Die RomaneHier beleuchten wir den Autor der Romane hinter The Witcher etwas näher.

Wer ist Andrzej Sapkowski?

• Er ist Pole
• Er 56 Jahre alt und wurde am 21. Juni 1948 in Lodz geboren
• Er ist gelernter Betriebswirt und arbeitete im Außenhandel
• Er vergöttert unter den Tieren die Katzen, unter den Blumen den Blumenkohl und unter der Lektüre - in der letzten Zeit - die Graffitis an Häuserwänden.

Gefragt, was er über die Tatsache denke, dass man ihm aufgrund seiner Initialen den Beinamen As verliehen habe, antwortete er, er sei überglücklich, denn nur durch Zufall heiße er nicht Arnold Roland Sylvester Calmar-Hacke. Hat sich der Fantastik leider sehr spät angenommen, zu spät, um für die Liebhaber der Gattung, die sogenannten Fans als etwas anderes als ein verkalkter Greis zu gelten. Er schrieb nämlich erst mit 38 seine erste Novelle, in der der "Wiedzmin", sein "Hexer", das Licht der literarischen Welt erblickte.

Andrzej Sapkowski ist in seiner Heimat und bei den östlichen Nachbarn ein Star der Fantasy-Szene. Was für uns Wolfgang Hohlbein ist, verkörpert er im ganzen östlichen Sprachraum. Er ist dort der König der Fantasy. Ein Mann, der sein Handwerk versteht, erzählen kann, wie man es nur noch selten und dann meist in Großbritannien oder den USA findet, der seinen Lesern Riesenspaß bereitet und der Meinung ist, "Geschichten müssen nicht wahr sein, sie müssen anrühren und die Menschen müssen sie glauben."



Neben seinen Romanen hat Sapkowski auch wissenschaftliche Texte, etwa zum Artus-Mythos, veröffentlicht. Im Jahre 2000 kam eine große Arbeit über Mythologische Wesen heraus - Rekopis znaleziony w Smoczej Jaskini, "Bestiarium", in dem in dem dem Autor eigenem humorvollen Ton eine Welt von Wesen beschrieben wird, die unsere und die Welt vieler Fantasy-Schriftsteller bevölkern. Er ist außerdem ein herausragender, für sein Werk vielfach ausgezeichneter polnischer Autor von Romanen und Kurzgeschichten im Fantasystil. Bei Andrzej Sapkowski wiederholen sich viele Elemente anderer Fantasywelten. Aber es gibt auch Unterschiede und Besonderheiten. Obwohl seine Welten brutal und gnadenlos, voller Gewalt und Hass sind, Welten, in denen nur der Stärkste überlebt, sind sie zugleich hoch moralisch, anspruchsvoll und intelligent.

In Polen und in den Ländern, in denen Übersetzungen erschienen sind, ist Sapkowski ein extrem populärer Autor. 2002 dann wurde sogar ein Film nach den Motiven einiger Erzählungen über den Hexer Geralt gedreht. Das Projekt fiel allerdings komplett ins Wasser.

Seine ersten Erzählungen erschienen auch in Deutschland. "Der letzte Wunsch" (1990) ist der Auftakt der großen Wiedzmin-Reihe, eine Art Einleitung in die phantastische Saga über Liebe, Sehnsucht, Intrigen, Hass, Schmerz und Hoffnung. Der Hauptheld ist ein Wiedzmin, das sind in allen Kampfkünsten trainierter gefühlloser Killer, deren einziges Lebensziel es ist, gegen Bezahlung Monster zu töten. Doch Geralt ist kein gewöhnlicher Wiedzmin. Er ist anders, weder gefühlslos, noch vom Sinn seines Lebensauftrages ganz überzeugt. Durch eine Schicksalswende wird sein Leben nie mehr so sein, wie es früher war.

In dem zweiten Erzählungsband "Das Schwert der Vorsehung" (1992) tauchen wir immer tiefer in die einzigartige Welt von Sapkowski und lernen dabei viele Charaktere kennen, die dann in den 6 Wiedzmin-Romanen auftreten: Zauberer und Hexen, Könige und Prinzessen, Ritter und Barden, Driaden und Druiden, Zwerge, Elfen, Drachen, und, und, und. Wir begleiten Geralt auf durch seine unzählingen Abenteuer und erfahren viel von seiner Vergangenheit.

Leider endet damit auch schon die literarische Geschichte auf deutsch, denn seine Geschichten haben - aus welchem Grund auch immer - keine Fortsetzungen in deutscher Sprache gefunden. Anders in Polen, Russland, Frankreich, Tschechien - Vor allem in Russland liebt man die Bücher von Sapkowski und weil Russland seine Bücher millionenfach aufgelegt hat, wird dort auch besonders gespannt die Entwicklung des Spieles verfolgt. So werdet ihr vorläufig nichts erfahren über das verhängnisvolle Schicksal, welches das Leben des Wiedzmin Geralt mit dem der kleinen Prinzessin Ciri für immer zusammengeschweißt. Ciri ist aber kein gewöhnliches Kind: laut einer alten Legende soll sie den Untergang des finsteren Kaiserreichs von Nilfgard herbeiführen. Zahlreiche Könige, Politiker und Zauberer versuchen, Ciri für ihre eigenen egoistischen Zwecke gnadenlos zu mißbrauchen oder sie als Druckmittel in heimlichen Verhandlungen mit dem immer noch mächtigen Nilfgard einzusetzen. Geralt ist Ciris einzig wahrer Freund. Er macht es sich zum Lebensinhalt, das Leben seiner kleinen Freundin zu schützen, doch unglückliche Umstände trennen die beiden. Auf sich allein gestellt entdeckt Ciri erst ihr wahres Machtpotential, wird aber gleichzeitig an den Rand ihrer physischen und psychischen Kräfte geführt. Geralt hat nur noch ein Ziel vor Augen: Ciri finden und beschützen. Bald ist er in einem Netz von Intrigen, Verrat und Gefahr gefangen, in dem er niemanden vertrauen kann und zwischen allen Fronten kämpft ...

In den Jahren 1994 bis 1999 entstand nämlich der Witcher-Zyklus, den ihr leider weder auf deutsch noch auf englisch lesen könnt. Wenn ihr mehr über die Witcher-Welt wissen wollt, dann müßt ihr wohl auf das Spiel warten. Ob allerdings das Spiel den Erzählungen folgt oder eine ganz andere Geschichte erzählt, werden wir erst erfahren, wenn wir mehr über das Spiel wissen. Ein bisschen werden wir für euch schon den Vorhang lupfen, damit ihr schon einen kleinen Eindruck gewinnen könnt.

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The Witcher

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