den aktuellen DP Kontostand auch kaufen könnt! Alle Fahrzeuge des Spiels, können nur über die Auflistung eingesehen werden. Abseits der Dakar-Punkte erlange ich auch Erfahrungspunkte, welche nach und nach neue Events freischalten. Maximal gibt es 12 Events. Was ich an dieser Stelle schon einmal vorwegnehmen muss, ist die Abgrenzung zwischen den Spielmodus Sport und Profi.

Die Events müssen unter dem Profi-Modus erneut freigespielt werden. (Unterliegen einer höheren Levelstufe.) Somit grenzen sich der Sport- und Profimodus voneinander etwas ab. Und wo ich gerade bei Besonderheiten bin: Nur im Rahmen des Sport-Modus können Siegfahrzeuge freigeschaltet werden. Es sind wahre klassische Fahrzeuge, die ich nur dann pro Event freischalte, wenn ich dieses mit allen fünf Fahrzeugklassen bezwungen habe. Das bedeutet: Alles auf Gold! Erst dann wird mir das gezeigte klassische Schätzchen auch freigeschaltet. Darunter gehören ein Peugeot 205 T16, Citroén ZX, Citroén 2CV und sogar ein Motorrad mit Beiwagen! (PM42 M42 Katalina)

Drei Spielmodi und das Roadbook (Vom Neuling zum Profi)

Bevor es in diesem Spiel zur Übersichtskarte geht, machen wir noch einen Stop bei den Spielmodi. Dakar Desert Rally verfügt über die Modi Sport, Professionell und Simulation. Letzterer ist erst ab Profillevel 25 verfügbar. (Innerhalb der Karriere) Doch was verbirgt sich dahinter? Eigentlich sind die Spielmodi ihren Ausrichtungen entsprechenden aufgelistet. Sport ist eher für die Gelegenheitsspieler oder Anfänger. Hier kosten die Schäden weniger, die Gegner machen viel mehr Fehler und sind langsamer. Weiterhin bietet mir das Spiel die vollen Anzeigen. Sowohl mit eingeschalter HUD als auch mit Markierungssäulen für die Checkpoints. Alles ist auf einer recht einfachen Basis aufgebaut. Weiter geht es mit Professionell. Hier ist alles eine Stufe höhergestellt. Mehr Kosten, stärkere Gegner, weniger Hilfsanzeigen und nun auch keine Markierungssäulen für Checkpoints. Auf der HUD werden auch nur noch zwei oder drei Dinge angezeigt. Darunter das Roadbook. Ein weiterer feiner Unterschied zwischen Sport- und Professionell sind da die Startarten. Bei Sport habe ich einen Massenstart, bei Professionell einen klassischen Start mit Zeitabständen zwischen den Teilnehmern. Ein weiteres interessantes Detail ist, das jeder Spielmodus seinen eigenen Fortschritt auf der Übersichtskarte besitzt. Das liegt daran, das viele Events/Etappen zu einem noch größeren und längeren Event zusammengefügt werden. Unter Simulation letztendlich, sind dann auch deutlich weniger Service-Abschnitte vorhanden.

Hinzu kommt das Fehlen von Zurücksetzmöglichkeiten. Es wird unter Simulation fast zu 100 auf Hardcore gesetzt. Unter Sport hast du die Möglichkeit, bei einem kompletten Sieg eines Events in allen fünf Klassen, ein Fahrzeug freizuschalten. Diese Option fällt im Professionell und bei der Simulation jedoch weg. Hier gibt es komischerweise keine weiteren Belohnungen mehr. Der letzte Spielmodus “Simulation“ schaltet dann alles aus und ist auf Realismus getrimmt. Die Etappen beinhalten weniger Unterbrechungen als noch beim Sport- und Professionell Modus. Wie bereits erwähnt, brauch es einige Zeit, bis man diese Stufe erreicht. Generell ist es so, dass man beim erstmaligen Start jedes Spielmodus eine umfangreiche Einführung mit Text, Sound und Video bekommt. An manchen Stellen mal mehr, dann wieder weniger. Die Einführungen kann ich zu einem späteren Punkt erneut abrufen. Damit ich am Anfang überhaupt an den Start gehen kann, verlangt das Spiel ein Qualifikationsrennen. Erst nachdem ich dieses gewonnen habe, schalten sich weitere Events frei. Egal bei welchem Modus, bei allen muss derselbe Weg beschritten werden.

Der Profillevel gilt zwar für alle Spiemodi, doch beim Professionell-Modus ist der benötigte Level deutlich höher als wie beim Sport-Modus. Es sei noch einmal erwähnt, das ich für jede Etappe und jedes abgeschlossene Event sowohl Erfahrungspunkte als auch Dakar-Punkte bekomme. Einige werden jedoch sicherlich für diverse Reparaturen wieder draufgehen. Doch nun aber zum eigentlichen Thema mit den Spielmodi. Diese drei sind die Fundamente der einstellbaren Schwierigkeit im Spiel. Leider kann man individuell an der KI nicht viel regeln. Und auch wenn sie vielleicht langsamer wirkt oder aufgrund des Modus einige mehr Pannen haben, gefährlich sind sie alle mal. Die KI ist grundsätzlich auf Randale aus. Teileweise sogar wie Kamikazpiloten werden andere Teilnehmer angedrängt oder vom Fahrzeug geschubst. Ich musste nicht selten immer wieder etwas nachgeben und eine kleine alternative Ausweichroute suchen. Und ich unterstreiche hier einmal: Selbst die Fahrzeuge, welche noch nicht einmal in meiner Klasse fahren, sind total rücksichtslos und halten gerne mal auf einen drauf. Dies kann manchmal durchaus etwas nerven. Weiterhin muss ich erwähnen, dass der wichtige Kompass, welcher in etwa den nächsten Wegpunkt andeutet, erst ein paar wenige Kilometer vor dem Wegpunkt auftaucht. Ein dauerhafter Richtungsanzeiger für den nächsten Wegpunkt via Kompass wäre schon optimal. (Elementar ab Profimodus)

Somit wird das Spielen unter Professionell schnell etwas frustrierend. Für jemand der nicht 100% das Roadbook studiert und eventuell auch nicht ganz durch die Markierungen durchsteigt, für die wird es extrem schwer sich zurecht zu finden. Und natürlich bietet das Spiel mir die Möglichkeit, mich auf die kommende Etappe vorzubereiten, in dem ich auf das Roadbook schauen und via Lexikon alle gängigen Icons und Markierungen einsehe. Es wird bereits unter Professionell schon rasch fordernd. Am Ende des Abschnitts gehe ich auf das Roadbook ein. Für alle, die es noch nicht kennen: Das Roadbook ist die Bibel im Rallysport, ganz egal ob WRC oder Dakar. Darin ist der komplette Streckenverlauf notiert. Teilweise mit Hindernissen und Besonderheiten, aber immer mit entsprechenden Angaben zur Richtung und Entfernung für den nächsten Wegpunkt. Speziell bei den Ansagen des Co-Piloten gab es beim Release ein paar Schwierigkeiten. (Zu späte oder falsche Ansagen und fehlerhafte Aufschriebe) Das Roadbook kann ich mir vor dem Start der nächsten Etappe im Service, als auch direkt als HUD, einblenden lassen. Im Rahmen der verschiedenen Kameraperspektiven gibt es auch zwei bis drei Einstellungen, die immer direkt auf das Roadbook im Cockpit zeigen. Bei den LKWs war es immer die mittlere Cockpitkamera. Bei den Quads und Motorrädern gibt es natürlich keinen Co-Piloten, welcher die Ansagen tätigt. Hier muss ich selbst auf das Lenkerkreuz gucken und entscheiden. Geringfügig weißt dieses Roadbook an ein paar Stellen immer noch ein paar Fehler auf aber ich empfinde sie nun nicht sonderlich als störend. Ein wichtiger Hinweis am Rande noch einmal zur Authentie des Spiels: Laut den Entwicklern sind die Roadbooks und Etappen von den realen aus den Dakar 2020, 2021 und 2022 inspiriert.

Der karge Mehrspieler

Der Umfang im Einzelspieler hat ja bekanntlich seine Grenzen und damit es nicht so schnell langweilig wird, bietet der Titel auch einen Mehrspieler-Modus, sowie eine Rangliste mit Zeitenvergleich. Doch im Fokus steht natürlich der Mehrspielermodus. Mit bis zu drei weiteren Mitspielern kann ich im PvP oder PvP-Gefährte mit anderen spielen. Hier kommt aber der erste Knackpunkt: Was ist PvP-Gefährte? Dieses Feature ist auf dem Computer bereits vorhanden, jedoch nicht auf den Konsolen. Diese Sitzungsoption funktioniert auf dem Computer aber leider auch noch nicht, beziehungsweise es ist fehlerhaft. Im PvP-Gefährte ist angedacht, dass ein Spieler der Fahrer und der andere ein Co-Pilot ist. Nach zwei Probeläufen mit einem Kumpel, habe ich diese Sitzungsart weggelassen und wir sind direkt ins PvP eingestiegen. (Übrigens wird dieses Feature in der FAQ ebenfalls aufgeführt, jedoch die Aktivierungen für einen späteren Zeitpunkt angesetzt.) Generell kann ich im Mehrspieler mit “Schnelles Spiel“ direkt und schnell in eine Sitzung springen oder über den Sitzungsbrowser die aktuellen Sitzungen ansehen. Natürlich kann auch ich eine eigene Sitzung erstellen und darf festlegen, ob die Sitzung öffentlich ist oder nur Freunde beitreten dürfen.

Weiterhin kann ich einstellen, welche Etappen gefahren werden, welches Wetter herrscht und welche Fahrzeugklassen zugelassen sind. (Wer es ganz gierig mag, kann auch die volle Freiheit der Fahrzeugklassen zulassen. Aber Achtung! Auch die “zugeschalteten“ KI-Bots machen davon ebenfalls gebrauch.) Generell ist man bei eingeschalteten Bots nicht allein auf allen Routen. In der Lobby und im Rennen selbst kann man mit den anderen Spielern via Voice-Chat kommunizieren. Andere Arten gibt es nicht. Habe ich die Wahl getroffen, so können nun die Spieler ihre Fahrzeuge aussuchen. Dabei hat man den vollen Zugriff auf alle Fahrzeuge des Spiels. (Also unabhängig von den Fahrzeugen in der Garage) Achja… Und die Art des Spielmodus muss der Sitzungsleiter natürlich auch noch bestimmen. Sobald alles festgelegt ist, geht es auf die Strecke. Spaßig ist der Mehrspieler mit Freunden alle mal. Was mich am meisten überrascht hat, war das Feature mit dem Übertragungshelikopter, den du selbst über die Piste steuern kannst, sobald du als erstes über die Ziellinie kommst. Eine super tolle Idee und ein kleines Trostpflaster für die fehlende Replay-Funktion. Was dem Spiel momentan, vor allem auf der Konsole, etwas zu schaffen macht, ist die geringe Anzahl an Spielern. Auf den Konsolen wohl schlimmer als auf dem Computer. Abgesehen von PvP Spielart, bietet der Titel zurzeit nicht wirklich viel für den Mehrspieler. Wie ich im folgenden Abschnitt noch eingehen werde, haben die Entwickler aber noch ein paar Pläne. Wir das eventuell dann doch noch die Wendung bringen?

Hinweis: Im Anhang habe ich für dich das Vorstellungsvideo vom GamerMitBauch zu diesem Titel. HIER findest du auch eine direkte Vorstellung aller Fahrzeuge des Titels.
Die Versprechungen der Entwickler – Was noch kommen soll

In der letzten Zeit häufen sich die Kommentare, worin die Frage gestellt wird, warum die Entwickler dieses Spiel nicht gleich als Early Access herausgebracht häben. Nun… Darauf habe ich leider keine Antwort aber gut finden tue ich es auch nicht. Zum Beispiel wurde angepriesen 20000 Km² von Saudi-Arabien frei erkunden zu können. Dies ist zurzeit noch nicht möglich! Ein paar Tage nach dem Release wurde eine Art Roadmap auf der eigenen Seite veröffentlicht, wo nun alles klargestellt wurde. Viele Features, die aufgrund ihres Fehlens aktuell zu negativen Wertungen führen, sind für die Zukunft angekündigt. Darunter wäre ein Mehrspielwert wie das Anlegen eigener Etappen und das Erstellen eines eigenen Roadbooks. Hinzu soll dann das 20000 KM² freierkundbare Areal von Saudi-Arabien kommen. Weiterhin versprechen die Entwickler eine Erweiterung der aktuellen Spielkarte durch noch mehr Events/Etappen, einen Replay- und Fotomodus, sowie die Möglichkeit eigene Lackierungen für die Teams zu erstellen.

Doch die letzten beiden Features sind für 2023 angekündigt. Das dauert im Grunde doch etwas zu lang. Achja… Und natürlich soll dann eventuell bald noch die Freischaltung/Funktionsgarantie des PvP-Gefährten mit Coop-Feature erfolgen. (Also ein Spieler als Fahrer und der andere als Co-Pilot) Auf dem Computer ist dieses Feature zwar schon freigeschaltet aber es funktioniert nicht richtig. Anyway… Mir persönlich stößt diese Entwicklungsplanung etwas sauer auf. Hätte man nicht vielleicht den Release etwas später angesetzt und wäre dafür dann mit etwas mehr Features an den Start gegangen? Fakt ist doch, dass die Events und Etappen auf dem ersten Blick recht ordentlich viel und lang sind, aber leider wirkt alles recht schnell monoton. Doch das ist ein anderer Teil. Komme ich zur Aussicht auf den Season Pass, welcher ebenfalls neuen Content bieten wird. Darunter ein Snowrunner Pack mit Offroad-Fahrzeuge, vielen Fahrzeugpaketen und sogar eine neue Eventkarte. Doch die Pläne sind für dieses und nächstes Jahr angelegt, sodass wir noch eine Weile warten müssen.

Das Update 1.4 (vom 21.10.2022) mit versprochenen Verbesserungen?!

Noch während des letzten Feinschliffs meines Artikels, bringen die Entwickler ein paar Neuerungen heraus, die ich euch nicht so ganz vorenthalten möchte. Im Hauptmenü wurde die Betitelung “Freier Online-Modus“ (welches nicht wirklich dem entsprach) gegen Freier-Modus umbenannt. Enthalten sind nun die Funktionen für das Online Schnelles Spiel, Benutzerdef. Spiel Online (also wo ich als Sitzungsleiter ein eigenes Spiel erstellen kann) und ganz neu das Benutzerdef. Spiel. Letzterer ermöglicht es mir, einen direkten Zugriff auf alle Fahrzeuge und Events/Etappen des Spiels, ganz unabhängig vom Spielerlevel! Egal ob Sport-, Profi- oder auch Simulations-Modus, es sind alle Events/Etappen freigeschaltet. Dank dieses vollen Zugriffs kann man auch bessere Fahrzeuge ausprobieren, ohne sie nun kaufen zu müssen. (Wie es ja in der Karriere so vorgegeben ist.) Weiterhin hat man sowohl in diesem Modus, als auch in der Karriere den vollen Zugriff auf Tageszeit, Wetter, Wettervorhersage und Übergangszeit für das Wetter gewährt.

Innerhalb der Karriere war dies selbst erst nach dem beenden des Events und dann nur als Random-Funktion möglich. Endlich darf dieses Feature überall eingestellt werden. Achja… Und das Freispielen von Fahrzeugen unter dem Sport-Modus ist im Benutzerdef. Spiel auch nicht gegeben. Ebenfalls im Zuge eines der vorherigen Updates, wurde sowohl das Lenkverhalten der Quads als auch Motorräder etwas optimiert. Zudem fällt der Pilot nun nicht mehr so extrem schnell vom Fahrzeug. Zum Beispiel bei einer Kollision oder bei einem langen seitlichen Drift. Heftige Kollisionen sorgen allerdings immer noch für ein unfreiwilliges Absteigen. Und zu Letzt noch ein dezenter Hinweis zum angepriesenen kostenlosen Saudi-Arabien Extended Map DLC. Dies gilt nur für den Simulation-Modus! Da dieser schon früh recht mager bestückt wurde, schiebt man hier noch ein paar Stages nach. Wie bereits erwähnt, gibt es im Simulation-Modus nicht mehr so viele Servicestellen wie beim Sport-Modus. Unterm Strich sind es definitiv ein paar Schritte in die richtige Richtung, weshalb ich auch etwas positiver in die Zukunft schaue.

Hinweis: Im Anhang habe ich für dich das Vorstellungsvideo vom GamerMitBauch zu diesem Titel. HIER findest du auch eine direkte Vorstellung aller Fahrzeuge des Titels.
Erfahre hier, wie der Titel in unserer Wertung abgeschlossen hat.

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Release:04.10.2022 Genre:Rennspiel Entwickler:Saber Porto Ltd. Publisher:Saber Interactive Engine:keine Infos Franchise:keine Infos
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AppId:1035 Erstellt:20.10.22 21:15 (Seb66) Bearbeitet:27.10.22 20:13 (Seb66) Betrachtet:330 ArticleApp v3.0 by nilius