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PC Test - Pizza Connection 3 Ullalllaa ich backe eine Pizza - ullallaa die schmeckt so wunderbar

Pizza Connection 3 - Ullalllaa ich backe eine Pizza - ullallaa die schmeckt so wunderbar
06.04.18 18:37 Autor: sebastian.k Nach vielen Jahren und einem verkorksten zweiten Teil nimmt ein Entwicklerteam die Marke Pizza Connection neu in die Hand. Mit Erfolg?
Gentlymad Studios und Assemble Entertainment haben vor kurzem den dritten Teil von Pizza Connection veröffentlicht. ABER, diese Entwickler wollten Pizza Connection etwas neu erfinden. Weg von den nervigen Mafia-Elementen von einst, sondern viel mehr in Richtung Wirtschaft und dezente Konkurrenzkampf. Ich habe mich einmal als Pizzabäcker versucht und sagen dir, ob das neue Pizza Connection 3 auch die Erwartungen der klassischen Fans erfüllen kann.

Das Erbe des Großonkels in Bella Italia

Das Erbe... dies ist nicht nur ein tolles Thema für die Story von Pizza Connection 3, sondern auch für das Entwicklerteam um Gentlymad Studios, die halt diesen dritten Teil vor kurzem veröffentlichten. Auf der vergangenen Gamescom hatte ich die Ehre ein paar aus dem Team zu treffen und über ihr Projekt zu sprechen. Was bereits damals hervorstach war die Tatsache, das die Entwickler grob in Richtung Teil 1 und klare Wirtschaftssimulation arbeiten wollten. Seien wir mal ehrlich, der zweite Teil von Pizza Connection war nur bedingt gut und hatte insgesamt nur einen kleinen Teil der Interessierten angesprochen. Als überaus nervig empfand ich damals, das ganze Mafia gedöns, wo man den Laden des anderen in Brand stecken konnte oder sonstige Methoden. Genau hier waren wir uns alle einig, das dass neue Pizza Connection den selben Witz und das selbe Gameplay wie früher besitzen sollte. Nun... das ganze ist natürlich ein großes Erbe was die Jungs antreten müssen, doch bereits die ersten bewegten Bilder von der Gamescom zeigten mir, das die Entwickler auf dem richtigen Weg waren. Nun ist der Titel seit ein paar Tagen auf dem Markt und ich kann ihn dir nun vorstellen. Das Hauptmenü zieren sogleich zwei Spielmodi. Allen voran natürlich die Story Kampagne, welche direkt mit dem Neuaufbau des ehemaligen Pizza-Imperiums vom Großonkel beginnt. Na gut... ganz früher, da war alles gut und schön. Doch die letzten Jahre liefen auch für den Großvater nicht mehr so gut und er musste viele Geschäfte in Rom verkaufen.

Und genau hier beginnt die Story auch, direkt in Italien mit einem kleinen mobilen Pizzastand und etwas Geld, was der Großvater auf die hohe Kante gelegt hatte. Im weiteren Verlauf der Story wird es möglich sein, auch über Italien hinaus sein Pizza-Imperium aufzubauen. Insgesamt bietet das Spiel sieben Hauptstädte an. Darunter London, Sydney, Berlin, Washington, Paris, Madrid und Rom. Alle sieben Länder, die ich im Rahmen der Kampagne bereisen werde, besitzen im Grunde 12 Kapitel. Kein wunder also, das man in den ersten Kapitel von Italien überwiegend an die Hand genommen und somit optimal an die Materie herangeführt wird. Ich musste feststellen, das alle Kapitelübergänge sehr flüssig ineinander übergehen. Ja ich hatte das Gefühl das es keine Kapitel sind, sondern eher Ziele. Profis brauchen vor dem Tutorial keine Angst zu haben – im Gegenteil: Nach ein paar Spielstunden wird man sogar merken, das dass neue Pizza Connection nicht mehr so oberflächlich mit der Wirtschaft ist, wie der erste Teil. Die Leute sind wählerischer, die Lieferkette sollte gut laufen und auch die Mitarbeiter sollten eine gewisse Qualität aufweisen können. Hinzu kommt noch die Wahl des Lieferanten und die Qualität der Zutaten. Gentlymad Studios haben das neue Pizza Connection wahrlich mit vielen neuen und sehr interessanten Features ausgestattet. Natürlich werde ich da auch näher drauf eingehen. Doch nun zurück zur ersten Kampagne, in der es darum geht, ein paar Pizzen zu kreieren und diese dann in die Menükarte des kleinen mobilen Verkaufswagens zu übertragen. Im Gegensatz zum Freien Spiel hat man die erste Marktforschungsstufe bei der Karriere bereits freigeschaltet. Das bedeutet, ich kann in Echtzeit in der Backstube sehen, wie gut die erstellte Pizza bei welchen Personengruppen ankommt. Ohne diese erste Stufe wird das nicht angezeigt. Anhaltspunkte für die richtige Pizza liefert dann nur das Smartphone, bei denen die jeweiligen Personengruppen kurze Feedbacks zum Rezept abgeben.

Wie bereits erwähnt, bietet das Spiel den gleichen Pizza-Creator wie seine Vorgänger auch, allerdings mit ein paar neuen Features versehen. So können die Pizzen frei gestaltet und belegt werden. Der Clou hierbei ist: Die Form und der Belag der Pizza wird nicht nur in der Menükarte und dem Rezeptbuch so abgebildet, sondern auch direkt im Spiel selbst auf dem Teller des Kunden. Darauf waren die Entwickler im übrigen sehr stolz. Was mich etwas enttäuschte war die Tatsache, das man fast nur die klassischen Beläge übernommen hat. Eine größere Auswahl und somit neuere Zutaten bietet das Spiel leider nicht. Veteranen von Pizza Connection können sich mit Sicherheit noch daran erinnern, wie sie die ausgefallensten Pizzen erstellten und sie fett belegten. Wie sich herausstellte ist mittlerweile weniger mehr. Sobald der Belag ein Gesamtgewicht von 400-500 Gramm überschreitet, so sinkt der Zuspruch der Gruppen. Eine gute Pizza zu erstellen ist im neuen Titel gar nicht mal so einfach, denn jede Personengruppe hat ihre Vorlieben und Ansprüche, die berücksichtigt werden sollten. Zudem kommt noch die Frage nach der Menge des Belags, den Preis/Profit und die Anzahl der Zutaten auf. Letzteres hat einen direkten Einfluss auf die Zulieferkette. Je mehr Zutaten ich für alle Pizzen auf meiner Karte brauche, um so größer muss das hausinterne Lager sein oder ich stelle ein paar mehr Leute ein und miete mir ein Lagerhaus in der Nähe. Diese Möglichkeit ist jedoch mit Vorsicht zu genießen, denn rasch können die Pacht und die Kosten für weiteres Personal extrem ansteigen.

Zudem fiel mir auf, das trotz einer hohen Anzahl an Lieferanten es trotzdem immer wieder zu Lieferengpässen kam, ohne das ich etwas verändert hatte. Letztendlich achtete ich nur noch auf die Warnmeldung, welche dann erscheint, wenn die eine gewisse Menge überschreiten. (Das Spiel schreit für gewöhnlich bei 19 Zutaten, das es zu Lieferproblemen kommen kann!) Mir fehlte in Pizza Connection 3 ganz einfach eine tiefere Personal-Management Struktur. Sicher muss ich bei der Einstellung darauf achten, wie schnell und wie viel Ware der Lieferant tragen kann, aber irgendwie gab es da kaum große Unterschiede. Das Feedback, das die Köche die benötigten Zutaten nicht hatten, kam trotz eines vollen Lagers. Irgendwie komisch. Generell müsste es die Möglichkeit geben, sein Personal zu schulen und somit schneller zu machen. Die Entwickler blieben bei diesem Punkt leider ziemlich oberflächlich. Die selbst erstellte Pizza kann nebenbei sogar via Facebook oder Datei teilen, damit alle die leckeren Zutaten sehen können. Speziell bei diesen gibt es mal wieder kaum richtige Grenzen. Wie wäre es mit einer Pizza wo ein kompletter Hummer oder eine Thunfischdose drauf platziert ist? Die Entwickler sind dem Standard des früheren Spiels treu geblieben und bieten auch in Pizza Connection 3 eine gewisse Menge verschiedenen Zutaten, welche sich in drei Größenstufen zerkleinern oder vergrößern lassen. Natürlich hat die Größe der jeweiligen Zutat auch einen Einfluss auf das Gewicht der Pizza. Das fertige Pizzarezept muss am Ende noch benannt und abgespeichert werden. Danach gehe ich in die Spielwelt zurück, wähle das Fahrzeug (später auch das Restaurant) an und packe diese dann in die Menükarte. Am nächsten Tag werden dann die Zutaten angeliefert und die Pizza wird dann während der Öffnungszeit verkauft. Personal, Lieferranten, Öffnungszeiten und einiges mehr, lassen sich über ein entsprechendes Menü – per klick auf den Laden – aufrufen. Die Entwickler haben sichtlich versucht, das komplette Interface so einfach wie möglich zu gestalten, was in meinen Augen auch gut gelungen ist.

Die beste Location ist nicht alles

Während man in der Story Kampagne viel mehr den Briefen vom Großonkel hinter jagt, welche sich in jedem neuen Gebäude versteckt halten und man im Grunde die Ziele nach und nach abarbeitet, wird die richtige Suche des Standorts im Freien Spiel viel wichtiger. Bisher galt immer, das die beste Location in Bereichen von Sehenswürdigkeiten, Arbeitsplätzen, Verkehrsmittel und Wohngegenden zu finden ist. Das ist zwar auch richtig und die Menschenmassen laufen auch zu bestimmten Zeiten vorbei, doch diese Plätze haben einen großen Nachteil: Man muss den Ansturm gewachsen sein. Hapert es nur bei der Schnelligkeit oder der Lieferkette, verliert der Laden sehr rasch an Ruf und wird somit schnell gemieden. Die richtige Wahl des richtigen Restaurants muss also gut überlegt sein. (Genauso wie die Raumaufteilung) Im gesamten Spiel können für diverse Analysen alle Personen und Häuser angeklickt werden. Sie liefern im Grunde die notwendigen Informationen zu Laufrouten, Einkommen und Vorlieben. Doch das ist noch nicht alles, denn die leerstehenden Restaurants (und die von mir gekauften), weisen ebenfalls eine entsprechende Grafik auf. Sein Personal demnach einzuteilen ist ebenfalls eine empfehlenswerte Sache, denn sonnst stehen sie nur belanglos in der Gegend herum. Aber ACHTUNG: Blind vertrauen solltest du dieser Grafik nicht, denn kleinere Schwankungen (wie im echten Leben) gibt es auch hier. Ich weiß nicht, ob es ein Bug war oder ein Zufall, aber in Washington konnte ich bei einem leerstehenden Restaurant, etwas weiter Weg von den bekannten Sehenswürdigkeiten, eine riesige Kette an Besuchern beobachten.

Sie liefen um diesen Laden herum und schienen gegen 01 Uhr ordentlich hunger zu schieben. Das kuriose war nur, das die Besucherübersicht für diese Zeit bei dem entsprechenden Restaurant eigentlich eine 0-2 Wert hatte. Also eigentlich sollte da nichts los sein. Manchmal ist das Verhalten nicht ganz nachvollziehbar. Nun aber zurück zum Thema: Ist der ideale Ort nun also gefunden, pachte ich natürlich das entsprechende Restaurant. Gentlymad Studios haben mir als Spieler die Möglichkeit gegeben, den Grundriss des Gebäudes nach ein paar Vorlagen umbauen zu lassen. Individuell kann ich die Grundmauer nicht verändern, viel mehr bezieht sich die Veränderung auf die Neubelegung der Räume. Fakt ist, das ein Raum ein Lager, einer für die Küche und der letzte für die Gäste selbst bestimmt werden muss. Wie groß die jeweiligen Räume werden sollen, das entscheide ich über den Architekten-Modus. Abgesehen vom Grundriss und der Raumzuteilung lassen sich auch Möbel in diesen Bereichen platzieren. Dabei gibt es eine ordentliche Anzahl verschiedener Möbel, die sich nach den unterschiedlichen Geschmacksgruppen des Spiels richten. In der Praxis stellte sich für mich heraus, das ein gemischter Raum mit verschiedenen Möbelarten nicht nur komisch aussieht, sondern auch bei den Besuchern schlecht ankommt. Daher sollte man sich von vornherein schon entschieden haben, welcher Gruppe man einen gefallen tun will, schließlich bewerten die Gäste auch das Ambiente. Alternativ kann ich auch, für eine gewisse Summe an Euro, einen Architekten beauftragen, der die komplette Einrichtung vollständig übernimmt.

Leider kann es auch bei diesem Feature zu diversen Bugs kommen. Als ich das letzte mal diesen in Anspruch genommen hatte, konnte ich danach keine Möbel und Geräte mehr platzieren, geschweige etwas anderes im Bau-Menü machen. Ein Neustart des Spiels war notwendig, um dieses Element wieder nutzen zu können. Die gleiche Möglichkeit um nach Hilfe zu fragen gibt es natürlich auch für die Pizza. Im Pizza-Creation Menü kann ich über das Smartphone einen Chefkoch anrufen und meine Personengruppe, sowie die Qualität angeben. Nach dem bestätigen kreiert mir der Chefkoch eine Pizza, die in einem optimalen Rahmen auch etwas taugt. Leider holt dieser nicht oft das Optimum heraus, denn gerade bei Gruppen die auf den Geldbeutel schauen, haut der Chefkoch immer ordentlich an Preisen drauf. Ein Arbeiter zum Beispiel sollte für eine Pizza 43€ bezahlen! Neben hohen Kosten für Zutaten, zieht der Chefkoch noch die Profitangabe ordentlich nach an. Selbstverständlich kauft das kein Arbeiter im Spiel, da kann sie noch so lecker sein. Meistens sind die Preise für die Zutaten, die der Chefkoch angibt, deutlich höher angesetzt als diese sich auch verkaufen würden. Nun... Egal ob Architekt oder Chefkoch, bei diesem Service werde ich nach der Qualität bezahlt. Je höher diese sein soll, um so teurer wird es. Es gilt insgesamt immer auf alles zu achten: Feedback der Gäste, Lieferkette, Qualitätsmanagement, Rezeptentwicklung und natürlich die Beachtung der Finanzen. Bei letzterem haben die Gentlymad Studios ebenfalls darauf geachtet, alles so übersichtlich wie möglich zu halten. Dies bedeutet es gibt nicht nur den Finanzstatus für alle Einnahmen und Ausgaben, sondern das Spiel bewertet auch einzelne Bereiche nach ihrer Effektivität. Harkt es an einer Ecke, so werde ich das Problem nach dem Geschäftsschluss in dieser Übersicht sehen. Zusätzlich tauchen diverse Tipps auf, wie man die Effektivität wieder steigern kann. Diese Übersicht ist kein Bestandteil des Tutorials, sondern ist “serienmäßig“.
Marktforschung und die Werbung – Leite die Besucher zu dir

Es gibt zwar keine direkte Sabotage bei Gegnern, dafür kann man sich gegeneinander durch Werbung und Marktforschung extrem gut konkurrieren. In der Karriere wird man mit der Konkurrenz etwas später konfrontiert, doch beim Freien Spiel kann ich das auf Wunsch schon viel früher machen. Bis zu drei weitere KI-Gegner kann ich mit in die Stadt setzten. Zuerst jedoch die KI und dann ich als “Rookie“. Leider konnte die KI in meiner Testzeit diesen Vorteil nicht so gut nutzen. Trotz eigenen festen Eigenschaften, die sich von Gegner zu Gegner unterschieden, bieten die KI-Gegner nur bedingt eine wahre Konkurrenz. Mir fiel auf, das ihnen etwas die Aggressivität fehlt, obwohl dies eine besondere Eigenschaft des jeweiligen Gegners sein sollte. Kurz und knapp, war ich etwas von der Gegner KI enttäuscht und hätte doch etwas mehr erwartet. Trotzdem... Den Gegnern etwas entgegenzusetzen geht hier im übrigen noch über Werbung, Marktforschung und die eine oder andere kleine Straftat. Ja... hast du ehrlich gedacht, das man überhaupt keine Straftaten mehr machen kann? Jedoch sollte man sich bei “Schmierereien“ nicht von den patrouillierten Cops erwischen lassen. Im Gegensatz zu Pizza Connection 2 gelten diese Sabotageakte nur für das Anbringen von Werbung.

Dank dieser beiden Elemente kann ich fast zum größten Teil die Besucherströme steuern. Litfaßsäulen sind die gängigste Methode, allerdings gibt es da noch wandelnde Maskottchen und die mobile Pizzeria. Wenn man so eine Werbekampange anfängt, so muss ich immer sichergehen, das alles gut vorbereitet ist. Nicht selten gibt es zu den bekannten Stoßzeiten einen ziemlich starken Ansturm auf meine Pizzeria. Da alle Restaurants als eigene Geschäfte laufen und somit eigene Menükarten und Preise besitzen, muss ich mich bei der Werbung auch für die entsprechenden Restaurants entscheiden. Ich finde es übrigens nicht schlecht, das man mehrere Restaurants nicht als eine Kette ansieht, sondern jede als einzelne. Dies gilt auch für die mobile Pizzeria. Somit können die verschiedenen Personengruppen besser eingeordnet und geleitet werden. Eines muss einem bei einer Werbekampagne klar sein: Egal ob TV-Werbespot, Litfaßsäule oder andere Methoden, es lockt einfach tierisch viele Leute an. Gehe ich noch einmal zum Freien Spiel, denn die freie Wahl der Gegner ist nicht das einzige, denn ich kann hier alle sieben Städte auswählen und verschiedene Spieleinstellungen vornehmen. Zum Beispiel sind da Einstellungen zur Geduld der Besucher, Einwohnerzahl und das Startguthaben möglich. Unter Ziele lassen sich sogar feste Ziele bestimmen, doch ich empfand es als wahres Ziel nicht nach zwei Wochen (Ingame-Wochen) gleich pleite zu gehen. Ich muss ehrlich zugeben, das der Weg die richtige Pizza für verschiedene Besuchergruppen zu finden, eine wirkliche Herausforderung ist bei der man auch schnell scheitern kann. Ja selbst die Kampagne kann an einigen ecken mal nerven, weil die Anforderungen nicht erreicht wurden. Hier hilft nur entweder; kurz vorher speichern oder direkt diesen Kapitel neu anfangen.

Grafik und Spielmechanik – Nur bedingt wie früher

Eigentlich stand es nie im Raum, das Pizza Connection 3 eine hoch moderne Grafik bekommt oder sich das Gameplay vielleicht viel weiter von dem der ersten entfernen würde. Nein! Denn dafür sind das Entwicklerteam zu sehr von dem ersten Teil überzeugt und auch einen stückweit Fan davon. Diese liebe zu dem ersten Pizza Connection überträgt sich zu einem gewissen Teil auch auf das neue Spiel. Besonders bemerkenswert finde ich, das die Entwickler es wirklich geschafft haben ein paar neue Features mit alten Werten zu verbinden. Leider leidet das Spiel zurzeit noch an vielen Bugs. Diese hatte ich bereits im Laufe des Textest mehr oder weniger aufgeführt. Aber es gab noch weitere Bugs, wie welche bei den Savegames und der Personalzuteilung. All diese aufzulisten würde jedoch meinen Schreibrahmen überschreiten. Sicher gibt es auch keinen Mehrspieler oder einen Coop-Mehrspieler, dafür klare zwei Spielmodi mit viel Umfang. (Natürlich ist dieser Punkt immer eine gewisse Ansichtssache. Einige werden die Ziele für schwer halten andere wieder für einfach.) Die Story beginnt im Grunde in Rom und führt mich quer um die gesamte Welt. Die Geschichte des Erbes und den phänomenalen Aufbau eines Pizza-Imperiums ist nicht sonderlich neu, jedoch vom Umfang nicht uninteressant. Manchmal hatte ich jedoch das Gefühl, das die Präsentation etwas lieblos daher kommt.

Was die Spielzeit angeht, so braucht man wirklich schon eine ganze Weile bis wirklich alle Kapitel durchgespielt sind und ich rede hier nicht von nur 30-40 Stunden. Darüber hinaus sorgt auch das Freie Spiel mit vielen Einstellungen für eine gewisse Spiellänge. Grafisch orientiert sich das Entwicklerteam am ersten Teil. Es ist eine einfache Grafik, jedoch gibt es hier und da ein paar nette Effekte und viel Bewegung. (Speziell die Besucher.) Leider haben es die Entwickler etwas versäumt, die Icons über den Köpfen der Besucher in einem Nachschlagewerk zu erklären. (Das erledigt momentan noch der Guide-Bereich bei Steam.) Grafisch ist der Titel im übrigen fehlerfrei. Es hapert aktuell nur extrem bei Bugs und der Spielmechanik. Soundtechnisch wirkt das Spiel recht ruhig und fokussiert, schließlich muss man beim Planen und Verkaufen von Pizzen nicht unbedingt abrocken. Was ich wiederum gut finde ist die sprachliche Begleitung der Briefe vom Großonkel. Überzeugend gesprochen und mit einem guten Klang versehen, ja das kann durchaus punkten. Die Steuerung und die Übersicht der Menüs ist klar und einfach. Dies bedarf also keine großen Worte, denn wenn man beim Tutorial einmal etwas verschläft, dann sorgen die Icons und ein Mouse-Over Fenster dafür, das die Frage beantwortet wird. (Jedenfalls bis zu einem gewissen Punkt und Umfang.) Pizza Connection 3 ist eine tolle Mischung aus altbekannten Elementen und frischen wirtschaftlichen Denken. Schade nur das dass Spielerlebnis durch viel verschenktes Potential und auch nervige Fehler stark beeinträchtigt wird.
Erfahre hier, wie der Titel in unserer Wertung abgeschlossen hat.

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