On The Road - Truck Simulator im Test - Einfach auf die Konsole

Die PC-Fassung war sehr lange in der Entwicklung, doch auf einmal ging alles schnell und nun haben wir hier die Konsolenfassung zum Test.
Beitrag vom 31.03.21 22:56 von Seb66
Erfahre hier, wie der Titel in unserer Wertung abgeschlossen hat.
Am 14.11.2019 wurde auf Steam eine Trucksimulation veröffentlicht, die es direkt mit den Großen der Simulationen aufnehmen wollte. Und etwa eineinhalb Jahre nach der Veröffentlichung erfolgte nun sogar schon der Konsolen-Release. Die Rede ist von On The Road - Truck Simulator . Mit einigen interessanten Ideen wollten Toxtronyx Interactive GmbH den Markt erobern, doch bereits ein Blick auf die Wertungen bei Steam lassen Böses ahnen. Und dabei hatte ich noch beim letzten Gamescom Termin zu diesem Titel ein überaus gutes Gespräch und Gefühl bei dem Spiel. Doch eine schlechte Wertung auf Computer muss nichts bedeuten. Ich schaue mir für dich, mit freundlicher Unterstützung von Aerosoft und der PR-Agentur, diesen Titel auf der Xbox One X an.

Mein Start als Logistikchef

Bevor ich nun auf die Straßen Deutschlands gelange, muss ich zuerst einen Namen und Firmennamen eingeben, ein Profilfoto, ein Logo und eine Heimatstadt bestimmen. Erst danach geht es auf den Sitz eines Lastwagens mit Kofferaufbau. Welchen Fabrikanten, das bestimmte ich ebenfalls vor dem Start. Dabei kannst du zwischen M.A.N. und Scania wählen. Danach schreibt mich mein Manager an, um mir mitzuteilen, das ich bei einer Verkaufsausschreibung eine Sattelzugmaschine mit Auflieger erworben habe. Damit ich diesen aber nutzen kann, muss ich diese abholen. Kurioserweise kann ich hier auch festlegen, wo ich diesen dann wegholen soll. Die wohl größte Frage, welche sich dir sicherlich stellt, ist jene nach der Steuerung und Nutzung der verschiedenen Funktionen auf einer Konsole. Am Computer kann man natürlich vieles über die Tastatur abwälzen, aber auf der Konsole sind die Möglichkeiten schon etwas beschränkt. Und trotzdem haben es Toxtronyx interactive GmbH geschafft, mehr oder weniger eine gute Ordnung in die Funktionen einzubringen. Der Schlüssel ist ein aufklappbares Befehlsmenü, in dem alle entsprechenden Oberpunkte aufgelistet sind. Für den Start muss ich zum Beispiel nur auf Fahrzeugstart gehen und dann Zündstufe erhöhen anklicken. (Bei fast allen Funktionen hat man eine stufenweise Aktivierung verbaut. Bei der Lichtfunktion ist dies überaus sinnvoll.) Sobald der Lastwagen läuft, gehe ich in die Übersicht. Dies ist mein zweiter Arbeitsplatz. Über fünf Reitern, kann ich die komplette Deutschlandkarte überblicken, meine aktuellen Aufträge ansehen und zuordnen, sowie Finanzen prüfen, Fahrzeuge und Fahrer verwalten. Nachdem ich nun also den Lastwagen am Laufen habe, geht es los. Kurz X gedrückt, wird die Feststellbremse gelöst und mit den Schultertasten wird beschleunigt und gebremst.

Die Steuerung finde ich im allgemeinen recht direkt aber sehr gut gelungen. Mir gefällt auch die Tastenanordnung mit den entsprechenden Sub-Funktionen. Ich hatte schon andere Simulationen, bei den dies nicht so gut gelang wie hier. Doch rasch musste ich feststellen, dass das Spiel an vielen anderen schwächelt. Zuerst werden die Rückspiegel komplett ausgeblendet. Erst spät fand ich heraus, dass man unter Optionen diese einschalten kann. Jedoch warnt mich das Spiel, das unter Umständen Performanceeinbrüche erfolgen könnten. Auf der Xbox One X hatte ich ganz selten mal sehr sehr geringe Einbrüche. Aber sie waren nicht wirklich der Rede wert. Ich kam schon etwas ins Grübeln, denn ich teste hier nicht auf einer normalen Xbox One, sondern auf der Xbox One X mit 4K Auflösung und mit dem Status, die stärkste Konsole auf dem Markt zu sein. (Jedenfalls bis zum Release-Zeitpunkt der Next-Gen PS5 und Xbox Series X.) Für Nutzer von der Xbox One und Playstation 4 wird das Ausschalten der Rückspiegel sicherlich eine Option sein, um ein flüssiges Spielerlebnis zu haben. Die Alternative zu den Rückspiegeln heißt: Third Person Ansicht. Generell verfügt das Spiel über drei Kameraperspektiven, welche ich per Knopfdruck durchschalten kann. Weiterhin fielen mir Fehler bei der Kantenglättung und Darstellung auf. Wie ich weiter feststellen musste, sind dies noch lange nicht die einzigen Negative des Spiels. Doch für das Erste geht es aus der Stadt heraus in Richtung meines Ziels. Auf der Übersichtskarte habe ich meinen neuerworbenen Lastwagen markiert und dank eines Navigationsgerätes, (welches als HUD am unteren rechten Rand zusätzlich angezeigt werden kann.) werde ich direkt zum Ziel geleitet. Allerdings bietet dieses Gerät keine Tonvergabe, sondern ist lediglich ein stiller Begleiter.

Bei den ersten Kilometern sehe ich am Straßenrand parkende Autos und den allgemeinen Verkehr. Bis auf fehlende Passanten auf den Straßen, herrscht schon ein reges Treiben auf den Straßen. Die einzelnen Städte sind, nebenher erwähnt, auch recht gut detailliert. Jedoch wiederholen sich die Texturen und der Aufbau der Städte sehr stark. Hannover hat zum Beispiel fast den gleichen Straßenverlauf, wie Magdeburg. (Einzelne Gebäude sind sogar fast an den gleichen Stellen zu finden.) Weitere Negative also hier ganz klar: Sehr viel Textur- und Model-Recycling. Dies gilt auch für die Umwelt außerhalb der Städte. Gelegentlich überraschte mich das Spiel zwar mit ein paar besonderen Orten, wie zum Beispiel der Grenzgedenkstädte Marienborn an der A2, doch im Grunde bleibt alles sehr gleich. Mich störte zudem, dass die allgemeine Sichtweite sehr eingeschränkt wurde. Kaum ein Kilometer kann man in alle Richtungen blicken. Übrigens: Die Entwickler haben zumindest die Streckenverläufe der Autobahnen, sowie Auf- und Abfahrten ziemlich gut nachempfunden. Doch ab diesen Punkt werden die meisten Straßenverläufe innerhalb der Städte sehr fiktional. Doch zurück zu meiner kleinen Besorgungstour. Schnell stellte ich fest: Das missachten der Ampelphasen wird nicht bestraft und das Fahren mit überhöhter Geschwindigkeit wird ebenfalls nur bei gelegentlichen Blitzkästen teuer. (Ein Foto von mir wird dann im Navigationsgerät angezeigt.)

Kollisionen mit anderen Fahrzeugen werden zudem auch nur dann teuer, wenn ich mit Ladung im Gepäck mit irgendetwas kollidiere. Ohne Ladung nimmt mein Lastwagen keinen Schaden. (Entsprechend gibt es auch kein Schadensmodell.) Unter dem Strich, kann ich mich benehmen wie die Axt im Walde. Rasch bin ich auf der Autobahn und ziehe drauf. Ohne Rückspiegel ist ein Einfädeln schon recht interessant und spannend. Fahren nach gehör…. Kann man machen. Da ich auf kaum irgendwas achten muss, dachte ich mir: „Fahren wir mal im Eiltempo von 90km/h über die Autobahn.“ Doch als ich den Tempomat einstellte, kam die nächste Ernüchterung. Der Tempomat akzeptiert keine Geschwindigkeiten von über 79km/h!!! Sicher… Laut Straßenverkehrsordnung dürfen Lastwagen ab 3,5t nur 80 km/h auf der Autobahn fahren. Das Spiel folgt zumindest bei der Geschwindigkeit einem vorbildlichen Beispiel. Allerdings nervte es mich nach einer gewissen Zeit, immer die Taste für Beschleunigen zu drücken, um auf den 90km/h zu bleiben. 11km/h können im Spiel schon eine ordentliche Zeitersparnis bringen. Nach einer längeren Fahrt mit eigenen Regeln, gelange ich zum Ort der Übergabe und schon werde ich mit einem weiteren, ja sogar größeren Feature, konfrontiert. Die Mitarbeiter und die Zuteilung von Aufträgen.

Endlich ein anständiges Wirtschaftssystem

Kaum habe ich den neuen Laster betreten, stelle ich mir die Frage, was ich nun mit zwei Laster machen soll. Beide kosten mich schließlich etwas Geld und wollen auch bewegt werden. Während das Tutorial noch weiter um den heißen Brei herumredet, beginne ich sogleich mit meinem Soforteinstieg. Ich möchte dieses Tutorial wahrlich nicht kritisieren, aber es wird mir in den E-Mails einfach zu viel um den entscheidenden Punkt herumgeredet. Nun kommt aber ein Feature, welches das Spiel letztendlich so besonders macht und mich immer wieder zum Weiterspielen anfeuerte. Im Gegensatz zur aktuellen Simulation-Konkurrenz, besitzt On the Road ein gutes Wirtschaftsmanagement. Ich stelle zuerst einen Fahrer für etwas Geld ein. Leider haben alle zur Wahl stehenden Fahrer keine Besonderheiten oder Klassen. (Ich kann mich an ein Truck-Spiel erinnern, bei dem selbst die Mitarbeiter eine Qualifizierung für bestimmte Waren und Transporte benötigten. Zum Beispiel eine Lizenz für Gefahrgut oder Schwertransporte. Sowas gibt es leider nicht.) Dafür besitzt jeder Fahrer eine eigene Hintergrundgeschichte mit Alter und Familienstand. Nachdem ich einen angeheuert habe, teile ich ihn über den Reiter Fahrzeuge seinen Lastwagen zu. Dem Lastwagen wird der Anhänger über den Reiter “ Fahrzeuge “ von mir ebenfalls zugeteilt. Bei dieser ersten richtigen Kombination ist die Zusammenstellung schon fest, sodass ich mich nicht darum kümmern muss. Nun kommen die entscheidenden Schritte. Die Suche nach Aufträgen und die entsprechende Planung. Hierfür geht es in den Reiter Logistik, wo sich auch die Übersichtskarte befindet. Ähnlich wie bei anderen Spielen dieser Art, werden hier nicht nur alle Städte und Straßen aufgeführt, sondern auch alle Firmen. Um nun einen Auftrag anzunehmen, muss ich den Fahrer auswählen und danach eine Firma auf der Karte anklicken.

Danach werden mir eine Fülle an Transportaufträgen angezeigt. Neben dem Zielort ist es auch Wichtig, das Gewicht der Ladung zu beachten, um eine Überladung zu vermeiden. Hierfür steht sowohl das Gewicht, als auch die zulässige Nutzlast und (in Klammern als Prozentual Satz) der Füllstand des Lastwagens. Dies ist ein weiteres tolles Feature des Spiels. Man muss nicht, wie bei der Konkurrenz, einfach den Anhänger tauschen, sondern man verstaut die Ladung direkt auf dem Auflieger oder der Pritsche. So ist es letztendlich auch möglich, gleich mehrere Frachten (auch von anderen Firmen) zu transportieren. Das Limit ist grundsätzlich der Platz des Aufbaus und das zulässige Gesamtgewicht. Und genau dieses Feature ist eigentlich auch das, was am meisten Spaß macht. Man nimmt halt für mehrere Firmen etwas mit und profitiert gleich richtig. Die selbe Zuteilung von Aufträgen nehme ich auch für meine Mitarbeiter vor. Im Grunde erklärt sich alles bei diesem Spiel von alleine. Über die Übersichtskarte werden mir nun die Routen als Linien zu den Beladestellen als auch Abladestellen angezeigt. Wechsele ich nun den Fahrer, werden mir auf der Karte seine Aufträge und Routen angezeigt. Auch die Position jedes einzelnen meiner Mitarbeiter wird auf dieser Karte verzeichnet. Ich weiß also immer, wo in etwa meine Fahrer sind. Neue Aufträge kann ich jederzeit über das Logistik-Menü meinen Fahrern zukommen lassen. Über den Reiter Finanzen kann ich die aktuelle finanzielle Lage einsehen. Wie viele Ausgaben habe ich? Decken meine Touren alles ab? Das Tutorial, um noch einmal daran anzuknüpfen, weist nach einer kurzen Einspielphase irgendwann darauf hin, dass auch ich als Besitzer überlegen sollte mit einem Anhänger zu fahren. Schließlich verdoppelt sich ja dann, fast die Menge der Zuladung und somit auch das Einkommen. Ob ich das mache, das bleibt mir überlassen.
Das Be- und Entladen statt ödes tauschen

Der eigentliche Schlüssel bei On the Road ist tatsächlich die Option, aussteigen zu können. Das bieten andere Spiele dieses Genres leider nicht. Und auch der damit zusammenhängende Weg zum Verladepersonal an die Tür, das Öffnen der Ladefläche oder gar der Weg zur Zapfsäule an der Tankstelle. Es wirkt nicht nur realer, es ist auch eine sehr große Abwechslung. Doch wie sieht nun das Verladen oder Entladen eigentlich aus? Zuerst komme ich zur Firma. Steige aus und gehe an die markierte Tür, um die Frachtpapiere abzuholen. (Vorausgesetzt wird, dass ich vorher über den Reiter Logistik bei dieser Firma auch einen/mehrere Aufträge angenommen habe.) Sind diese in meinem Besitz, gehe ich zum LKW, mache die Ladefläche auf und fahre an die Verladerampe. Eine kurze Nachricht gibt mir dann, nach einem Stop an der Rampe, Bescheid das alles verladen wurde. Nun fahre ich ein Stück vor, steige aus und mache die Türe zu. Danach kann die Reise losgehen. Im Grunde nichts Spezielles aber für einen Spieler schon etwas Abwechslung. Übrigens gibt es bei den Türen für die Ladefläche etwas zum Lachen. Beim Öffnen/Schließen hören diese sich an, als würde der Aufbau 1000 Jahre alt sein. Ehrlich gesagt, habe ich sowas aus meiner Praxiserfahrung als Berufskraftfahrer noch nie erlebt aber okey. Und auch wenn diese Features tatsächlich einmal etwas Anderes sind, vermisse ich eine Ausschöpfung weiteres Potentials. Warum gibt es keine BAG?

Warum werden die Frachtpapiere nicht von der Polizei mal kontrolliert? Generell muss ich an dieser Stelle erwähnen, dass es tatsächlich weder BAG, Zoll oder Polizei gibt. Umso komischer ist es, dass man sich auch an die genauen Schritte des EG-Kontrollgerätes und die tägliche Ruhezeit halten muss. Speziell hier hätte mir ich auch eine andere Vorgangsweise gewünscht. Vor dem Start der Tour muss die Fahrerkarte eingelegt werden. Dann muss ich noch tatsächlich auf Fahrzeit umstellen, sonst gilt es für das Spiel als Fahren ohne Fahrerkarte. (Zumindest bekomme ich einen ständigen Hinweis angezeigt.) Statt nun aber zwischen den Einstellungen (Bereitschaftszeit, Fahrzeit und Ruhezeit) wählen zu können, kann ich nur noch beim nächsten maligen Umstellen des Modus auf Ruhezeit stellen und meine tägliche Ruhezeit vornehmen. Das Spiel besitzt also nur eine Einbahnstraßen-Auswahl. Schade um das verschenkte potential, was auch hier wieder vorhanden war. Übrigens bietet der Titel am Umfang der Auflieger und Anhänger einiges mehr als die Konkurrenz. So gibt es Anhänger mit Drehschemel, Anhänger mit Tandem, Sattelauflieger, speziellere Sattelauflieger und einen Gigaliner-Sattelauflieger. Ziemlich beeindruckend, wenn man bedenkt, dass es bei anderen Titeln lediglich nur den Sattelauflieger gibt. Auch fehlen Features wie Reparatur, individuelle Gestaltung des Fahrzeugs (geschweige überhaupt die Möglichkeit eine eigene Lackierung vorzunehmen) als auch Wartung.

Meine Impressionen aus zig Kilometern

Komme ich nun zu der Erläuterung meiner Erlebnisse innerhalb des Spiels. Truck-Simulatoren sind für mich nichts Neues. So habe ich schon beim Release des ersten 18 Wheels of Steel Trucks durch die Gegend bewegt. Sowohl diesen Konkurrenztitel, als auch jene von anderen Entwicklern. Dementsprechend wird On the Road sehr oft mit der Konkurrenz verglichen. Zu Beginn gehe ich erstmal auf die generelle Impression ein. Die Spielwelt sieht nicht gerade hochwertig aus. Lediglich bei den Lastwagen sind vereinzelte Details wirklich gut gelungen. Es wirkt halt alles sehr vereinfacht und billig. Positiv überrascht hat mich allerdings der Verbau von Sehenswürdigkeiten am Rande der Autobahn und auch innerhalb von großen Städten. So war an der A2, zwischen Hannover und Magdeburg, die Gedenkstätte der ehemaligen innerdeutschen Grenze Marienborn gut zu erkennen. Weiterhin konnte ich in Hamburg die Köhlbrandbrücke befahren und die Speicherstadt bestaunen. Es ist nicht wirklich alles schlecht an diesem Titel. Trotzdem geisterte mir immer wieder der Gedanke im Kopf herum, das gerade auf der Xbox One X deutlich mehr an Grafik herausgeholt hätte werden können. Die Spielwelt bezieht sich nur auf ganz Deutschland, soviel wollte ich noch erwähnen. Recht unschön sind bei der Grafik die sehr eingeschränkte Sichtweite, unsaubere Kantenglättung, Bugs, das sehen vom Placement anderer Fahrzeuge und die Tatsache, dass man die Rückspiegel noch separat im Options-Menü zuschalten muss. (Natürlich unter der Prämisse, das Performance-Einbußen auftreten können! In meinem Test traten, bei eingeschalteten Spiegeln, ganz selten mal kleine FPS Einbrüche auf.

Sie waren aber kaum der Rede wert. Übrigens läuft das Spiel auf 4K Auflösung.
) Insgesamt ist die Grafik eigentlich einer Xbox One X nicht würdig ABER, bei Simulationen ist nicht immer die Grafik ausschlaggebend. Beim Sound kann ich nicht viel schreiben, da es lediglich den Motorensound und die Effekte gibt. Es wird nicht gesprochen und es gibt kein Radio. (Es gibt in dem Kontext auch keine Story.) Komme ich nun zur KI, denn schließlich ist man mit anderen Verkehrsteilnehmern auf der Straße. Mal fahren sie in einem rein, mal sind sie sehr passiv und Gelegentlich bleibt einer, nach dem Platzieren in die Spielwelt, auf der Autobahn direkt vor mir stehen! Ein anderes Mal baut das Placement absoluten Mist und sperrt gleich eine ganze Auffahrt. Der normale Verkehrsverlauf innerhalb der Stadt ist gut gegeben, leider hapert es tatsächlich auf den Autobahnen. Am Rande würde man annehmen, wenn mein LKW beim Tempomat maximal 79 km/h fährt, dass auch die KI nicht schneller fährt. Weit gefehlt! Sie fährt einem sogar noch auf oder eventuell direkt ins Heck. Das “draufhalten“ der KI führt recht oft dazu, dass man unverschuldet Schaden an der Ladung verursacht. Nun zum Streckenlayout im Allgemeinen. Abgesehen vom starken Textur-Recycling, bezogen auf fast jede Stadt im Spiel, ähneln sich auch die Streckenverläufe stark. Und zwar nach einem einfachen Flächenmuster! Nur ganz selten gibt es eine wirklich nachvollziehbare Streckenführung.

Diese Kritik gilt aber nicht für die Autobahnstrecken. In dieser vereinfachten Form sind sie den realen doch an vielen Ecken recht nah. Somit also mal ein Lob. Komme ich zur Lenkung, die von der Tastenbelegung als auch von der reinen Steuerung recht gut gelungen ist. Die Bewegungsgeschwindigkeit der Lenkung ist natürlich immer Geschmackssache. Ich persönlich empfinde sich jedoch nicht als störend schlimm. Was ich von der Funktionsoberfläche via Knopfdruck halte, das kannst du ja bereits oben ablesen. Das war soweit die erste Ladung an Kritik. Die folgenden Punkte werden zwar positiver, jedoch unterstelle ich hier auch an vielen Ecken eine gewisse Potentialverschwendung. Da ich hier nun nicht alles Negative direkt aufliste, verweise ich auf die Artikel-Rubrik Fazit&Wertung, wo alle Punkte als Stichpunkte aufgeführt werden. Eigentlich wäre On the Road eines mit der besten Trucksimulatoren auf dem Markt, wären da nicht die vielen Fehler, teilweise nicht genutztes Potential und die schlechte Grafik. (Gerade für eine Konsole!)

Was diesen Titel für mich dennoch so anziehend macht, sind die Features rund um die Verladung/Lademöglichkeiten, das Management von Mitarbeitern und ein stätiges Wachstum des Fuhrparks. Es ist wirklich so positiv, das ich gelegentlich die schlechte Grafik übersah. Übrigens habe ich fast vergessen zu erwähnen, dass man im Cockpit auch die Sitzeinstellung auf die eigene Bedürfnisse einstellen kann und Zugriff auf drei Kameraperspektiven hat. Ebenfalls positiv auf seinem Gebiet, das Personalmanagement. Sowohl die allgemeine Übersicht als auch das Tun des KI-Mitarbeiters sind recht gut gelungen. Eindeutig eines mit den Stärken des Spiels. Tja… Und da wäre ich auch schon am Ende des Artikels. Betrachte ich nun das Spiel recht objektiv, wäre noch sehr viel Luft nach oben gewesen. Aber Toxtronyx Interactive GmbH haben hier die Möglichkeit genutzt, als eine der wenigen Entwickler, dieses Spiel auf die Konsolen zu bringen. Egal ob nun Highend-Grafik oder nicht.
Erfahre hier, wie der Titel in unserer Wertung abgeschlossen hat.

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