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PC Test - Cities: Skylines

Wirklich besser als SimCity und Co?!
Heutzutage ist es nicht ganz einfach eine einfache und dennoch spannende Bau/Wirtschaftssimulation zu finden, ohne gleich auf SimCity zurück greifen zu müssen. Ist Cities die Antwort?
25.03.15 22:53 Autor: Seb66
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Die Bau/Wirtschaftssimulationsreihe Cities zählt seit Jahren zu eines der Spielen, die den großen Maxis Titeln um SimCity ernsthaft Konkurrenz machte. Colossal Order Ltd schieben mit Cities: Skylines einen neuen Titel nach, der mit vielen Verbesserungen und Neuerungen daher kommt. Während Maxis und ihr Titel SimCity das Spielerleben schwerer macht, möchten es die Entwickler von Cities bei dem belassen, worum es bei solch einer Simulation eigentlich geht: Die Einfachheit und den Spielspaß.


Was Cities ausmacht
Über die eigentlichen Aufgaben in dem Titel muss ich jetzt nicht ausführlich berichten. Ich als Spieler und Bürgermeister baue eine Stadt, erweitere sie, leite die Finanzen und sorge einfache dafür, das die Bewohner sich wohlfühlen. Bereits in den ersten Spielminuten fiel mir auf, das alles recht einfach und vor allem Step by Step voran geht. Neue Straßen, größere Bauflächen und weitere Ausbaustufen von Einrichtungen werden erst durch Errungenschaften freigeschaltet, welche von der Einwohnerzahl abhängig sind. Ich persönlich begrüße so etwas, denn gerade als Anfänger will man gerne viel kaufen und rutsch so schnell ins Minus. Wer allerdings den Titel oft bespielt oder mehrmals ein Spiel neu beginnt, der wird dies etwas nervig finden. (Alternative ist da nur das zuschalten einer Mod; Siehe weiter unten) Gebaut wird ähnlich wie bei SimCity mit Grünen (Wohnflächen), Blauen (Gewerbeflächen) und Gelben (Industrieflächen) Flächen. Diese müssen natürlich mit Strom, Wasser und einer Straßenverbindung versorgt sein, damit die Bereiche wachsen. Mich beeindruckten die kleinen, aber effektiven, Bauhilfen des Spiels. Beim verlegen einer Straße wird daneben die Fläche angezeigt, welche dann auch zum bebauen freigegeben wird. Dank vieler verschiedenen Informationsgrafiken kann vom Verkehr über die Luftverschmutzung bis hin zur Abdeckung der Müllentsorgung alles schnell und bequem abgerufen werden. Abgesehen von den Gebietsflächen gibt es natürlich auch ganze Gebäude wie Schulen, Feuerwehr, Polizei, Friedhöfe und vieles mehr. Energieanlagen (Umfasst Windräder, Kohlekraftwerke und weitere alternative Energieanlagen), Wasserlieferstationen, Polizei, Krankenhäuser und Feuerwehr sind die Gebäude, welche ständig benötigt werden. Dabei richtet sich ihre Reichweite nicht nach Größe des Gebiets, sondern nach Weite der Straßenanbindung oder die Länge der Verbindungselemente. Alle anderen Gebäude wie Schulen, Transporteinrichtungen oder Parks sind reine Nebensache und werden als optimal angesehen.


Das bedeutet nun aber nicht das die Bewohner meiner Stadt diese nicht benötigen. Die Anfragen oder Reaktionen darauf werden folgen, wenn auch nicht so schnell, wie man es vielleicht von SimCity kennt. Zu keiner Zeit wurde ich als Spieler aber von den Einwohnern genervt. Der Titel vermittelt die wichtigsten Informationen durch kleine Symbole ganz dezent und nicht zu aufdringlich. Stimmen der Bevölkerung werden durch das kleine, blaue Vögelchen (Eine kleine Anspielung auf Twitter) angezeigt. Also auch bei Cities: Skylines ist die richtige Reaktion auf Bedürfnisse und Struktur sehr wichtig. Komme ich noch einmal zu den vereinfachten Baumenüs. Was das Verkehrssystem betrifft, so haben die Entwickler sich etwas cleveres einfallen lassen. Neben den normalen geraden Straßen in Ausführungen normal, groß und Autobahn gibt es noch Kurven und Kurvenkombinationen. Hierfür bestimme ich beim Bau eine kleine Strecke und biege die Straße in die beliebige Richtung. Diese Baumöglichkeit bietet mir eine genaue Anlegung von Straßen und auch Brücken, welche ich mit der Bild Oben und Bild Unten Taste höher und tiefer lege. Dieses verfahren lässt sich auch auf U-Bahnstrecken und den allgemeinen Schienenverkehr auslegen. Nach ein paar Errungenschaften kann ich auch Verkehrswege ganz einfach verbessern. Im weiteren Verlauf können dann noch Anlagen gebaut werden, welche Rohstoffe fördern können. Die Anzahl der vorkommen wird direkt beim Start eines neuen Spiels in der Kartenübersicht angezeigt.


Vergrößere deine Stadt durch mehr Land
Ähnlich wie bei der Konkurrenz gibt es auch bei Cities eine begrenze Landfläche. Jedenfalls am Anfang. Hatte ich erst ein paar Errungenschaften absolviert und eine ordentliche Einwohnerzahl, so konnte ich dann in die Kartenübersicht wechseln. Hier habe ich die Möglichkeit ganz einfach neue Länderkästen hinzu zukaufen. Ähnlich wir am Anfang die Auswahl der Region, welche von den Ressourcen immer etwas variiert (Erzvorkommen, Landwirtschaft und weitere Parameter), haben auch die kleinen Länderkästen zum kaufen ihre eigenen Parameter. Mit einem Klick und eine gewisse Summe an Geld, gehört mir das Stück Land.


Einmal kein Finanzfrust
Was mich bei allen SimCity Teilen immer nervte, waren die schnellen finanziellen Probleme in die ich als Spieler rutschte. Egal welche Sparmaßnahmen, egal wie sorgsam ich voran ging, irgendwann kreiste der Pleitegeier über meine Stadt. Bei Cities hatte ich dies bezüglich keine Probleme. Pro Spieltag wird mir die aktuelle Differenz angezeigt. Die Übersichten für die Finanzen sind recht einfach aufgeführt. Über diverse Regler kann ich die Ausgaben für verschiedene Bereiche meiner Stadt festlegen. Erhöhe ich die Mittel, kostet es mich zwar mehr Geld aber dafür gibt es mehr Arbeitsplätze und die einzelnen Gebäude oder Wirtschaftszweige sind dann effektiver. Geht das Geld wirklich einmal zur neige, kann ich auch ein Darlehn annehmen. Ohne groß selbst irgendwelche Einstellungen vornehmen zu müssen, bietet mir der Titel drei Darlehnsmöglichkeiten an. Einmal angeklickt läuft dieser ganz normal voran. Ich habe sogar oft gar nicht erst gemerkt, das ich das Geld schon zurück gezahlt hatte, so unauffällig ist das ganze. Wer gerne seine Stadt auf bestimmten Richtlinien aufbaut, der kann unter dem gleichnamigen Menüpunkt verschiedene "Erlasse" verabschieden. Neben Sparmaßnahmen sind so auch Steuererhöhungen für alle Industriezweige vorhanden. Zum Beispiel lässt sich durch Wasserzähler das Wasser sparen und ich brauche weniger Wasserpumpstationen. Die selben Sparmaßnahmen gibt es für fast alles, jedoch hat das ganze auch seinen Preis. Je nach dem was für eine Verordnung das ist, frisst diese auch meinen Haushaltsetat auf. Meistens richten sich die Kosten für solche Sparmaßnahmen an die Anzahl von Wohnhäusern und ähnlichen. Unter Umständen sind dies so locker mal 3000-5000 $ mehr. Dennoch sind diese Richtlinien nicht ganz unsinnig, denn neue Gebäude kosten oft das doppelt und dreifache.


Wie willst du spielen?!
Bevor ich nun zu dem kompletten Workshop Support und den damit verbundenen Editoren komme, gehe ich auf die Möglichkeiten der Spielart ein. Fakt ist: Der Titel besitzt keine Szenarios und auch keine direkten Herausforderungen während meiner Amtszeit als Bürgermeister. Einzelne Wünsche der Bewohner zu berücksichtigen und der weitere Ausbau meiner Stadt ist die Hauptaufgabe des Spiels. Komplikationen wird es jedoch immer mit den Bewohnern geben. Steuern zu hoch, die Wirtschaft läuft nicht oder Müllkippen die voll sind und durch Verbrennungsanlagen entlastet werden müssen. Eigentlich gibt es so gesehen schon viel zu tun auch ohne Szenario. Als Mods im Hauptmenü wählbar, können bereits zu Anfang drei “Hilfen“ zugeschaltet werden. Während es im Optionsmenü lediglich die wichtigen Einstellungen zu Grafik, Sound und Steuerung gibt, wurden die Schwierigkeitsgrade ausgelassen. Alternativ dazu haben die Entwickler über die Mods für diverse Hilfen gesorgt. Diese beziehen sich auf unendlich Geld und alle freigeschaltete Errungenschaften. Übrigens sind alle Errungenschaften nach einer Einwohnerzahl von 90000 freigeschaltet. Danach kann also so gut wie alles gebaut werden. Abseits dieser direkten Eingriffe ins Spiel, bietet Cities auch eine textliche Einführung in alle Bedienelemente des Spiels und kann mit einen Ratgeber auch gut punkten. Zudem ist dieser Ratgeber auch abschaltbar, sodass erfahrene Spieler hier schon einmal nicht genervt werden.


Werkzeuge für Objekt- und Karteneditor
Eigentlich hatte mich der Vorgänger (Cities XXL) durch den hohen Online-Zwang abgeschreckt, doch dies scheint man bei diesem Cities Titel abgelegt zu haben. Nach einer kurzen Anmeldung bei Paradox darf es auch los gehen. Dank des Vertriebes auf Steam kann die Communtiy richtig aufblühen. „Wie das?“ wirst du dich mit Sicherheit fragen. Die Antwort darauf heißt Workshop. Der Titel verfügt über einen Objekt- und Karteneditor. Letzterer erlaubt das vollständige Terraforming von ganzen Karten. So wunderte es mich nicht, das ich beim stöbern im Workshop bereits eine Karte in Form von Köln gefunden hatte. (Natürlich ohne Gebäude und Straßen) Der Objekteditor ermöglicht es dagegen den Fans eigene Gebäude und Objekte zu erstellen und per der Verbindung mit Steam auch im Workshop zum Download anzubieten. Alles was der interessierte Spieler tun muss, ist den Download oder das Projekt zu Abonnieren. Danach wird die Datei automatisch heruntergeladen ohne das ich als Endverbraucher was merke. Übrigens erleichtert das Abonnieren auch das Updaten der Dateien. Im Verzeichnismanagers des Spiels kann ich dann die Sachen nach Herzens Lust hinzufügen oder entfernen. Ich persönlich finde dies eine tolle Sache.


Störungsfaktoren des Spiels
In diesem Abschnitt erwähne ich einmal was nicht so perfekt an diesem Titel ist. Sicherlich wirst du bereits gemerkt haben, das der Titel sehr sehr positiv daher kommt als Maxis mit seinem “altbekannten“ Titel. Die Unterschiede sind klar. Nicht zu viel Schnick Schnack, sondern nur das wichtigste! Es gibt keine speziellen Forschungsfirmen den ich mich anschließen musste um neue Technologien zu bekommen, sondern konnte diese durch Errungenschaften freischalten. Das erspart wiederum unnötige Diagramme und Eingabefelder für Forschungsgelder und und und. Colossal Order Ltd haben das Gameplay so einfach gemacht, das solch ein Bausimulationsspiel wie dieses, endlich wieder Spaß macht. Störungsfaktoren sind allerdings fehlende Szenarien und Herausforderungen. Waren diese bei SimCity teilweise nervig und zu viel, fehlen diese Sachen hier komplett. Auch im Bereich der Grafik und Sound hätte ich mir etwas mehr gewünscht. Die Hintergrundmusik bricht mal apprubt ab und der allgemeine Stadtsound lässt auch zu wünschen übrig. Zudem gibt es auch ein paar Ungereimtheiten bei dem Zusammenwirken einzelner Parameter. Am Ende meiner kleinen Mängelliste möchte ich erwähnen, das auch ein Mehrspieler komplett fehlt. Man muss sich zwar bei Paradox anmelden und auch bei Steam, doch mit anderen Spielern kann nichts gemacht werden. Vielleicht wäre das ja was für den nächsten Teil.

Übrigens ist Cities: Skylines nun auch als Boxversion verfügbar und kann für 29,99 Euro UVP gekauft werden. Exklusiv in dieser Box ist ein Karussel, Hundeplatz, Botanischer Garten, eine Hüpfburg und ein Basketball Platz enthalten.
Erfahre hier, wie der Titel in unserer Wertung abgeschlossen hat.

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Cities: Skylines
PC Linux
Release10.03.2015 GenreWirtschafts-Simulat Entwickler Colossal Order Ltd Publisher Paradox Interactive Enginekeine Infos
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