Am 10.03.26 brachten To-Go Games und astragon Entertainment die National Park Simulation Ranger´s Path: National Park Simulator in den Early Access. Bereits einige Wochen zuvor wurde im Rahmen des Steam Next Fest die Demo veröffentlicht, welche eine ersten Einblick gewährte. Ich selbst durfte das Spiel darüber hinaus über einige Tage vor dem Release ausgiebig spielen und hier nun berichten. Aber ACHTUNG! Da die Entwicklung des Spiels selbst in der Early Access schnell voranschreiten wird, bitte ich zu beachten, dass meine Meinung und Kritiken sich auf den Stand kurz vor dem Release beziehen.
Als angehender Park Ranger im Faremont National Park
Das Geilste zuerst: Habt ihr die Demo gespielt, so kann man genau dort wieder weitermachen, wo ihr aufgehört habt. Zumindest war es bei meinem ersten Start so. Nun aber zu dem, was man eigentlich macht. Im Kern steht die Betreuung von Parkbesuchern, inklusive das Prüfen ihrer Tickets und Auskünfte geben, sowie die Wiederherstellung und Pflege von Wanderwegen. Und diese sind in der Tat sehr schön, mit Sehenswürdigkeiten, Höhlen und alles, was so ein Park bereithalten kann. Grundsätzlich ist die Grafik und die Weltgestaltung super gelungen. Doch damit nicht genug. Wir haben auch Missionen zu absolvieren, welche von Effy (Unserer Dispatcherin) über Funk erteilt werden. Diese Missionen sind recht vielfältig. Einmal müssen wir Wilderer ausfindig machen und Beweise sammeln, dann Tiere identifizieren und einiges mehr. Im Grunde alles Missionen, die aus der realen Tätigkeit eines Park Ranger stammen könnten. Ein Ausblenden oder Neustarten der Missionen ist leider nicht möglich. Das ist überaus schade, da es hier und da eventuell zu kleineren Fehlern innerhalb der Missionen kommen kann. Abseits dieser Hauptmissionen gibt es auch noch Einsatzrufe. Dies sind kleine Zufallsmissionen, welche spontan gemeldet werden und ich diese annehmen oder verneinen kann. Zusätzlich können Einsatzrufe auch ausgesetzt werden. Jede Tätigkeit die wir ausführen, bringt uns XP für den Ranger-Rang. Leider habe ich bisher noch nicht verstanden, wozu dieser da ist, denn es gibt keine besonderen Sachen zum Freischalten und auch keine Kartenfreischaltung. Viel mehr eröffnet sich der Weg zu den "Wiesen" im Westen, durch eine Mission von Effy.
Sichten, erkennen und handeln
Der Umgang mit Parkbesuchern ist schon eine der Stärken des Spiels. Alles fängt mit einer Frage oder einer von mir gestarteten Kontrolle an. Die Fragen unterscheiden sich grundsätzlich von Naturbezogene und Wegbeschreibungen. Beide nehmen an Umfang an, je mehr man den Park erkundet und mit der Rangerkamera alles dokumentiert. Bin ich mir bei einer Frage unsicher, so kann ich das Lexikon hinzuziehen. Dieses Fülle ich durch das Erstellen von Fotos von Tieren, Pflanzen und Sehenswürdigkeiten. Ihr könnt euch auf 12 Tiere, 18 Pflanzen und 9 Sehenswürdigkeiten freuen. Behilflich bei der Suche von diesen drei Punkten ist mir hierbei der Ranger-Sinn, welcher mir besondere Sachen farblich hervorhebt. Im beigefügten Video seht ihr das ganz gut. Jedenfalls füllen wir unser Lexikon und durchstreifen die wundervolle Spielwelt. Die von mir ausgelöste Interaktion via Ticketkontrolle ist schon etwas besonderer, als nur das Beantworten von Fragen. Hier gilt erst die Karte zu prüfen und dann den aktuellen Ort und Zeit. Es gibt in Ranger's Path zwei Gebiete: Wald und Wiesen. Da muss man halt gucken, ob er das Gebiet überhaupt betreten darf. Weiterhin muss geprüft werden, in welchen Aktivitätsbereich er sich gerade befindet. Angeln oder Campen? Die Frage ist dann, darf er sich hier dann aufhalten? Im zweiten Auswahlbereich des Dialoges kann ich die Aktion auswählen, wie ich fortführen möchte. Mit Bußgeld belasten? Parkverweis? Mündliche Verwarnung? Oder einfach ziehen lassen. Im Kern hinterlegt das Spiel bereits bei der ersten Entscheidung das Auswahlfeld mit Grün für Richtig und rot für Falsch. Große Einflüsse hat das alles aber nicht. Bußgeld ist auch etwas witzlos, da es eh kein Finanzmanagement gibt. Dennoch macht es Spaß, wie ich finde.
Das Besucherzentrum als Informationsort
Das Sammeln an Informationen zu Tieren, Pflanzen und Sehenswürdigkeiten hat einen weiteren tollen Nebeneffekt: Ihr könnt alle Entdeckungen im Besucherzentrum als Ausstellungstück bereitstellen. Einfach zu den leuchtenden Bereichen gehen und sie platzieren. Bei den Tieren wird es noch interessanter, denn diese können erst ausgestellt werden, wenn man sie bei verschiedenen Aktivitäten fotografiert hat. Darunter Essen, Trinken, Ruhen, Aufmerksam gucken und Bewegen. Wurden alle Aktivitäten aufgezeichnet, kann ich die Trophäe aufbauen. Die Idee finde ich gar nicht mal so schlecht. Ebenfalls durch Beobachtungen und Dokumentation möglich, ist Vervollständigung der Infotafeln. Diese müssen zwar gelegentlich repariert und können dann bestückt werden. Fehlt ein Tier oder eine Pflanze, so muss man einfach in der näheren Umgebung gucken.
Eindruck nach mehr als 10 Spielstunden
Was soll ich sagen… Das Spiel ist in der Entwicklung macht aber breits jetzt schon sehr viel spass. Grössere Performanceprobleme gab es trotz Ultra Settings und WQHD nicht. Die Spielwelt sieht schön aus, Animationen und Darstellung der Besucher passen auch. Übrigens ein kleiner Fan-Fact am Rande: Die Parkbesucher tragen Kleidung dem Wetter entsprechend und sie kann sogar auch nass werden. Viele kleine Effekte runden hier das Spielerlebnis ab. Nicht zu vergessen den Tagesverlauf (Schattenwurf und co.), sowie auch das dynamische Wetter. Gepaart wird alles mit passenden Sounds aus der Natur, was die Atmosphäre zum Highlight macht. Da kann man auch ruhig mal 2-3 Minuten stehen und einfach die Aussicht genießen. Steuerung ist sehr gut, ja selbst auf Controller. Zum Release wurde übrigens rasch eine Übersicht der Tastenbelegung eingefügt. Das gab es zum Zeitpunkt meiner Videoerstellung noch nicht. Was mir leider fehlt, ist die individuelle Belegung der Tasten und das Deaktivieren von der Vibrationsfunktion des Controllers. Gut zu wissen ist übrigens auch, das der Titel ein reiner Einzelspieler ist. Die Spielwelt ist sehr groß und abwechslungsreich. Meine Kritik, im Bezug auf die Schnellreise (welche ich ja in den Videos geübt habe) ist nur zum Teil gerechtfertigt. Denn es gibt tatsächlich eine Schnellreise, aber nur via ausgehängten Landkarten in den Rangerhütten. Direkt über das Tablett gibt es diese nicht. Ein dezenter Hinweis zu den übrigen Aufgaben, wie reparieren und Müll sammeln. Ja… diese Tätigkeiten wiederholen sich immer und immer wieder. Aber wie bei einem richtigen Job, sind diese Aufgaben immer da und wiederholen sich. Das sollte man auf jedenfall beachten. Nach dem Erkunden und Freigeben von Wanderstrecken, bringen die Einsatzrufe mit zufälligen Aufgaben eine gewisse Abwechslung rein. Blicken wir etwas in die Zukunft, denn die Entwickler wollen für diese noch einiges nachlegen. Neue Tiere, mehr Funktionen (das tragen von Objekten zum Beispiel) und mehr Pflanzen. Was das Updateverhalten übrigens angeht, kann ich nichts negatives berichten. Feedback und Fehlermeldungen werden dankend angenommen und rasch verarbeitet.
Allgemeines Gameplay, Inhalte und Funktionen kannst du dem Review-Video entnehmen.
Aufgrund des Early Access Status gibt es keine Wertung dazu, jedoch eine objektive Meinung unter dem Abschnitt “FAZIT & WERTUNG“