Taktisch die Lebenden verschrecken
Ghost Keeper - Article - Taktisch die Lebenden verschrecken
Ghost Keeper
Heute 13:02 Vorschau
Lebende verjagen in Early Access Spiel.
Am 28.01.2026 brachten Quest Craft das schaurig schöne Spiel Ghost Keeper als Early Access auf Steam heraus. Meine Aufgabe? Taktisch mit Monstern und ihren speziellen Fähigkeiten die Fleischlinge aus den Häusern jagen. Aber nicht auf moderne Art, wie man es vielleicht im TV sieht, sondern wir befinden uns mitten im 19. Jahrhundert. Klingt reizvoll nech?

Vertreibe die Lebenden

Das Ziel ist grundsätzlich immer das Gleiche. Ich als Meister einer kleinen Menge an Monstern/Geistern, soll dafür sorgen, dass die Lebenden die angepeilten Orte verlassen. Dabei musste ich im weiteren Verlauf feststellen, dass es keinen Unterschied zwischen Tod oder Leben gibt. Der Titel führt einen mit der ersten Grundmission ordentlich ins Spiel ein. Schnell bemerkte ich, dass es hier nicht darum geht, die Menschen schnell aus dem Haus zu bekommen, sondern effizienter. Dabei spielen die Fähigkeiten der jeweiligen Geister eine große Rolle. Manche sind aktiv und eher aggressiv, andere wiederum einfach nur bedrohlich und machen Angst. Welche ich davon einsetze, hängt vom aktuellen Zustand des Lebenden, der Umgebung und auch vom Geist/Monster selbst ab. So sind manche Aktionen der Geister nur mit elektrischen Licht möglich. Oder es müssen direkte Ziele zugewiesen werden. Weiterhin können manche Aktionen von Monstern nur bei düsteren Licht ausführt werden. Im Kern eigentlich eine nette Idee und gute Umsetzung. Dann bleibt natürlich noch die Frage: Wie reagiert der Lebende darauf? Es gibt Personen die noch vom übernatürlichen überzeugt werden müssen und somit nicht sonderlich sensibel auf diverse Geisterangriffe reagieren. Hier helfen meistens Aktionen, wo etwas um die Ecke gedacht werden muss. Zum Beispiel Lichterflackern in einem Raum -> Mensch geht zum Sicherungskasten -> Geist beschädigt naheliegende Wasserleitung und zack! Klingt etwas brutal aber so ist das halt. Im Spielverlauf werden wir auch brutalere Monster kennenlernen, die den Lebenden sogar direkten Schaden zufügen. Was man übrigens in dem Spiel nicht so ganz mitbekommt: Das Spiel setzt zum Abschluss auf Scorepunkte! Das bedeutet: Sachen wie ausgeführte Aktionen, Flucht, Tod und einiges mehr, fließen in die Scorepunkte ein. Einen direkten Einfluss auf das Vorankommen hat das allerdings nicht, denn das Spiel setzt pro Karte einige feste Ziele, die erreicht werden müssen.

Sei sparsam mit der Energie und der Sichtbarkeit der Monster

Zwei wichtige Parameter setzen uns etwas die Daumenschrauben an und hindern uns somit letztendlich, unendlich zu spuken. Zum einen die Energie der Monster selbst. Jede Aktion kostet Energie. Abhängig vom Schwierigkeitsgrad nimmt diese mehr oder weniger schnell ab. Im Kern muss man sich also genau damit beschäftigen, welche passiven Einflüsse meine Aktionen haben. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Sichtbarkeit. Je mehr ich spuke und gegebenenfalls den Lebenden erscheine, desto mehr Sichtbarkeit füllt sich. (Gleichzusetzen mit Bekanntheit) Je höher desto schlechter. Und wenn man dann noch an einen Lebenden gerät, der eventuell die Bruderschaft anruft, dann wird es nicht so schön. Denn diese sind eine Art Geisterjäger und haben auch die entsprechende Ausrüstung, um Geister schneller aufzudecken (Sichtbar zu machen) und sogar festzusetzen. Was kann ich aber nun dagegen tun? Ich kann einen Geist “beschwören“ und “zurückrufen“. Rufe ich das Monster zurück, so regeneriert sich die Energie und die Sichtbarkeit sinkt. Im Zusammenspiel mit maximal 4 Monstern gibt es da gute Kombinationsmöglichkeiten. Übrigens bringt dir jede absolvierte Karte nicht nur die nächste neue Umgebung, sondern jedesmal auch ein neues Monster! Dafür muss man dieses aber befreien. Alle bereits freigeschalteten Orte können jederzeit neu bespielt werden und zwar mit bis zu drei Schwierigkeitsgraden. Doch dazu gleich mehr.

Schwierigkeitsgrade und die Einsatzauswahl

Sobald eine Umgebung das erste Mal bespielt wurde und wir das dort heimische Monster freigeschaltet haben, kann man diesen Ort immer wieder neu bespielen. (Die Auswahl gilt auch bei neuen, noch nicht bespielten Karten.) Vor dem Start muss man allerdings noch ein paar Parameter neu einstellen. Es gibt drei Schwierigkeitsgrade, welche sich in erster Linie an die Schnelligkeit von Erkennung und Abnahme der Geisterfähigkeit orientiert. Danach muss ich meine Monster aussuchen, die ich in der kommenden Mission einsetzen möchte. Daraus erfolgt eine Liste an verfügbaren Fähigkeiten für die Geister. Hier teilen sich die Optionen wieder einmal etwas. Habe ich die Karte noch nicht bespielt, kann ich lediglich die Monster auswählen. Fähigkeiten werden von vornherein bestimmt, beziehungsweise es gibt Pflicht-Fähigkeiten die mitgenommen werden müssen. Bespiele ich die Karte erneut, so kann ich frei wählen. Vorteil hier: Man kann die begrenzte Zahl an Fähigkeiten/Aktionen direkt auf die Umgebung abstimmen. Auf einem Friedhof braucht man zum Beispiel nicht die Angriffsoption, Lichter flackern, da es kaum Elektrik gibt. Grundsätzlich ist das eine coole Sache, die unterm Strich viel Freiraum für andere Herangehensweisen auftut. Wer sich übrigens mal wie einer der Lebenden fühlen und sehen möchte, was die Monster/Geister direkt bei ihren Taten aussehen, für die gibt es die Ego-Perspektive der Lebenden. Einfach auf das Auge der entsprechenden Personenanzeige klicken und schon sehen wir, was sie sieht. Grundsätzlich wird das Spiel aus der Isometrischen-Ansicht gespielt. Ein Drehen und Zoomen der Kamera ist aber möglich.

Wichtige Hinweise

Grundsätzlich macht das Spiel einen sehr positiven Eindruck. Das Gameplay, die Grafik und der Sound harmonieren super. Dennoch gibt es zurzeit noch ein paar Stoplerfaktoren: Zum einen sind es kleinere Grafikbugs, wie ein Schrank der durch die Wand schwebt und ähnliches. Dies sind aber nur kleinere Probleme. Viel wichtiger ist der Hinweis, das man selbst nicht direkt im Spiel speichern oder laden kann. Gestartet wird ein Spiel IMMER von Vorne! In Anbetracht das man durchaus pro einer Runde etwa 20-50 Minuten brauchen kann, doch etwas viel. Aber dies lediglich meine Meinung dazu. Sonnst kann ich noch dazu sagen, das die aktuelle Wertung auf Steam in etwa meiner Meinung entspricht.


Allgemeines Gameplay, Inhalte und Funktionen kannst du dem Review-Video entnehmen.
Aufgrund des Early Access Status gibt es keine Wertung dazu, jedoch eine objektive Meinung unter dem Abschnitt “FAZIT & WERTUNG“
Erfahre hier, wie der Titel in unserer Wertung abgeschlossen hat.

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Erstellt von Seb66
Zuletzt online: 1 Stunde 51 Minuten
Kategorie:
Vorschau
Veröffentlicht
Aktualisiert
22. 04. 2026 um 13:02
22. 04. 2026 um 13:26
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