Overwatch im Test - Werde zum Held und stelle dich den anderen

Im neusten Test stellen wir dir Blizzards aktuellsten Shooter vor. Es ist Zeit für Helden!
Beitrag vom 26.06.16 19:18 von Seb66
Erfahre hier, wie der Titel in unserer Wertung abgeschlossen hat.
Nach einer ausgiebigen Closed und Open Beta, sowie viel PR im TV, beruhigt sich die Videospielewelt vom Overwatch Hype. Doch eine Frage bleibt: Warum dieser Hype? In diesem Testartikel gehe ich nicht nur auf den Umfang und das ein, was wichtig erscheint, sondern auch auf diese Frage. Doch eigentlich beantwortet sich diese Frage am Ende des Artikels von ganz alleine.

21 Helden kämpfen für die rote oder blaue Fraktion

Dank Blizzard Entertainment durften wir uns am Ende doch mit etwas Verzögerung diesen Titel zu Gemüte führen. Nach dem Download und einer schnellen Installation über Battle.net ging es direkt ins Spiel. (Ja das Spiel wird wie jedes Blizzard Spiel mit Battle.net verbunden und ist ohne dieses auch nicht spielbar.) Ohne ein Menü zu sehen, geht es direkt in die kurze aber dennoch informative, Einführung mit dem Spielcharakter Tracer. An dieser Stelle erfahre ich auf die Schnelle, welche Tasten wichtig und welche Fähigkeiten wo zu finden sind. Generell entpuppt sich die Steuerung bei Overwatch als extrem einfach und unkompliziert. Das liegt nicht zuletzt daran, das man auf unnötige Fähigkeits- oder Attributelemente verzichtet hat. Jede der 21 Helden besitzt neben der Hauptwaffe auch spezielle Nebenfähigkeiten und Waffen die meistens nur begrenzt mit einer Aufladezeit genutzt werden können. Doch dazu später mehr. Nach der Einführung durch Tracer geht es endlich ins Hauptmenü. Auch dieses gestaltet sich, wie die Steuerung auch, überaus einfach. Normalerweise war ich es bisher von Shooter gewohnt mit Menüpunkte überhäuft zu werden, doch dies ist bei Overwatch nicht der Fall. Mit nur zwei Klicks und einer kurzen Wartezeit gelange ich so ins nächste Online-Match. Doch was bietet mir Overwatch eigentlich? Unter dem Menüpunkt Spielen finden sich in Grunde zwei Spielarten. Zum einen das Schnellspiel, wo sich auf jeder Seite eines Teams sechs Spieler befinden und diese gemeinsam diverse Ziele erfüllen müssen. (Natürlich nach dem Motto: Eine Seite Angriff die andere Defensiv.)

Den Spielmodus und die Karte sucht der Server selbst aus, vorausgesetzt ich lande nicht in eines der Matches, welche von einem Spieler selbst angelegt wurde. Nebenher erwähnt besitzt der Titel 12 verschiedene Karten, welche sich an den realen Metropolen der Welt anlehnen. (Natürlich nicht mehr in unserem Zeitalter.) Die Modi variieren von Gebietseinnahme bis hin zur Einnahme eines Gefährt und dessen Sicherheitsbegleitung bis zum Ziel. Die andere Spielart ist ein Kooperativ von sechs Spielern gegen die KI. Bevor mir der Titel hier einen Server aussucht, muss ich noch aus eine von drei Schwierigkeitsgraden aussuchen. Abgesehen davon, das ich in diesem Match mit anderen Spielern gegen die KI kämpfe, gibt es zum anderen Modus kaum einen großen Unterschied. Der letzte Modus ist eine Art Herausforderungs-Challenge, welche die Entwickler von Zeit zur Zeit einreichen. Hier werden dann spezielle Regeln aufgestellt. Zum Beispiel das alle Spieler nur mit einen Helden spielen dürfen oder einem Spielmodus. Die Challenge bietet zugleich die ideale Möglichkeit ordentlich Erfahrungspunkte für den Levelaufstieg zu sammeln. Schnellkampf und die Herausforderungen sind übrigens auch die einzigen Spielarten, welche wirklich richtig viele Erfahrungspunkte springen lassen. Das Spielen gegen die KI bringt dagegen nur recht kleine Summen. Zu guter Letzt gibt es auch die Möglichkeit eine eigene Partie via Benutzerdefiniert zu eröffnen. Ich darf sowohl eigene Regeln als auch Kartenrotation angeben. Vor allem das Spielen als kleine Gruppe unter Freunden wird an dieser Stelle hervorgehoben. Übrigens kann das ganze Kontaktsystem durch den Menüpunkt "Freunde & Gruppen" verwaltet werden.
Viel Trainingsoptionen und Individualisierungen

Trotz das Overwatch bereits in seinen Hauptspielmodi recht einfach ist, gibt es umfangreiche Trainingsmöglichkeiten. Unter dem entsprechenden Menüpunkt findet sich das Tutorial, der Trainingsbereich und Training gegen KI. Im Trainingsbereich erwartete mich eine einfache Karte mit ein paar vorprogrammierte Robotern. Manche schießen, manche bewegen sich andere wiederum stehen nur da. Dieser Bereich dient dazu, die Fähigkeiten der einzelnen 21 Helden durch zu testen und somit eventuell seinen persönlichen Favoriten zu wählen. Übrigens, wer in der Schlacht mal vergisst welche Fähigkeit was hervorbringt, für den gibt es eine Taste die kurzzeitig eine Beschreibung hierzu aufführt. Selbst im Gefecht. Finde ich persönlich eine super Sache, denn trotz vieler Minuten im Trainingsbereich konnte ich mir die verschiedenen Fähigkeiten einzelner Helden nicht direkt merken. Der letzte Menüpunkt im Bereich Training ist das Training gegen die KI. Lustigerweise unterscheidet sich dieser kaum vom Kooperativ Modus gegen die KI unter der Spielart Spielen. Lediglich der Schwierigkeitsgrad wird über das Trainingsmenü nicht abgefragt. Vielleicht eine kleine Mogelpackung? Am Ende sehe ich es dann nicht so eng, weil die Kämpfe gegen richtige Mitspieler viel härter und intensiver sind, als die gegen die KI im Allgemeinen.

Ich hatte oben bereits von Erfahrungspunkte gesprochen gehabt. Blizzard Entertainment haben zwar auf spezielle Attribute oder viele anpassbare Fähigkeiten für die Charaktere verzichtet, aber nicht auf einen Erfahrungslevel für das eigene Profil. Im Rahmen dessen bekomme entsprechend eines Levelaufstieg auch eine sogenannte Lootbox. Diese Boxen beinhalten verschiedene Items, womit ich die 21 Charaktere individualisieren kann. Pro Box gibt es drei Sachen zu gewinnen. Das können neue Kleidungsstücke, Sprüche und Spraytags für alle 21 Helden sein. Dabei richten sich die Gewinne nicht nach dem aktuell gewählten Helden, sondern diese Lootboxen schmeißen einfach durch Zufall die Sachen heraus. Genial finde ich die Idee das die Kleidungsstücke (Auch Skins genannt) durch Farben in ihrer Seltenheit angezeigt werden. Von häufig bis ultra selten ist alles dabei. Im Menüpunkt Heldengalerie darf ich dann die neuen Sachen für den jeweiligen Helden aktivieren. Eine nette Sache wie ich finde. Übrigens können auch Lootboxen gegen Echtgeld nachgekauft werden. 11 Boxen kosten knapp 11,99€. Wer alle Extras der Lootboxen sammeln will, der müsste, rein rechnerisch, rund 280 Boxen öffnen. Ob man dies am Ende wirklich braucht ist jedem selbst überlassen. Man sollte allerdings bedenken, das es immer nur eine Lootbox pro Levelaufstieg gibt. Mit zunehmenden Level wird natürlich auch die Häufigkeit eines Levelaufstiegs geringer. Und glaube mir, es gibt bei 21 Helden wirklich viel zu sammeln.

Gutes Gameplay ohne großes Schnick Schnack

Wie du auf den Screenshots siehst, basiert Overwatch eher auf einer leichten Grafikebene mit netten Effekten. Das soll aber nichts bedeuten, denn Blizzard hat das ganze Spiel recht einfach gehalten. Angefangen von der Menüführung über die festen Fähigkeiten pro Held bis hin zum Gameplay und Matchmaking. Vor allem Spieler die sich nicht zig Stunden mit unnötigen Zuteilungen an Waffen, Fähigkeiten und Attributen beschäftigen wollen, werden hier ihr Spiel finden. Beeindruckt war ich auch über die gelungene Balance der einzelnen Helden unter sich. Bis auf zwei Figuren hatte ich eigentlich nie das Gefühl, das die Charaktere extrem viele Überpowered wurden. Gut... die beiden Helden muss man auch erst einmal beherrschen und hier liegt ebenfalls eine Besonderheit des Spiels. Wer sich mit "seinem" Lieblingsheld am meisten beschäftigt, der wird nach und nach auch mit diesem am bestehen umgehen können. Was ich bisher nicht erwähnt habe, ist die Aufteilung der 21 Helden. So wurden sechs für den Angriff, sechs für die Defensive, fünf für die Tank-Fraktion und vier für den Support. (Also Helden die überwiegend passive Hilfe gegenüber den eigenen Teamkameraden leisten. Heilen und kurzzeitige Steigerung von Geschwindigkeit oder Schilde sind Bestandteile davon.)

Die Entwickler empfehlen durchweg ein ausgewogenes Team und damit dies auch ersichtlich wird, zeigt das Spiel im Heldenauswahlmenü am rechten Rand die fehlenden Klassen an. Man kann dies als Vorteil oder als Nachteil erachten, aber eine erzwungene Zuteilung gibt es hier nicht, wenn eine Klasse nicht besetzt wurde. Selbstverständlich kann sich dies im Kampf negativ auswirken. Was wäre man in einem Gefecht ohne einen Held mit heilenden Fähigkeiten? Auch wenn das etwas überzogen klingt, es macht sich bemerkbar, wenn das Team nicht alle verfügbaren Positionen besetzt. Die Matches bei denen meine Mitspieler die Hinweise beachtet hatten und die Charakterauswahl demnach anpassten, gingen meistens siegreicher aus, als wenn man diese missachtete. Wie oben bereits erwähnt, verfügt jeder Held über eine Hauptwaffe mit zwei oder drei speziellen Fähigkeiten, welche zugleich den Helden auch ausmacht. Zusätzlich gibt es noch eine Spezialfähigkeit, welche aber erst nach einer gewissen Zeit und meiner Leistung langsam auffüllt. Diese Spezialfähigkeit nennt man im Spiel die "Ultimative Fähigkeit" und variiert von Held zu Held, zugeschnitten auf seine Grundfähigkeit.
Perfektes Matchmaking ohne großes warten / Viele kleine Featues

Selten habe ich ein Spiel gesehen, bei dem das Matchmaking so schnell und konstant von statten ging, als wie bei diesem. Mit nur zwei Klicks bin ich beim Verbindungsaufbau eines Servers. Nach dem dritten Klick geht es direkt in den Kampf. Overwatch richtet sich einfach und banal an die Spieler, welche es sehr einfach mögen und das gefiel mir. Der Schatten bei dem ganzen? Es ist ein reiner Mehrspieler-Titel. Es gibt keine Offline-Kampagne oder gar eine Story. Alle 21 Helden kämpfen mehr oder weniger für ihre rote oder blaue Fraktion. Zudem werden auch Spieler mit dem Hang zur Individualisierung etwas zu kurz kommen. Neben den Möglichkeiten durch die Lootboxen gibt es keine anderen Elemente zum individualisieren. Diese beiden Punkte sind die wohl gravierendsten, welche ich dem Spiel zulasten legen kann und die jeder Käufer auch beachten sollte. Also... perfektes Matchmaking und interessante Kämpfe mit einem fast perfekten Balancing ist das eine, doch was treibt unsere Wertung so hoch? Ganz klar... es gibt viele kleinere Features bei denen ich mir gewünscht hätte, das diese bei anderen Titel mal vorkamen. So zum Beispiel eine Auflistung von Highlights, welche ich nach ein paar Runden im Hauptmenü aufrufen kann.

Dabei dreht es sich allerdings um die Spieler des Matches. Spieler mit besonderen Leistungen werden am Ende des Matches separat vorgestellt. Außerdem gibt es dann noch einen speziellen Vote für Spieler, die mit verschiedenen Topwerten auf sich aufmerksam machen konnten. Natürlich verfügt der Titel auch über ein Ingame-Voice Funktion (mit Push-to-talk Möglichkeit) und einen Chat für Teammitglieder, sowie den öffentlichen. Aber groß Zeit zum Chatten hatte ich in den Matches eh nie. Einfach respawn und weiter geht’s. Zusätzlich kann ich mich im Spiel durch verschiedene schnelle Sprachbefehle bemerkbar machen. Neben „Verstanden“, „Sammeln“ und anderen Befehlen gibt es noch „Hallo“, „Danke“ und ein vom Helden entsprechenden Emote. Bis vor kurzem konnte ich auch noch die Funktion "Spieler bevorzugen" aktivieren, doch seit dem kürzlich veröffentlichten Patch fiel dieser weg, da einige "gute Spieler" durch diese Funktion ungewollt ausgeschlossen wurden. (siehe entsprechende News) Das Spiel wird am Ende meines Artikels noch durch den passenden Sound abgerundet. Dieser Soundtrack ist fast wie für den Titel geschaffen und unterstreicht ideal fast alle Umgebungen und Situationen des Spiels. Das Sahnehäubchen im Bereich Sound sind aber die coolen Sprüche und Reaktionen der einzelnen Charaktere während des Kampfes.
Erfahre hier, wie der Titel in unserer Wertung abgeschlossen hat.

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Release24.05.2016 GenreMultiplayer-Shooter EntwicklerBlizzard Entertainment PublisherActivision Enginekeine Infos Franchisekeine Infos
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