Crafte und überlebe in einer Welt nach der Welt

Beitrag vom 05.06.17 18:29 von Seb66
Der Hardcore-Sandbox-RPG Titel mit Steampunk-Optik ist seit einiger Zeit in der Early-Access Phase spielbar. Wir schauten einmal rein!
Sandbox-RPG Spiele mit einem Hauch von Survival gibt es mittlerweile sehr viele und es zeigt sich anhand des Verkaufstrends, das sie überaus beliebt geworden sind. Eines was aktuell noch in der Entwicklungsphase steckt, jedoch bereits bespielt werden kann, ist Steam Hammer . Angesetzt in einer fiktiven Realität des 19. Jahrhunderts kann ich als Spieler mein Glück als Forscher, Handwerker, Architekt, Industrieller und Eroberer versuchen. Der Clou daran ist, das man dies auch mit bis zu 64 anderen Spielern zusammen machen kann. Wie sich das Spiel in unserer Preview präsentiert und in welchem Zustand die Early Access Version sich gerade befindet, das habe ich dir hier niedergeschrieben.

Turbulente Geschichte einer Region

Ich müsste weit ausholen, um die Geschichte der Spielwelt genauer zu erzählen. Im Grunde geht es, um den Aufbau einer hohen Zivilisation und den gleichzeitigen Untergang. Am Ende geriet die Region mit den meisten Ressourcen und besten Materialien, welche für das Wohlstandzeitalter sorgten, wieder in Vergessenheit. Nicht zuletzt auch durch die Rache der Natur. Viele Jahre blieb die Gegend von Menschen unberührt und so zeugen nur vereinzelte Haufen von Schrott von der einstigen Besiedelung. Doch nun tauchen neue Gestalten auf, die dieses Land wieder zu neuem Ruhm bringen wollen. Und genau hier kommen wir als Spieler an die Reihe. Als Siedler oder Siedlerin lande ich auf einen beliebigen Spawnpunkt der beiden Inseln. Wichtig zu wissen ist, das der Titel wirklich nur diese eine (dafür richtig große) Spielwelt besitzt. Beim erstmaligen Start steht mir eine kleine Anzahl an Klamotten zur Verfügung. Für Nahrungsmittel und die ersten Hilfsmittel muss ich allerdings selbst sorgen. Im nächsten Abschnitt gehe ich genauer auf das Crafting und die Survival-Elemente des Spiels ein. Hier möchte ich noch beim Start einer neuen Welt und eines neuen Charakters bleiben. Als erstes kann ich im Hauptmenü zwischen "Eigene Welt erschaffen" und einer "Welt beitreten" wählen. Anhand von einer Serverliste kann ich über den letzten Punkt ganz einfach auf die Welten anderer Spieler/Server einsteigen. Wie die Entwickler es versprechen, kann wirklich jeder auf die Welt zugreifen und seine eigene Siedlung erbauen, Land für sich beanspruchen oder mit anderen Zusammenarbeiten. Diese Freiheit ist bei der Größe der Spielwelt und dem 64 Spieler-Support durchaus gegeben. Erstelle ich eine eigene Welt, so kann ich selbst verschiedene Parameter einstellen.

Zum Beispiel die verschiedenen Geschwindigkeiten, Serverlistung, Name, Password und und und. Übrigens kann jeder Server innerhalb der Liste von einem Spieler erstellt worden sein und somit eigene Regeln besitzen. (Auch Parameter wie Baugeschwindigkeit und die Höhe an Erfahrungspunkten können bestimmt werden.) Lediglich die offiziellen Server besitzen einen normalen Standard. Nach der Auswahl eines Servers oder die Erstellung einer Spielwelt muss ich einen neuen Charakter anlegen. Dies muss übrigens immer dann gemacht werden, wenn ich einen neuen Server/Spielwelt betreten will. Hatte ich den Server/Spielwelt bereits betreten, so kann ich auf meinen erstellten Charakter (samt Inventar) zugreifen. Einen Charakter von einem anderen Server oder einer Spielwelt ins andere transferieren geht leider nicht. Das hat natürlich zur Folge, das ich bei neuen Servern immer wieder mit einem neuen Charakter anfange. Die Erstellung eines Charakters geschieht nach den Rollenspiel-typischen Zügen. Hierbei wähle ich aus männlich/weiblich und eine von zwei Rassen. Die weibliche Darstellung soll, laut den Entwicklern, demnächst noch folgen und steht aktuell nicht zur Verfügung. Des weiteren lege ich die Stimme und das komplette Aussehen fest. Eine extreme Auswahl an verschiedenen Sachen gibt es leider auch noch nicht, doch man darf natürlich nicht vergessen, das sich alles noch in einer Early Access Phase befindet. Danach erfolgt die Zuteilung von Erfahrungspunkten auf die Attribute wie Stärke, Vitalität, Beweglichkeit, Willenskraft und Intellekt. Während meines Abenteuers auf einer X-Beliebigen Spielwelt wird mein Charakter immer und immer mehr Erfahrungspunkte sammeln. Natürlich abhängig davon, welche Aktion er gerade erfolgreich ausführt und welcher Bereich dafür zuständig ist.

Zusätzlich besitzt jeder Charakter die Unterkategorien "Handwerkliche-Fertigkeiten" und "Kampffertigkeiten". Zu diesen drei RPG-Elementen gibt es gleich noch mehr. Ist der Charakter dann startbereit, so lädt der Titel die Spielwelt. Durch Zufall trete ich an einem X-Beliebigen Punkt auf der Karte bei und darf mich nun beweisen. Im Inventar besitzt der neue Charakter lediglich eine Grundausstattung an Klamotten. Werkzeuge, Nahrungsmittel und die anderen Sachen muss ich mir selbst suchen oder diese herstellen. Das Inventar und die Benutzeroberfläche ist der nächste Punkt in meiner Preview. Das Inventar selbst ist recht groß, allerdings kann mein Charakter nicht alles tragen. Die wichtigsten Anzeigen im Spiel sind die Lebensenergie, die Ausdauer und der Nahrungsbalken. Wie aus jedem Survivalspiel bekannt sein sollte, haben Hunger, Verletzungen oder auch lange Tätigkeiten verschiedene Auswirkungen auf den Charakter. Hierbei gibt es eine Besonderheit des Titels und zwar, das jede Aktion meiner Figur sich immer auf die Werte der Ausdauer auswirkt. Bei vielen Spielen wird das Crafting nie wirklich mit einer "Anstrengung" verbunden. Eine nette Sache wie ich finde. Abseits dieser Kenntnis kann mein Charakter auch überladen werden. Dabei wird seine Laufgeschwindigkeit enorm gesenkt und die Ausdauer zunehmend belastet. Von Vorteil ist dies für mich als Spieler natürlich nicht, aber im echten Leben wäre es nicht anders. Was mir im Spiel noch fehlte ist die Möglichkeit diverse Transportmöglichkeiten zu bauen. Ich rede hier nicht von Jetpacks, welche natürlich im späteren Verlauf gebaut werden können, sondern von einfachen Waagen die man ziehen könnte.

Komme ich nun aber noch einmal zurück zum Inventar, denn neben der Begrenzung von einer Gewichtsmenge meines Charakters, müssen bei diesem Titel leider die Waffen und Werkzeuge immer wieder neu festgelegt werden. Das Inventar selbst spaltet sich auf in zwei Teile. Einmal das, was sich in der Tasche befindet und dann das, was mein Charakter aktuell trägt. Bei letzterem Bereich gibt es zwei Slots für Waffen und zwei für Werkzeuge. Leider können die Werkzeuge nicht zeitgleich als Waffen genutzt werden, was wiederum etwas kontraproduktiv ist. Denn bis ich die ersten Waffen herstellen konnte, dauerte es wirklich eine gewisse Zeit. Nun... Ich habe also eine Schaufel und eine Säge in den Werkzeugsslots. Damit kann ich gefällte Baumstämme bearbeiten und zuschneiden, sowie mit der Schaufel Dinge pflanzen und Böden absenken oder anheben. Will ich nun aber Steine abbauen oder einfach Fischen, so teilt mir das Spiel mit, das ich meine Ausrüstung wechseln muss. Das bedeutet: Ich gehe wieder ins Inventar und tausche die aktuellen Werkzeuge gegen die in meiner Tasche aus. Im Spielverlauf kann diese Wechselei durchaus auf die nerven gehen. Ich frage mich, warum die Entwickler nicht gleich eine Funktion verbaut haben, womit ich mit nur einer Taste die komplette Ausrüstung tauschen könnte.

An dieser Stelle gibt es noch zwei weitere Aspekte, warum ein einfache Switch-Funktion von Waffen und Werkzeugen sinnvoll wäre. Da ist der Punkt, das alle Gegenstände, mit denen ich Arbeite oder die ich benutze, früher oder später unbrauchbar werden. (Natürlich aufgrund von Abnutzung) Reparieren kann ich die Gegenstände nur mit einem Reparaturkit, welches ebenfalls aus bestimmten Materialien hergestellt werden muss. Der zweite Aspekt ist die kurzfristige Reaktionszeit auf Angriffe von wilden Tieren oder Abtrünnigen. Während des Angriffs wird die Zeit beim Zugriff auf das Inventar nicht verlangsamt. Entweder ich lege bereits schon lange Zeit vorher meine Sachen fest oder ich mache mich mit dem Gedanken vertraut, das jeder Gegner auch mein letzter gewesen sein könnte. Übriges verfügt der Titel über einen Tag/Nacht Zyklus und verschiedene Wetterbedingungen, was die Spielwelt noch dynamischer gestaltet. Abgesehen von den angesprochenen Punkten, kann der Titel in seiner frühen Phase durch die vielen Möglichkeiten und seiner guten Netzstabilität (beim spielen mit anderen) glänzen. Doch bis der Titel an ein gewisses Standard gelangt, das wird sicherlich noch etwas dauern.

Mein Land, meine Gesetze! - Schwerpunkt Mehrspieler

Ursprünglich wollte ich dieses Thema eigentlich im obigen Abschnitt unterbringen, doch nach weiteren zig Stunden auf den Servern/Welten von anderen, wurde der Informationsfluss doch etwas groß. Nun also hier dieser kleine Extra-Abschnitt für dich. In Steam Hammer unterscheiden sich die beiden Spielmodi (Eigene Welt erstellen und einer Welt beitreten) ledig davon, das ich mit meiner eigenen Welt mehr Einstellungsmöglichkeiten habe. Alles was ich auf dieser Welt mache, wird natürlich auch als solche gespeichert. Es gibt keinen "eigenen" Spielstand für den Charakter, sondern nur der der eigentlichen Spielwelt. Bei der eigens erstellten Welt ist es möglich sie mit Passwort und Anzeigemöglichkeiten zu sichern. Dies ist gerade dann hilfreich, wenn man nur mit Kumpels oder alleine spielen will. Alternativ kann ich bei einem neuen Betritt des Spiels die Serveroptionen noch einmal umstellen. (Achtung: Dies gilt nur für eigen erstellte Welten!) Trete ich einer fremden Welt bei, so lade ich den aktuellen "Spielstand" der Welt/des Servers. Das heißt; ich treffe dann auf landschaftliche Veränderungen, Bauten von anderen und die Ressourcenmenge, welche andere gefördert haben. Und auch wenn der entsprechende Spieler zurzeit nicht auf dem Server ist, können andere sein Gebiet betreten und mit seinen Sachen arbeiten.

Aber Achtung! Im allgemeinen kann jeder Spieler auf der Spielwelt auch Land beanspruchen und mit verschiedenen Warnungen versehen. Wie auf dem Screenshot zu sehen, werde ich hier gewarnt das Gebiet von diesem Spieler zu betreten. Ich könnte hier also erschossen werden. Für gewöhnlich sind aber nur wenige Gebiete so territorial bestimmt. Die meisten Spieler bauen ein paar Sachen auf und ich kann alternativ ihre Projekte weiterführen. Das Zusammenarbeiten mit anderen ist bei Steam Hammer nicht nur ein steriler Punkt, sondern viel mehr. Für Dialoge und hilfreichen Aktionen mit anderen, bekommt mein Charakter in den entsprechenden Attributen Erfahrungspunkte gutgeschrieben. Dagegen können kontraproduktive Aktionen, wie Diebstahl oder Tötung dazu führen, das mein Charakter ein Abtrünniger und zugleich gejagter wird. Alles hat halt in diesem Spiel seine Vor- und Nachteile. Zugegeben... hiervon war ich ziemlich beeindruckt und vor allem wie gut das ganze in der Praxis schon funktioniert.
Sammeln, Herstellen und mit seinen Aufgaben wachsen

Nun... da steht mein Charakter einsam in der Wildnis und... ja wie jetzt? In seiner aktuellen Entwicklungsphase bietet der Titel keinerlei Tutorial oder Hinweise. Ich musste mir über mehrere Stunden mühsam alle Funktionen zusammen sammeln. Eine kleine Hilfe kommt seit kurzem aus der Steam-Community, bei dem ein paar Spieler die ersten Walktrough und Einführungsdokumente online veröffentlichten. Leider beinhalten diese auch nicht alle Befehle und Tipps die man benötigt. Du solltest dir also im klaren sein, das eine gewisse Zeit dafür drauf geht alle Funktionen auszuprobieren. Zum Glück besitzt Steam Hammer eine deutsche Übersetzung der Texte und Oberflächen. Doch wie sieht das Crafting in diesem Spiel aus? Im Allgemeinen muss man wissen, wo und mit was man die Rohstoffe fördern kann. Bei allem was ich finde, fördere oder auch herstelle legt der Titel eine gewisse Qualität fest. Eine höhere Qualität ist nicht nur beim handeln mit anderen wichtig, sondern auch vom Standpunkt der Haltbarkeit und Effektivität. Je höher die Qualität, um so besser. Dementsprechend legt auch das Spielsystem die gesammelten Sachen nicht nach Sorte ins Inventar, sondern nach Qualität. Die Qualität nach der Weiterverarbeitung von Ressourcen hängt dann wiederum vom Erfahrungsschatz meines Charakters ab. Bei alle dem haben die Entwickler versucht, so viele Abbau, Aufbau und Crafting-Elemente zu verbauen wie nur möglich. So leidet vor allem das Interface und die Benutzerfreundlichkeit darunter. Wie ich das meine? Nun... will ich am Boden etwas machen, so muss ich auf diesen blicken und mit einem Rechtsklick ein Klappmenü aufrufen.

Hier stehen dann eine Fülle an Optionen die mein Charakter an dieser Stelle ausführen kann. Leider stehen auch Funktionen dort, die er zum Beispiel nur mit einem speziellen Werkzeug ausführen könnte. So etwas kann durchaus schon etwas nerven, doch man darf nicht vergessen, das alles noch eine Early Access Version ist. Das Spiel erkennt bei Bergen, tonhaltigen Böden und auch stehenden Objekten wie Bäumen, das es spezielle Klappmenüs aufrufen muss. Bei Bäumen kann mein Charakter zum Beispiel Äste abbrechen oder mit dem richtigen Werkzeug gleich den Baum fällen. Mir gefielen vor allem die enormen Weiterverarbeitungsmöglichkeiten innerhalb des Spiels. Aus einem gefällten Baum konnte ich zum Beispiel noch Bretter oder Balken zurecht sägen. (Vorausgesetzt natürlich eine Säge oder eine Sägetisch ist vorhanden) Der nächste Schritt wäre dann die Fertigung von Türen, Fenster oder auch Holzkohle. Als Spieler kann ich in dieser fiktiven Welt extrem viele Sachen machen. Zum Beispiel ist es möglich die Umgebung zu planieren oder zu pflastern, Steine zu Blöcken zu verarbeitet oder mit einer Angel einfach mal fischen zu gehen. Hier tat sich übrigens auch eine kleine Balanceschwäche des Titels auf. Gebratene Fische sättigen nicht so gut, wie Wurzelknollen die ich in der Erde finde. Sicherlich werden die Entwickler hier noch etwas updaten müssen. Ein kleiner Hinweis für alle, die diesen Titel sehr gerne alleine spielen möchten und eventuell auf das Mehrspielergedöhns verzichten würden. Eine Internetverbindung ist bei Steam Hammer pflicht! Auch wenn ich nur alleine auf meiner Spielwelt spielen will, er baut eine Verbindung zum Masterserver auf.

Zusätzlich solltest du dann auch bedenken, das alle Prozesse (Bauen, herstellen, sammeln....) alleine immer recht lange dauern. Mit anderen Spielern lassen sich die Arbeitsschritte und Aufgaben aufteilen. Natürlich braucht man zu der Errichtung eines Gebäudes viel mehr Materialien als nur ein paar Holzbalken. Ehe ich meine Hütte in meiner eigenen Welt, welche du auf den Screenshots sehen kannst, stehen hatte, vergingen locker mal vier bis fünf Spielstunden. Um zum Beispiel Nägel herzustellen muss ich einen Schmelzofen und eine Schmiede errichten, womit diese gestanzt werden können. Die entsprechenden Geräte müssen aber auch aus einzelnen Ressourcen hergestellt werden. Und so ist man eine große Zeit damit beschäftigt Ressourcen zu sammeln und Dinge zu erstellen. Achja... und ganz allein bin ich auf der Insel natürlich auch nicht. Wie schon erwähnt, treiben sich in festen Bereichen abtrünnige Artgenossen und wilde Tiere herum. Leider kann man mit diesen Wesen weder Kommunizieren noch irgendwas tauschen. Sie sind lediglich aufs Töten aus. Wie ich gleich noch eingehen werde, ist das Kampfsystem bei dem Spiel sehr dürftig. Sterbe ich im Kampf, so verliert mein Charakter das komplette Inventar, die Kleidung und etwas an Erfahrungspunkten. Wiederbelebt werde ich dann irgendwo auf einem anderen Teil der Insel oder, sollte ich eine Heimat (bei einem Haus oder einem Bett) bestimmt haben, dann eben dort. Zusätzlich bekommt mein Charakter noch einen passiven Einfluss verpasst – Niedergeschlagenheit. Damit werden einige Prozesse verlangsamt. Die Spielfigur kann natürlich mit viel mehr passiven Einflüssen versehen werden. Hunger, Müdigkeit, Niedergeschlagenheit und vieles mehr. Eigentlich genau das, was ein Survival Spiel ausmacht.

Mittelmäßige Grafik, diverse Fehler und ein unausgereiftes Kampfsystem

Steam Hammer ist sicherlich noch nicht perfekt, wie nun auch mein folgender Abschnitt aufdecken wird. Die Grafik befindet sich aktuell in einem eher mittelmäßigen Bereich. Es fehlt an einer sauberen Kantenglättung und vielen Details. Oft fielen mir auch Wiederholungen von Texturen auf. Zum Beispiel beim Abbau von Ressourcen wie Erz oder Eisen. Hinzu kommt eine herausfordernde Benutzeroberfläche und steife Animationen. Sehen lassen können sich dagegen die Wettereffekte und der Tag/Nach Zyklus. Das Lob geht weiter zum Gameplay, die genutzten Ideen und die vielen Crafting-Möglichkeiten im Spiel. Vom Pflanzen sammeln über einen nachhaltigen Anbau bis hin zu komplexen Herstellungsketten, um zum Beispiel ein Gebäude oder Waffen zu bauen, bietet der Titel eine extrem große Palette. Trotz das der Titel sich eher dem Steam-Punk verschrieben hat und alles so wirkt wie im frühen 19. Jahrhundert, können Schuss- und Schlagwaffen erstellt werden. Auch Tesla-Geräte stehen auf der Herstellungsliste. Allerdings benötige ich dafür Ressourcen, welche ich leider auch nach mehr als 20 Stunden Spielzeit nicht finden konnte. Und genau das ist eines der weiteren Negativen des Spiels. Fast alles muss ich mir bei Steam Hammer selbst beibringen oder austesten. Es gibt bisher kein Tutorial oder einen anständigen Guide der auch die Frage „Wo kann ich was finden?“ beantwortet. Das soll nicht bedeuten das es generell keine Guides gibt, doch diese befassen sich in erster Linie mit den ersten Schritten - lassen allerdings immer noch zu viele Fragen offen. Optimal gestaltet sich natürlich alles, wenn man mit einem Kumpel oder mehreren auf seiner Spielwelt zusammen arbeitet. Ich brauchte rund 10 Stunden nur dafür, fast alle Funktionen auszuprobieren und kennen zu lernen. Thema Mehrspieler: Die Konnektivität mit anderen ist gut und auch der Spielaufbau funktioniert einwandfrei. Was stört sind sehr lange Ladezeiten.

Ein Plus gibt es dagegen für den verbauten Textchat mit mehreren Unterbereichen. So führe ich Gespräche innerhalb der beigetretenen Gilde, im allgemeinen Chat der Spielwelt oder betrachte einfach die Serverinformationen. Bei letzteren werden alle Tätigkeiten geloggt. Ein Voice-Chat unterstützt das Spiel aber nicht. Natürlich steht der Titel noch am Anfang seiner Entwicklung und selbstverständlich gibt es hier und da noch gewisse Fehler. Diese beziehen sich auf gelegentliche Clipping-Fehler, ein unausgereiftes Kampfsystem was keiner so recht versteht, gelegentliche Abschlussfehler bei Crafting- und Anbaufunktionen und natürlich der Animationen selbst. Zusätzlich gibt es noch diverse Ungereimtheiten was Energielieferung, Anzeigedaten und Abbauanzeigen angeht. Bei den Anzeigedaten fiel mir auf, das zum Beispiel die Lebensenergie bei erlittenen Verletzungen nicht absinkt. Ich konnte so nur erahnen wie schwer mein Charakter verletzt wurde. Wie bereits erwähnt, ist vor allem das Kampfsystem extrem unübersichtlich und in meinen Augen etwas misslungen. Selbst nach vielen Spielstunden graute es mich davor, in eine kämpferische Konfrontation zu gelangen - auch gerade deswegen, weil man beim sterben alles im Inventar verliert.

Sterbe ich also gleich mehrmals, so verliere ich eine beachtliche Anzahl an Inventarobjekten und Erfahrungspunkten. Schade eigentlich, das die Entwickler es Einsteigern nicht so einfach machen. Andererseits unterstreicht man hiermit, wie sehr sich der Titel in den Hardcore Bereich bewegt. Wer sehr sehr lange diesen Titel spielt und eventuell sogar eine Gilde hinter sich hat, der darf sich später auch über Kaperfahrten mit ganzen Luftschiffen freuen. Zusätzlich steht natürlich der Aufbau einer gewissen Gesellschaft mit 64 anderen Spielern im Fokus. Und auch wenn nun diese hohe Zahl an Spielern möglich ist, so bleibt es vorerst leider noch ein Traum. Viele Spielwelten sind zu Hauptzeiten gerade mal mit 10-15 Spielern belegt. Selten habe ich mehr als 20 Spieler gesehen. Am Ende möchte ich noch etwas zum Bau-Schema des Spiels sagen. Trotz der Tatsache das ich für den Bau von Gebäuden verschiedene Materialien sammeln und herstellen muss, gibt es in Steam Hammer nur vorgefertigte Gebäude. Somit bleibt ein individuelles Bauen von Wänden, Türen und das platzieren von Sachen im inneren der Gebäude aktuell ein reines Wunschdenken. Tatsächlich liegt noch ein ganzes Stück arbeitet vor dem SF Team bis dieser Titel zur vollen Reife kommt. Der aktuelle Entwicklungsstand rechtfertigt in meinen Augen den Preis noch leider nicht ganz, aber die Entwickler arbeiten ständig an neuen Features, Verbesserungen und somit auch halt an richtigen Updates. Um diesen Abschnitt nun abzuschließen – Ja es gibt hier und da noch einige gewisse Fehler aber keine so gravierenden, das ich den Spaß beim Spielen verloren hätte. Naja vielleicht bei den Kämpfen!

Auf der Fazitseite erfährst du meine Meinung zum Titel.
Erfahre hier, wie der Titel in unserer Wertung abgeschlossen hat.

Meinungen

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Steam Hammer

Plattform

PC
Release12.05.2017 GenreRollenspiel Entwickler SF Team Publisherkeine Infos Enginekeine Infos
Einzelspieler
Mehrspieler
Koop

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