Truck Driver: The American Dream
Ein Neuanfang als Trucker
Nathan hat in seiner Vergangenheit mit seinen Jobs nie wirklich viel Glück gehabt. Seiner Familie zu liebe tritt er in die Fußstampfen seines legendären Vaters. Dieser ist in der Umgebung, zugleich unsere große Spielwelt, bestens bekannt. Die ersten Übungsfahrten und Einweisungen bekommen wir von einem Freund seines Vaters. Neben den Erklärungen für Aktionen und Tastenbelegungen gibt es viele Dialoge zwischen den beiden. Das wird auch im weiteren Spielverlauf so bleiben. So erfahre ich also etwas mehr über die Beziehungen zwischen dem Freund der Familie und auch über Nathans Vergangenheit. Die Unterhaltungen passen sich recht gut ein. Im Anbetracht, dass das allgemeine Musikprogramm im Spiel etwas zu wünschen lässt. Leider muss ich hier auch erwähnen, dass die Vertonung in Englisch ist. Jedoch gibt es einen deutschen Untertitel. Mit dem Freund der Familie lernen wir auch die Notwendigkeit von Essen und Schlafen kennen. Das Einchecken in Motels oder bei Tankstellen, sowie auch Raststätten, gehört zum normalen Spielprozess dazu. Dafür gibt es hier übrigens keinen Zeitstress! Allerdings kann Nathan, beim nicht beachten seiner Schlafanzeige, am Steuer einschlafen und man wird an einen X-Beliebigen Rasthof verschoben. Dies ist bei den langen Strecken nicht immer wirklich gut, sodass man schon darauf achten sollte. Irgendwann ist Nathan allein unterwegs und findet, auf Grund der Tatsache, dass Nathan der Sohn des legendären Truckers ist, sofort einen Job bei einer örtlichen Spedition. Grundsätzlich vermittelt das Spiel eine sehr familiäre Atmosphäre. Sowohl die Funksprüche, spontanen Anrufe oder auch die Kundschaft in manchen Orten der Karte, wirken nie wirklich wie Fremde. Alle kennen irgendwie untereinander mehr oder weniger. Im weiteren Verlauf bekommen wir Aufträge zugeteilt, welche wir dann abarbeiten müssen. Später dürfen wir natürlich selbst entscheiden, doch bis dahin dauert es noch eine gewisse Zeit. Was ich bisher noch nicht erwähnt habe: Die Geschichte um Nathan wird in vielen Kapiteln unterteilt. Jedes Kapitel besitzt als Brücke ein paar Bilder und eine erzählerische Vertonung der Geschehnisse. Einerseits recht interessant andererseits muss man dies auch mögen. Es gibt hier keine Animationen oder ähnliches.
Am Ende fahren wir natürlich
Die Kernfunktion des Spiels ist natürlich das Truckerleben. Wir fahren innerhalb der Storyline von A nach B, satteln einen Auflieger auf, fahren zum Ziel und satteln ab. Dazwischen achten wir auf den Verkehr, erleben teils sehr überzeugende Wetterwechsel (Unwetter, Nebel, Sonnenschein…) und können doch ein Stück der Spielwelt genießen. Auch wenn die Grafik doch etwas lasch wirkt. Trotz verschiedenen Ultrasettings will sich irgendwie keine überragende Grafik einstellen. So sind eine Menge an Einstellungsmöglichkeiten vorhanden, doch die Auswirkungen sind nicht immer direkt sichtbar. Zurück zum Spiel. Es gibt in diesem keinen Zeitdruck, sodass wir auch nicht hetzen müssen. Abseits der eigentlichen Routen können spontan auch welche gesperrt werden. Zum Beispiel durch Verkehrsunfälle. Da muss dann eine Umleitung gefahren werden. Weiterhin erleben wir auf der Fahrt: Wildwechsel und Radarkontrollen. Rot-Licht Verstöße werden übrigens sofort geahndet. Leider fehlen dem Spiel tiefere Gameplay-Elemente wie Aktionen beim An-/Abkuppeln, Pannen oder gar ein Schadensmodell. Schaden nimmt das Fahrzeug zwar an und wir können diesen in Garagen reparieren lassen, aber sonst war es das auch. Es hat keine Auswirkungen auf die Leistung oder gar auf das Aussehen. Übrigens bietet das Spiel rund sechs verschiedene Zugmaschinen, die aber freigespielt und gekauft werden müssen. Weiterhin können alle Lastwagen mit diversen Extras ausgestattet werden. (Sowohl kosmetisch als auch Technisch) Hier fand ich die Möglichkeiten deutlich besser, als wie bei den Konkurrenztiteln. Allerdings ist das nur eines der wenigen positiven Eindrücke des Spiels. Ja... Sonst achten wir auf unseren Lieferfahrten noch auf Nahrung und Erholung. Motels und Tankstellen bieten da fast immer die optimalen Optionen. Komme ich zur Spielwelt. Sie ist sehr groß und abwechslungsreich. Da macht das Fahren auch spaß. Allerdings sorgen die Differenzen bezüglich der Grafiksettings und auch die Menge der Details der Umwelt für einen gewissen Dämpfer.
Die Lizenz und Vorteilpunkte
Abgeschlossene Jobs bringen nicht nur Geld, sondern auch Erfahrungspunkte. Diese werden ab einer bestimmten Menge zu Vorteilspunkte. Diese kann ich über meinen Führerschein dann frei vergeben. Wie bei den meisten Spielen dieser Art, geht es bei diesen Verbesserungen um diverse Vorteile wie: Weniger Treibstoffverbrauch, weniger Verschleiß, Rabatte auf Reparaturen, XP Verdopplung und mehr. Also eine bunte Mischung aus allem.
Speziellere Spielmodi abseits der Story
Truck Driver bietet abseits der umfangreichen Story, mit weit über 30 Kapiteln, noch zwei weiteren Spielmodi. Einmal Freiheit zu Wandern (Freie Fahrt) und dann noch eine weihnachtliche Version mit dem Namen “Weihnachten auf 18 Rädern“. Letztere habe ich am meisten gefeiert, da hier erstmals wirklich eine besondere Stimmung vermittelt wird. Sei es von der anpassten Fahrphysik über die Darstellung des Aufliegers bis hin zur schönen Umgebung. Die Aufgabe ist einfach: Liefere Geschenke zu bestimmten Punkten bei einer kalten und schneereichen Nacht. Überaus schön gemacht das Ganze. Und was die Freie Fahrt betrifft, da haben wir das gleiche Paket wie bei jeder anderen freien Fahrt auch. Letztendlich alles ganz solide und so, wie man es sich vorstellen mag. Einen Mehrspieler gibt es hier nicht, genauso wenig wie die Option sich selbstständig zu machen und Angestellte einzustellen. Gehe ich noch zu einer kleinen Besonderheit des Spiels ein. Innerhalb der Grafik können sogar diverse Filter zugeschaltet werden. So kann alles in Neonlinien oder mit anderen Farbstufen angezeigt werden. Allerdings finde ich, sollte man erstmal an der grundlegenden Schärfe und Grundfunktion der Shader arbeiten, bevor man mit Schnickschnack daherkommt.
Festgelegte Steuerung und spezielle Fahrphysik
An dieser Stelle beginnt nun der Kritikhagel. Die Steuerung ist fast komplett festgelegt und man merkt ab der ersten Minute, dass dies eine Konsolenportierung ist. Beziehungsweise, das Spiel für die Konsole programmiert wurde. Ich habe keine Möglichkeit eigene Tasten zu belegen und muss dann noch die “Gedrückt halten“ Funktionen nutzen, um bestimmte Aktionen ausführen. Im Kern ist ein “Gedrückt halten“ bei Simulationen dieser Art schon fast eine Todsünde! Zum Beispiel muss man Q gedrückt halten, um eine Pause am Motel einzulegen. Leider dauert das Gedrückt halten aber bis zu 7 Sekunden bis er diese Funktion ausführt! Es sind grundsätzlich Minimale-Settings die ihr hier ausführen könnt. Das Fahrverhalten auf Controller, als auch auf der Tastatur, sind etwas gewöhnungsbedürftig und bei höheren Geschwindigkeiten neigt das Fahrzeug zu einem sehr merkwürdigen Verhalten. Im Kern, und um nun nicht unnötig um den heißen Brei zu reden, alles etwas “anders“ als wie man es von anderen Simulatoren kennt.
Keine perfekte Lieferung
Eine Lastwagensimulation auf den Markt zu bringen, ist bei der aktuellen Konkurrenz nicht leicht. Und so war ich am Anfang davon überzeugt, das Truck Driver: Amercian Dream da doch etwas reißen könnte. Leider glänzen letztendlich nur einige gute umgesetzte Ideen (Story-Modus, Weihnachts-Modus und die fiktive Spielwelt selbst). Bei dem Rest war es DAS eigentlich auch schon. Probleme mit der Shaderdarstellung, diverse kleine Grafikfehler und merkwürdige Unschärfen trüben das Bild zur doch eher interessanten Landschaft. Das mangelhafte KI-Verhalten des Verkehrs, eine etwas gewöhnungsbedürftige Fahrphysik und eine steril vorgegebene Steuerung zieht den Spielspaß schon deutlich nach unten. Grundsätzlich kann man sagen, dass hier eine passable Simulation geliefert wurde, allerdings nicht auf dem Niveau, was man vielleicht gerne erwarten würde. In Kombination mit dem, was ich bereits oben geschrieben habe, ergibt das ganze schon bereits hier ein gewisses Bild.
Erfahre hier, wie der Titel in unserer Wertung abgeschlossen hat.
KommentareInhalt:Kommentare
Dieser Beitrag hat noch keine Einträge.
Erstellt von Seb66
Zuletzt online: 54 Minuten 48 Sekunden
Kategorie:
Test
Veröffentlicht
Aktualisiert
06. 08. 2026 um 22:39
06. 08. 2026 um 22:57
Einzelaufrufe
50
ePoints verdient durch Artikel

