PC Test - Emergency 2016

Erweitertes Emergency 5 gefällig?
Wir haben hier für den Test zu Emergency 2016. Was der Titel alles beinhaltet und was davon alles von Emergency 5 stammt, das beantworte ich dir hier.
08.11.15 23:08 Autor: Seb66
Alle Inhalte von Seb66
News Artikel Videos Bilder Spiele
Keine Echtzeitstrategiereihe über Rettungsdienste hat so eine lange Vergangenheit wie Emergency. Seit 1998 versuchten Sixteen Tons Entertainment dem Spieler einen kleinen Einblick in den Alltag verschiedenster Rettungsdienste zu bieten. Nicht selten mit imposanten Videoclips, welche dann die Mission einleiten, sowie die spannenden Missionen selbst. Im letzten Jahr veröffentlichten Publisher Deep Silver und Entwickler Sixteen Tons Entertainment den fünften Teil der Reihe. (Spin-Offs einmal ausgenommen) Im Fokus standen natürlich Einsatzorte wie München, Berlin, Hamburg oder Köln. Zudem hatte man damals bereits das Gameplay etwas überarbeitet. Nun habe ich hier Emergency 2016 und dies bringt mir nicht nur Emergency 5 mit, sondern eine neue Kampagne, ein mittelalterliches Szenario und neue Großeinsätze. Wie sich der Titel in meinem Test präsentiert, das erfährst du hier im Artikel.


Erweiterte Version von Emergency 5
Um Emergency 2016 zu verstehen, muss ich doch noch zu Emergency 5 kommen. Der Titel stellt mich bei der Kampagne vor die Wahl zwischen EMR 5 und EMR 16. Während ich nun als Spieler in der großen Kampagne von EMR 5 eine Einführung in das Leben eines Einsatzleiters bekomme, geht es in den einzelnen Missionen der Kampagne EMR 16 ordentlich zur Sache.
In erster Linie ist meine Aufgabe als Einsatzleiter verschiedene Einsatzkräfte zu Notfällen zu schicken und diese vor Ort zu leiten.

Das können einfache Sachen wie ein Baustellenunfall mit einem verletzten sein, ein großer Raffinierebrand oder eine Geiselnahme. Zum befehligen gibt es folgende Stränge: Feuerwehr, Polizei, Hilfswerk und Rettungsdienst im sinne von Krankenwagen. Klicke ich auf den jeweiligen Strang, so bekomme ich bis zu vier mögliche Einsatzfahrzeuge angezeigt. Bei der Feuerwehr sind dies zum Beispiel ein Rüstungswagen, ein historischer Rüstungswagen, ein Tanklöschfahrzeug und ein Leiterwagen. Bei den drei anderen Kräften gibt es auch Hubschrauber für einen noch schnelleren Transport. Durchweg eine ordentliche Anzahl an Kräften, die sich jedoch in der normalen Emergency 5 Kampagne nur nach und nach aufstocken lassen. Für jede erfolgreiche Mission bekomme ich anhand verschiedener Faktoren Credits. Diese kann ich dazu benutzen neue Einsatzfahrzeuge zu kaufen oder den Bestand aufzustocken. Keine Sorge, die Auftragslage passt sich dem aktuellen Fahrzeugbestand in der Emergency Base an. Bleibe ich mal gleich bei dieser Basis, denn diese fungiert sowohl als Startpunkt für alle Fahrzeuge als auch als Zielpunkt für verletzte oder festgenommene Personen. Die Einsatzorte selbst werden, wie von Emergency bereits schon gewohnt, überall in der Stadt (Zu bespielen gibt es vier große Städte in Deuschland: Berlin, Hamburg, München und Köln.) auftauchen. Neben den richtigen und sehr wichtigen Einsätzen, welche auch mit einem kleinen Introvideo untermalt werden, gibt es noch die kleinen Vorfälle. Meistens benötigten diese kleinen nur ein oder zwei Fahrzeuge und bringen auch nicht sonderlich viel Geld.


Dieser Mix an Einsatzarten ist Sixteen Tons auch bei EMR 5 wieder sehr gelungen. Übrigens sind nicht alle Einsätze so einfach wie man glauben mag. Durchaus gibt es Vorfälle die weitere Gefahren hervorbringen, welche für mich als Spieler im ersten Augenblick nicht immer erkenntlich sind. Ein Großbrand zum Beispiel sollte nicht nur von einer Seite gelöscht werden. Natürlich verbreitet sich das Feuer auch langsam auf angrenzende Bäume oder Häuser. Das gleiche gilt für Geiselnahmen oder gewalttätige Personen. Greife ich mit den Beamten nicht schnell genug ein, so können diese mehrere Personen verletzten oder auch töten. Ein schnelles eingreifen und koordinieren ist hier also wichtig. Auch das Hilfswerk muss oft unter Gefahr agieren, so können Schaltkästen unter Umständen einen Brandbereich immer wieder fördern und somit die Bekämpfung fast unmöglich erscheinen lassen. Was mich sehr beeindruckt hat ist die Tatsache, das die meisten Einheiten mittlerweile von alleine handeln und ich nicht jeden Kleinkram anklicken muss. So brauche ich nur einmal die notwendige Ausrüstung (Polizei und Feuerwehr haben die meisten Befehle in ihrer Befehlsleiste am unteren Rand) anklicken und der Feuerwehrmann rüstet sich alleine mit Atemschutzgerät und Wasserschlauch aus. Ebenfalls sucht sich dieser dann eigenständig einen Hydrant zum anschließen des Schlauchs. Eigentlich befehlige ich der Spielfigur lediglich, welche Feuerstelle er löschen soll und alles andere übernimmt wer. Übrigens sind die Feuerwehrleute die einzigen Einheiten die sich dem Feuer nähren können. Andere Einsatzkräfte wie Sanitäter, Arzt, Polizei oder der Mitarbeiter des Hilfswerks erleiden bei Feuer, Rauch oder giftigen Gasen Schaden. Die Gesundheit der einzelnen Einheiten kann ich jederzeit im unteren rechten Fenster betrachten. Zudem sehe ich wie viel Schutz ihre Kleidung gegen verschiedene Einflüsse liefert. Die Entwickler haben aber auch die Arbeitsprozesse der Einheiten ohne Befehlsbaum kurzerhand optimiert. Der Ingenieur und der Arzt sind die wenigen Einheiten die ihre Werkzeuge direkt aus dem Fahrzeug holen und sofort einsatzbereit sind. Das Gameplay bei diesem Titel ist wirklich sehr bequem und macht durchweg sehr viel Spaß, auch wenn sich an dieser Stelle mal kleinere Fehler einschleichen. Feuerwehrleute stehen zum Beispiel bei diversen Löschbefehlen einfach herum, weil sie von der Distanz her nicht ans Feuer kommen. Lieber bleiben diese stehen, statt sich zum nächsten Hydrant zu bewegen. Diese kleineren Fehler tauchen zwar nicht ständig auf, sind aber ein kleiner Nerv-Faktor bei wichtigen Einsätzen. Trotzdem gefiel mir das Gameplay und die Steuerung dieses Titels von allen Lebensrettungsspielen am besten.


Was Emergency 2016 überhaupt ist
Es hat mich schon etwas gewundert, das die Entwickler von Sixteen Tons einfach Emergency 5 und Emergency 2016 zusammengefügt haben und somit diese Version daraus bildeten. Bis auf kleine Verbesserungen und Überarbeitungen hat sich im Vergleich zu EMR 5 nichts geändert. Die selbe Kampagne, die selben Spielmodi (Kampagne, Freies Spiel, Großeinsätze und der Mehrspieler.), die gleichen Einheiten, ja und auch die selben Karten. Unterteilt werden die Kampagnen und einzelnen Spielmodi dann nur durch die Datenbanken von EMR 5 und EMR 2016. Die Datenbank rund um EMR 5 kennen wir ja jetzt bereits, doch was beinhaltet EMR 2016? EMR 16 kann man eigentlich als kleine Erweiterung ansehen. Eine komplett neue Kampagne, worin es um eine neue Gefahr geht, die wir heutzutage nicht mehr haben aber als Szenario durchaus in Frage kommen könnte. Ich rede hier vom schwarzen Tod. Die neue Kampagne fängt im mittelalterlichen Köln an. Ich befehlige hier Pestärzte die die Häuser nach Pest kranken durchsuchen und die entsprechenden Häuser markieren müssen. In einem zweiten Part muss ich bei einer Evakuierung der Stadt die Pest erkrankten daran hindern das Boot der gesunden Menschen zu erreichen. So erlebe ich also in diesem Titel auch das Köln des Mittelalters.
Ehrlich gesagt ist das Mapdesign sehr ansehnlich gelungen und wirkt zudem sehr authentisch.

Diese Karte (Also Köln im Mittelalter.) kann auch unter den Großeinsätzen und freien Spiel gestartet werden. Doch wie bereits erwähnt, waren die Hilfsmittel im Mittelalter sehr begrenzt. Nach dem Einsatz im Mittelalter gelange ich ins Köln der heutigen Zeit. Bei Grabungen wird die Pest erneut freigesetzt und nun wird es auch für mich als Einsatzleiter ernst. Die Seuche greift um sich und die Mission ist dann gescheitert, wenn zu viele Leute davon betroffen sind. Übrigens ist bei so etwas verstärkte Polizeiarbeit gefragt. Absperrbänder und Megafone werden dann zunehmend gebraucht. Die Storyline wechselt sich ständig mit normalen Zwischenfällen ab bis es am Ende in die nächste Stadt geht. Wird man die Pest in Emergency 2016 eindämmen können? Diese Frage kannst nur du als Spieler beantworten, denn das ist ja schließlich die Aufgabe des neuen Titels. Neben dieser tollen neuen Mittelalterkarte von Köln gibt es auch ein neues Einsatzfahrzeug. Ich persönlich finde ja, das man da eventuell etwas "mehr" hätte liefern können. Das neue Fahrzeug ist ein mobiles Krankenauffanglager und kann eine große Anzahl an verletzte oder erkrankte Personen aufnehmen, sowie später auch abtransportieren. Eindeutig effektiver als die ollen Krankenwagen. Übrigens richtet sich die neue Kampagne an erfahrene Spieler, denn es gibt weder eine Einführung noch das Hindernis neue Fahrzeuge kaufen zu müssen. So besaß ich bereits beim Start in der Neuzeit alle Einheiten. Außerdem ist diese Kampagne sehr anspruchsvoll und fordert durchweg alles vom erfahrenen EMR-Spieler. Dabei ist die Zeit (Diese kann über eine Buttonleiste oben rechts selbst reguliert werden. Vom normalen Zeitlauf über Schnell bis Stop kann ich die Spielzeit komplett regulieren.) eigentlich das geringere Problem, sondern die Menge an Aufgaben während eines Einsatzes. Ein Beispiel? 20 verletzte Personen und nur drei Notärzte, sowie vier Leute mit Transporttragen. Zusätzlich musste ich aber auch sehen, das infizierte Leute keinen Kontakt mit anderen Personen haben und gewalttätige Personen festgenommen werden. Wenn das nicht fast zu anspruchsvoll ist, dann weiß ich auch nicht.


Grafik und Sound können überzeugen aber nicht glänzen
Es ist etwas her das ich einen Emergency Titel gespielt habe, aber die Grafik konnte mich zum größten Teil überzeugen. Licht- und Wassereffekte sehen einfach nur super aus und auch das beobachten der Einsatzkräfte bei der Arbeit wirkt sehr real. Alle Fahrzeuge und Personen haben selbst bei einem direkten Blick einen ordentlichen Detailgrad. Selbst die Reifenstellung vom Fahrzeug kann betrachtet werden. Nervig sind dagegen die Fehler im Bezug auf Höhenplatzierung der Figuren. So verschwindet schon einmal ein Feuerwehrmann in einem Berg oder ein Passant im Dixi-Häuschen. Außerdem kommt es bei stehenden Fahrzeugen, welche abgeschleppt wurden, immer zu kuriosen Darstellungen. (Meistens bleiben die Türen vor Ort stehen.) Sieht nicht unbedingt nett aus und kommt auch nur in EMR 2016 vor. Bei EMR 5 konnte ich diesen Fehler nicht beobachten. Dafür ist den Entwicklern die Laufgeschwindigkeit der Einsatzkräfte, sowie auch die Fahrgeschwindigkeit von Fahrzeugen, gut gelungen. Bei anderen vergleichbaren Titeln wirken die Einsatzkräfte immer etwas träge, dies ist zum Glück nicht der Fall. Ein weiterer Punkt auf der Mängelliste ist das nachladen der Texturen außerhalb der Ladezeit. Bevor ich eine neue Stadt betrete muss ich natürlich auf den Ladevorgang warten. Dieser ist nicht gerade kurz und trotzdem muss das Spiel seine Texturen in der Spielwelt noch einmal nachladen.


Der Titel lädt also erst beim Aufrufen der jeweiligen Gebiete (Die verschiedenen Städte in EMR sind groß und haben bis zu vier Gebiete die die die jeweilige Stadt ausmacht. Zum Beispiel Hamburg. Einmal haben wir die Umgebung Elbphilharmonie, dann die Speicherstadt, den Hafen und die Innenstadt.) einige Details nachträglich in den Speicher. Die allgemeine Ladeprozedur bei den Levels ist in meinen Augen etwas zu lang, dafür das die Feintexturen noch nachträglich beim Aufrufen der Gegend nachgeladen werden müssen. Sind diese Texturen allerdings erst mal im RAM, so bleiben diese auch dort und ein erneutes Laden ist dann nicht mehr notwendig. Der nächste Punkt auf meiner Liste betrifft die Geräuschkulisse. Durchaus immer ein Kritikpunkt, wie auch bei diesem Titel. Die Bestätigungsaussagen der Einsatzkräfte besitzen nur eine sehr geringe Zahl an Tönen. Natürlich habe ich nicht damit gerechnet das die Einsatzkraft richtig mit mir redet, aber fast nur eine Tonspur ist wirklich ein bisschen arm. Manche Einsatzkräfte besitzen zwei oder drei, doch das ist dann auch schon das höchste der Gefühle. Dafür macht die Einsatzerläuterung einen sehr authentischen Job. Musikalisch ist Emergency 2016 auch recht gut aufgestellt. Zwischen ruhigen Stücken für den Alltag, gibt es für die Einsätze auch die passenden musikalischen Untermalungen. Im großen und ganzen nicht schlecht, allerdings auch nicht oberste Spitze.

Modifikationen sorgen für mehr Spaß
Stichwort Community. Emergency 2016 besitzt, wie EMR 5 auch, einen gewissen Hang zu Community. So kann das Spiel Modifikationen von der offiziellen Seite herunterladen und verbauen (Inoffizielle Mods können natürlich auch verbaut werden.). Dafür gibt es ein eigenes Menü, wo ich diese auch verwalten kann. Für werdende Editoren bringen Sixteen Tons gleich einen passenden Emergency Editor mit. In diesem kann man dann neue Szenarien erstellen, die Datenbank und ganz einfach an neuen Mods bearbeiten oder erstellen. Vom Editor einmal abgesehen, besitzt der Titel auch einen Kooperativ-Mehrspieler. Hier kann ich zusammen mit einem anderen Spieler verschiedenste Einsätze leiten und den Bewohnern noch mehr helfen. Leider war in unserem Test nur selten ein anderer Spieler vorhanden, weshalb die Testphase nur auf eine sehr geringe Spielzeit fiel. Trotzdem ist der Kooperativ-Mehrspieler eine tolle Sache, gerade wenn man jemanden kennt der diesen Titel auch spielt. Wer in der Kampagne oder den anderen Modi auf sich aufmerksam machen will, der kann seine Punktezahl in einen der sozialen Medien teilen.

Erfahre hier, wie der Titel in unserer Wertung abgeschlossen hat.

Meinungen

Dieser Beitrag hat noch keine Einträge.

Emergency 2016

Plattform

PC
Release15.10.2015 GenreSimulation Entwicklerkeine Infos Publisher Deep Silver Enginekeine Infos
Einzelspieler
Homepage Offizielle Homepage Twitter keine Infos Facebook keine Infos Youtube keine Infos Fanseite keine Infos Wiki keine Infos Handbuch keine Infos

VR Headset

HTC Vive Nein Oculus Rift Nein PS VR Nein Hololens Nein