Das wirkliche Cozy Game mit Bau- und Survival Elementen
Solarpunk - Article - Das wirkliche Cozy Game mit Bau- und Survival Elementen
Solarpunk
06.07.26 21:25 Test
Das etwas andere "gemütliche" Survival- und Sandboxspiel.
Solarpunk zählte bereits vor dem Full-Release am 08.06.2026 zu meinen Favoriten, welche ich bereits innerhalb eines Playtests schon mal angespielt und mich darin verliebt hatte. Solarpunk stammt vom deutschen Entwicklerteam
Cyberwave und wird published von rokaplay. Und auch wenn der Titel als finale Version auf PC, Xbox Series X (Übrigens auch im Gamepass enthalten!) und Playstation 5 erschien, so ist der Weg der Weiterentwicklung noch nicht erreicht. Bereits ein paar Wochen nach der Veröffentlichung wurde die Community nun gefragt, welche Ideen sie haben und worauf die Entwickler ihren Fokus nun richten sollen. Doch was bietet das Spiel denn eigentlich nun im Kern?

Randinformationen

In Solarpunk könnte ihr nicht nur alleine die anderen Inseln erkunden und eure Heimat ausbauen, sondern ganz gemütlich mit bis zu drei weiteren Mitspielern. Dabei bietet das Spiel die Option an, seinen aktuellen Spielstand sowohl Solo- als auch im Mehrspieler umzuschalten. Man hat also immer die Wahl. Davon ab, muss jeder Spieler am Anfang seinen Charakter erstellen. Zugegeben… Die Optionen für die Erstellung des Charakters sind sehr übersichtlich. Wie immer empfehle ich zu diesem Artikel das beigefügte Video, mit entsprechenden Informationen. Aber ACHTUNG! Der gezeigte Umfang im Video entsprecht dem, was man nach ein paar Stunden erreichen kann. Nach 20-30 Stunden hat man deutlich mehr Technologie und Dinge am Start, die den Spielspaß unglaublich heben. Allen voran steht aber auch der Spielspaß durch eine entspannte Atmosphäre. Und für die Kaufentscheidung würde ich noch den folgenden LINK zum Newspost der Entwickler empfehlen. Dort haben sie eine Auflistung erstellt, für wen das Spiel etwas ist und für wen nicht. Ziel war es übertriebene Erwartungen und negative Wertungen vorzubeugen.

Ein Erwachen auf einer schwebenden Insel

Solarpunk ist sowohl ein Einzel- als auch Koop-Mehrspielerspiel. Mir bleibt es selbst überlassen, ob ich mit dem Spielstand vollkommen alleine spiele oder diesen für Einladungen an Freunde öffentlich mache. Über das Hauptmenü legen wir unseren Charakter an. Danach geht es zu den Einstellungen des Spiels, wo wir zwischen den Schwierigkeitsgraden Leicht und Normal wählen können. Die Unterschiede sind sichtbar klar: Auf Leicht kann einen der Blitze bei Unwettern nicht töten. Weiterhin nehmen die Werte für Hunger und Durst nur sehr sehr langsam ab und das Inventar bleibt nach dem Sterben erhalten. Im Fall unter “Normal“ bleibt das komplette Inventar dort liegen, wo man gestorben ist. Steht die Entscheidung, dann kann es losgehen. Wir erwachen auf einer Wolkeninsel und müssen, mit einer kleinen Grundausrüstung anfangen, einen Unterschlupf zu bauen. Holz abbauen, Beeren pflücken, Steine und Äste sammeln… Das alles bringt einen etwas voran. Was bei diesem Spiel wichtig ist, sind die Parameter für Lebensenergie, Hunger und Durst. Sobald bei einem der letzten beiden die Werte in einen roten Bereich rutschen, ist die Ausdauer für den Sprint gestrichen. Das Spiel führt einem gerade am Anfang recht gut ein und sobald ich das Survival-Handbuch basteln kann, erfahre ich alles Wichtige über das komplette Spiel. Ein sehr schönes Kompendium wie ich finde. Mit einem Hammer lassen sich Fundamente und entsprechende Komponenten für den Hausbau platzieren. Das Placement-System des Spiels ist dabei sehr positiv hervorzuheben, denn es verzeiht auch geringfügig größere Unebenheiten. Mit dem Hammer sind wir sozusagen im Bau-Modus für die Hausstrukturen. Im weiteren Verlauf des Spiels werden wir Glas- oder Backsteinhäuser bauen können. Natürlich ist ein Mix auch möglich. Es folgen die erste Werkbank, einfache Öfen und die Geräte zur Stromerzeugung. Die Energiequelle? Natürlich Bäume. Diese kann ich aber auch wieder anpflanzen, denn jeder gefällte Baum gibt, neben Holz und Blätter, auch Setzlinge, die ich beliebig wieder einpflanzen kann. Nach einer gewissen Zeit ist ein neuer Baum gewachsen und das Ganze geht wieder von vorne los. Was ich schade finde: Im Kern gibt es meistens nur einen Setzling. Egal ob bei den Nutzpflanzen (Paprika, Karotten…) oder Bäumen. In ganz seltenen Fällen lässt das Spiel sogar zwei Setzlinge fallen. Aber wie schon betont, ist dies sehr sehr selten. Übrigens müssen Setzlinge von Bäumen nicht gegossen werden. Dafür aber all jene, die als Nutzpflanzen dienen. Dafür erstellt man ein eigenes Stück Acker. Nach einer gewissen Wachstumszeit können die Nutzpflanzen geerntet und neu gesät werden. Sprinkleranlagen sorgen, ab einem Forschungsschritt, für die dauerhafte Bewässerung. Vorher muss man das alles selbst machen!

Leider keine Zufallswelt und der feste Weg für neue Sachen

Eines muss man beim Start einer neuen Welt festhalten: Es handelt sich hier keinesfalls um zufallsgenerierte Welten. Es ist und bleibt immer dieselbe Umgebung. Das hat allerdings auch damit zu tun, dass der Fortschritt, in Bezug auf Weiterentwicklung und neuen Bauplänen, recht streng einem Weg folgt. Das bedeutet, nachdem die Werkbank und der Forschungstisch stehen, geht es daran, die anderen Inseln zu erkunden. Und dies geht natürlich mit dem Luftschiff. Die erste Reise geht zu einem nahegelegenen Händler, der sich als Roboter herausstellt. Dieser gibt euch, im Tausch gegen Objekte/Ressourcen, jeweils einen Bauplan. Diesen wiederum kann ich gegenüber an einem anderen Gerät gegen neue Forschungsbäume eintauschen. Natürlich hat auch der Forschungstisch in meinem Lager eine Freischaltfunktion aber sie ist nicht so umfangreich, wie die Freischaltung via Bauplänen. Und wenn man bei diesem Händler ist und seine ersten, teilweise auch selbst angebauten Ressourcen oder verarbeiteten Objekte abgibt, so entwickelt sich ein Drang immer mehr zu wollen und zu machen. Clever ist übrigens auch die Tatsache, dass die Entwickler einige Ressourcen auf bestimmten Inseln platziert haben und ich diese erstmal ernten, sowie die Setzlinge, mitnehmen muss. Geschweige von den verschiedenen Ressourcen rund um Eisenerz und Co. Das Spiel setzt als nächstes Tauschziel für neue Baupläne keine höheren Anfragen als das, was man letztendlich auch in der Tat finden/abbauen kann. Nach einer bestimmten Menge an Bauplänen übergibt mir der Roboter ein Upgrade für mein Luftschiff, womit ich es am Hangar ausstatten und somit etwas weiterfliegen kann. Jede der vorhandenen Inseln hat übrigens ein eigenes Biom. Das bedeutet verschiedene Tiere und Pflanzen. Beim Punkt Tiere gibt es zurzeit leider nur drei Arten, welche bei einem gebauten Schlafplatz ihre Erzeugnisse erbringen. Aber Achtung! Die Tiere brauchen Wasser und Nahrung (Getreide). Halte ich hier nun folgendes fest: Die Forschung für neue Objekte, Geräte und mehr, hängt vom eigenen Sammelfortschritt ab. Das Spiel behält grundsätzlich immer die folgende Philosophie bei; Einfach ein lockeres Cozy Spiel zu sein. Dies kann ich hier voll und ganz bestätigen.

Wie geht es später weiter?

Grundlegend muss klar sein: Es ist ein sehr schönes Cozy Game, was sehr ruhig ist und keinen Stress macht. Es gibt keine großen Gefahren, Monster oder Gegner. Fehlen tut natürlich auch eine Geschichte. Dafür bietet es allerdings viele viele Sachen zum Freischalten und bauen. Nach etwa 15-20 Stunden nimmt der Spielspaß noch mehr Fahrt auf, da man ab hier schon viel mit elektrischen Leitungen, Wind- und Sonnenenergie, sowie das entsprechende Management via Batterien zu tun hat. Ganz von ab, dass wir elektrisches Licht, Algenförderung und sogar Drohnen haben. Letztere können mir sogar von anderen Inseln, mit diversen Minen, das dort geförderte Material zu meinem Standpunkt bringen. Es werden nach und nach immer mehr Annehmlichkeiten, die einen in den ersten Stunden schon irgendwo fehlen. Die Entwickler hatten als Spiellänge oft 30 Stunden angesetzt und dies kann ich sogar bestätigen. Ich, der gerne viel Hamstert und überall gewisse Puffer hat, der kam sogar auf 35 freudige Spielstunden. Wer dann noch die Achivements abräumen möchte, der muss nochmal ein paar Stunden investieren. Beim Roboter, auf der fliegenden Insel, gibt es einen Automaten, welcher zuerst repariert werden muss und danach nur Tickets akzeptiert. Diese bekomme ich durch den Verkauf von Ressourcen, welche ich produziere. Das ganze passiert über einen Postkasten, den ich selbst bauen muss. Für eine bestimmte Menge an Tickets gibt es Lackierungen, kleine Statuen und mehr. Dies ist übrigens auch eine sehr tolle Idee, den Spieler noch etwas mehr an der Stange zu halten. Aber auch wenn man alles freigeschaltet hat, so lockt die Baufreiheit und die ruhe zum Bauen zum weiteren ausbauen oder umbauen der Heimat.

Alles harmoniert ganz gut

Grafik, Sound und Musik harmonieren ganz gut. Zwar gibt es hier und da sehr viele Wiederholungen derselben Töne und gerade bei Tieren kann das durchaus nerven, aber im Kern wirkt alles sehr ordentlich. Das Spiel ist gewaltfrei und auch ohne großen Zeitdruck, was ich sehr erfrischend finde. Die Idee mit dem Luftschiff und dem Roboter, sowie auch den Tausch von Ressourcen/Objekten für neue Baupakete, finde ich super. Wer damit leben kann, das dieses Spiel keine zufallsgenerierte Welt oder große Action liefert, der ist hier genau richtig. Was übrigens Fehler angeht, so halten diese sich im Rahmen. Die Entwickler versuchen eng mit der Community zusammenzuarbeiten und halten sogar Umfragen ab. Davon ab gibt es auch regelmäßig sinnige Updates, was mir durchaus gefällt. Und ich muss ehrlich sein, ich war in der Tat sehr verwundert, dass dieses Spiel sofort als Full-Release erschien. Aber das machte bei diesem guten Ergebnis nichts aus. Steuerung: Laufen, Aktionen, Schnellauswahlleiste und Inventar. Alles ist klar angeordnet und wer bereits solche Spiele dieser Art gespielt hat, der wird dass alles schnell verinnerlicht haben. Was ich übrigens wirklich super gelungen finde, ist die Steuerung des Luftschiffs und die Windeinflüsse darauf beim Fliegen. SO stelle ich mir das ganze vor und ist sehr lobenswert! Leider fehlt mir die Option das Luftschiff etwas mehr zu individualisieren, als nur den Lack.
Erfahre hier, wie der Titel in unserer Wertung abgeschlossen hat.

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Erstellt von Seb66
Zuletzt online: 58 Minuten 12 Sekunden
Kategorie:
Test
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Aktualisiert
06. 07. 2026 um 21:25
08. 07. 2026 um 23:31
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