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PC Test - Snooker 19

Da wo Snooker drauf steht, ist auch Snooker drin!
Das offizielle Videospiel zu den Snooker Turnieren ist da. Wir schauten hinein in das Spiel mit den roten Kugeln.
12.05.19 17:55 Autor: Seb66
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Videospiele zu Billard gibt es viele auf dem Markt, doch beim Thema Snooker lichtet sich das Feld ungemein. Die Entwickler um Lab42 haben sich dieser Nische angenommen und mit Snooker 19 nun einen richtigen Kracher veröffentlicht. Warum ein Kracher? Nun... es ist das offizielle Spiel zur richtigen Welt des Snookers. Rund 128 original Spieler mit aktuellem Weltrang und Statistiken warten in diesem Titel darauf sich auf Profi Niveau zu messen. Es ist DAS offizielle Videospiel zur Welt des Snookers und das schließt auch alle Spieler der aktuellen Snooker Weltmeisterschaft mit ein. In dieser Review bringe ich dir diesen, ja schon fast “besonderen“ Titel etwas näher.

Flüchtige Tutorials machen Einstieg schwierig

Was ist Snooker? Fast jeder Mensch kennt Billard und ehrlich gesagt, wird dieses Spiel auch am häufigsten gespielt. Kein Wunder, das es gerade davon auch recht viele Videospiele gibt. Egal ob nun normal oder als VR. Lab42 haben sich aber einmal daran gewagt, das Snooker weiter in den Fokus zu rücken. Im Gegensatz zu dem Spiel mit den voll und halb bemalten Kugeln, besteht Snooker lediglich aus 15 roten Kugeln, einer Weißen, sowie jeweils einer Gelben, Braunen, Pinken, Schwarzen, Grünen und Blauen. Alle Kugeln haben auf dem, etwas größeren Spieltisch als wie beim Billard, ihre festen Plätze. Die unterschiedlich farbigen (außer die Weiße) Kugeln bringen unterschiedlich viele Punkte. Die Roten bringen dabei immer nur 1 Punkt. Jeder beginnende Spieler muß zuerst eine Rote und dann eine beliebige farbige versenken. Dabei ist der Spieler so lange an der Reihe, bis er einen Fehler macht oder eine Kugel nicht einlochen kann. Sobald keine roten Kugeln mehr auf dem Feld sind, geht es daran, die farbigen einer festen Reihenfolge nach zu versenken. Für das Berühren oder Anspielen einer verkehrten Kugel, oder sogar das verfehlen, gibt es Strafpunkte. In schwierigen Fällen darf sogar der Spieler, welcher nicht gerade am Zug ist, den anderen Zwingen, noch weitere Versuche zu machen. Alternativ kann er auch sagen, das er weiter macht oder die weiße Kugel positioniert. (Zur Position vor dem jetzigen Schtoss.) Du merkst, Snooker ist anspruchsvoll.

Natürlich bietet dieser Titel auch ein Tutorial, welches vor allem die Steuerung erklärt. Deshalb befindet sich dieser Punkt auch unter Einstellungen und nicht in den Reitern für die Spielmodi. Während des kurzen Tutorials erklärt mir das Spiel, wie ich die Kugeln richtig Anstoße, Anschneide und welche Tricks ich mit welchen Steuerelementen vornehmen kann. Auch wenn es so scheint, mit dem Cue und der richtigen Anstoßtechnik ist so einiges möglich. Was ich übrigens sehr gut an diesem Spiel finde, ist das die Stärke des Stoßes nicht durch eine Bewegung der Maus getätigt wird, sondern man drückt einmal damit der Balken nach oben läuft und noch einmal um ihn zu stoppen. Ein Abweichen des Idealbereichs bedeutet meistens, das die angestrebte Präzision des Stoßes ungenau wird. Zu wenig Stoßkraft lässt die Kugel auf dem Weg zum Ziel verrecken. Soweit also zur Schusstechnik. Am besten kannst du diese im neusten Lets Play vom GamerMitBauch, am Ende des Artikels, sehen. Eine genaue Erläuterung zu den Regeln von Snooker gibt es ebenfalls, allerdings trocken als Text. Was mir etwas sauer aufstößt: Erstens; das man das Tutorial und die Regeln unter Einstellungen platziert hat. (Liegt vielleicht auch daran, das man halt bei den Reitern nur Quick Match und Karriere aufführt.) Das zweite ist die Tatsache, das die Entwickler zwar die wichtigsten Regeln aus dem Regelbuch entnommen haben, aber das komplette Regelbuch nicht vorhanden ist. Das Spiel beinhaltet neben dem reinen Snooker noch die beiden Spielvarianten Red-Six und Shootout. Unter dem Strich bietet das Spiel eine gute Einführung aber für Leute, die nicht gerne viel Text lesen wollen, ist dies definitiv keine gute Option. Die Alternative ist halt ein Testspiel über das Quick Match.

Dabei suche ich mir einen Spieler aus der Rangliste aus, einen Gegner, den Schwierigkeitsgrad und die Art der Zielhilfe. Wer direkt keine Ahnung vom Snooker hat, der sollte hier auf Amateur stellen. Dabei wird sowohl die Rollbahn, der Rollverlauf nach dem Aufprall als auch die Rollrichtung der weißen Kugel angezeigt. Besonders ist dabei, das dass Spiel auch anzeigt, ob ich diese Kugel anspielen darf oder nicht. Speziell zur Zielhilfe gibt es drei Optionen. Amateur, Profi oder Meister. Bei letzterer Einstellung gibt es, wie in der Realität auch, absolut keine Anzeigehilfen. Was die Schwierigkeit der Gegner angeht, so richtet diese sich in erster Linie nach ihren Rang. Der angegebene Schwierigkeitsgrad sorgt lediglich dafür, das die Fehlerquote der KI zunimmt. Bedenken solltest du bei Snooker: Es kann sein, das die KI selbst unter der minimalen Schwierigkeitsstufe stärker wirken kann. Das hatte ich bei meinem allerersten Spiel, bei dem ich einen Spieler mit Rang 50 genommen hatte und kaum wirklich zum Zug kam. Im Grunde muss ich immer versuchen meine Frames (also Runden) so perfekt wie möglich zu spielen, denn ein Fehler bedeutet nicht nur Abzug von Punkten, sondern auch das Risiko, dass die KI sich ebenfalls in eine gute Runde spielt. Übrigens beinhaltet das Spiel eine extrem große Anzahl an real nachempfunden und designeten Spielern der aktuellen Weltrangliste. Bis zum Rang 128 sind sowohl die Stars als auch die Newcommer vorhanden. Jedoch fiel mir an einigen Stellen auf, das doch bei der Rangliste etwas gesprungen wird. So würde ich an dieser Stelle nicht davon ausgehen, das es alle 128 vorhanden sind. Trotzdem... die Stars und zumindest bekanntesten sind jedenfalls vorhanden. (Sogar mit aktuellen Leistungsdaten und entsprechenden Ansagen als Name) Darüber hinaus bietet Snooker 19 noch 19 original nachempfundene Spielstätten rund um den Erdball.

Spiele als Rookie oder als Star um Trophäen

Snooker 19 besitzt sowohl einen Einzelspieler als auch einen Mehrspieler. In diesem Abschnitt gehe ich aber vorerst auf den Einzelspieler ein. Es gibt ein Quick Match, für das schnelle und individuelle Spielerlebnis und dann noch die Karriere. Auch diese kann ich auf zwei Arten spielen. Zum einen als Star und zum anderen als ein Rookie, welcher den Rang 60+ hat. Leider bietet das Spiel nicht die Möglichkeit an, einen eigenen Spieler zu erstellen. Dafür können alle “offiziellen“ Teilnehmer ihre Kleidung wechseln. (Von Schuhen bis zum Hemd ist alles möglich.) Ein weiterer Negativ-Punkt in meiner Review ist die Tatsache, das man immer nur eine Karriere starten und spielen kann. Mehrere Spielstände/Karriere-Profile sind also nicht möglich. Vor dem Start einer neuen Karriere lege ich, wie beim Quick Match auch, Schwierigkeit und Anzeigehilfe fest. In der Karriere selbst geht es nun darum, sich in der Rangliste gegen all die anderen Snooker-Spieler zu beweisen. Siege bringen mich voran, Niederlagen schmeißen mich zurück. Im selbigen Reiter “Karriere“ findet sich ein Terminplan, die Rangliste, sowie die Hall of Fame und Mein Profil mit allen Daten. Der Terminplan ist hier der wichtigste von allen. In ihm wird der Zeitraum der kommenden Turniere festgehalten. Insgesamt bietet das Spiel 25 offizielle Turniere – Rund um den Erdball! Und was wären Turniere ohne Trophäen? Damit ich mich als Spieler mit diesen Staubfängern rühmen kann, gibt es einen virtuellen Trophäenschrank. Das größte Event hierbei ist natürlich das World Championship.

Doch bis dahin dauert es noch eine ganze Weile, denn vorher darf ich mich in anderen Events beweisen. Nach ein paar Spielstunden fiel mir auf, das die Entwickler im Karriere-Modus durchaus Potential liegen gelassen haben. Wir wäre es mit einem dezenten Skill-System oder zumindest mit Erfahrungspunkte gewesen? Mit diesen Punkten könnte man dann, neue Kleidung oder Cues freischalten. Doch der Titel bleibt bei einer extrem einfachen Lösung – Ohne irgendwelche Besonderheiten. Unter dem Reiter “Spielen“, in dem ich auch das Quick Match finde, sind auch zwei Online-Mehrspieler Modi enthalten. In Online-VS kann ich gegen einen anderen realen Spieler, in einem nicht gewerteten Online-Match, antreten. Das Spiel baut beim Matchmaking auf das einfache Suchen einer Sitzung auf - Ohne Lobby-Liste. Leider kannst du auch bei dem Spiel nicht erwarten, das du sofort ein Match zugeteilt bekommst. Sobald aber eine Sitzung entstanden ist, macht der Titel richtig Spaß. Übrigens lässt sich auch eine Einladung an Freunde über Steam senden.

Somit kann man zumindest unter Freunden ein paar Frames spielen. Eine etwas größere Sache sind da die Online-Turniere. Diese sind nicht ständig verfügbar, sondern nur in einem bestimmten Zeitrahmen. Dabei spielen alle Teilnehmer natürlich um Preisgelder und Ruhm. Bei diesen Events bestimmen die Entwickler sowohl die Art (Also KO-System oder doch Liga), als auch die Hilfen und Einstellungen. Es ist die ultimative Herausforderung für jeden Spieler. Bei einer hohen Anzahl an teilnehmenden Spielern sind die Online-Turniere wirklich eine feine Sache. Am Ende noch ein Feature, was ich vergessen habe. Denn im Quick Match ist es mir auch möglich, mit einem Freund an einem Computer zu spielen. Der Zweispieler basiert auf das typische “Abwechseln“. Persönlich finde ich das eine sinnvolle und gute Sache, auch wenn heutzutage der Online-Part eher im Fokus liegt.

Grafische Details fokussiert aufs wesentlichste

Tutorial, Umfang und Steuerung... ich habe eigentlich schon viel über Snooker 19 geschrieben. Es wird Zeit die restlichen Details offenzulegen. Grafisch bewegt sich der Titel auf einem sehr hohen Maß. Dabei muss man allerdings anmerken, das die grafische Höchstleistung sich lediglich auf das Spielfeld und den Spielern konzentriert. Beim Anstoß und bei verschiedenen Ansichten gibt es sogar kleinere Fokusspielerein. (Siehe Screenshot) Bei den höchsten Einstellungen spiegeln sich selbst die Lampen des Snooker-Tisches auf den Kugeln. Zudem tauchen immer mehr “Gebrauchsspuren“ auf dem Tisch auf. (Gebrauchsspuren ist eigentlich der verkehrte Ausdruck dafür, man sieht viel eher Kreide- und Fingerspuren auf dem Tisch.) Je länger ein Spiel dauert, um so mehr Spuren sieht man. Kritik bekommt der Titel vor allem von den Käufern bei Steam für die oberflächliche Darstellung der Zuschauer. Diese werden fast immer nur als dunkle Silhouetten gezeigt. (Meistens auch abhängig von dem aktuellen Spielort.) Auch ihre Animationen bewegt sich in einem kleinen Rahmen. Zugegeben... eigentlich sind die Zuschauer auch nicht der Mittelpunkt des Spiels. Was mich persönlich wirklich störte, waren die etwas mageren Details bei den Spielern. Sie wurden zwar recht gute den realen Stars nachempfunden, doch bei ein paar Kameraperspektiven sieht man schon, das kaum ein hoher Detailgrad vorhanden ist. (In der heutigen Zeit kann man davon ausgehen, das gerade bei solchen Kamerapositionen sogar die Poren der einzelnen Spieler zusehen sein sollten.)

Thema Kameraperspektiven: Insgesamt bietet das Spiel genau zwei nutzbare Ansichten. Allerdings kann ich diese nicht wirklich frei wählen. Die erste ist die bekannte TV-Kamera auf den Tisch. Sie gilt nicht nur als die Übersicht, sondern bei dieser lege ich auch die grobe Spielplanung fest. Eine etwas genauere Ansicht liefert die Ego-Perspektive als Zweite. Wie ich bereits schrieb, kann ich diese nicht frei wählen, sondern sie werden nacheinander abgearbeitet. Das bedeutet: Zuerst suche ich über die TV-Kamera meine nächste Kugel aus und peile sie an. Nach einem Klick zur Bestätigung geht es zur Ego-Perspektive. Diese ermöglicht es mir gelegentlich noch eine Feinjustierung vorzunehmen oder auch den Stoßwinkel zu verändern. (An dieser Stelle habe ich lediglich die Möglichkeit in der Ansicht einen Schritt zurückzugehen.) Danach folgt dann die Stoßkraftbestimmung und schon wechselt das Spiel in eine andere Kameraperspektive, welche eher passiver Natur ist. Ja du hast richtig gelesen, es gibt noch weitere Perspektiven, aber diese werden nur im Zusammenhang mit der TV-Übertragung genutzt. Worüber sich ebenfalls viele Spieler beschweren ist das Fehlen einer totalen Ansicht von oben auf den Tisch. Ich persönlich bin dem, wie die Entwickler es schon richtig gemacht haben, etwas abgeneigt, denn in Echt kann man sich auch nicht an die Lampen hängen und hinab sehen. Allerdings hätte ich mir eine gewisse “Sichtfreiheit“ gewünscht, ohne den Cue immer am Anschlag zu haben.

Trotzdem... eine fehlende Totalansicht von Oben ist für mich keine Kritik würdig. Positiv ist wiederum die recht genaue Anzeigehilfe. Egal ob nun auf Profi oder Amateur. Diese Hilfen kann man auch wirklich Hilfen nennen. Von der Grafik zum Sound, denn auch dieser ist recht gelungen. Für gewöhnlich herrscht stille in den Spielräumen. Gelegentlich hört man jemanden irgendwo Husten und sonnst tönt nur der Ansager oder das Klacken der Kugeln. (Oder beim Anstoß auch die Kugel/Cue.) Egal wie, alle Geräusche wirken sehr überzeugend und konnten mich auf eine gewisse Art fesseln. Auch die Reaktion der Zuschauer, gerade beim erfolgreichen Ausführen von sehr schwierigen Stößen, fand mein Gefallen. Manchmal erwischte ich mich dabei, wie ich mich tierisch über einen erfolgreichen Frame mit mächtigen Applaus freute. Neben Freude besitzen die Zuschauer aber auch Reaktionen wie Ohhh.... Natürlich abhängig davon, für wen sie da eine gewisse Sympathie entwickeln. Neben dem Sprecher bietet das Spiel auch Kommentatoren. Sie sind nicht so nervig wie bei anderen Sporttiteln und tragen unter Umständen zu einer noch besseren Präsentation bei. (Vorausgesetzt natürlich, man mag die TV-Kommentatoren und die entsprechenden Kommentare.) Zur KI- und der Spielsteuerung habe ich bereits oben schon einiges geschrieben. Alles bewegt sich in einem guten Rahmen, ohne mit irgendwelchen Besonderheiten glänzen zu können.
Erfahre hier, wie der Titel in unserer Wertung abgeschlossen hat.

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