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PC Test - Homefront

Dies ist die Stimme der Freiheit!
THQ wollte mit ihrem Shooter Homefront an die Erfolge der Call of Duty Reihe anknüpfen. So wurden im Vorfeld viele Versprechungen und Ankündigungen getätigt, die wir leider in unserem Test nicht haben finden können. Was am Ende geblieben ist, erzählt unserer Bericht aus dem besetzten Amerika.
21.03.11 11:17 Autor: nilius
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Der Mehrspieler

Der Raymond hatte dir ja schon kurz nach dem Release den Einzelspielermodus näher gebracht. Nun führe ich den Mehrspielerpart weiter.

Der Mehrspielermodus von Homefront läuft, wie auch das Hauptspiel, im Zusammenhang mit Steam. Das heißt, der Steam Name ist auch gleich der für das Spiel. Ebenfalls werden die Errungenschaften von Steam gemanagt.

Bodenkontrolle und Battle Commander
Der Mehrspielerpart in Homefront bietet nicht unbedingt große und zugleich bahnbrechende Neuerungen, doch ist er auf seine Art besonders. Neben dem üblichen Team Deathmatch, wo das Team mit den meisten Abschüssen gewinnt, gibt es nun Bodenkontrolle und Battle Commander (Im Bodenkontrolle als auch Team Deathmatch). Die Bodenkontrolle könnte als Clon der von Battlefield Bad Company stammenden “Rush“ Moduses abstammen. Hier müssen die Spieler einer Partei drei Punkte einnehmen und halten. Für jede Zeiteinheit gibt es Punkte. Hat das Team die Maximalzahl erreicht, geht die erste Runde an das Team und die Map verlagert sich einige Meter weiter. Dort geht es dann in die zweite Runde. Je nach dem wie der Server eingestellt ist gibt es 3-4 gesamt Runden zu absolvieren. Das kann bei sehr gut ausgeglichenen Teams fast eineinhalb Stunden dauern. Der Battle Commander kann in Zusammenhang mit Team Deathmatch oder Bodenkontrolle gestartet oder betreten werden. Egal welchen Modus ich davon wähle, die Aufgaben sind die selben. Nur wir hier nun ein KI gesteuerter Kommandant jedem Team zugestellt. Dieser plant Spezialeinstäze und legt während des Gefechts Kopfgelder für gegnerische Spieler fest. Durchaus macht es den “auserwählten“ gegnerischen Spieler nicht ganz einfach. Je nach Einstellung wird seine Lage auf Radar angezeigt. Das Kopfgeld errechnet sich aus seinen Kills, die der Spieler seit seinem letzten Respawn erzielt hatte. Dieses Kopfgeld wir bei erfolgreichen abschließen, in diesem Fall das Töten des Gegners, dem Spieler gutgeschrieben, der ihn auch ausgeschaltet hat. Bei einer Beihilfe von einem Kameraden gibt es für diesen nur einen Bruchteil der Punkte. Das Kopfgeld besteht im Grunde aus Kampfpunkten die zum einen, als Erfahrungspunkte für weitere Ränge und Erweiterungen der Waffen führen, als auch im Gefecht selbst für erweiterte Unterstützungen ausgegeben werden können.

Waffenkammer und Kampfpunkte
Je mehr Kills, Eroberungen oder auch Einsatzziele ich erreiche, desto mehr Kampfpunkte erhalte ich. Wie oben schon beschrieben werden diese Kampfpunkte zum einen als Erfahrungspunkte im Profil gutgeschrieben. Um so mehr Punkte ich pro Runde erreiche desto schneller steige ich in den Rängen auf und schalte weitere Sachen für meine Waffenkammer frei. Und da bin ich schon bei einem sehr angenehmen Thema. Die Waffenkammer bietet einige Waffen, Aufsätze für diese Waffen, Waffenlackierungen, Zusatzausrüstungen wie Kampfroboter oder Drohnen, Erweiterte Fähigkeiten für die Spielerfigur, sowie Ausrüstungen in Bereich Hand- und Blendgranaten. Hier kann ich nun in Ruhe meine gewünschten Waffen und Ausrüstungskombinationen einstellen, die ich für richtig halte. Mit aufsteigenden Rängen erhalte ich immer mehr Kästen zum Editieren und auch weitere Ausrüstungsgegenstände. Ganz nach dem Prinzip von Call of Duty World at War ist eine individuelle Waffenzusammenstellung möglich. Zusatzausrüstungen wie Kampfroboter, Drohne, Aufklärer, Panzerabwehr, Phosporangriff, Singerangriff und ein paar mehr sollten mit bedacht ausgesucht werden. Diese Sachen gehören zu zwei Komponentenkästen, die im Gefecht nachgekauft werden können. Natürlich im Gegenzug zu den erarbeiten Kampfpunkten aus dem Gefecht! Normale Waffen oder Munitionspakete können im Gefecht nicht nachgekauft, dafür aber aufgesammelt werden. Neben diesen beiden Komponentenkästen kann ich ebenfalls im Gefecht Fahrzeuge und Hubschrauber hinzukaufen. Die Steuerung bei diesen beiden Fortbewegungsmitteln wirkt nicht besonders real und neigt oft zum Überregieren. Dies ist gerade bei Hubschraubern fatal. Darum hilft hier nur: Üben, Üben, Üben!

Waffenfähigkeiten und Herausforderungen
Die Erweiterungen der Waffen, wie Zielaufsätze, Dämpfer oder auch Tarnfarben bekomme ich nur, wenn ich genügen Kills mit einer genutzten Waffe absolviert habe. Unter dem Strich ist das keine schlechte Sache, doch leider gilt diese Herausforderung für jede Waffe, Fahrzeug oder Objekt im Bereich Herausforderungen. Hier hätte man mehr Herausforderungen aufstellen können, wie zu Beispiel: Schalte einen Gegner leise aus oder irgend etwas in dieser Art. Leider bleibt es bei den meisten Herausforderungen beim sammeln von Kills und gewonnenen Runden.

Chat und Clan-Unterstützung
Auch an die Clans wurden gedacht, obwohl sich mittlerweile viele aus der Homefront Community verabschiedet haben. Neben dem angaben von Clantags erkennt das Spiel, Spieler die den gleichen Clantag haben auf allen verfügbaren Servern. In wie fern das nun funktioniert, konnte ich leider nicht Testen. Aber die Community im Forum scheint das nicht sonderlich gut aufgefasst zu haben. Neben dem normalen Textchat, habe ich auch die Möglichkeit per Mikrofon über den Sprachchat mich mit anderen Spielern zu verständigen. Die Qualität ist teilweise gut, aber leider halte ich davon nicht all zu viel, da ein Teamchat für diese Art der Kommunikation fehlt.
Hingegen praktisch ist das Radial-Befehl Menü, dass ich über einen Tastendruck aufrufen und mit Drehung der Maus in dem gewünschten Befehl ausführen kann. Darunter fällt auch das Melden von Feindsichtungen. Aber auch hier gibt es leider hin und wieder aussetzter. Nachdem ich nun die Kommunikation schon fast durch habe, möchte ich anmerken, dass es natürlich auch Squadchats gibt. Allerdings fallen die Squads in diesem Mehrspieler überhaupt nicht auf, da keiner danach gefragt wird, in welchen Squad oder ob er überhaupt in einen will. Ziemlich schade.

Server, Hosting und Möglichkeiten
Es ist momentan spürbar das viele Spieler keine Lust mehr haben, ohne Patches gegen Cheater und Camper anzutreten. Zunehmend nerven vor allem Camper an höher liegenden Punkten. Cheater sind zwar selten, aber ausgerüstet mit Speed- und Ghosthacks extrem Übermächtig und unangenehm. Das übliche Bild: Spawn und schon tot. Leider tut sich von der Seite der Entwickler nichts mehr und so kommt es, das viele die Nase gestrichend voll haben. In meinen, mittlerweile 30 Spielstunden, habe ich fünf Fälle von Cheatern erlebt. Einzige Möglichkeit ist der Wechsel des Servers, denn ein anständiges Admintool für Hoster oder Spieler auf dem Server fehlt hier. Da sucht man auch ein Votum direkt im Gefecht vergebens.
Davon ab, hat auch der Ersteller eines Servers nicht viele Möglichkeiten. Neben den xxx verfügbaren Maps können unter anderem Einstellungen wie Frindly Fire, Kicks ab xxx Kills, Maximal Punkte, Maximal Zeit, Runden, Modus vorgenommen werden. Ein ziemlich magerer Umfang, wenn man einmal bedenkt das selbst Call of Duty World at War oder die neuen Titel von Battlefield noch mehr Einstellungsmöglichkeiten haben. Dazu noch ein vernünftiges Admintool. Für mich ist mittlerweile das Suchen nach halbwegs gut gefüllten Servern schon eine Herausforderung geworden. Waren zum Start und den ersten Wochen danach noch viele gut Besucht, steht aktuell über dreiviertel der Serverliste Leer. Dies bestätigen auch die Trackerzahlen von Gametracker und Steam. Mit einem Anti-Cheattool oder wenigstens der Möglichkeit Cheater und Camper zu kicken, wäre einiges besser gelaufen.

Spielverlauf und Dynamik
Habe ich erst einmal vernünftige Mitspieler gefunden, machen die Gefechte richtig Spaß. Die Server laufen alle überwiegend flüssig, auch wenn sie voll ausgelastet sind. Die Verbindungen sind alle Konstant und vermitteln so einen guten Spielfluss. Die Modis Bodenkontrolle und Team Deathmatch sind zwar etwas wenig, können aber durch die Größe und gut aufgebauten Karten dominieren. Überall habe ich als Spieler die Möglichkeit mich zu verschanzen oder aus der Deckung heraus zu feuern. Aber auch in Homefront gibt es Karten die gerade für Sniper ein Paradies sind und auch hier schreien wieder viele Spieler auf. Es werden rufe nach einer Begrenzung für die Anzahl von bestimmten Waffengattungen laut. Doch gerade bei Bodenkontrolle können Sniper nicht sonderlich viel Punkten, wenn sie auf einer Stelle liegen. Schließlich müssen die Zielpunkte eingenommen werden. Komme ich noch weiter zu den Spawns. Ein beliebtes Thema für Spieler, denn auch hier kann Homefront nur teilweise Punkten. Auf einigen Karten sind die Spawns gut gesetzt, aber auf vielen einfach nur schlecht. Da kommt es öfters vor, das Mitspieler meines Teams oder ich, in einem Pulk Gegner Spawnt. Dieser hatte sich gerade in diesen Bereich herein bewegt und das Spiel hatte keine neue Positionsberechnung durchgeführt. Natürlich ziemlich Schade und unnötig.

Fazit
Abgesehen von den vielen Fehlern und den fehlenden Möglichkeiten Chater und Camper zu Kicken oder zu Bannen ist es ein halbwegs gut gelungener Mehrspieler, der auch mit wenig glänzen kann. Es ist nur schade mit anzusehen, wie viele Spieler schon diesem Spiel den Rücken zu gekehrt haben, weil die Entwickler einfach nicht mehr daran arbeiten und sich voll und ganz auf einen neuen Titel konzentrieren. Wer sich jedoch an diese einzelnen (Eine geringe Zahl) Cheater und Camper nicht stört, kann sich ruhig da hinein wagen.
Erfahre hier, wie der Titel in unserer Wertung abgeschlossen hat.

Meinungen

22.03.11 14:35 Zuletzt online: 08.03.14 13:58
Corben
dein Bericht spricht mir aus der Seele ,leider wieder mal Geld zum Fenster rausgeschmissen.
ABER vielleicht beheben sie noch die vielen Fehler im Multiplayer
21.03.11 20:38 Zuletzt online: 10.07.19 17:26
Nino
wenn ich deinen homefront-test jetzt lese, dann ärgert es mich, dass ich nicht noch ein bisschen mit dem kauf gewartet habe. jetzt hab ich 50 euro dafür bezahlt und kann den "schrott" noch nicht mal spielen. omg

p. s.: liest sich gut, dein test. ;)
21.03.11 17:13 Zuletzt online: 1 Tag 15:55
Lord|Schirmer
... gut geschrieben!
Homefront
PC PS 3 XBOX 360
Release15.03.2011 GenreEgo-Shooter Entwickler KAOS Studios Publisher THQ Enginekeine Infos
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